Der Tod als Teil des Lebens: Vorsorge und Absicherung f√ľr den Sterbefall

Externe Redaktion
Nahaufnahme einer roten Rose auf einem grauen Marmorgrabstein.

Anzeige

Der Tod geh√∂rt zum Leben. Doch wird das Ableben von nur wenigen Menschen tats√§chlich angesprochen, es wird eher verdr√§ngt. Es ist m√∂glich, f√ľr den Ernstfall alles zu regeln und seine eigenen letzten Stunden oder Tage so zu planen, dass sie den eigenen Anspr√ľchen entsprechen. Wie das gelingt, erkl√§rt dieser Beitrag.

Nahaufnahme einer roten Rose auf einem grauen Marmorgrabstein.

Pictures4you

Dokumente zur Vorsorge erstellen

Ein Gro√üteil der Menschen w√ľnscht sich, eines Tages auf dem Sessel, dem Sofa oder im Bett einzuschlafen und nicht mehr aufzuwachen. Den eigenen Tod sozusagen zu verschlafen, ist eine beruhigende Vorstellung, denn die Furcht der letzten Augenblicke w√ľrde so nicht wahrgenommen werden.¬†

In der Realit√§t haben jedoch nur wenige Menschen dieses Gl√ľck. Wer f√ľr den eigenen Sterbefall vorsorgen m√∂chte, der sollte das aus guten Gr√ľnden zeitlebens machen und rechtlich verbindliche Dokumente aufsetzen. Zwei der wichtigsten Dokumente sind die Vorsorgevollmacht und die Patientenverf√ľgung:¬†

Vorsorgevollmacht und Betreuungsverf√ľgung

Damit ist keine vom Richter festgelegte Betreuung gemeint. Viele Menschen besitzen bereits eine Vorsorgevollmacht. Kommt beispielsweise ein Elternteil in ein Altenheim und k√ľmmert sich das Kind um die Wohnungsaufl√∂sung und die Finanzen, so wird f√ľr diese Zwecke eine Vorsorgevollmacht ausgestellt.¬†

√úblicherweise f√§llt sie in die H√§nde des n√§chsten Angeh√∂rigen, doch auch Dritte k√∂nnen daf√ľr ausgesucht werden. Die Vorsorgevollmacht kann jeder Mensch zeitlebens aufsetzen. In dem Dokument werden eine oder mehrere Personen bestimmt, die gewisse Teile des Lebens der betreffenden Person regeln sollen. Es gibt jedoch klare Einschr√§nkungen:¬†

  • G√ľltigkeit: Diese Vollmacht endet mit dem letzten Atemzug, ab diesem Augenblick geht der Nachlass auf die Erben √ľber.¬†
  • Einschr√§nkung: Im finanziellen Rahmen ist die Verf√ľgungsgewalt deutlich eingeschr√§nkt. Einnahmen und Ersparnisse m√ľssen zuerst f√ľr die Kosten der Heimbetreuung oder der Pflege aufgewendet werden. Sollten staatliche Hilfen beansprucht werden m√ľssen, so sind vorherige Entnahmen nachzuweisen.¬†
  • Verf√ľgungsgewalt: √úber die Betreuungsverf√ľgung erlangt eine Person keine generelle Verf√ľgungsgewalt √ľber die zu betreuende Person. In diesem Punkt unterscheidet sich die Betreuungsvollmacht grunds√§tzlich von einer bestellten Betreuung, bei der auch √ľber die Unterbringung oder das Verm√∂gen vollends, doch stets zu Gunsten des Betreuten, entschieden werden kann. Eine private Vorsorgevollmacht erm√§chtigt die betreuende Person beispielsweise nicht dazu, ein Haus oder ein Unternehmen zu verkaufen. Hierzu werden wiederum offizielle rechtliche Organe ben√∂tigt.

