Grundlagen

Syphilis ist eine durch Bakterien verursachte Geschlechtskrankheit (sexually transmitted disease, STD), welche durch den Erreger Treponema pallidum hervorgerufen wird. In medizinischen Kreisen wird Syphilis manchmal auch als Lues venerea bezeichnet, manche Leute kennen die Krankheit aber auch unter dem Namen harter Schanker oder Franzosenkrankheit.

Typisch für Syphilis ist, dass die Erkrankung in verschiedenen Stadien verläuft. Zu Zeiten, in denen es noch keine Antibiotika gab, war vor allem das letzte (=4.) Stadium sehr gefürchtet, da es hier zu Schädigungen des Nervensystems kommt. Heutzutage ist Syphilis aber mittels antibiotischer Therapie gut in den Griff zu bekommen. Wird die Krankheit jedoch nicht behandelt, kann sie zu Folgeschäden oder sogar zum Tod führen.

In den 90er Jahren kam es zum einem starken Rückgang der Syphilis-Erkrankungen, weil sich viele Menschen aus Angst vor HIV-Infektion ausreichend beim Geschlechtsverkehr schützten. In den letzten Jahren kam es jedoch immer mehr zu Vernachlässigung des Schutzes beim Geschlechtsverkehr, so dass die Infektionsraten der Geschlechtskrankheiten wieder angestiegen sind.

Der Erkrankungsgipfel liegt zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr, wobei Männer häufiger von Syphilis betroffen sind als Frauen. Jede Infektion mit dem Syphilis-Erreger unterliegt einer Meldepflicht beim Gesundheitsamt.

Ursachen

Syphilis wird durch eine Infektion mit dem Bakterium Treponema pallidum hervorgerufen. Eine Übertragung des Erregers erfolgt durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. Das Bakterium bildet kleine Geschwüre im Genitalbereich, die dann wiederum Quellen für eine weitere Übertragung darstellen. Treponema pallidum kann jedoch auch über andere Formen sexuellen Kontaktes übertragen werden, wie Anal- oder Oralverkehr. Das Risiko an Syphilis zu erkranken steigt bei Menschen mit häufig wechselnden Sexualpartnern deutlich an.

Frauen können auch während der Schwangerschaft ihr heranwachsendes Kind über die Plazenta infizieren. Kommt es während einer Schwangerschaft zur Infektion des Fetus, kann dies zur so genannten konnatalen Syphilis führen, was eine Fehlgeburt oder angeborene Fehlbildungen zur Folge hat.

Eine Übertragung von Syphilis über kontaminierte WC-Anlagen, Schwimmbecken oder Essbesteck ist nicht möglich, ebenso wenig über Blutkonserven.

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