Onsior 6 mg Tabletten f√ľr Katzen

Abbildung Onsior 6 mg Tabletten f√ľr Katzen
Zulassungsland Europäische Union (Deutschland)
Hersteller Elanco GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 03.02.2009
ATC Code QM01AH91
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung

Zulassungsinhaber

Elanco GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Onsior 6 mg Tabletten f√ľr Katzen

Robenacoxib

ANWENDUNGSGEBIET(E)

Zur Behandlung von Schmerzen und Entz√ľndungen in Zusammenhang mit akuten und chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates bei Katzen.

Zur Linderung von m√§√üigen Schmerzen und Entz√ľndungen in Zusammenhang mit orthop√§dischen Operationen bei Katzen.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Nicht bei Katzen anwenden, die an Magen-Darm-Geschw√ľren leiden.

Nicht gleichzeitig mit nicht-steroidalen anti-inflammatorischen Arzneimitteln (NSAIDs) oder Kortikosteroiden anwenden, Medikamente, die normalerweise f√ľr die Behandlung von Schmerzen, Entz√ľndungen und Allergien eingesetzt werden.

Nicht anwenden bei √úberempfindlichkeit gegen√ľber Robenacoxib oder einem der sonstigen Bestandteile.

Nicht bei tragenden oder laktierenden Katzen oder Zuchtkatzen anwenden, da die Sicherheit von Robenacoxib bei diesen Tieren nicht belegt ist.

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Wie wird es angewendet?

DOSIERUNG F√úR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG

Zur oralen Anwendung.

Die empfohlene Dosierung von Robenacoxib ist 1 mg/ kg Körpergewicht mit einer Dosisspanne von 1-2,4 mg/kg. Die nachfolgende Anzahl von Tabletten sollte einmal täglich jeden Tag zur gleichen Zeit verabreicht werden.

Körpergewicht (kg)Anzahl der Tabletten
2,5 bis < 61 Tablette
6 bis 122 Tabletten

Akute Erkrankungen des Bewegungsapparates: bis zu 6 Tage behandeln.

Chronische Erkrankungen des Bewegungsapparates: Die Behandlungsdauer sollte individuell festgelegt werden.

Eine klinische Reaktion tritt normalerweise innerhalb von 3-6 Wochen ein. Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn nach 6 Wochen keine klinische Besserung zu erkennen ist.

Orthopädische Operationen: Als einmalige orale Behandlung vor der orthopädischen Operation geben.

Die Medikation vor der Operation sollte nur in Kombination mit einer Butorphanol Analgesie erfolgen. Die Tablette(n) sollte(n) mindestens 30 Minuten vor der Operation ohne Futter verabreicht werden.

Nach der Operation kann eine einmal t√§gliche Behandlung f√ľr maximal 2 weitere Tage weitergef√ľhrt werden. Falls n√∂tig, sollte eine zus√§tzliche analgetische Behandlung mit Opioiden erfolgen.

Eine wechselnde Anwendung von Onsior-Tabletten und Onsior-Injektionslösung war im Rahmen einer Zieltierverträglichkeitsstudie getestet worden. Es konnte gezeigt werden, dass sie bei Katzen gut verträglich ist.

Bei Katzen k√∂nnen die Onsior-Injektionsl√∂sung oder Tabletten in √úbereinstimmung mit den f√ľr jede Darreichungsform zugelassenen Indikationen und Gebrauchsanweisungen wechselnd angewendet werden. W√§hrend der Behandlung sollte die Gesamtdosis (entweder Tablette oder Injektion) pro Tag nicht √ľberschritten werden. Bitte beachten Sie, dass die empfohlenen Dosierungen der beiden Formulierungen unterschiedlich sind.

Verabreichen Sie die Tablette ohne Futter oder mit einer kleinen Menge Futter. Onsior Tabletten sind leicht zu verabreichen und werden von den meisten Katzen gut akzeptiert. Die Tabletten nicht teilen oder durchbrechen.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Von milden vor√ľbergehenden Diarrhoen, weicher F√§zes oder Erbrechen wurde h√§ufig in klinischen Studien mit einer Behandlungsdauer von bis zu 6 Tagen berichtet. Lethargie kann in sehr seltenen F√§llen beobachtet werden. Zus√§tzlich wurde aus Erfahrungen zur Vertr√§glichkeit nach der Zulassung sehr selten von einem Anstieg von Nierenparametern (Kreatinin, BUN und SDMA) und von Niereninsuffizienz berichtet, h√§ufiger bei √§lteren Katzen und bei zeitgleicher Anwendung von an√§stethischen oder sedativen Substanzen (siehe auch Abs√§tze: Besondere Vorsichtsma√ünahmen f√ľr die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen sowie Dosierung f√ľr jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung).

Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermaßen definiert:

  • Sehr h√§ufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigt Nebenwirkungen)
  • H√§ufig (mehr als 1 aber weniger als 10 von 100 behandelten Tieren)
  • Gelegentlich (mehr als1 aber weniger als 10 von 1000 behandelten Tieren)
  • Selten (mehr als 1 aber weniger als 10 von 10 000 behandelten Tieren)
  • Sehr selten (weniger als 1 von 10 000 behandelten Tieren, Einschlie√ülich Einzelfallberichte).

Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgef√ľhrt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel unzug√§nglich f√ľr Kinder aufbewahren. Unter 25¬įC lagern.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett oder Blister angegebenen Verfalldatum (EXP) nicht mehr anwenden.

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Weitere Informationen

Besondere Warnhinweise f√ľr jede Zieltierart:
Die Sicherheit des Tierarzneimittels wurde nicht bei Katzen mit einem Gewicht unter 2,5 kg oder einem Alter unter 4 Monaten untersucht.

Die Anwendung bei Katzen mit geschädigtem Herzen, geschädigter renaler oder hepatischer Funktion oder bei Katzen, die dehydriert sind, ein geringes zirkulierendes Blutvolumen oder niedrigen Blutdruck haben, kann zusätzliche Risiken beinhalten. Sollte eine Anwendung nicht vermieden werden können, ist ein zusätzliches sorgfältiges Monitoring erforderlich.

Das Ansprechen auf eine Langzeitbehandlung sollte in regelm√§√üigen Abst√§nden von einem Tierarzt √ľberwacht werden.

Anhand von klinischen Feldstudien konnte gezeigt werden, dass Robenacoxib von den meisten Katzen bis zu 12 Wochen gut vertragen wurde.

Bei Katzen mit einem Risiko von Magen-Darm-Geschw√ľren oder bei Katzen mit bekannter Intoleranz gegen√ľber anderen NSAIDs nur unter strikter tier√§rztlicher Aufsicht einsetzen.

Besondere Vorsichtsma√ünahmen f√ľr den Anwender:
Nach dem Umgang mit dem Tierarzneimittel Hände waschen.

Bei versehentlicher Einnahme ist unverz√ľglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Bei Kleinkindern steigt bei versehentlicher Einnahme das Risiko einer NSAID-Nebenwirkung. Bei schwangeren Frauen, insbesondere bei bald gebärenden Frauen, erhöht ein verlängerter Hautkontakt das Risiko des vorzeitigen Verschlusses des ductus arteriosus beim Foetus.

Trächtigkeit und Laktation:
Nicht bei tragenden oder laktierenden Katzen oder Zuchtkatzen anwenden, da die Sicherheit von Robenacoxib bei diesen Tieren nicht belegt ist.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:
Onsior darf nicht zusammen mit anderen NSAIDs oder Glukokortikoiden angewendet werden. Eine Vorbehandlung mit anderen anti-inflammatorischen Medikamenten kann zu zus√§tzlichen oder vermehrten Nebenwirkungen f√ľhren. Entsprechend sollte vor der Behandlung mit Onsior eine behandlungsfreie Periode mit solchen Substanzen von mindestens 24 Stunden eingehalten werden. Allerdings sollte die behandlungsfreie Periode die pharmakokinetischen Eigenschaften des vorher eingesetzten Produktes ber√ľcksichtigen.

Eine gleichzeitige Behandlung mit Medikamenten, die Wirkung auf den renalen Durchfluss haben, wie z.B. Diuretika oder Angiotensin Converting Enzym (ACE) Hemmer, sollten klinisch √ľberwacht werden.

Bei gesunden Katzen, die mit oder ohne Diuretikum Furosemid behandelt wurden, war die gleichzeitige Anwendung von Onsior und dem ACE-Hemmer Benazepril √ľber 7 Tage hinweg mit keinen negativen Auswirkungen auf die Plasma Aldosteron-Konzentrationen, Plasma-Renin-Aktivit√§t oder glomerul√§re Filtrationsrate verbunden. F√ľr die Kombinationstherapie von Robenacoxib und Benazepril liegen weder Vertr√§glichkeitsdaten in der Zielpopulation noch Wirksamkeitsdaten im Allgemeinen vor.