Um die Ausstellung einer Betreuungsverf√ľgung ranken sich viele Ger√ľchte. Im Grunde genommen dient sie aber selbst in jungen Jahren dazu, beispielsweise nach einem Unfall mit l√§ngerem Krankenhausaufenthalt sicherzustellen, dass Person X das Haus betreten, die Post √∂ffnen oder auch Rechnungen im Auftrag des ‚ÄěBetreuten‚Äú begleichen darf.¬†

Eltern k√∂nnen beispielsweise √ľber eine solche Betreuungsvollmacht festlegen, dass sich die beste Freundin im Falle eines Unfalls f√ľr eine begrenzte Zeit um das Kind k√ľmmert. Andere k√∂nnen festlegen, dass sich Person Y im Namen der Betreuten um die Tiere k√ľmmern und diese im Auftrag des Betreuten einem Tierarzt vorstellen darf.¬†

Die simpelste Form der Betreuungsvollmacht ist der sogenannte Notfallkontakt. F√ľr Personen ohne direkte Angeh√∂rige erm√§chtigt diese Vollmacht eine Freundin oder einen Freund, nicht nur im Notfall zuerst informiert zu werden, sondern auch die Kleidung ins Krankenhaus zu bringen ‚Äď und √ľber den Zustand informiert zu werden.¬†

Nahaufnahme eines Formulars einer Patientenverf√ľgung mit einem blauen Kugelschreiber.

Stockfotos-MG

Patientenverf√ľgung

Sie ist in jedem Alter unheimlich wichtig. Bei einer Patientenverf√ľgung gilt es, durchaus egoistisch zu sein und nicht rein auf die W√ľnsche und Vorstellungen Angeh√∂riger zu h√∂ren. Daher sollten diese Verf√ľgungen stets √ľberlegt, mit Bedacht und gemeinsam mit einem Arzt ausgef√ľllt werden. Die Patientenverf√ľgung regelt im Willen des Betroffenen:¬†

  • Lebenserhaltende Ma√ünahmen: Sollen diese ergriffen werden und bis zu welchem Grad? Das l√§sst sich klar definieren. Wer beispielsweise ein k√ľnstliches Koma akzeptiert, wenn medizinisch ersichtlich ist, dass die Lebensqualit√§t zum Gro√üteil wiederhergestellt werden kann, der erw√§hnt dies in der Verf√ľgung. Gleichzeitig kann er ausschlie√üen, dass solche Ma√ünahmen getroffen werden, wenn das sp√§tere Leben von massiven Hirnsch√§den gepr√§gt sein w√ľrde.¬†
  • Definition: Eine gute Patientenverf√ľgung kl√§rt die Definition von Behinderungen. Eine Amputation einer Gliedma√üe oder eine unfallbedingte Blindheit w√ľrden beispielsweise akzeptiert werden, nicht aber eine Querschnittsl√§hmung, die eine dauerhafte Rundumbetreuung erfordern w√ľrde. Jeder kann die Definition f√ľr sich selbst festlegen.¬†
  • Bindung: Eine Patientenverf√ľgung sollte stets in einer Ausfertigung mitgef√ľhrt werden, aber zus√§tzlich sicher bei den heimischen Unterlagen oder gar bei einem Notar hinterlegt werden. Die Patientenverf√ľgung ist bindend. Daher ist es wichtig, sie schon fr√ľhzeitig auszustellen und alle paar Jahre zu kontrollieren. Oft ver√§ndern sich die eigenen Auffassungen, zudem entwickelt sich die Medizin weiter.

Eine Patientenverf√ľgung, doch auch die Betreuungsvollmacht, sollten stets zu einer Zeit erstellt werden, in der das geistige Verm√∂gen des Betroffenen noch vollst√§ndig vorhanden ist.¬†

Abseits dieser beiden Dokumente gilt, weitere Punkte zu klären: 

  • Organspende: Ist ein Organspendeausweis vorhanden? Diese sollte in der Patientenverf√ľgung erw√§hnt werden.¬†
  • Unterlagen: Wichtige Unterlagen wie Personalausweis, Versichertenkarte sowie Geburts- und Heiratsurkunden sollten sicher aufbewahrt werden, ebenso Versicherungen und Bankunterlagen. Ausgew√§hlte Personen sollten genau wissen, wo sich diese Unterlagen befinden.

Es spielt √ľbrigens erst einmal keine Rolle, ob Angeh√∂rige oder Freunde von dem Aufbewahrungsort wissen. Die Personen, denen ein Mensch besonders vertraut, diejenigen, die zuerst informiert werden, sollten wissen, wo solche Unterlagen zu finden sind.¬†

Der Personalausweis, die Versicherungskarte und ein Organspendeausweis werden ohnehin meist im Geldbeutel mitgef√ľhrt. Die Patientenverf√ľgung l√§sst sich mitunter auch im Smartphone bei den Notfallkontakten zus√§tzlich hinterlegen. Notfallsanit√§ter und Mediziner sind darauf geschult, im Smartphone nach entsprechenden Unterlagen zu schauen.¬†

Die Familie absichern

Rund um den eigenen Todesfall haben sich in den vergangenen Jahren viele √Ąnderungen ergeben. Mittlerweile ist es m√∂glich, die eigene Beerdigung schon bis ins letzte Detail zu planen. Der sogenannte Bestattungsvorsorgevertrag bezieht sich auf folgende Punkte:¬†

  • Institut: Die Person sucht den Bestatter ihrer Wahl auf, bespricht mit ihm die gesamten Formalit√§ten und plant die Beerdigung. W√ľnsche wie Feuerbestattung, ein anonymes Grab oder den Kauf einer Gruft werden vertraglich geregelt und festgehalten.¬†
  • Inhalt: Der Vorsorgevertrag kann letztendlich die gesamten Beerdigungsleistungen bis ins Detail abdecken. Sprichw√∂rtlich sucht sich ein Lebender bereits seinen Sarg aus, bespricht das Blumengesteck, den Grabstein oder den Ablauf der Trauerfeier. Es ist aber auch m√∂glich, v√∂llig anonyme Beerdigungen zu planen.¬†
  • Kosten: Es gibt zwei Varianten. Wahlweise wird die Beerdigung nun zu Lebzeiten schon bezahlt, wozu die Kosten auf ein Treuhandkonto eingezahlt werden. Alternativ wird eine Sterbegeldversicherung beim Bestatter hinterlegt, die die Kosten abdeckt. Wichtig ist, bei Geldzahlungen nur mit Treuhandkonten zu arbeiten, damit sichergestellt ist, dass das Geld auch in vielleicht drei√üig Jahren noch vorhanden ist.¬†
  • Wichtig: Die Familie oder auch die vertraute Person muss von dem Bestattungsvorsorgevertrag wissen. Eine Kopie der Unterlagen geh√∂rt in die pers√∂nlichen Unterlagen. Im Todesfall wird der Bestatter kontaktiert und f√ľhrt die vorab geplante Beerdigung durch.¬†

Diese L√∂sung ist gerade f√ľr Menschen von Interesse, deren Angeh√∂rige weit entfernt leben oder die f√ľrchten, dass ihre eigenen W√ľnsche nicht bedacht werden. Allgemein nimmt der Bestattungsvorsorgevertrag jedoch die Last von den Schultern der Angeh√∂rigen, da diese sich w√§hrend ihrer Trauer nicht um die Formalit√§ten k√ľmmern m√ľssen.¬†

Eine Frau und ein Mann f√ľhren ein Beratungsgespr√§ch bei einem m√§nnlichen Berater, welcher etwas am Computer nachschaut.

auremar

Wer dies nicht w√ľnscht, der kann nat√ľrlich trotzdem vorsorgen und seine Familie f√ľr den Trauerfall entlasten. Gerade die finanziellen Aspekte des Todesfalls stehen hier im Fokus. Abh√§ngig von der Art der Beerdigung, der Region und der Wahl des Friedhofs lasten nun mal weit √ľber 5.000 Euro, meistens deutlich mehr, auf den Schultern des n√§chsten Verwandten. Einige M√∂glichkeiten sind die Folgenden:¬†

