Schlafapnoe

Schlafapnoe
Internationale Klassifikation (ICD) G47.3

Principes de base

Schnarchen wird zwar von vielen als störend, aber nur selten als ein ernsthaftes Krankheitssymptom gesehen. Allerdings kann es in manchen Fällen ein Hinweis für eine Atemstörung, nämlich das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom, sein. Vor allem ein sehr lautes und ungleichmäßiges Schnarchen kann auf diese Krankheit, bei der es zu lebensgefährlichen Atempausen kommen kann, hinweisen.

Ungefähr fünf Prozent der Bevölkerung sind von dieser Erkrankung betroffen, wobei vor allem für übergewichtige Männer mittleren Alters ein Erkrankungsrisiko besteht.

Unter den Schlafapnoen ist das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) eine sehr weit verbreitete Form. Hierbei kommt es während des Schlafs zur Entspannung der Gaumenmuskulatur, wodurch die oberen Atemwege verengt werden können. Dadurch ist die Atmung des Betroffen gestört, was sogar zu Atemausfällen führen kann. Der Abfall der Sauerstoffpartialdrucks im Blut führt zu einer Reaktion des Atemzentrums im Gehirn, wodurch die Atemmuskulatur aktiviert wird. Der Körper versucht mit einigen, kräftigen Atemzügen den Sauerstoffmangel auszugleichen, wobei die Betroffenen meistens aufwachen, was auch als Arousal bezeichnet wird. Die Dauer der Atempausen kann nur wenige Sekunden sein, kann aber unter Umständen auch bis zu zwei Minuten betragen. Es ist möglich, dass es mehrmals nächtens zu solchen Atemstillständen kommt, jedoch können sich die meisten Menschen am nächsten Tag nicht daran erinnern, dass sie durch diese Atemaussetzer aus dem Schlaf gerissen wurden.

Da der Körper durch wiederholte Atempausen schlechter mit Sauerstoff versorgt wird, versucht er durch Steigerung der Herzleistung die Sauerstoffversorgung zu steigern. In manchen Fällen können dadurch Blutdruckprobleme oder Herzrhythmusstörungen entstehen.

Neben der obstruktiven Form gibt es auch noch die zentral verursachte Schlafapnoe. Bei dieser Form liegen die Gründe für die Atempausen nicht in den Atemwegen, sondern in der Atemmuskulatur. Das Zwerchfell und die Atemmuskulatur des Brustkorbs arbeiten nicht mehr befriedigend, weshalb es zum Sauerstoffmangel kommt und der Betroffene aus dem Schlaf erwacht. Von der zentralen Schlafapnoe sind meistens ältere Menschen betroffen, jedoch ist diese Form normalerweise nicht sehr gefährlich, weswegen sie nur selten eine ärztliche Behandlung benötigt. Kommen jedoch weitere gesundheitliche Probleme, wie Herzerkrankungen oder Nervenausfälle hinzu, sollte man auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

Causes

Es gibt eine Reihe von Risikofaktoren, die das Entstehen einer Schlafapnoe-Krankheit fördern können: Dazu zählen vor allem erhöhtes Körpergewicht, Alkoholkonsum, sowie die Einnahme von Schlafmittel und Beruhigungstabletten. Diese bewirken ein Entspannen des Gaumens, der dadurch die Atemwege blockieren kann. Außerdem können anatomische Veränderungen das Auftreten eines Schlafapnoe-Syndroms fördern. Wenn zum Beispiel die Zunge oder die Mandeln vergrößert, oder die Atemwege verengt sind, kann dies zum Entstehen des Schlafapnoe-Syndroms beitragen.

Im Fall der zentralen Schlafapnoe, liegen die Ursachen für die Krankheit im zentralen Nervensystem, die zu einer gestörten Regulation der Atemmuskulatur führen.

Symptômes

Menschen mit Schlafapnoe leiden wegen ihrer Erkrankung oft unter Durchschlafstörungen, was sich auf kognitiven Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit und Gedächtnisleistung auswirken kann. Dadurch kann es auch zu Sekundenschlaf unter Tags kommen, der eine große Gefahr für Betroffenen vor allem während der Autofahrt darstellt. Auch auf die Psyche kann sich eine Schlafapnoe auf Dauer auswirken, wenn sich durch Durchschlafstörungen Depressionen und Angstzustände entwickeln. Durch die verminderte Sauerstoffversorgung, können die Betroffen beim Erwachen Kopfschmerzen verspüren. Des Weiteren kann es bei Schlafapnoe zu sexueller Lustlosigkeit und dadurch zu Potenzproblemen bei Männern kommen.

Manchmal sind auch Kinder vom Schlafapnoe-Syndrom betroffen. Es wird vermutet, dass das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom eine Ursache des „Plötzlichen Kindstodes“ sein kann. Kinder im Schulalter werden oft durch Trägheit und Antriebslosigkeit, sowie durch Abfall der schulischen Leistung auffällig.

