Osteoporose (Knochenschwund)

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Internationale Klassifikation (ICD) M81.99

Grundlagen

Bei Osteoporose (umgangssprachlich Knochenschwund) handelt es sich um eine Stoffwechselerkrankung der Knochen. Diese verlieren als Folge von einem übermäßigen Abbau der Knochensubstanz an Stabilität, was zu einem erhöhten Risiko, einen Knochenbruch zu erleiden, führt.

Insgesamt erkranken mehr Frauen als Männer an Osteoporose – etwa 80 Prozent der Fälle betreffen Frauen nach der Menopause (Wechseljahre). In Deutschland sind etwa sieben Prozent aller Frauen bereits im 55. Lebensjahr und 20 Prozent im 80. Lebensjahr von Osteoporose betroffen. Es wird geschätzt, dass zirka jeder zehnte deutsche Bürger von Osteoporose betroffen ist und etwa 130.000 Bürger aufgrund des Knochenschwunds einen Wirbel- oder Oberschenkelhalsbruch erleiden. Nach längerem Krankheitsverlauf sind die Knochenbrüche und deren Folgebeschwerden eine häufige Ursache, dass ältere Menschen auf Hilfe im täglichen Leben angewiesen sind.

Wenn es bereits zu Knochenbrüchen kam, gestaltet sich die Therapie der Osteoporose als schwierig. Die wichtigste Maßnahme besteht in der Prävention des Knochenschwundes.

Ursachen

Grundkenntnisse zum Knochen und der Osteoporose

Die Knochen des Körpers sind aus einem formgebenden Gewebe (Matrix) aufgebaut, in das die Mineralstoffe Calcium und Phosphat eingelagert sind. Diese Mineralstoffe sind für die Härte und Dichte des Knochens verantwortlich.

Bei Knochengewebe handelt es sich um eine Verbindung lebender Knochenzellen. Dadurch wird ein ständiger Auf-, Ab- und Umbauprozess des Knochens ermöglicht. In den ersten 40 Lebensjahren überwiegen in der Regel die Aufbauprozesse – dann findet jedoch eine Wende statt und es wird zusehends mehr Knochenmasse abgebaut als wieder aufgebaut, wodurch der Knochen an Stabilität verliert. Der Auf- und Abbau des Knochengewebes wird unter anderem durch folgende Hormone reguliert:

  • Vitamin D: fördert die Einlagerung von Calcium in den Knochen
  • Calcitonin: dieses Hormon wird in der Schilddrüse produziert und fördert ebenfalls die Einlagerung von Calcium in den Knochen
  • Parathormon: dieses Hormon wird in der Nebenschilddrüse gebildet und bewirkt, dass Calcium aus dem Knochengewebe herausgelöst wird
  • Östrogen/Testosteron: diese Geschlechtshormone beeinflussen die Bildung und Wirksamkeit der vorhin genannten Hormone (Vitamin D, Calcitonin, Parathormon)

Ursache der Osteoporose

Die Ursache der Osteoporose liegt darin, dass der Regulationsmechanismus des Knochengewebes dermaßen gestört ist, sodass die Abbauprozesse im Knochen überwiegen. Da nun zu wenig Calcium eingelagert wird, wird die Knochenmatrix mit der Zeit löchrig, dünner und weniger stabil. Dies hat zur Folge, dass ein erhöhtes Risiko von Knochenbrüchen besteht. Die Knochenbrüche selbst sowie die fortschreitende Zerstörung der Knochen können starke Schmerzen verursachen.

In den meisten Fällen wird die Osteoporose durch einen Östrogenmangel bei Frauen in der Menopause (nach den Wechseljahren) verursacht. Männer hingegen sind nur sehr selten von Knochenschwund durch Testosteronmangel betroffen. Bei Frauen kann es etwa zehn Jahre nach dem Abnehmen der Östrogenproduktion in den Wechseljahren zur ersten Knochenfraktur als Folge einer Osteoporose kommen. Häufig sind die Wirbelkörper und der Oberschenkelhals betroffen.

Die Altersosteoporose bei Personen ab dem 70. Lebensjahr stellt eine weitere häufige Variante der Osteoporose dar. Von Altersosteoporose sind sowohl Frauen als auch Männer gleichermaßen betroffen. Die Ursache des Knochenschwunds liegt zumeist in einem Bewegungsmangel und einem Mangel an Calcium und Vitamin D aufgrund des hohen Lebensalters. Häufig erleiden die Betroffenen einen Oberschenkelhalsbruch.