  • Treuhandkonto: Jeder kann ein Treuhandkonto einrichten und es mit einem festen Zweck definieren. Das Treuhandkonto kann etwa das Geld f√ľr die Beerdigung aufbewahren, doch ist es erst nach Vorlage des Totenscheins antastbar.¬†
  • Zweckgebundenes Sparbuch: Auch Sparb√ľcher lassen sich auf diese Weise einrichten. Wichtig ist, mit der Bank den Zugriff zu vereinbaren. Ein gew√∂hnliches Sparbuch gen√ľgt nicht, da mit dem Ableben der Zugriff gesperrt ist, bis ein Erbschein vorgelegt werden kann. Das dauert einige Wochen. Die Zweckbindung in Verbindung mit dem klaren Nutzen f√ľr die Beerdigungskosten hebelt dies aus: Die Bank darf das Geld nach Vorlage des Totenscheins und der Rechnung des Bestatters an diesen ‚Äď nur an diesen ‚Äď auszahlen.¬†
  • Bankvollmacht: Sie ist nicht empfehlenswert, sofern kein Partner vorhanden ist und das Konto ohnehin gemeinsam genutzt wird. Die Verf√ľgungsgewalt √ľber Bankkonten wird gesperrt, sobald die Bank vom Tod des Kontoinhabers erf√§hrt. Gerade bei Erblassern mit mehreren Hinterbliebenen ‚Äď und Erben ‚Äď ist diese Variante gef√§hrlich: Kommt es zu Streit, reicht der blo√üe Erbschein nicht aus.¬†
  • Risikolebensversicherung: Mit einer Risikolebensversicherung ist es m√∂glich, eine fixe Person einzusetzen, die das Geld nach dem Tode des Versicherungsnehmers erh√§lt. Die Person muss nicht zwingend Familienangeh√∂riger sein.¬†
  • Sterbegeldversicherung: Wer sich vorab gr√ľndlich informiert, erh√§lt mit der Sterbegeldversicherung eine weitere M√∂glichkeit, um f√ľr den eigenen Todesfall wenigstens die Beerdigungskosten abzudecken. Die Versicherung kann auch im h√∂heren Alter noch abgeschlossen werden. Doch je fr√ľher das der Fall ist, desto geringer sind die Beitr√§ge. Der Versicherungsnehmer bestimmt die Dauer der Zahlung. Wie hoch die Versicherungssumme sein sollte, h√§ngt von den pers√∂nlichen W√ľnschen f√ľr die eigene Bestattung und den daraus entstehenden Kosten ab.¬†
  • Die Policen sind auf eine festgelegte Summe begrenzt und rechnen ausschlie√ülich mit dem Bestatter ab, wenn dieser den Totenschein des Versicherten vorlegt. √úbersch√ľssige Gelder werden an Erben ausgezahlt oder, sofern der Verstorbene das festgelegt hat, f√ľr die Grabpflege aufgewendet.

Ein wenig problematisch ist die Absicherung minderj√§hriger Hinterbliebener. Ein Familienvater kann beispielsweise seine Risikolebensversicherung auf die dreij√§hrige Tochter abschlie√üen, doch erh√§lt sie selbst keinen Zugriff auf das Geld, bis sie vollj√§hrig ist. Somit ist eine vertrauensw√ľrdige Person notwendig, die als Treuh√§nder gilt.¬†

Gerade in wohlhabenden und zerstrittenen Familien ist es in diesem Fall √ľblich, dass vorab ein rechtlicher Beistand als Verm√∂gensverwalter festgelegt wird. Er k√ľmmert sich darum, dass es den minderj√§hrigen Kindern an nichts fehlt, und tr√§gt daf√ľr Sorge, dass das Verm√∂gen der Familie sinnvoll eingesetzt wird.¬†

Den Nachlass regeln

Selbst die Menschen, die nur wenig besitzen, w√ľnschen sich, dass ihr Verm√∂gen ‚Äď oder ihr Hab und Gut ‚Äď in gute H√§nde kommt. Bez√ľglich des Nachlasses gilt in Deutschland zuerst einmal das Erbrecht. Dieses l√§sst sich auch mit einem Testament nicht unbedingt v√∂llig aushebeln. Der Pflichtteilsanspruch gilt oft auch trotz eines Testaments.¬†