Diagnostic

Schnarchen, das oft ein erster Hinweis für Schlafapnoe ist, wird meistens vom Partner bemerkt. Wenn man zusätzlich Atempausen während des Schlafs feststellt, sollte der Betroffene auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen oder in einem Schlaflabor beobachtet werden. Hierzu muss der Patient ein oder zwei Nächte im Schlaflabor verbringen, wo sein Schlaf und einige Vitalparameter, wie die Atmung, die Herzfrequenz, Brustkorbbewegungen und die Sauerstoffsättigung im Blut, gemessen werden. Manchmal sind auch Tests der mentalen Funktionen unter Tags notwendig.

Hin und wieder kann ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom durch Polypen der Atemwege oder durch Nasenscheidewandverkrümmungen entstehen. In diesen Fällen kann es hilfreich sein, solche anatomische Veränderungen von einem HNO-Arzt feststellen beziehungsweise ausschließen zu lassen.

Thérapie

Ein Risikofaktor, der erheblich zum Entstehen des Schlafapnoe-Syndroms beitragen kann, ist Übergewicht. Deswegen ist es sehr ratsam, dass Leute, die an dieser Krankheit leiden, Gewicht abnehmen. Schon ein geringer Gewichtsverlust führt zu einer Besserung der Atmung während des Schlafs, wodurch sich die Betroffenen auch am Tag wohler und leistungsfähiger fühlen.

Weiters kann Alkoholkonsum das Auftreten des Schlafapnoe-Syndroms fördern, weshalb dieser möglichst eingeschränkt oder zumindest zwei Stunden vor dem Schlafengehen gänzlich ausgelassen werden sollte. Alkohol hat einen hemmenden Einfluss auf die Atmung und kann in manchen Fällen auch Atemstillstände auslösen. Neben Alkohol schränken auch Medikamente, wie zum Beispiel Schlaftabletten (Benzodiazepine) die Atemtätigkeit ein und können zur Schlafapnoe führen.

Um einer Schlafapnoe vorzubeugen, ist es ratsam in Seitenlage zu schlafen. Auch die Verwendung von Nasentropfen kann die Erkrankung durch Freimachen der Atemwege bessern, jedoch können diese selbst bei längerer Anwendung zu Problemen führen.

In einigen Fällen kann die Schlafapnoe durch diese Handlungen kuriert werden, allerdings benötigt ein Großteil der Patienten eine ärztliche Behandlung.

CPAP-Therapie (contineous positive airway pressure): Bei dieser Behandlungsmethode wird der Patient über eine Nasenmaske mit Überdruck beatmet um die Atemwege offen zu halten, wodurch sich Atemprobleme bessern können. Diese Therapie wird normalerweise bei der obstruktiven Form der Schlafapnoe-Krankheit angewendet, jedoch haben rezente Untersuchungen auch einen positiven Effekt auf das zentrale Schlafapnoe-Syndrom gezeigt. Die meisten Menschen tolerieren diese Therapieform, jedoch gibt es auch Patienten, die mit dem Beatmungsgerät nicht zu Recht kommen oder sich gestört fühlen.

Aufbissschienen: Diese Schienen werden direkt an das Unter- beziehungsweise Oberkiefer des Betroffenen angepasst und sollen durch Verlagerung der Zungen und des Gaumens, sowie durch ein Öffnen des Kiefers, die Atemwege offen halten. Die Nachteile dieser Behandlung sind, dass sie sehr kostspielig sind und nicht bei jedem angewendet werden können.

Chirurgische Methoden: Manche anatomische Veränderungen können durch operative Methoden behandelt werden. So können zum Beispiel Polypen, geschwollene Mandeln oder Fehlbildungen des Gaumens oder des Kiefers, sowie eine Nasenscheidewandkrümmung (Septumdeviation) in den meisten Fällen durch Operationen behandelt werden. Außerdem gibt es eine chirurgische Methode, die Uvulopalatopharyngoplastik (UPPP), bei der Gewebe aus dem Halsbereich entnommen wird um so Atemwege freizumachen. In ungefähr der Hälfte der Fälle führt diese Methode zum Erfolg.

Sauerstoff-Therapie: Kombiniert mit anderen Behandlungsformen, kann eine Sauerstoffzufuhr das Schlafapnoe-Syndrom günstig beeinflussen. Vor allem bei zusätzlichen Erkrankungen des Herz-Lungen-Kreislaufs ist eine Beatmung mit Sauerstoff über eine CPAP-Nasenmaske notwendig, um das Blut genügend mit Sauerstoff zu sättigen.

Leider gibt es derzeit noch keine Medikamente, die Schnarchen oder das Schlafapnoe-Syndrom direkt heilen können.

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