Grundlagen

Beschreibung

Das Plasmozytom ist eine bestimmte Art von Blutkrebs, bei der Plasmazellen des Blutes bösartig außer Kontrolle geraten. Es zählt zur Gruppe der Lymphome, genauer gesagt zu den B-Zell Non Hodgkin Lymphomen. Synonyme Bezeichnungen sind Multiples Myelom oder Morbus Kahler.

 

Plasmazellen sind eine Unterart von weißen Blutkörperchen, die für die Immunabwehr verantwortlich sind und im Knochenmark gebildet werden.

Sie entstehen aus veränderten Plasmazellen und produzieren übermäßig viele Eiweiße (Antikörper), die jedoch nicht funktionsfähig sind (Paraproteine). Diese Aktivität schwächt das Immunsystem und macht Erkrankte anfälliger für Infektionen.

Generell erkranken jährlich nur 7 aus 100.000 Menschen an dieser Krankheit, die Männer häufiger als Frauen betrifft.

Ursachen

Plasmazelle außer Kontrolle

Gesunde Plasmazellen sind Abkömmlinge weißer Blutkörperchen. Sie werden im Knochenmark gebildet und stellen Antikörper her, die für das Immunsystem und Immunantworten nötig sind.

Bei einem Plasmozytom reproduziert sich eine Plasmazelle unkontrolliert. Nach und nach werden gesunde, blutbildende Zellen im Knochenmark von den bösartigen Plasmozytom-Zellen verdrängt.

Die genaue Ursache für diese bösartige Entwicklung der Plasmazellen ist noch nicht vollständig geklärt. Häufig werden in Krebszellen Veränderungen an Chromosomen (Bestandteile der DNA), überwiegend bei Chromosom 13 und 14, gefunden.

Ebenfalls wird vermutet, dass äußere Einflüsse wie Strahlung (ionisierend) und Pestizide die Entwicklung eines Playmozytoms begünstigen.

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