Grundlagen

Scharlach ist eine durch Streptokokken ausgelöste Erkrankung und zählt deshalb zu den bakteriellen Infektionskrankheiten. Da diese Krankheit meistens in der Kindheit auftritt, wird oft angenommen, dass man an Scharlach, wie bei anderen Kinderkrankheiten, nicht noch einmal erkranken kann. Wissenswert ist, dass Scharlach aber durch verschieden Subtypen der Streptokokken entstehen kann und somit mehrmalige Erkrankungen möglich sind.

Zu den Symptomen des Scharlachs werden ein typischer, roter Hautauschlag, eine himbeerfarbene Zunge und eine eitrige Entzündung der Mandeln gezählt. Diese Symptome werden durch ein Bakteriengift, das von den Streptokokken gebildet wird, verursacht.

Der Altergipfel dieser Infektionskrankheit liegt bei Kindern im Vorschul- und Schulalter, aber auch Erwachsene können betroffen sein. Es kann vorkommen, dass Neugeborene vor der Geburt über die Gebärmutter spezielle Antikörper von der Mutter erhalten, welche sie, die ersten drei Monate vor einer Ansteckung mit dem Erreger, schützt.

Immer wieder wird beobachtet, dass Scharlach epidemisch in Kindergärten, Schulen oder anderen Gemeinschaftseinrichtungen auftritt, da hier viele Ungeschützte sehr leicht angesteckt werden können. Die Erkrankung tritt vor allem zischen Oktober und März auf. Bei manchen Menschen ist die Schleimhaut des Rachens mit Scharlach-Erregern besiedelt, ohne dass die Krankheit bei diesen ausbricht. Es ist also auch manchmal möglich das Bakterium in sich zu tragen, ohne Scharlach zu entwickeln.

Ursachen

Scharlach wird von Streptokokken verursacht, genauer gesagt von dem Subtypen der Gruppe A. Wie es für Kokken typisch ist, haben die Streptokokken ein kugelförmiges Aussehen und ordnen sich entweder in Ketten oder paarweise an. Die Übertragung der Krankheit erfolgt mittels kleinster Tröpfchen über den Luftweg, wie zum Beispiel beim Niesen oder Sprechen. Manchmal kann man auch durch eine Schmierinfektion, also durch kontaminierte Objekte, angesteckt werden. Die Inkubationszeit, also der Zeitraum zwischen Infektion und Auftreten der Symptome, beträgt zwei bis vier Tage. Die Dauer der Ansteckungsfähigkeit ist davon abhängig ob man mit Antibiotika behandelt wird oder nicht. Bei der richtigen medikamentösen Therapie besteht nur zwei bis drei Tage eine Ansteckungsgefahr, ohne Therapie drei bis vier Wochen.

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