Obwohl umgangssprachlich oft damit gedroht wird, eine Person vollends zu enterben, so ist das nicht möglich. Je nach Erbfolgeanspruch erhält die Person stets einen Teil des Nachlasses. Über den Pflichtteil hinaus lässt sich der Nachlass jedoch regeln: 

  • Testament: Letztendlich reicht es, wenn ein Testament zuhause verschlossen aufbewahrt wird. Sicherer ist es aber, ein solches bei einem Notar aufsetzen zu lassen, da nun auch eine rechtliche Pr√ľfung durchgef√ľhrt wird. Es gilt: Je h√∂her der Nachlass, desto eher ist ein Notar notwendig. Insbesondere trifft das auf Personen zu, die Grund, Boden und Betriebe hinterlassen.

    Im Testament w√ľrde sich beispielsweise auch die Nachfolge im Betrieb regeln lassen. Wer nicht m√∂chte, dass der Sohn, der sich nie f√ľr den Betrieb interessierte, den Weiterbetrieb regelt, der kann beispielsweise seinen Mitarbeiter einsetzen. Wichtig: Testamente sollten m√∂glichst alle paar Jahre begutachtet werden. √Ąnderungen sind stets m√∂glich ‚Äď bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Erblasser geistig nicht mehr klar bei Verstand ist.
  • Erbvertrag: Dieser √§hnelt dem Testament. Die gesetzliche Pflichtteilsregelung wird ebenfalls nicht aufgehoben. √úber einen Erbvertrag k√∂nnen jedoch mehr Details geregelt werden. So w√§re es m√∂glich, dass ein Erbe auf seinen Pflichtteil vertraglich verzichtet. W√§ren die einzigen Erben beispielsweise die beiden Kinder, die eigentlich jeweils das Haus, Verm√∂gen und den Betrieb zu gleichen Teilen erben w√ľrden, so w√§re √ľber den Erbvertrag die Regelung m√∂glich, dass der Sohn den Betrieb erh√§lt, daf√ľr aber weder die Schwester auszahlen muss noch von ihr ausgezahlt werden m√ľsste, sofern ihr Anteil aktuell h√∂her w√§re. Der Erbvertrag muss beim Notar geschlossen werden. Der Nachteil ist, dass eine Aufl√∂sung nur m√∂glich ist, wenn ihr alle Beteiligten zustimmen. Bei einem Streitfall innerhalb der Familie ist dieses Szenario kaum vorstellbar. Niemand w√ľrde freiwillig auf eine Besserstellung verzichten.
Nahaufnahme einer weiblichen Hand, welche gerade einen eleganten dunklen Kugelschreiber einer m√§nnlichen Hand √ľbergibt. Die zu unterzeichnenden Formulare sind ebenfalls zu sehen.

VadimGuzhva

Sehr wichtig in der heutigen Zeit ist der digitale Nachlass. Damit sind nicht nur die blo√üen Konten in den sozialen Netzwerken, in Onlineshops oder in Chatportalen gemeint, sondern mitunter Verg√ľtungsoptionen. Ein Beispiel ist die Selbstver√∂ffentlichung von B√ľchern, √ľber die so mancher heute schon seinen Lebensunterhalt bestreitet. Die Sachlage:¬†

  • Personenbezogen: Der Account ist personenbezogen. Die Plattform erf√§hrt von dem Tod erst, wenn die Auszahlung der Verg√ľtung durch die Sperrung des Bankkontos nicht mehr m√∂glich ist.¬†
  • Dauerhaft: Ein einmal ver√∂ffentlichtes Buch kann sich in alle Ewigkeit verkaufen. Es sind also dauerhafte Einnahmen m√∂glich, die wiederum in das Erbe fallen.¬†
  • Absicherung: Schon zu Lebzeiten sollte bei solchen Verdienstmodellen klar geregelt werden, wie nach dem eigenen Tod mit den B√ľchern und Tantiemen zu verfahren ist. An dieser Stelle spielt auch das Urheberrecht eine Rolle, denn es erlischt erst siebzig Jahre nach dem Tod. Die Verwertungsrechte m√ľssen allerdings vorab an die oder den Erben √ľbertragen werden.¬†

