Magenkrebs (Magenkarzinom)

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Grundlagen

Magenkrebs (Magenkarzinom) bezeichnet eine Erkrankung, bei der bestimmte Zellen des Magens einer unkontrollierten Teilung unterliegen und sich als Resultat ein bösartiger Tumor bildet. In den meisten Fällen entarten die magensaftbildenden Drüsenzellen. In diesem Fall spricht man von einem Adeno-Karzinom. Ab und zu kann es auch vorkommen, dass die lymphatischen Zellen (MALT-Lymphom) von der Entartung betroffen sind oder Zellen von Muskel- oder Bindegewebe (Sarkom).

Magenkrebs stellt trotz Rückgang in den letzten Jahren eine der häufigsten tumorbedingten Todesursachen dar. Der Grund dafür ist oftmals erst die späte Diagnose, da Magenkrebs in den meisten Fällen erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt wird. Wie bei jeder Tumorerkrankung gestaltet sich die Therapie und Heilung besser, je früher der Tumor entdeckt und behandelt wird.

Das Magenkarzinom stellt bei Männern die fünfthäufigste und bei Frauen die achthäufigste Tumorerkrankung dar. Mit steigendem Lebensalter kommt es auch zu einem gehäuften Auftreten von Magenkrebs. Männer erkranken im Durchschnitt um das 71. Lebensjahr und Frauen in etwa mit 75 Jahren.

Generell ist auch ein Unterschied an Magenkrebserkrankungen weltweit zu verzeichnen. In Japan beispielsweise ist die Erkrankungsrate höher als in den USA oder Deutschland.

Ursachen

Bei verschiedenen Faktoren liegt die Vermutung nahe, dass sie das Risiko für Magenkrebs erhöhen und somit als Ursache gelten können:

  • Ernährungsgewohnheiten: als gesicherter Risikofaktor gelten der häufige Konsum von stark gesalzenen Speisen und der geringe Verzehr von frischem Gemüse und Obst. Ungünstig könnte auch der häufige Genuss von gegrillten, geräucherten und gepökelten Speisen sein. Während dem Grill- oder Räuchervorgang entstehen im Zuge der unvollständigen Verbrennung krebserregende Substanzen (Kanzerogene).
  • Rauchen und Alkohol können ebenfalls das Magenkrebsrisiko negativ beeinflussen.
  • Mitauslöser für Magenkrebs kann eine bestimmte Form der Magenschleimhauentzündung (chronisch atrophische Gastritis) sein. Diese Erkrankung wird zu den Autoimmunerkrankungen des Magens gezählt, die eine langfristige Veränderung der Magenschleimhaut bewirkt.
  • Risikoerhöhend kann auch ein bestimmtes Bakterium, nämlich Helicobacter pylori sein. • Einige Magenpolypen können die Vorstufe für Magenkrebs darstellen.
  • Wurde eine (heute seltener vorkommende) Teilentfernung des Magens, beispielsweise aufgrund einer Geschwürerkrankung durchgeführt, kann sich ein erhöhtes Risiko für Magenkrebs herausstellen.
  • Die seltene Erkrankung mit bislang ungeklärter Ursache Morbus Ménétrier führt ebenfalls zu einer Erhöhung des Magenkrebsrisikos. Bei dieser Erkrankung kommt es zu vergrößerten Schleimhautfalten, sowie größeren schleimbildenden Schichten im Magen.

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