Begünstigende Faktoren

Begünstigend auf die Entstehung einer Osteoporose wirken Faktoren, die die reguläre, stabile Knochenentwicklung bis hin zum 40. Lebensjahr einschränken. Folgende Risikofaktoren üben den größten Einfluss auf die Entwicklung einer Osteoporose aus:

  • Ein spätes Auftreten der ersten Regelblutung (fachsprachlich Menarche), ein frühes Einsetzen der Menopause (Wechseljahre) oder eine Ovarektomie (Entfernung der Eierstöcke) im fruchtbaren Lebensabschnitt verkürzen den Zeitraum, in dem die knochenschützenden Geschlechtshormone produziert werden.
  • Ein Mangel an Bewegung verstärkt den Knochenabbau.
  • Diäten, hoher Kaffeekonsum, Laxantienabusus (Missbrauch von Abführmitteln) sowie eine sehr phosphatreiche Ernährung bewirken eine Unterversorgung des Körpers mit Vitamin D und Calcium, was begünstigend auf den Knochenschwund wirkt.
  • Schlanke Personen sind häufiger von Osteoporose betroffen als korpulentere.
  • Es wird vermutet, dass auch genetische Faktoren die Entstehung einer Osteoporose begünstigen können, da der Knochenschwund auch gehäuft innerhalb einer Familie auftreten kann.

Sekundäre Osteoporose

Von einer sekundären Osteoporose spricht man, falls der Knochenschwund durch andere Erkrankungen oder durch die Einnahme bestimmter Medikamente hervorgerufen wird. Beispiele für auslösende Faktoren einer sekundären Osteoporose sind:

  • Hyperthyreose: Dabei handelt es sich um eine nicht behandelte Schilddrüsenüberfunktion – durch die hohe Konzentration an Schilddrüsenhormonen im Blut wird der Stoffwechsel beschleunigt und dadurch der Knochenabbau begünstigt.
  • Hohe Cortisolspiegel: Da Cortisol ein natürlicher Gegenspieler der Geschlechtshormone ist, wird durch zu hohe Konzentrationen an Cortisol im Blut (beispielsweise als Folge eines Cushing-Syndroms oder einer Langzeitbehandlung mit Kortison) die Entstehung einer Osteoporose begünstigt. Inhalative Kortison-Präparate bei der Asthma-Therapie haben jedoch keinen negativen Einfluss auf die Knochenfestigkeit.
  • Hyperparathyreoidismus: Darunter versteht man eine Überfunktion der Nebenschilddrüse. Hierbei wird zu viel Parathormon gebildet, welches bewirkt, dass mehr Calcium aus den Knochen gelöst wird. Als Folge wird die Entstehung einer Osteoporose begünstigt.
  • Bestimmte Erkrankungen des Verdauungstraktes: Langjährige Erkrankungen des Darms (beispielsweise Colitis Ulcerosa oder Morbus Crohn) oder der Bauchspeicheldrüse sowie eine Magersucht verhindern, dass genügend Vitamin D und Calcium mit der Nahrung aufgenommen werden können. Auch kann der Verzicht auf Milchprodukte bei einer Lactoseintoleranz zu einem Calciummangel führen.
  • Wachstumshormonmangel: Das Wachstumshormon reguliert das Längenwachstum und hat großen Einfluss auf die Verknöcherung des Skeletts – bei einem Mangel kann der Knochenaufbau gestört sein.
  • Bestimmte Nierenerkrankungen: Bei langjähriger Niereninsuffizienz (Nierenschwäche) sowie bei Diabetes Mellitus (erhöhter Blutzucker) kann es zu einer übermäßigen Ausscheidung von Calcium im Harn kommen. Damit nun der lebensnotwendige Calciumspiegel im Blut aufrecht erhalten bleibt, produziert die Nebenschilddrüse vermehrt Parathormon, wodurch mehr Calcium aus den Knochen freigesetzt wird.
  • Bestimmte Gelenkserkrankungen: Erkrankungen wie beispielsweise Rheuma, Lupus erythematodes und Morbus Bechterew können Knochenschäden verursachen.
  • Alkoholabusus: Durch einen Alkoholmissbrauch wird die Leber geschädigt, wodurch diese nicht mehr ausreichend Cholesterin (Grundbaustein für die Osteoporose-vorbeugenden Geschlechtshormone) produzieren kann.
  • Rauchen: Bei Rauchern wird durch die schlechtere Blutversorgung das Knochengewebe geschädigt – der Verlust an Knochengewebe ist zirka doppelt so hoch wie bei Menschen, die nicht rauchen.
  • Hypogonadismus: Darunter versteht man einer Unterfunktion der Keimdrüsen (Eierstöcke, Hoden). Dabei werden zu geringe Mengen der Osteoporose-vorbeugenden Geschlechtshormone Östrogen und Testosteron gebildet.
  • Tumore: Diese können in Ausnahmefällen die Hormone negativ beeinflussen, welche den Knochenstoffwechsel regulieren.