Da An√§sthetika die renale Durchblutung beeinflussen k√∂nnen, sollte eine parenterale Fl√ľssigkeitstherapie in Betracht gezogen werden, um potentielle renale Komplikationen w√§hrend des perioperativen Einsatzes von NSAIDs zu verringern.

Die gleichzeitige Gabe von potentiell nephrotoxischen Substanzen sollte vermieden werden, da es zu einem erhöhten Risiko renaler Toxizität kommen kann.

Bei gleichzeitiger Anwendung von anderen Wirkstoffen, die einen hohen Proteinbindungsgrad haben, k√∂nnen diese mit Robenacoxib um die Bindung konkurrieren, was zu toxischen Effekten f√ľhren kann.

Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen und andere Wechslewirkungen):
Bei der Verabreichung von hohen √úberdosierungen von Robenacoxib (4, 12 oder 20 mg/kg/Tag √ľber 6 Wochen) an gesunde, junge Katzen im Alter von 7-8 Monaten wurden keine Anzeichen von Toxizit√§t, und hier auch keine gastrointestinalen, renalen oder hepatischen Toxizit√§ten und auch kein Einfluss auf die Blutungszeit gezeigt.

Bei gesunden, jungen 7-8 Monate alten Katzen wurde Robenacoxib (Onsior-Tabletten), das 6 Monate lang in Überdosierungen von bis zum 5-fachen der empfohlenen Höchstdosis (2,4 mg, 7,2 mg, 12 mg Robenacoxib / kg Körpergewicht) verabreicht wurde, oral gut vertragen. Eine Verringerung der Körpergewichtszunahme wurde bei den behandelten Tieren beobachtet. In der hohen Dosisgruppe waren die Nierengewichte vermindert und sporadisch mit einer renalen tubulären Degeneration / Regeneration assoziiert, die aber nicht mit einer Nierenfunktionsstörung, ersichtlich aus klinischen Pathologieparametern, korrelierte.

Eine wechselnde Anwendung von Onsior-Tabletten und Onsior-Injektionsl√∂sung f√ľhrte bei 4 Monate alten Katzen bei √úberdosierungen bis zum 3-Fachen der empfohlenen H√∂chstdosis (2,4 mg, 4,8 mg, 7,2 mg Robenacoxib / kg oral und 2,0 mg, 4,0 mg und 6,0 mg Robenacoxib / kg subkutan) zu einer dosisabh√§ngigen Zunahme von sporadischen √Ėdemen an der Injektionsstelle und zu einer minimalen bis leichten subakuten / chronischen Entz√ľndung des subkutanen Gewebes. Ein dosisabh√§ngiger Anstieg des QT-Intervalls, eine verminderte Herzfrequenz und eine entsprechend erh√∂hte Atemfrequenz wurden in Laborstudien beobachtet. Es wurden keine relevanten Auswirkungen auf das K√∂rpergewicht, die Blutungszeit oder Anzeichen einer gastrointestinalen, Nieren- oder Lebertoxizit√§t beobachtet.

In den bei Katzen durchgef√ľhrten √úberdosierungsstudien kam es zu einer dosisabh√§ngigen Erh√∂hung des QT-Intervalls. Die biologische Relevanz von erh√∂hten QT-Intervallen au√üerhalb der normalen Schwankungsbreite nach √úberdosierung von Robenacoxib ist nicht bekannt. Nach einmaliger intraven√∂ser Verabreichung von 2 oder 4 mg Robenacoxib / kg an narkotisierten gesunden Katzen wurden keine Ver√§nderungen im QT-Intervall beobachtet.

Wie bei jedem NSAID kann eine √úberdosierung bei empfindlichen oder gef√§hrdeten Tieren zu gastrointestinalen Toxizit√§ten oder Nieren- oder Lebertoxizit√§ten f√ľhren. Es gibt kein spezifisches Antidot. Eine symptomatische unterst√ľtzende Therapie wird empfohlen und sollte die Gabe von gastrointestinal sch√ľtzenden Substanzen und eine Infusion isotonischer Kochsalzl√∂sung beinhalten.

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Zuletzt aktualisiert: 07.07.2022

Quelle: Onsior 6 mg Tabletten f√ľr Katzen - Beipackzettel

Zulassungsland Europäische Union (Deutschland)
Hersteller Elanco GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 03.02.2009
ATC Code QM01AH91
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden