Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Arzneimittels Wirkstoff-Menge Aussehen Wollwachsalkoholsalbe 100%, 1 ml Salbe enthält 0,92 g Woll- gelblich-weiße bis gelbliche Testsalbe wachsalkoholsalbe Salbe Zimtaldehyd 1%, Testsalbe 1 ml Salbe enthält 8,48 mg weiße Salbe Zimtaldehyd Zinkdibenzyldithiocarbamat 1%, 1 ml Salbe enthält 8,48 mg weiße bis fast Testsalbe …
- Wirkstoff(e)
- Formaldehyd
- Zulassungsinhaber
- SmartPractice Europe GmbH
- ATC Code
- V04C
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
Anzeige
Gebrauchsinformation
Wofür wird Formaldehyd 1%, Testlösung angewendet?
Bezeichnung des Arzneimittels
Wirkstoff-Menge
Aussehen
Wollwachsalkoholsalbe 100%,
1 ml Salbe enthält 0,92 g Woll-
gelblich-weiße
bis gelbliche
Testsalbe
wachsalkoholsalbe
Salbe
Zimtaldehyd 1%, Testsalbe
1 ml Salbe enthält 8,48 mg
weiße Salbe
Zimtaldehyd
Zinkdibenzyldithiocarbamat 1%,
1 ml Salbe enthält 8,48 mg
weiße bis fast
Testsalbe
Zinkdibenzyldithiocarbamat
weiße Salbe
Zinkdibutyldithiocarbamat 1%,
1 ml Salbe enthält 8,48 mg
weiße bis
weißliche
Testsalbe
Zinkbis(dibutyldithiocarbamat)
Salbe
Zinn-II-chlorid (wasserfrei) 0,5%,
1 ml Salbe enthält 4,24 mg
weiße bis
weißliche
Testsalbe
Zinn-II-chlorid (wasserfrei)
Salbe
Folgende Epicutantestsubstanzen sind auf Grund von Übergangsvorschriften verkehrsfähig und zurzeit noch im Zulassungsverfahren:
| Bezeichnung des Arzneimittels | Stärke | Darreichungsform (Eigenschaften) |
| p-Aminophenol 1%, Testsalbe | 1% | Salbe(E, F) |
| Parthenolid 0,1%, Testsalbe | 0,1% | Salbe |
| Patchouliöl 10%, Testsalbe | 10% | Salbe |
| Patentblau-VF 0,25%, Testlösung | 0,25% | Lösung zur Anwendung auf der Haut |
| Pectin-C 1%, Testlösung | 1% | Lösung zur Anwendung auf der Haut |
| Pentaerythritoltriacrylat (PETA) 0,1%, Testsalbe | 0,1% | Salbe(E) |
| Phenol-Formaldehydharz 5%, Testsalbe | 5% | Salbe |
| Phenoxyethanol 1%, Testsalbe | 1% | Salbe(E) |
| Phenylephrinhydrochlorid 10%, Testlösung | 10% | Lösung zur Anwendung auf der Haut(E, F) |
| Phenylglycidylether 0,25%, Testsalbe | 0,25% | Salbe(E) |
| Phenylisocyanat 0,1%, Testsalbe | 0,1% | Salbe |
| Phenylquecksilberacetat 0,05%, Testsalbe | 0,05% | Salbe(E, F) |
| Pilocarpinhydrochlorid 1%, Testlösung | 1% | Lösung zur Anwendung auf der Haut(E, F) |
| Polidocanol 3%, Testsalbe | 3% | Salbe |
| Polymyxin B Sulfat 3%, Testsalbe | 3% | Salbe (F) |
| Polyvidon-lod 10%, Testlösung | 10% | Lösung zur Anwendung auf der Haut(E) |
| Pomeranzenblütenöl 5%, Testsalbe | 5% | Salbe(E) |
| Primin 0,01%, Testsalbe | 0,01% | Salbe(E) |
| Propolis 10%, Testsalbe | 10% | Salbe |
| Propylenglycol 20%, Testlösung | 20% | Lösung zur Anwendung auf der Haut (C,E) |
| Propylgallat 0,5%, Testsalbe | 0,5% | Salbe |
| p-tert.-Butylphenylglycidylether 0,25%, Testsalbe | 0,25% | Salbe |
| p-Toluidin 2%, Testsalbe | 2% | Salbe(E) |
| p-Toluylendiamin 1%, Testsalbe | 1% | Salbe(E) |
