Grundlagen

Beschreibung

Demenz ist ein Überbegriff für diverse Krankheiten, welche den Rückgang von geistiger Leistungsfähigkeit und eine Veränderung der Persönlichkeit gemein haben.

Alzheimer ist der häufigste Vertreter der Demenz.

 

Im Vordergrund steht die abnehmende Leistung von Gedächtnis und Denken. Die Aufnahme neuer Informationen und Wiedergabe fallen zunehmend schwerer. Alleiniges Vergessen macht noch keine Demenz aus!

 

Schwierigkeiten mit der Orientierung und Urteilsfähigkeit nehmen zu (Wo bin ich gerade? Was ist los?). Nach und nach verschlechtern sich Sprache und Rechnen. Das alles geschieht gleichzeitig mit einer Persönlichkeitsveränderung. Der Alltag kann nur bedingt gemeistert werden. Tätigkeiten wie Einkaufen oder Hausarbeit werden schwieriger, bis sie gar nicht mehr gelingen. Erkrankte entwickeln Aggressivität und Enthemmtheit, scheinen depressiv oder stimmungsschwankend, was eine Herausforderung für Angehörige und Pflegepersonal darstellt.

 

Mit zunehmenden Lebensjahren steigt das Risiko, an Demenz zu erkranken sprunghaft an.

In der Gruppe der 65-69 jährigen sind 2% betroffen. Im Vergleich dazu sind bei 80-84 jährigen bereits 10-17% erkrankt. Spitzenreiter sind die über 90 jährigen mit mehr als 30 %.

 

Die Anzahl der Erkrankten wird sich bis 2050 verdoppeln, da der Anteil älterer Personen an der Gesamtbevölkerung kontinuierlich steigt. Aktuell ist Demenz bereits der häufigste Grund für den Einzug in ein Pflegeheim.

Ursachen

Demenz ist ein Überbegriff für verschiedene Erkrankungen, die durch Veränderungen im Gehirn die geistige Leistung und Persönlichkeit negativ beeinflussen.

 

Alzheimer

Heute gilt Morbus Alzheimer als die häufigste Ursache der Demenz. 1906 wurde diese Krankheit vom Neuropsychiater und –pathologen Alois Alzheimer beschrieben und in weiterer Folge nach ihm benannt. Nervenzellen des Gehirns verlieren ihre normalerweise sehr enge Verbindung zueinander, was zu einer Herabsetzung der Gehirn- und Gedächtnisleistung führt.

 

Gestörte Durchblutung

Die Gehirnsubstanz kann sich auch durch eine insuffiziente Durchblutung verändern. Bei einer sog. vaskulären Demenz kommt es zu einer spontanen Beeinträchtigung der Leistung von Gehirn und Gedächtnis. Damit einhergehend zeigen sich Symptome eines Schlaganfalls wie z.B. Sprachstörungen. Seltener können diese Veränderungen auch langsam voranschreiten.

 

Andere Ursachen

Es gibt auch andere Krankheiten, welche abbauende Prozesse, ähnlich Alzheimer, mit sich bringen. Dabei kann es sich z.B um eine „Demenz mit Lewykörperchen“ handeln. Sie belegt Rang drei der häufigsten Demenzarten.

Weitere Gründe für die Ausbildung einer Demenz können sein:

  • Stoffwechselstörungen (z.B. Vitamin B-12 Mangel, Schilddrüsenerkrankung)
  • chronische Vergiftungen (z.B. Alkoholabhängigkeit)
  • Raumforderungen im Gehirn (z.B. Tumore)
  • Infekte des Gehirns (z.B. Aids, Creutzfeld-Jakob-Erkrankung)

 

Wenn eine dieser Ursachen gefunden werden kann, lässt sich die Demenz in der Regel behandeln. Oftmals handelt es sich aber nicht nur um eine Ursache. Weit verbreitete Krankheiten wie Hypertonie (Bluthochdruck) oder Diabetes Mellitus (Zuckerkrankheit) können eine bereits bestehende Demenz verschlechtern oder sie sogar durch Schädigung von Gehirngefäßen hervorrufen.

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