Therapie

Die Behandlung einer Bindehautentzündung hängt vollkommen von der Ursache ab.

 

Augentropfen (als Ersatz der Tränenflüssigkeit) kommen bei äußeren Auslösern wie Staub, Licht, Chemikalien oder einer zu geringen Tränenproduktion zum Einsatz.

Antiallergische Augentropfen werden bei Allergien eingesetzt.

Antibiotische Augentropfen kommen bei bakteriellen Infektionen zum Einsatz.

Eine durch Erkältungsviren ausgelöste Konjunktivitis kann nicht und sollte auch nicht mit Medikamenten behandelt werden.

Herpes-, Varicella-Zoster Viren können mit Aciclovir bekämpft werden, was deren Vermehrung unterdrückt.

Adenoviren sind bislang nicht speziell behandelbar. Lediglich die Symptome können über einen kurzen Zeitraum mit kortisonhaltigen Augentropfen gelindert werden.

Prognose

Unkomplizierte Fälle durch Bakterien, klingen bereits nach 2-3 Behandlungstagen ab. Antibiotika-Augentropfen sollten dennoch wie verordnet (weiterhin) angewandt werden, da die Infektion sonst wieder auftreten kann.

 

Virale Entzündungen (auch unkomplizierte) dauern meist länger und können trotz Behandlung unregelmäßig erneut ausbrechen.

 

Wenn sich bakterielle und virale Infektion kombinieren, spricht man von einer Superinfektion.

Die Entzündung kann sich auch auf Hornhaut oder Iris ausbreiten und das Sehvermögen beeinträchtigen.

Auf Kontaktlinsen sollte so lange verzichtet werden, wie die Behandlung dauert bzw. bis diese durch den Augenarzt beendet wird.

Vorbeugen

  • Bei gefährlichen Arbeiten und Tätigkeiten sind Schutzbrillen zu verwenden (Schweißen, Schnee, Solarium).
  • Kontaktlinsen benötigen eine regelmäßige und sorgfältige Säuberung.
  • Auch Augen brauchen Ruhe. Vermeiden Sie deshalb zu langes Arbeiten am Computer oder Schlafmangel.  
  • Greifen Sie sich nicht mit ungewaschenen Händen in die Augen.
  • Wenn Sie Kontakt mit jemandem hatten, der an einer Bindehautentzündung leidet, waschen Sie sich ihre Hände gründlich.
  • Leiden Sie an Allergien, versuchen Sie die Allergene zu vermeiden (z.b. Tierhaare). Bei saisonalen Allergien (z.b. Pollen) sollten Sie rechtzeitig Antihistamine (Antiallergika) anwenden.
  • Verwenden Sie nur milde und auf ihre Augenverträglichkeit geprüfte Kosmetika.

Tipps

  • Da eine Konjunktivitis auf das kontralaterale andere Auge überspringen kann, sollten Sie sich bei bestehender Infektion nicht die Augen reiben!
  • Eiter und Schorfbildungen am Besten mit klarem Waser spülen.
  • Taschentücher nur einmal verwenden.
  • Erkrankte sollten ein eigenes Handtuch benützen.
  • Werden die Beschwerden schlimmer (Eiter, Lichtempfindlichkeit, Schmerzen, vermindertes Sehvermögen) sollte ein Augenarzt aufgesucht werden.

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