| o-Toluylendiaminsulfa 1%, Testsalbe | 1% | Salbe |
| Quaternium 15 5 2%, Testsalbe | 2% | Salbe |
| Quecksilber 0,5%, Testsalbe | 0,5% | Salbe (F) |
| Resorcin-Formaldehydharz 5%, Testsalbe | 5% | Salbe(E) |
| Saccharin 0,1%, Testlösung | 0,1% | Lösung zur Anwendung auf der Haut |
| Salicylaldehyd 2%, Testsalbe | 2% | Salbe(E) |
| Sandelholzöl 10%, Testsalbe | 10% | Salbe(E) |
| Schwefeldioxid 2%, Testlösung | 2% | Lösung zur Anwendung auf der Haut |
| Sesquiterpenlacton-Mix 0,1%, Testsalbe | 0,1% | Salbe |
| Silber, kolloidal 0,1%, Testsalbe | 0,1% | Salbe |
| Silbernitrat 1%, Testlösung | 1% | Lösung zur Anwendung auf der Haut(E) |
| Sorbinsäure 2%, Testlösung | 2% | Lösung zur Anwendung auf der Haut |
| Steinkohlenteer 5%, Testsalbe | 5% | Salbe (F) |
| Sulfanilamid 5%, Testsalbe | 5% | Salbe (F) |
| Tanacetum vulgare (Rainfarn) 1%, Testsalbe | 1% | Salbe |
| Tantal 1%, Testsalbe | 1% | Salbe |
| Tartrazin 1%, Testlösung | 1% | Lösung zur Anwendung auf der Haut |
Anzeige
Was ist vor der Einnahme von Formaldehyd 1%, Testlösung zu beachten?
Epicutantestsubstanzen DÜRFEN NICHT angewendet werden,
- wenn Ihr Allgemeinzustand deutlich beeinträchtigt ist, z. Bsp. durch eine Infektion
- wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieser Arzneimittel sind.
- wenn Sie zum Zeitpunkt des Tests Hautentzündungen im Testbereich der Haut (in der Regel der Rücken) oder am ganzen Körper haben (akute oder generalisierte Dermatitis). Der Testbereich der Haut muss für mindestens 14 Tage vor dem Allergietest frei von entzündlichen Hautreaktionen sein.
- wenn Ihre Haut in den letzten 4 Wochen vor dem Allergietest starker Sonnenbestrahlung bzw. UV-Bestrahlung (z.B. Sonnenbank) ausgesetzt war. 4 Wochen nach Bestrahlung müssen abgewartet werden, ehe der Test bei Ihnen durchgeführt werden darf.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bevor der Allergietest durchgeführt wird, muss kontrolliert werden, ob Ihre Haut im Testbereich frei von entzündlichen Reaktionen ist.
Während Sie das Testpflaster auf dem Rücken tragen, sollten Sie starke körperliche Bewegungen und Anstrengungen vermeiden.
Auch Duschen und Baden müssen Sie vermeiden, da sich das Testpflaster sonst ablösen könnte.
Testsubstanzen, die möglichst nicht bei Kindern eingesetzt werden sollten, finden sich im Anhang in Tabelle D.
Anwendung von Epicutantestsubstanzen mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Kortikoide (Arzneimittel zur Behandlung von Allergien und Entzündungen) dürfen zwei Wochen vor dem Allergietest nicht mehr verwendet werden, da sie das Testergebnis verfälschen können. Dies gilt für Medikamente, die Sie einnehmen und/oder auf die Haut auftragen. Bitte fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob eines Ihrer Medikamente Kortikoide enthält.
Die Einnahme von Arzneimitteln, die weniger als 20 mg Prednisolon-Äquivalent (ein Kortikoid) enthalten, beeinflusst den Allergietest nicht.
Unter Behandlung mit Zytostatika oder immunsuppressiven Therapien ist eine Epicutantestung nicht auswertbar
Schwangerschaft und Stillzeit
Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte ein Allergietest auf der Haut möglichst nicht durchgeführt werden.
Es gibt keine Studien zum Einfluss auf die Fruchtbarkeit von Frauen und Männern.
Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Epicutantestsubstanzen haben keinen oder einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Wie wird Formaldehyd 1%, Testlösung angewendet?
Bei dem Epicutantest handelt es sich um einen Allergietest auf der Haut. Der Test wird von einem Arzt bzw. medizinischem Fachpersonal durchgeführt.
Art der Anwendung
Die folgenden Schritte werden während des Epicutantests durchgeführt:
- Die zu testenden Substanzen sind entweder in einer Salbe oder in einer wässrigen Lösung enthalten.
- Für den Allergietest wird der dafür vorgesehene Bereich eines speziellen Testpflasters mit 1 Tropfen der wässrigen Lösung einmalig getränkt. Bei Salben werden 5 mm Salbenstrang direkt auf den dafür vorgesehenen Bereich des Testpflasters aufgetragen.
- Das Testpflaster wird danach auf die gesunde, trockene Haut (in der Regel auf den Rücken) geklebt.
- 24 oder besser 48 Stunden nach dem Aufkleben wird das Testpflaster entfernt. Die Testreaktion sollte nicht früher als 30 Minuten nach Entfernen des Testpflasters abgelesen werden. 72 bzw. 96 Stunden nach dem Aufkleben des Testpflasters erfolgen weitere Ablesungen. In einzelnen Fällen erfolgt eine Ablesung mehr als 96 Stunden nach Aufkleben des Testpflasters.
- Bei der Verwendung der Testsubstanz Natriumthiosulfatoaurat 0,25% Testsalbe wird eine Ablesung 2 bis 3 Wochen nach Entfernen des Testpflasters empfohlen.
- Die Beurteilung der Hautreaktionen wird nach einem festgelegten Schema durch das medizinische Fachpersonal durchgeführt. Anleitungen hierzu befinden sich in den Informationen für das medizinische Fachpersonal (s. Anhang).
- Weitere Testsubstanzen, deren Applikationszeit abweichend vom generellen Vorgehen ist, finden sich im Anhang in Tabelle A und B
Manche Testallergene können die Haut reizen (irritative Reaktion), ohne dass eine Allergie vorliegt. Dies kann zu Rötung und Schwellung der Haut führen.
Die parallel zur Epicutantestung mit Allergenzubereitungen durchgeführte Testung mit dem nicht allergen wirksamen, obligaten Irritans Natriumlaurylsulfat (SLS) 0,25 % in Wasser (Irritanskontrolle) gibt Auskunft über die Irritabilität der Haut zum Zeitpunkt der Testung.
Fragliche und schwach positive Reaktionen sind daher bei diesen Allergenen besonders kritisch zu prüfen. Sie können Ausdruck einer Kontaktallergie oder einer Hautreizung sein. Eine Liste von Testsubstanzen, für die dies zutreffen kann und die deshalb nur bei entsprechendem klinischen Verdacht getestet werden sollten, findet sich im Anhang in Tabelle C.
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
Es liegen nur wenige Daten zu Kindern aus klinischen Studien vor. Bisherige Studien weisen darauf hin, dass bei Kindern dieselbe Testkonzentration wie bei Erwachsenen eingesetzt werden kann.
Kinder unter 6 Jahren sollten nur bei entsprechend starken Verdachtsmomenten und nur selektiv mit den vermuteten Kontaktallergenen getestet werden.
Bei Kindern über 12 Jahren kann grundsätzlich eine vergleichbare immunologische Reaktionslage wie bei Erwachsenen angenommen werden.