Symptome

Anfänglich treten bei einer Osteoporose zumeist kaum oder nur leichte Beschwerden auf, wie beispielsweise Rückenschmerzen. Charakteristisch für das Fortschreiten der Osteoporose sind Spontanfrakturen – darunter versteht man das Auftreten von Knochenbrüchen ohne einen besonderen Auslöser. Die Spontanfrakturen lösen starke, plötzlich auftretende Schmerzen aus und führen zu Knochenfehlstellungen, woraus in Folge schwere Muskelverspannungen entstehen können.

Typisch für die Alters-Osteoporose sind Oberschenkelhalsfrakturen (Knochenbrüche im Bereich zwischen Oberschenkelkopf und Oberschenkelknochen). Für den hormonell-bedingten Knochenschwund sind Wirbelkörpereinbrüche charakteristisch. Aufgrund des verhältnismäßig niedrigen Alters der Osteoporose-Patienten werden die Schmerzen oftmals als „Hexenschuss“ fehlgedeutet. Die Einbrüche der Wirbelkörper haben zur Folge, dass die Patienten mit der Zeit immer kleiner werden und einen Rundrücken (umgangssprachlich „Witwenbuckel“) ausbilden.

Diagnose

Zur Diagnose der Osteoporose wird heutzutage nach der Anamnese (ärztliches Gespräch) und der körperlichen Untersuchung zumeist eine sogenannte Osteodensitometrie (Messung der Knochendichte) des Oberschenkelknochens und der Lendenwirbelsäule durchgeführt. Mithilfe der Ergebnisse der Knochendichtemessung können anschließend Aussagen zum Knochenfrakturrisiko getroffen werden. Zusätzlich können auch eine Laboruntersuchung des Blutes und eine Röntgenaufnahme der Brustwirbelsäule sowie der Lendenwirbelsäule hilfreich sein. Dieser Untersuchungsablauf wird als Basisdiagnostik der Osteoporose bezeichnet.

Die Durchführung dieser Basisdiagnostik wird für folgende Menschen empfohlen, bei denen das Risiko, innerhalb von zehn Jahren einen Oberschenkelhalsbruch zu erleiden, sehr wahrscheinlich bei über 20 Prozent liegt:

  • Wenn bei Männern vor dem 60. und bei Frauen vor dem 50. Lebensjahr ein osteoporose-typischer Bruch der Wirbelkörper auftritt oder wenn über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten Kortison verabreicht wird sowie wenn bestimmte Stoffwechselerkrankungen wie beispielsweise Morbus Cushing oder eine Überfunktion der Nebenschilddrüse vorliegen.
  • Falls ein osteoporose-typischer Wirbelkörperbruch bei Frauen zwischen 50 und 60 Jahren sowie bei Männern zwischen 60 und 70 Jahren auftritt.
  • Bei Männern zwischen 70 und 80 Jahren und bei Frauen zwischen 60 und 70 Jahren, falls ein osteoporose-typischer Wirbelkörperbruch oder zumindest ein Risikofaktor vorliegt. Beispiele für Risikofaktoren wären: ein Knochenbruch nach einer leichten Verletzung, Untergewicht, Rauchen oder häufige Stürze.
  • Alle Männer über dem 80. und Frauen über dem 70. Lebensjahr.

Empfehlungen für die Abklärung der sekundären Osteoporose gibt es keine. Diese Ursachen bedürfen einer gezielten Untersuchung.

Therapie

Basisbehandlung und Präventionsmaßnahmen

Die wichtigste Basisbehandlung und Präventionsmaßnahme der Osteoporose sind ausreichend Bewegung und eine richtige Ernährung.

Dabei sind keine sportlichen Spitzenleistungen notwendig – bereits regelmäßige Spaziergänge, zweimal wöchentliches Rückenschwimmen für eine halbe Stunde oder Wassergymnastik bewirken einen stabileren Aufbau der Knochen. Sehr effektiv ist ein Kraft- und Ausdauertraining zwei mal pro Woche.

Bei der Ernährung sollte darauf geachtet werden, viel Calcium (bis zu eineinhalb Gramm pro Tag) zu sich zu nehmen. Dabei bieten sich Milchprodukte oder calciumhaltiges Mineralwasser an.

Ausreichend Vitamin D stellt einen wichtigen Schutz vor Osteoporose dar. Vor allem Eier, Fisch, Butter und Milch enthalten hohe Konzentrationen an Vitamin D. Zudem produziert der Körper mit Unterstützung von UV-Strahlung selbst Vitamin D – daher sollten besonders ältere Personen darauf achten, täglich mindestens 30 Minuten im Tageslicht zu verbringen. Die UV-Strahlung ist auch bei bewölktem Himmel für die Produktion des Vitamins ausreichend.

Des weiteren weisen nicht-Raucher ein niedrigeres Osteoporose-Risiko auf.

Da Phosphate den Einbau von Calcium in die Knochen hemmen und somit den Knochenschwund begünstigen, sollte ein übermäßiger Konsum phosphathaltiger Nahrungsmittel vermieden werden. Hohe Konzentrationen an Phosphaten enthalten Fleisch, Wurstprodukte, Softdrinks (beispielsweise Cola) und Schmelzkäse. Zudem erkennt man Phosphate in der Auflistung der Lebensmittelzusatzstoffe an den Bezeichnungen E338-341 sowie E450.

Medikamentöse Therapie

Die Basisbehandlung der Osteoporose besteht in der täglichen Zufuhr von etwa einem bis eineinhalb Gramm Calcium und mindestens 400 Internationalen Einheiten an Vitamin D. Falls der körperliche Bedarf an diesen Stoffen nicht allein durch die Nahrung gedeckt werden kann, lassen sich die Stoffe auch in Form von Tabletten substituieren.

Um bei Frauen nach der Menopause (den Wechseljahren) Knochenbrüchen aufgrund von Osteoporose vorzubeugen, kommen verschiedene Medikamente zum Einsatz. Diese sollten mindestens über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren eingenommen werden, gegebenenfalls jedoch auch länger.

Folgende Wirkstoffe stellen Mittel der ersten Wahl bei der Behandlung der Osteoporose dar:

  • Bisphosphonate: Diese Stoffe wirken einem übermäßigen Abbau des Knochengewebes entgegen und bewirken zudem eine Stärkung der bestehenden Knochenmasse. Verabreicht werden Bisphosphonate je nach Präparat einmal täglich, wöchentlich oder monatlich in Form von Tabletten. Auch besteht die Möglichkeit, mithilfe einer Infusion nur einmal jährlich Bisphosphonate zu verabreichen.
  • SERM (Selektive Estrogenrezeptormodulatoren): Diese verhindern den Abbau des Knochengewebes und wirken regulierend auf den Knochenstoffwechsel. Der Wirkstoff muss jeden Tag eingenommen werden.
  • Strontium Ranelat: Dieser Wirkstoff verhindert einen übermäßigen Abbau des Knochengewebes und fördert die Aktivität der Osteoblasten (knochenaufbauenden Zellen). Es handelt sich um ein Pulver, das einmal pro Tag in Wasser gelöst zu sich genommen wird.
  • Teriparatid: Dabei handelt es sich um ein Fragment des in der Nebenschilddrüse gebildeten Hormons Parathormon. Teriparatid hilft beim Knochenaufbau und fördert die Bildung von neuem Knochengewebe. Der Wirkstoff kann bei Frauen nach der Menopause, die ein besonders hohes Knochenfrakturrisiko besitzen, für einen Zeitraum von maximal 18 Monaten einmal pro Tag unter die Haut gespritzt werden.

Bei Männern, die an Osteoporose leiden, wird bislang der Wirkstoff Alendronat (ein Bisphosphonat) angewendet.

