Grundlagen

Unter Kinderlähmung (Poliomyelitis, kurz Polio) versteht man eine akute Virusinfektion, die von Fieber begleitet wird. Meistens verläuft die Erkrankung ohne dass man sie bemerkt, oder sie ähnelt einem grippalen Infekt. Befällt das Poliovirus jedoch die Nervenzellen im Rückenmark können dauerhafte Lähmungen auftreten oder in seltenen Fällen sogar zum Tod führen.

Nur weniger als ein Prozent der Erkrankten leidet unter den namensgebenden Lähmungen. Der flächendeckenden Schutzimpfung ist es jedoch zu verdanken, dass es in den Industrieländern kaum noch Fälle von Kinderlähmung gibt. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist mit der kompletten weltweiten Ausrottung von Poliomyelitis zu rechnen

Ursachen

Als Erreger für Kinderlähmung gilt das Poliovirus. Die Ansteckung erfolgt in den meisten Fällen fäkal-oral. Dies bedeutet, dass das infizierte Kind die Erreger mit dem Stuhl ausscheidet, die Viren in den Nahrungskreislauf gelangen und erneut mit der Nahrung in den Körper gelangen. Deshalb besteht auch für die Eltern des infizierten Kindes ein erhöhtes Ansteckungsrisiko. Die Ansteckung kann beispielsweise durch das Windelwechseln oder die Nahrungszubereitung erfolgen.

Kurze Zeit nach der Infektion ist auch die Ansteckung von Mensch zu Mensch durch eine Tröpfcheninfektion möglich.

Eine Person, die sich mit Kinderlähmung infiziert hat, ist schon 36 Stunden nach erfolgter Ansteckung infektiös und kann über mehrere Wochen hinweg andere Personen unbemerkt anstecken.

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