Für die Epicutantestung bei Kindern zwischen 6 und 12 Jahren sollte eine Standardserie bestehend aus 12 Kontaktallergenen entsprechend den Empfehlungen der Deutschen Kontaktallergiegruppe (DKG) eingesetzt werden (Worm M, Aberer W, Agathos M, Becker D, Brasch J, Fuchs T, Hillen U, Höger P, Mahler V, Schnuch A, Szliska C: Epikutantestung bei Kindern – Empfehlungen der Deutschen Kontaktallergiegruppe (DKG). Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft 5, 107-109 (2007). – Erratum: ebd., 541). Nur bei begründeten Hinweisen sollten weitere Allergene ergänzend getestet werden.
Bei Kindern sollte das Epicutantestpflaster nach 24 Stunden entfernt werden, um irritative Reaktionen zu vermindern. Die Ablesung erfolgt wie bei Erwachsenen nach 48 und 72 Stunden, eventuell auch später.
Anzeige
Welche Nebenwirkungen hat Formaldehyd 1%, Testlösung?
Hautreaktionen wie z.B. Juckreiz oder eine Hautrötung mit Bläschenbildung liegen in der Natur der Testmethode und können auf eine Kontakt-/Photokontaktallergie hindeuten.
Wie alle Arzneimittel können Epicutantestsubstanzen Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:
Sehr häufig: ≥ 1 von 10 Behandelten
Häufig: 200 ppm eine iatrogene Sensibilisierung möglich. Das vorgesehene Applikationsvolumen von MCI/MI 0,01% Testlösung (entspricht 100 ppm) sollte daher nicht überschritten werden.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko- Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, Paul-Ehrlich-lnstitut, Paul-Ehrlich-Str. 51-59, 63225 Langen, Tel: +49 6103 77 0, Fax: +49 6103 77 1234, Website: www.pei.de anzuzeigen.
Notfallmaßnahmen bei Nebenwirkungen
In Einzelfällen kann es zu ernsten allergischen Reaktionen bis hin zum Kreislaufversagen kommen (allergischer Schock). Typische Alarmsymptome eines drohenden allergischen Schocks sind Brennen, Jucken und Hitzegefühl auf und unter der Zunge, im Rachen, in den Handinnenflächen und an den Fußsohlen. Bitte informieren Sie sofort den Arzt, wenn Sie solche Anzeichen bemerken.
Zur Behandlung solcher ernster allergischer Reaktionen muss Ihr Arzt Notfallmedikamente für den sofortigen Einsatz bereit halten (Schockapotheke). Die Behandlung erfolgt nach bestimmten Richtlinien („Leitlinie zu Akuttherapie und Management der Anaphylaxie“ (Ring et al., 2014)).
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.
Wie ist Formaldehyd 1%, Testlösung aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Aufbewahrungsbedingungen:
Nicht über 25ºC lagern.
Testsubstanzen, die bei 2 – 8°C gelagert werden müssen, siehe Anhang, Tabelle E.
Weitere Informationen zu Formaldehyd 1%, Testlösung
SmartPractice Europe GmbH
Bövemannstr. 8
D-48268 Greven
Tel.: +49-2571-93 97-0
Fax: +49-2571-93 97 20
E-Mail: info@smartpracticeeurope.com
www.smartpracticeeurope.com
Diese Packungsbeilage (Version 30) wurde zuletzt überarbeitet im 01/2019.
Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:
Beurteilung von Epicutantestreaktionen
Die Beurteilung von Epicutantestreaktionen sollte nach Empfehlungen der International Contact Dermatitis Research Group (ICDRG) und in Anlehnung an einen Beschluss der Deutschen Kontaktallergie Gruppe (DKG) erfolgen (Schema siehe Tabelle).
| Symbol | Morphe | Bedeutung |
| - | keine Reaktion | negativ |
| ? | nur Erythem, kein Infiltrat | fraglich (allergisch oder irritativ) |
| + | Erythem, Infiltrat, eventuell diskrete Papeln | einfach positive, allergische Reaktion |
| ++ | Erythem, Infiltrat, Papeln, Vesikel | zweifach positive, allergische Reaktion |
| +++ | Erythem, Infiltrat, konfluierende Vesikel | dreifach positive, allergische Reaktion |
| irr | verschiedene Veränderungen (Seifeneffekt, Vesikel, Blase, Nekrose) | irritativ |
| nt | in einem Testblock enthaltenes, aber nicht getestetes Allergen | - |
Zur Testung auf eine Photokontaktallergie erfolgt das Auftragen der Substanzen nach Ermittlung der individuellen MED auf UV-A und UV-B im Duplikat. Ein Satz wird nach 24 Stunden belichtet, der zweite Satz verbleibt 48 Stunden und dient als unbelichtete Epicutantestung zur Kontrolle. Die belichteten Testfelder werden anschließend lichtdicht abgedeckt, um eine weitere Einwirkung von Licht zu vermeiden. Die Ablesung und Beurteilung erfolgen sofort sowie nach 24, 48 und 72 Stunden. Zur Belichtung der Proben mit einer sonnenähnlichen Lichtquelle eignen sich Fluoreszenz-Strahler (z.B. Philips TL-K40W/09N) mit einer Wellenlänge von
320-400 nm. Bei ausschließlicher Bestrahlung mit UV-A erfolgt die Belichtung der Probe mit 5 bis 10 J/cm2.
Eine Liste von Testsubstanzen, die gehäuft zu erythematösen und/oder irritativen Reaktionen führen und deshalb nur bei entsprechendem klinischen Verdacht getestet werden sollten, findet sich im Anhang in Tabelle C.
Akuttherapie anaphylaktoider Reaktionen
Differentialindikationen zum Einsatz von Medikamenten zur Akuttherapie anaphylaktoider Reaktionen
ref.: Leitlinie zu Akuttherapie und Management der Anaphylaxie (Ring et al., 2014)
| Kutane | |||||
| Reaktionen | Pulmonale | Kardio- | Progredienz/ unzu- | Progredienz | |
| Stadium Perioperativ | vaskuläre | reichender | |||
| Reaktionen | erwartet | ||||
| Sonstige | Reaktionen | Therapieerfolg | |||
| Situationen |
| Stadium | Kutane Reaktionen Perioperativ Sonstige Situationen | Pulmonale Reaktionen | Kardio- vaskuläre Reaktionen | Progredienz/ unzu- reichender Therapieerfolg | Progredienz erwartet | |
| 0 | Keine Therapie | Keine Therapie | ||||
| I | Keine Therapie | H1-(+H2)- Antagonisten (Korti- kosteroide) | Möglichst: i.v. Zugang, Sauerstoff | Möglichst: i.v. Zugang, Sauerstoff | Kortikosteroide i.v. (H1-(+H2)- Antagonisten) | |
| Il | Eventuell H1-(+H2)- Antagonisten (Korti- kosteroide [a]) | H1-(+H2)- Antagonisten (Korti- kosteroide) | Obligat: i.v. Zugang, Sauerstoff 1. Beta- Mimetika/ Adrenalin- inhalation 2. Korti- kosteroide i.v. | Obligat: i.v. Zugang, Sauerstoff 1. Ringer- Laktat 2. Kolloide | H1-(+H2)- Antagonisten Adrenalin i.v. oder i.m. | Kortikosteroide i.v. (H1-(+H2)- Antagonisten) |
| III | Obligat: i.v. Zugang, Sauerstoff 1. Beta- Mimetika/ Adrenalin- inhalation 2. Korti-kosteroide i.v. 3. Theophyllin i.v. | Obligat: i.v. Zugang, Sauerstoff 1. Kolloide 2. Ringer-Laktat Katecholamine: - Adrenalin -Dopamin | Nach etwa 1 mg Adrenalin: 1. Noradrenalin 2. H1-(+H2)- Antagonisten | |||
| IV | Reanimation: - allgemeine Maßnahmen - Adrenalin (+Dopamin, Noradrenalin) - Volumen |
[a] Bei Patienten mit bekannter Allergiedisposition (z.B. Hyposensibilisierung, Allergietestung); Quelle: F.W. Ahnefeld et al: „Akuttherapie anaphylaktoider Reaktionen – Ergebnisse einer Consensuskonferenz“, Anaesthesist 43: 211-222 (1994)
Anhang:
A) Testsubstanzen, die bereits 24 Stunden nach Applikation entfernt werden sollten
Chlorcresol 1% Testsalbe
Clobetasol-17-propionat 0,25% Testsalbe
B) Testsubstanzen, die erst 48 Stunden nach Applikation entfernt werden sollten
1,3-Diphenylguanidin 1%, Testsalbe
1,3,5-Tris(2-hydroxyethyl)-hexahydrotriazin (Grotan BK) 1%, Testsalbe
3-Aminophenol 1% Testsalbe
Benzylbenzoat 1%, Testsalbe
Benzylsalicylat 1%, Testsalbe
Dipentamethylenthiuramdisulfid 0,25% Testsalbe
Dispersionsrot-1 1% Testsalbe
Dispersionsrot-17 1% Testsalbe
Ethylenglycol-dimethacrylat (EGDMA) 2% Testsalbe
Harnstoff-Formaldehydharz 10% Testsalbe
Monobenzon 1% Testsalbe
N,N-Diphenyltioharnstoff 1% Testsalbe
Quaternium 15 1% Testsalbe
C) Testsubstanzen, die gehäuft zu erythematösen und/oder irritativen Reationen führen und deshalb nur bei entsprechendem klinischen Verdacht getestet werden sollten
1,3-Diphenylguanidin 1%, Testsalbe
2-(2-Aminoethoxy)ethanol (Diglykolamin) 1%, Testsalbe
Benzylbenzoat 1%, Testsalbe
Benzylsalicylat 1%, Testsalbe
Clobetasol-17-propionat 0,25% Testsalbe
Dispersionsrot-17 1% Testsalbe
Glutaraldehyd 0.3% Testsalbe
Kupfersulfat x 5 H2O 1%, Testlösung
Monobenzon 1% Testsalbe
N,N-Diphenyltioharnstoff 1% Testsalbe
Octylgallat 0,3%, Testsalbe
Paraben Mix 16%, Testsalbe
Propylenglycol 20%, Testlösung
Zink(dibutyldithiocarbmat) 1% Testsalbe
Zinn-II-Chlorid (wasserfrei) 0,5% Testsalbe
D) Testsubstanzen, die möglichst nicht bei Kindern eingesetzt werden sollten
1,3-Diphenylguanidin 1%, Testsalbe
4-Aminoazobenzol 1% Testsalbe
Dispersionsblau-3 1%, Testsalbe
Dispersionsgelb-3 1% Testsalbe
Dispersionsgelb-9 1% Testsalbe
Dispersionsorange-3 1% Testsalbe
Dispersionsrot-1 1% Testsalbe
Dispersionsrot-11 1% Testsalbe
Dispersionsrot-17 1% Testsalbe
Metanilgelb 1% Testsalbe
Naphthol AS 1% Testsalbe
N,N-Diphenyltioharnstoff 1% Testsalbe
Zink-dibenzyldithiocarbamat 1 %
Testsalbe
E) Testsubstanzen, die bei 2-8 °C gelagert werden müssen
1,2-Benzisothiazolin-3-on, Natriumsalz 0,1%, Testsalbe
1,3,5-Tris(2-hydroxyethyl)-hexahydrotriazin (Grotan BK) 1%,
Testsalbe