√Ąhnliche Problematiken treten mit vielen weiteren Verdienstoptionen im Internet auf.¬†

Emotionale Belastungen beseitigen

Der Tod geh√∂rt zum Leben dazu, dennoch wird er gerne verdr√§ngt. Das ist tragisch, denn Sterbende und Angeh√∂rige w√ľrden sich oft besser f√ľhlen, wenn sie vor dem Tag X mit jemandem √ľber den Tod sprechen k√∂nnten. Nicht selten kommt es zu Streitigkeiten Schwerkranker und ihrer Angeh√∂rigen, weil sie sich missverstehen. Die Angeh√∂rigen wollen nicht loslassen oder glauben, alles versuchen zu m√ľssen, um den Sterbenden zu retten. Dieser hingegen f√ľrchtet sich, laut auszusprechen, dass seine gr√∂√üte Angst ist, dem Tod noch l√§nger in die Augen blicken zu m√ľssen.¬†

Oftmals hilft es, offen √ľber die eigenen √Ąngste zu sprechen. Diesbez√ľglich m√ľssen auch Angeh√∂rige sich √∂ffnen. Ihre √Ąngste sind ebenfalls absolut berechtigt und nicht geringer, nur weil sie nicht in der Haut des Sterbenden stecken. Ein gutes Mittel, um mit sich selbst im Reinen zu sein, ist, eine Kl√§rung mit alten Freunden oder Familienangeh√∂rigen zu erreichen, um alte Missverst√§ndnisse zu beseitigen und Aufgaben zu erledigen.

Eine junge Frau sitzt im Cafe draußen mit Ihrer Mutter und Sie schauen sich an. Im Hintergrund sind Gebirge zu sehen.

Marina Andrejchenko

Es gibt eine Beobachtung von Palliativpflegern: Viele todkranke und leidende Menschen halten am Leben fest, bis ihnen eine bestimmte Person erkl√§rt, dass es in Ordnung ist, nun zu gehen. Tats√§chlich wird dieser Ratschlag Angeh√∂rigen mitgeteilt. Versprechen die, dass der Enkel, den der Sterbende noch einmal sehen m√∂chte, morgen mitkommt, lassen die Sterbenden nach dem Besuch los und sterben friedlich. Andere m√∂chten h√∂ren, dass ihre Wohnung nun aufgel√∂st und ordentlich dem Vermieter √ľbergeben wurde. Oder, dass ihre Katze die in ihrem neuen Zuhause erste Blume von der Fensterbank geschmissen hat.¬†

Fazit: Vorsorgen kann beruhigen

Geht es rein um die eigene Person, so ist den meisten Menschen noch relativ egal, was mit ihnen nach dem letzten Atemzug geschieht. Doch jeder besitzt etwas, das ihm wichtig ist. Jeder f√ľrchtet etwas, das gekl√§rt werden muss. Wer sich fr√ľhzeitig mit Verf√ľgungsvollmachten und dem eigenen Ableben befasst, der geht instinktiv beruhigter durch das Leben.¬†

Das trifft nicht allein alte Menschen oder Wohlhabende, sondern auch junge Personen, die vielleicht nur ein Einzimmerapartment bewohnen und ihr gesamtes Hab und Gut in einem Rucksack verstauen k√∂nnten. Wer vorsorgt, der sorgt auch daf√ľr, dass W√ľnsche zu Lebzeiten nach dem Tod noch weiterverfolgt werden. Der Gedanke, dass dazu noch ausreichend Zeit bleibt, ist falsch, denn schon ein Unfall kann daf√ľr sorgen, dass solche Verf√ľgungen unm√∂glich werden.

Redaktionelle Grundsätze

Alle f√ľr den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von gepr√ľften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universit√§ten). Dabei legen wir gro√üen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren. Gastartikel k√∂nnen auch Links zu Webseiten von Dritten enthalten, die keine Quellen darstellen.

Kurt Weber
Gastautor

Kurt Weber arbeitet als freiberuflicher Medizin-Redakteur und schreibt Fachartikel zu Themen aus dem Gesundheitsbereich.

Letztes Update

28.07.2022

Anzeige

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden