Therapie

Eine Therapie gegen den Erreger der Kinderlähmung ist bislang noch nicht entdeckt. Aus diesem Grund zielt die Behandlung allein darauf ab die vorhandenen Symptome zu therapieren. Geht die Poliomyelitis ohne Lähmungserscheinungen einher, kann meistens von einem Krankenhausaufenthalt abgesehen werden.

Sobald es jedoch zu Lähmungserscheinungen kommt, muss der Verlauf der Erkrankung im Krankenhaus überwacht werden, da möglicherweise auch Schluck- oder Atemlähmungen auftreten können.

Nach einer akuten Poliomyelitis erfolgt eine längerfristige Bewegungstherapie mit krankengymnastischen und orthopädischen Methoden, damit es nicht zu Spätfolgen der Lähmung von Muskeln und Wirbelsäule kommt.

Prognose

In den meisten Fällen haben die Poliomyelitis-Erkrankungen einen positiven Verlauf. Dennoch können schwere Lähmungen zurückbleiben, wenn das Nervensystem von den Viren befallen ist. Sehr selten kann es auch vorkommen, dass Kinderlähmung tödlich endet.

Als Spätfolge kommt es häufig zu dem sogenannten Post-Polio-Syndrom (PPS). Dabei kommt es noch Jahre nach den ersten Lähmungserscheinungen zu neuerlichen Beschwerden:

  • Schmerzen • Zunehmende Schwäche und Lähmungen in Muskelgruppen, die nicht betroffen waren
  • Muskelabbau (Atrophie)
  • Schnelle Ermüdbarkeit

 

Diese Symptome sind auf die andauernde Überbelastung der geschwächten Muskulatur zurückzuführen.

Vorbeugen

Als einzige wirksame Maßnahme um Kinderlähmung zu verhindern gilt die Impfung. Seit 1998 wird von der Schluckimpfung mit inaktivierten, aber lebenden Polio-Viren abgeraten. Stattdessen wird jetzt eine Impfung mit abgetöteten Viren verabreicht.

Die Impfung gegen Kinderlähmung zählt zu den empfohlenen Standardimpfungen, die Kindern im Zuge einer Routineuntersuchung beim Kinderarzt verabreicht werden. Um eine Grundimmunisierung zu gewährleisten, erhalten Kinder vier Impfdosen innerhalb der ersten zwei Lebensjahre. Im Alter zwischen neun und 17 Jahren ist eine Auffrischung anzuraten.

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