1,4-Butandioldiglycidylether 0,25%, Testsalbe
2-(2-Aminoethoxy)ethanol (Diglykolamin) 1%, Testsalbe
2-Hydroxyethylmethacrylat (HEMA) 1%, Testsalbe
3-Aminophenol 1%, Testsalbe
4-Aminoazobenzol 1%, Testsalbe
4-Hexylresorcin 0,25%, Testsalbe
4-tert.-Butylcatechol 0,25%, Testsalbe
4-tert.-Butylcatechol 1%, Testsalbe
4-tert.-Butylphenol 1%, Testsalbe
7-Ethylbicyclooxazolidin (Bioban CS 1246) 1%, Testsalbe
Abietinsäure 10%, Testsalbe
alpha-Amylzimtaldehyd 1%, Testsalbe
alpha-Amylzimtalkohol 1%, Testsalbe
Ameisensäure 1%, Testlösung
Amerchol L101 50%, Testsalbe
Ammoniumheptamolybdat(VI) 1%, Testsalbe
Ammoniumpersulfat 2,5%, Testsalbe
Ammoniumthioglycolat 1%, Testlösung
Anisylalkohol (p-Methoxybenzylalkohol) 1%, Testsalbe
Atropinsulfat 1%, Testlösung
Bacitracin 20%, Testsalbe
Baummoos 1%, Testsalbe
Benzaldehyd 5%, Testsalbe
Benzoylperoxid 1%, Testsalbe
Benzylalkohol 1%, Testsalbe
Benzylalkohol 5%, Testsalbe
Benzylhemiformal 1%, Testsalbe
Benzylsalicylat 1%, Testsalbe
Bisphenol A-diglycidyl-methacrylat (BIS-GMA) 2%, Testsalbe
Bisphenol-A-dimethacrylat 2%, Testsalbe
Butylglycidylether 0,25%, Testsalbe
Butylphenyl Methylpropional 10%, Testsalbe
Chlorchinaldol 5%, Testsalbe
Chlorcresol 1%, Testsalbe
Chlorhexidindigluconat 0,5%, Testlösung
Chlorxylenol 1%, Testsalbe
Citral 2%, Testsalbe
Citronellal 2%, Testsalbe
Citronellol 1%, Testsalbe
Clioquinol 5%, Testsalbe
Cocamidopropylbetain 1%, Testlösung
Colophonium 20%, Testsalbe
Cumarin 5%, Testsalbe
Dexpanthenol 5%, Testsalbe
Diazolidinylharnstoff (Germall II) 1%, Testsalbe
Dibromdicyanobutan/Phenoxyethanol (1:4) (Euxyl K400) 1%,
Testsalbe
Diethanolamin (DEA) 2%, Testsalbe
d-Limonen 2%, Testsalbe
DMDM Hydantoin 2%, Testlösung
Duftstoff-Mix 8%, Testsalbe
Duftstoff-Mix II 14%, Testsalbe
Eichenmoos absolue 1%, Testsalbe
Eisen(III)-chlorid 2%, Testlösung
Ethylenglycol-dimethacrylat (EGDMA) 2%, Testsalbe
Ethylmethacrylat 2%, Testsalbe
Farnesol 5%, Testsalbe
Formaldehyd 1%, Testlösung
Gamma-Methylionon 1%, Testsalbe
Gentamicinsulfat 20%, Testsalbe
Geraniol 1%, Testsalbe
Glutaraldehyd 0,3%, Testsalbe
Glycerylmonothioglykolat 1%, Testsalbe
Hydroxy-methylpentylcyclohexen-carbaldehyd 5%, Testsalbe
Hydroxycitronellal 1%, Testsalbe
Imidazolidinylharnstoff 2%, Testsalbe
Isoeugenol 1%, Testsalbe
Jasmin absolut 5%, Testsalbe
Kaliumchrom(III)-sulfat 2%, Testlösung
Kaliumdicyanoaurat 0,002%, Testsalbe
Kokosnussdiethanolamid 0,5%, Testsalbe
Lemongrasöl 2%, Testsalbe
Linalool 10%, Testsalbe
Lorbeerblätteröl (laurus nobilis) 2%, Testsalbe
Majantol 5%, Testsalbe
Mangan(II)-chlorid 0,5%, Testlösung
MCI/MI 0,01%, Testlösung
Melamin-Formaldehydharz 7%, Testsalbe
Menthol 1%, Testsalbe
Methylheptincarbonat 1%, Testsalbe
Methylisothiazolinon 0,05%, Testlösung
Methylmetacrylat 2%, Testsalbe
Molybdän(V)-chlorid 0,5%, Testsalbe
Monoethanolamin 2%, Testsalbe
Moschus 5%, Testsalbe
N,N’-Dimethyl-p-toluidin 2%, Testsalbe
N,N‘-Diphenyl-p-phenylendiamin (DPPD) 0,25%, Testsalbe
Natrium-2-pyridinethiol-1-oxid (Natrium-Omadine) 0,1%, Testlösung
Natriumlaurylsulfat 0,25%, Testlösung
Natriumthiosulfatoaurat (hydratisiert) 0,25%, Testsalbe
Natriumthiosulfatoaurat 0,5%, Testsalbe
Nystatin 2%, Testsalbe
Octylisothiazolinon 0,025%, Testsalbe
Orangenöl 2%, Testsalbe
p-Aminophenol 1%, Testsalbe
Pentaerythritoltriacrylat (PETA) 0,1%, Testsalbe
Pfefferminzöl 2%, Testsalbe
Phenoxyethanol 1%, Testsalbe
Phenylephrinhydrochlorid 10%, Testlösung
Phenylglycidylether 0,25%, Testsalbe
Phenylquecksilberacetat 0,05%, Testsalbe
Pilocarpinhydrochlorid 1%, Testlösung
Polyvidon-Iod 10%, Testlösung
Pomeranzenblütenöl 5%, Testsalbe
p-Phenylendiamin 1%, Testsalbe
Prednisolon 1%, Testsalbe
Primin 0,01%, Testsalbe
Propylenglycol 20%, Testlösung
Propylenglykol 5%, Testsalbe
p-Toluidin 2%, Testsalbe
p-Toluylendiamin 1%, Testsalbe
Pyrogallol 1%, Testsalbe
Resorcin-Formaldehydharz 5%, Testsalbe
Salicylaldehyd 2%, Testsalbe
Sandelholzöl 10%, Testsalbe
Silbernitrat 1%, Testlösung
Toluolsulfonamid Formaldehydharz 10%, Testsalbe
Triethylenglycol-dimethacrylat (TEGDMA) 2%, Testsalbe
Triethylentetramin 0,5%, Testsalbe
Trimethylhexan-1,6-diamin (Isomerengemisch) 0,5%, Testsalbe
Usninsäure 0,1%, Testsalbe
Ylang-ylang (I+II) Öl 10%, Testsalbe
Zedernholzöl 10%, Testsalbe
Zimtaldehyd 1%, Testsalbe
Zimtalkohol 1%, Testsalbe
Zinn-II-chlorid (wasserfrei) 0,5%, Testsalbe
Zitronenöl 2%, Testsalbe
F) verschreibungspflichtige Testsubstanzen
Amalgam 5%
Amcinonid 0,1%
Ampicillin 5%
Atropinsulfat 1%
Bacitracin 20%
Betamethason-17-valerat 0,12%
Budesonid 0,01%
Budesonid 0,1%
Chloramphenicol 2%
Chloramphenicol 5%
Chlorpromazinhydrochlorid 1%
Cinchocain-HCl (Cincain) 5%
Clobetasol-17-propionat 0,25%
Clobetasol-17-propionat 1%
Dexamethason-21-phosphat Dinatriumsalz 1%
DMDM Hydantoin 2%
Erythromycin 2%
Framycetinsulfat 10%
Fusidinsäure, Natriumsalz 2%
Gentamicinsulfat 20%
Hydrocortison 1%
Hydrocortison-17-butyrat 0,1%
Indomethacin 1%
Kaliumdichromat 0,5%
Kanamycinsulfat 10%
Mafenid 10%
Metronidazol 1%
Monobenzon 1%
Natriumnitrit 2%
Neomycinsulfat 20%
Nitrofurazon 1%
Oxytetracyclin 3%
p-Aminobenzoesäure 5%
Phenylbutazon 10%
Phenylephrinhydrochlorid 10%
Phenylquecksilberacetat 0,05%
Pilocarpinhydrochlorid 1%
Polymyxin B Sulfat 3%
Prednisolon 1%
Quecksilber 0,5%
Quecksilber-II-amidchlorid 1%
Steinkohlenteer 5%
Sulfanilamid 5%
Tetracain-HCl 1%
Tetracyclinhydrochlorid 2%
Tetraethylthiuramdisulfid (Disulfiram) 0,25%
Thiomersal 0,1%
Thiuram-Mix 1%
Tixocortol-21-pivalat 1%
Triamcinolonacetonid 0,1%
Triamcinolonacetonid 1%
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


