Grundlagen

Beschreibung

Bei einer Depression handelt es sich um eine Krankheit, die Symptome wie Niedergeschlagenheit, psychische und körperliche Störungen mit sich bringt. Unter anderem kann es sich dabei um Schlafstörungen, Verdauungsproblemen oder Antriebslosigkeit handeln.

Aktuell sind etwa 5 % der Bevölkerung von Depressionen betroffen. Der Anteil derer, die in ihrem Leben irgendwann einmal an einer Depression leiden, liegt bei 15 – 20 %, wobei Frauen zweimal so häufig betroffen sind wie Männer.

Es wird angenommen, dass eine gewisse Veranlagung zu Depressionen vererbt wird. Das Risiko zu erkranken steigt ebenfalls, wenn bereits eine Depression durchlebt wurde.

 

Formen der Depression

Unipolare Depression

Unipolar bedeutet einpolig. Damit ist gemeint, dass Betroffene nur depressive und keine manischen Phasen durchleben. Es handelt sich um den häufigsten Vertreter der Depressionen. Charakteristisch sind ein Tief am Morgen, frühes Aufwachen, Durchschlafprobleme (vor allem in der 2. Nachthälfte) und Niedergeschlagenheit.

 

Bipolare affektive Störung

Hier treffen sowohl depressive als auch manische Phasen aufeinander. Typisch für die manischen Episoden ist ein überzeichnetes Selbstbewusstsein. Eigene Fähigkeiten werden überschätzt, wodurch manche Betroffene Nächte über Wochen durcharbeiten, ohne Müdigkeit zu verspüren.

 

Dysthymie, Zyklothymie

In der Jugend beginnend und meist chronisch verlaufend zeigt sich die Störung über ganze Lebensabschnitte. Die Dysthymie weist etwas leichtere Symptome als die unipolare Depression auf, wo hingegen eine Zyklothymie leichtere manische und depressive Phasen ähnlich einer bipolaren affektiven Störung mit sich bringt.

 

Winterdepression

Wer immer im Herbst/Winter depressive Symptome aufweist und diese bis Frühling/Sommer andauern, leidet vermutlich an SAD – einer saisonal abhängigen Depression.

Symptome sind eher Antriebslosigkeit als echte depressive Verstimmungen.

Ursachen

Weshalb es zu einer Depression kommt, ist bis heute ungeklärt. In vielen Fällen treffen innere und äußere Faktoren auf einander, woraufhin es zur Krankheitsentstehung kommt. Weitere Faktoren sind die erbliche Veranlagung und psychosoziale Aspekte.

 

Erklärungsansätze

Obwohl derzeit noch intensiv geforscht wird, gibt es bereits Hinweise darauf, dass sich die Gehirntätigkeit während einer Depression verändert. Nervenzellen im Gehirn sind bei jedem Sinneseindruck, Gefühl oder Gedanken aktiv. Elektrische Impulse und Neurotransmitter (chemische Botenstoffe) dienen dem Informationsaustausch.

In der Theorie ist dieser Austausch an Information bei einer Depression vermutlich gestört, da Botenstoffe wie Serotonin und Noradrenalin aus dem Gleichgewicht geraten. Daraus ergeben sich Antriebslosigkeit, Verlust von Appetit und Schlafstörungen.

Andere Theorien setzen an einer fehlerhaften Regulation von Stresshormonen an. Auch eine gestörte Regulation des Schlaf-Wach-Rhythmus wird als Einflussfaktor vermutet.

 

Auslöser

Begünstigend wirken sich chronische, schwere Erkrankungen auf Depressionen aus. Besonders trifft dies auf Gehirn-, Schilddrüsenerkrankungen und andere Hormonstörungen zu, da sie Emotionen beeinflussen.

Medikamente können sich ebenfalls auf das Gemüt schlagen. Dazu zählen Herz-Kreislauf-Medikamente (z.B. Beta-Blocker), Kortison (und verwandte Stoffe), hormonelle Verhütungsmittel (z.B. „Pille“) und manche neurologische Präparate (z.B. Antiepileptika, Parkinson-Medikamente).

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