Wirkstoff(e) Octenidin Phenoxyethanol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller SchĂĽlke & Mayr GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 11.09.2000
Pharmakologische Gruppe Antiseptika und Desinfektionsmittel

Zulassungsinhaber

SchĂĽlke & Mayr GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂĽr wird es verwendet?

octeniphen® ist ein Antiseptikum zur wiederholten, zeitlich begrenzten antiseptischen Behandlung von Schleimhaut und angrenzender Haut vor diagnostischen und operativen Maßnahmen - im Ano-Genitalbereich von Vagina, Vulva, Glans penis, auch vor Katheterisierung der Harnblase - in der Mundhöhle. Zur zeitlich begrenzten unterstützenden Therapie bei Pilzerkrankungen der Haut zwischen den Zehen sowie zur unterstützenden antiseptischen Wundbehandlung

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Was mĂĽssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

OCTENIPHEN® darf nicht angewendet werden,



      • wenn Sie ĂĽberempfindlich (allergisch) gegenĂĽber den arzneilich wirksamen Bestandteilen oder einen der sonstigen Bestandteile von sind.
      • Das Arzneimittel soll nicht zu SpĂĽlungen in der Bauchhöhle (z.B. intraoperativ) und der Harnblase sowie nicht am Trommelfell angewendet werden.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von OCTENIPHEN® ist erforderlich

dass Arzneimittel nicht in größeren Mengen verschluckt wird oder in den Blutkreislauf, z.B. durch versehentliche Injektion, gelangt.

Die Anwendung sollte bei Neugeborenen, insbesondere bei Frühgeborenen, mit Vorsicht erfolgen. octeniphen® kann schwere Hautschäden verursachen. Überschüssiges Arzneimittel entfernen und sicherstellen, dass die Lösung nicht länger als nötig auf der Haut verbleibt (einschließlich mit der Lösung benetzte Materialien mit direktem Kontakt zum Patienten).

Die Anwendung von octeniphen® im Auge ist zu vermeiden. Bei versehentlichem Augenkontakt sofort mit viel Wasser spülen.

Warnhinweis

Nach SpĂĽlung tiefer Wunden mittels Spritze wurde ĂĽber das Auftreten von persistierenden Ă–demen, Erythemen und auch Gewebsnekrosen berichtet, die z.T. eine chirurgische Revision erforderten (s. Abschnitt 4).

Um Gewebeschädigungen zu vermeiden, darf das Präparat nicht mittels Spritze in die Tiefe des Gewebes eingebracht werden Das Präparat ist nur zur oberflächlichen Anwendung bestimmt (Auftragen mittels Tupfer oder Aufsprühen).

Schwangerschaft

Es liegen keine Erfahrungen zur Anwendung in der Schwangerschaft vor. Tierexperimentelle Studien gaben keinen Hinweis auf teratogene oder andere embryotoxische Effekte von Octenidindihydrochlorid und Phenoxyethanol.

Stillzeit

Es liegen keine ausreichenden tierexperimentellen und klinischen Daten zur Anwendung während der Stillzeit vor. Da Octenidindihydrochlorid nicht oder nur in geringsten Mengen resorbiert wird, ist davon auszugehen, dass es nicht in die Muttermilch übergeht.

Phenoxyethanol wird schnell und praktisch vollständig resorbiert und nahezu quantitativ als Oxidationsprodukt über die Nieren ausgeschieden. Eine Anreicherung in der Muttermilch ist somit unwahrscheinlich.

VerkehrstĂĽchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Kein Einfluss bekannt.

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Wie wird es angewendet?

Reiben Sie, die zu behandelnde Fläche nacheinander mit mindestens 2 präparategetränkten Tupfern sorgfältig ab. Die Wunde muss dabei vollständig benetzt werden. Warten Sie vor weiteren Maßnahmen, wie z. B. dem Anlegen eines Wundverbandes, die Mindesteinwirkzeit von 1 bis 2 Minuten ab. Die Spülung der Mundhöhle ist möglich, sollte aber nur erfolgen, wenn die gesamte Mundhöhle behandelt werden muss. Dann sind 20 ml über 20 Sek. zu verwenden.

Zur unterstützenden Therapie von Pilzerkrankungen der Haut zwischen den Zehen soll das Präparat morgens und abends auf die befallenen Areale aufgesprüht werden.

Um die gewünschte Wirkung zu erreichen, sind diese Vorgaben sorgfältig einzuhalten.

Da bisher nur Erfahrungen bei einer kontinuierlichen Anwendungsdauer von ca. 14 Tagen vorliegen, sollte das Arzneimittel ohne ärztliche Kontrolle nicht länger als 2 Wochen eingesetzt werden.

Wenden Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung in dieser Packungsbeilage an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Wenn Sie eine größere Menge OCTENIPHEN® angewendet haben, als Sie

sollten...

Erkenntnisse zu Ăśberdosierungen liegen nicht vor. Eine Ăśberdosierung ist jedoch bei einer topischen Zubereitung sehr unwahrscheinlich.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂĽssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:

Sehr häufig mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Selten: Brennen, Rötung, Juckreiz und Wärmegefühl

Sehr selten: Kontaktallergische Reaktionen, wie z.B. eine vorübergehende Rötung

Nicht bekannt: Nach SpĂĽlung tiefer Wunden mittels Spritze wurde ĂĽber das Auftreten von persistierenden Ă–demen, Erythemen und auch Gewebsnekrosen berichtet, die z.T. eine chirurgische Revision erforderten (s. Abschnitt 2).

Bei Spülungen in der Mundhöhle verursacht das Arzneimittel vorübergehend einen bitteren Geschmack.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂĽr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt anzeigen (siehe Angaben unten). Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Bundesinstitut fĂĽr Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3

D-53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Nach Anbruch nicht länger als 3 Jahre, jedoch nicht über das auf der Verpackung angegebene Verfallsdatum hinaus anwenden.

Nicht einfrieren.

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Weitere Informationen

octeniphen® enthält in 100 g Lösung:

 

Arzneilich wirksame Bestandteile

 

Octenidindihydrochlorid

0,1 g

Phenoxyethanol (Ph.Eur.)

2,0 g

Sonstige Bestandteile: 2-[(3-Kokosfettsäureamidopropyl)dimethylazaniumyl]acetat, Natrium-D-gluconat, Glycerol 85%, Natriumchlorid, Natriumhydroxid, gereinigtes Wasser

Darreichungsform und Inhalt

Das Arzneimittel ist als 250ml, 500ml und 1 l Flasche sowie als 250ml Sprühflasche erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

SchĂĽlke & Mayr GmbH 22840 Norderstedt info@schuelke.com Tel.: +49 (40) 52100-0

Zul.-Nr.: 46425.00.00

Ch.B.:

Verwendbar bis:

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Zuletzt aktualisiert: 11.01.2023

Quelle: Octeniphen - Beipackzettel

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Zulassungsdatum 11.09.2000
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können für die Korrektheit der Daten keine Haftung übernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. Für Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden