Bezeichnung
Autologes Blutstammzellkonzentrat aus Knochenmark HAL KRYOKONSERVIERT ERYTHROZYTENDEPLETIERT
Anwendungsgebiet
Hämatologische und immunologische Rekonstitution des Knochenmarkes nach Konditionierungsbehandlung
Zulassungsland | DE |
Zulassungsinhaber | Universitätsklinikum Halle (Saale) AöR |
Zulassungsdatum | 06.04.2011 |
Autologes Blutstammzellkonzentrat aus Knochenmark HAL KRYOKONSERVIERT ERYTHROZYTENDEPLETIERT
Hämatologische und immunologische Rekonstitution des Knochenmarkes nach Konditionierungsbehandlung
Die Auftauanleitung ist zu beachten (siehe Punkt 8.)
3.3 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln, soweit sie die Wirkungsweise des Arzneimittels beeinflussen können und Hauptinkompatibilitäten
Nach Anwendung sind die Primärbehältnisse der Stammzellzubereitungen steril zu verschließen und 24 Stunden bei +2°C bis +10°C für eventuell erforderliche Nachuntersuchungen aufzubewahren. Nicht verwendete Präparate müssen dem Hersteller gemeldet werden und sind ordnungsgemäß zu entsorgen. Sie dürfen ausschließlich autolog und keinesfalls für andere Patienten verwendet werden. Die ordnungsgemäße Entsorgung von angebrochenen bzw. nicht mehr verwendbaren Präparaten ist entsprechend den Vorgaben der Einrichtung der Krankenversorgung sicherzustellen. Eine Nutzung für wissenschaftliche Zwecke ist mit Einverständnis des Patienten als Eigentümer der autologen Stammzellzubereitung möglich. Die Anwendung und der Verbleib aller Stammzellzubereitungen sind im Rahmen eines Qualitätssicherungssystems zu dokumentieren.
Die für eine autologe Transplantation empfohlene Mindestdosis an vitalen Zellen bezogen auf das Körpergewicht (KG) des Patienten ist derzeit für
Stammzellzubereitungen aus Knochenmark: 2 x 108 kernhaltige / CD45+-Zellen bzw.1,5 x 106 CD34+-Zellen pro kg KG
Die individuelle Dosierung ist abhängig von der Grunderkrankung des Patienten sowie ggf. von Selektions- und Depletionsverfahren. Die Produktspezifikation wird vom Anwender in einer individuellen Anforderung festgelegt und vom Hersteller mit geeigneten Qualitätskontrollen nachgewiesen. Ein deutliches Übergewicht des Patienten (z.B. BMI > 35 kg/m2) kann bei der Berechnung der Mindestdosis berücksichtigt werden.
Suspension zur i.v. Infusion nach Auftauen
Die angegebenen Lagerungs- und Transportbedingungen müssen eingehalten und dokumentiert werden. Die Kühlkette darf nicht unterbrochen werden. Bei den kryokonservierten Präparaten ist wegen der hohen Bruchgefahr besondere Vorsicht beim Umgang geboten (Gefahr der mikrobiellen Kontamination bzw. des Präparateverlusts).
Während der Lagerung und des Transports ist dafür Sorge zu tragen, dass die Qualität und Funktionalität der Stammzellen nicht beeinträchtigt werden, die Stammzellzubereitungen keinesfalls bestrahlt werden und kein Unbefugter Zugriff hat. Der Transport der Stammzellzubereitung ist in einem geeigneten und entsprechend beschrifteten Behältnis durch einen über die Bedeutung des Transplantats und dessen Transportbedingungen instruierten Kurier durchzuführen.
Lagerung: ≤ -140°C in der Stickstoffgasphase / Transport: ≤ -140°C in der Stickstoffgasphase
7.4.1 Wirkstoff (nach Art und Menge)
Bestandteile pro ml Zellsuspension:
In Kryokonservierungslösung I
0,91 ml zellhaltiges Plasma des Patienten, antikoaguliert mit ACD-A – Stabilisatorlösung (Ph. Eur.) und Heparin (ca. 1000IE / 100 ml Transplantat) 0,09 ml DMSO
In Kryokonservierungslösung II
0,70 ml zellhaltiges Plasma des Patienten, antikoaguliert mit ACD-A – Stabilisatorlösung (Ph. Eur.) und Heparin (ca. 1000IE / 100 ml Transplantat) 0,21 ml SD-Plasma, mit der AB0-Blutgruppe des Patienten übereinstimmend
0,09 ml DMSO
27.09.2019
Zuletzt aktualisiert am 06.07.2022
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