Vorkehrungen

Da Patienten mit Osteoporose einem stark erhöhten Risiko für Knochenfrakturen ausgesetzt sind, sollten folgende Maßnahmen und Vorkehrungen beachtet werden:

  • Das Zuhause sollte so eingerichtet sein, dass die Wahrscheinlichkeit von Stürzen reduziert wird (beispielsweise keine rutschigen Teppiche, keine Schwellen am Boden, gute Beleuchtung). Auch sollten nur flache Hausschuhe mit rutschfesten Schuhsohlen getragen werden.
  • Keine schweren Gewichte heben.
  • Bei Glatteis auf den Straßen sollte die Wohnung nur für absolut notwendige Besorgungen verlassen werden – empfehlenswert ist es, sich die Einkäufe liefern zu lassen.
  • Die Sehkraft sollte regelmäßig durch den Augenarzt kontrolliert und eine Sehhilfe gegebenenfalls angepasst werden.
  • Bestimmte Medikamente wie beispielsweise Schlafmittel, Präparate gegen Allergien, Antidepressiva und Antihypertensiva (gegen Bluthochdruck) können zu einer Einschränkung der Reaktionsfähigkeit führen und somit das Sturzrisiko erhöhen.
  • Osteoporose-Selbsthilfegruppen bieten Rat und Hilfe.

Prognose

Bleibt die Osteoporose unbehandelt, schreitet die Erkrankung immer weiter fort und kann mit der Zeit zu mehrfachen Knochenbrüchen und äußerst starken Schmerzen beispielsweise im Bereich der Lendenwirbelsäule führen. Durch die Bewegungseinschränkung aufgrund der Knochenschäden sowie den permanenten Schmerzen kann die Osteoporose bis hin zu einer Invalidität führen und die Patienten abhängig von einer ständigen Betreuung machen – oftmals bleibt eine Übersiedlung in ein Pflegeheim unumgänglich.

In den meisten Fällen würde sich die Osteoporose durch eine gute Prävention verhindern lassen. Falls bereits ein Knochenschwund besteht, kann durch eine konsequente Behandlung das Fortschreiten der Osteoporose gehemmt werden, wodurch sich das Risiko von Knochenbrüchen verringern lässt.

Vorbeugen

Die erfolgreichste Maßnahme gegen Osteoporose ist eine gute Prävention. Folgende Faktoren sollten beachtet werden:

  • Falls mehrere Risikofaktoren für Osteoporose bestehen, sollte mit dem Arzt besprochen werden, ob eventuell eine vorbeugende Behandlung mit Medikamenten durchgeführt werde sollte.
  • Durch regelmäßige Bewegung wird die Knochenmasse vermehrt, wodurch einer Osteoporose vorgebeugt werden kann.
  • Bei der Ernährung sollte darauf geachtet werden, viel Calcium zu sich zu nehmen. Dazu eignen sich Milch und Milchprodukte sowie calciumhaltiges Mineralwasser. Es sollten jedoch nicht mehr als eineinhalb Gramm Calcium pro Tag zu sich genommen werden.
  • Vitamin D stellt einen wichtigen Schutz vor Osteoporose dar. Vor allem Eier, Fisch, Butter und Milch enthalten viel Vitamin D. Zudem produziert der Körper mittels UV-Strahlung selbst Vitamin D – daher sollten besonders ältere Personen darauf achten, täglich mindestens 30 Minuten im Tageslicht zu verbringen. Die UV-Strahlung ist auch bei bewölktem Himmel für die Vitaminproduktion ausreichend.
  • Verwendung von Speisesalz, das zusätzlich Fluorid enthält.
  • Phosphathaltige Lebensmittel sollten nur in kleinen Mengen konsumiert werden, da zu hohe Mengen an Phosphaten den Einbau von Calcium in die Knochen hemmen und somit verstärkend auf eine Osteoporose wirken. Hohe Konzentrationen an Phosphaten enthalten Fleisch, Wurstprodukte, Softdrinks (beispielsweise Cola) und Schmelzkäse. Zudem erkennt man Phosphate in der Auflistung der Lebensmittelzusatzstoffe an den Bezeichnungen E338-341 sowie E450.
  • Zusätzliche Risikofaktoren für Osteoporose sind Rauchen und ein überhöhter Alkoholkonsum.

Prävention von Knochenbrüchen

Da die Knochen bei einer bestehenden Osteoporose besonders leicht brechen und anschließend schlecht heilen, kommt auch der Vorbeugung von Stürzen und Knochenbrüchen eine besondere Bedeutung zu.

In Alters- und Pflegeheimen erhalten Osteoporose-Patienten oftmals Hüftprotektoren, um das Risiko von Oberschenkelhalsbrüchen zu reduzieren. Dabei handelt es sich um eine spezielle Unterwäsche, in der seitlich harte oder weiche Schutzelemente als Dämpfer bei Stürzen eingearbeitet sind.

Für Betroffene, die nicht in Alters- oder Pflegeheimen leben, liegt derzeit noch keine Empfehlung für die Verwendung von Hüftprotektoren vor.

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