Meningitis (allgemein)

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Therapie

Besteht der Verdacht auf Meningitis, ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen. Gilt die Diagnose Hirnhautentzündung als sicher, erfolgt die weitere Behandlung im Krankenhaus auf einer neurologischen Abteilung.

 

Bakterielle Meningitis:

Gegen bakterielle Meningitiden geht man mittels Antibiotika vor. Dabei werden die Medikamente direkt in die Venen injiziert oder als Infusion (Venentropf) zugeführt. Die Wahl des Antibiotikums hängt von dem jeweiligen Bakterium ab.

In den meisten Fällen wird am Anfang eine Kombination aus verschiedenen Antibiotika verabreicht, beispielsweise Cephalosporin und Amoxicillin. Der Grund, weshalb man gleich auf mehrere Antibiotika zurückgreift ist der Zeitmangel, da der Erregernachweis oft länger dauert, man jedoch bei Meningitis schnell handeln muss. Ist einmal geklärt, welcher Erreger die Hirnhautentzündung ausgelöst hat, wird nur noch jene Substanz gegeben, die gegen die Bakterienart am besten wirksam ist. Manchmal ergänzt der Arzt die Behandlung mit Kortison.

Um eine weitere Ansteckung zu vermeiden, wird all jenen Personen, die mit dem Erkrankten Kontakt hatten, ein Antibiotikum verabreicht, um eine weitere Ausbreitung des Erregers zu unterbinden.

 

Virale Meningitis:

Da es keine Medikamente gibt, um eine virale Meningitis zu behandeln, werden ausschließlich die Beschwerden behandelt. Eine Ausnahme stellen die Entzündungen, die durch Viren aus der Gruppe der Herpesviren ausgelöst werden, dar. Zu diesen rechnet man Herpes simplex, Varizella- Zoster, Zytomegalie-Virus und das Epstein-Barr-Virus. Um zu verhindern, dass sich Viren im Körper weiter ungehindert vermehren, kann zu antiviralen Mitteln (Virustatika) gegriffen werden.

Patienten, die von einer viralen Meningitis betroffen sind, sollten auf jeden Fall stationär unter Beobachtung bleiben. Im Mittelpunkt steht dabei mögliches Fieber zu senken, Kopfschmerzen zu linden oder in seltenen Fällen einen epileptischen Anfall zu stoppen.

Prognose

Bakterielle Meningitis:

Erfolgt bei einer bakteriellen Meningitis keine Behandlung, kann sie einen letalen Verlauf nehmen. Da die Krankheit in manchen Fällen sehr schnell voranschreitet, versterben einige Patienten trotz bestmöglicher Behandlung. Die Wahrscheinlichkeit, einer Meningokokken-Meningitis zu erliegen, liegt bei etwa zehn Prozent. Bei einer Pneumokokken- Infektion sterben bis zu 25 Prozent und sind Listerien der Auslöser für die Erkrankung, überleben nur bis zu 50 Prozent der Betroffenen.

Auch nach überstandener Meningitis, kann es noch zu Folgeerkrankungen des Nervensystems kommen, wie etwa Seh- oder Hörminderungen, Epilepsie, Koordinationsstörungen und Lähmungen.

 

Virale Meningitis:

Eine virale Hirnhautentzündung hat meist einen weniger lebensbedrohlichen Verlauf als eine bakterielle Meningitis. Auch erkranken weniger Patienten an Folgeerkrankungen. Es gilt den ersten kritischen Tag der Krankheit ohne Komplikationen zu überstehen, danach stehen die Chancen für eine Heilung weitgehend gut.

Vorbeugen

Gegen einige Erreger der Hirnhautentzündungen gibt es Impfungen. Zu diesen zählen:

  • Haemophilus influenzae Typ b (Hib)
  • Meningokokken
  • Pneumokokken

 

Seit 2006 besteht eine Impfempfehlung von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch- Institut für Kinder als Grundimmunisierung. Auch für Menschen, die im Verbreitungsgebiet der Frühsommer- Meningoenzephalitis (FSME) leben, ist die FSME- Impfung zu empfehlen. Als Überträger der FSME gelten Zecken, weshalb ein entsprechender Zeckenschutz anzuraten ist.

Wenn ein Kind oder Erwachsener unter Fieber, Nackensteife, Übelkeit und schwerem Krankheitsgefühl leidet, ist umgehend ein Arzt zu verständigen.

Personen, die in Kontakt mit dem Betroffenen standen, sollten sich ebenfalls zum Arzt begeben. Die Art der vorbeugenden Antibiotika- Therapie richtet sich nach der Art des auslösenden Erregers. Jeder Verdacht auf Meningokokken- Meningitis ist der Gesundheitsbehörde zu melden, da entsprechende Maßnahmen getroffen werden müssen. Patienten, die an einer Meningokokken- Meningitis leiden, werden im Krankenhaus nach Einsetzen der Antibiotika- Therapie mindestens 24 Stunden isoliert.

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