Rindertuberkulin - PPD

Abbildung Rindertuberkulin - PPD
Zulassungsland Deutschland
Hersteller WdT
Bet├Ąubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 28.06.2007

Zulassungsinhaber

WdT

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof├╝r wird es verwendet?

Rindertuberkulin PPD

Injektionsl├Âsung f├╝r Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen und Hunde

ANWENDUNGSGEBIET(E)

Rindertuberkulin dient zur Diagnose der Rindertuberkulose beim Rind und anderen Hauss├Ąugetieren.

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Was m├╝ssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Keine.

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Wie wird es angewendet?

DOSIERUNG F├ťR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG

Die Tuberkulinisierung dient der Feststellung der Rindertuberkulose bei Haustieren durch intrakutane Injektion am Hals vor der Schulterblattgr├Ąte. Die zu injizierende Tuberkulindosis betr├Ągt 0,1 ml Rindertuberkulin mit 5.000 IE. Die Injektionsstelle ist zu kennzeichnen, am zweckm├Ą├čigsten durch Scheren der Haut in einem Bereich von etwa 8 cm L├Ąnge und 3 cm Breite. Die Injektionsstelle darf keine Verdickungen oder sonstigen Ver├Ąnderungen aufweisen. Die Hautfaltendicke wird in der Mitte der gekennzeichneten Stelle gemessen (Kutimeter, o.├Ą.) und der Messwert wird notiert. Nach Bildung einer Hautfalte injiziert man 0,1 ml Rindertuberkulin intrakutan. Es ist darauf zu achten, dass das Rindertuberkulin streng intrakutan und nicht subkutan injiziert wird und dass aus der Injektionsstelle kein Abfluss nach au├čen erfolgt. Zur Kontrolle ├╝ber den richtigen Sitz der intrakutanen Injektion hat sich die Pr├╝fung der Injektionsstelle mit der Fingerkuppe auf das Vorhandensein einer etwa linsengro├čen Quaddel bew├Ąhrt.

Die Reaktion ist 72 (+/- 4 Std.) Stunden nach der Injektion des Tuberkulins abzulesen und zu beurteilen. Die Interpretation der Ergebnisse erfolgt entsprechend den Angaben in der Tuberkulose-Verordnung.

Das Ergebnis der Tuberkulinprobe ist:

  1. als negativ zu beurteilen, wenn nur ein begrenztes Anschwellen festzustellen ist, mit einer Zunahme der Hautfaltendicke um nicht mehr als 2 mm, ohne klinische Anzeichen wie verbreitete oder ausgedehnte ├ľdeme, Absonderungen, Gewebezerfall, Schmerz oder Entz├╝ndung der Lymphg├Ąnge in der Umgebung der Injektionsstelle oder der Lymphknoten.
  2. als zweifelhaft zu beurteilen, wenn keine klinischen Erscheinungen der unter Nummer 1. genannten Art beobachtet werden und die Zunahme der Hautfaltendicke mindestens 2 mm, aber weniger als 4 mm betr├Ągt.
  3. als positiv zu beurteilen, wenn klinische Anzeichen wie unter 1. aufgef├╝hrt, beobachtet werden oder wenn die Zunahme der Hautfaltendicke an der Injektionsstelle 4 mm oder mehr betr├Ągt. Bei positiven und zweifelhaften Reaktionen sind die gesetzlichen Vorschriften zu beachten.
Hautdicke Differenz in mmHinweise auf eine bovine Tuberkuloseinfektion
mehr als 4,0+
2,1 bis 4,0?
bis 2,0-

Tuberkulinprobe bei anderen Haustieren:

Bei Schafen, Ziegen, Schweinen und Hunden kann analog der Technik beim Rind eine Intrakutanprobe mit 0,1 ml Rindertuberkulin durchgef├╝hrt werden.

Die Injektionsstellen sind bei Schaf und Ziege an Hals oder Schulter, beim Schwein am Ohrmuschelgrund, beim Hund am Innenschenkel. Ziegen mit mehr als 4,0 mm Hautdickenzunahme sind immer positiv zu beurteilen. Wegen h├Ąufiger Infektionen mit M. avium ist beim Schwein eine gleichzeitige Injektion mit Gefl├╝geltuberkulin auf der anderen K├Ârperseite zu empfehlen (Simultantest).

Angebrochene Flaschen bzw. Ampullen sind innerhalb von 24 Stunden zu verbrauchen.

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Was sind m├Âgliche Nebenwirkungen?

Zu unspezifischen Reaktionen kann es bei Infektionen mit Mykobakterien anderer Spezies in sehr seltenen F├Ąllen kommen.

Allergische oder anaphylaktische Reaktionen k├Ânnen bei latent infizierten oder sensibilisierten Tieren in sehr seltenen F├Ąllen nach Tuberkulinisierung auftreten.

Die Angaben zur H├Ąufigkeit von Nebenwirkungen sind folgenderma├čen definiert:

  • Sehr h├Ąufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigen Nebenwirkungen )
  • H├Ąufig (mehr als 1 aber weniger als 10 von 100 behandelten Tieren)
  • Gelegentlich (mehr als 1 aber weniger als 10 von 1000 behandelten Tieren)
  • Selten (mehr als 1 aber weniger als 10 von 10.000 behandelten Tieren)
  • Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 behandelten Tieren, einschlie├člich Einzelfallberichte).

Falls Sie Nebenwirkungen insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgef├╝hrt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte Ihrem Tierarzt mit.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel unzug├Ąnglich f├╝r Kinder aufbewahren. Im K├╝hlschrank lagern (+2 bis +8 ┬░C).

Vor Frost sch├╝tzen. Vor Licht sch├╝tzen.

Sie d├╝rfen das Arzneimittel nach dem auf dem Karton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.

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Weitere Informationen

Besondere Warnhinweise f├╝r jede Zieltierart

Eine Nachuntersuchung bei zweifelhaften Reaktionen soll fr├╝hestens

6 Wochen nach einer vorangegangenen Tuberkulinisierung erfolgen, da sonst falsche Reaktionen auftreten k├Ânnen. Akut erkrankte Tiere sind von der Tuberkulinisierung auszuschlie├čen.

Zur Abgrenzung gegen├╝ber der Gefl├╝geltuberkulose ist ein Simultantest durchzuf├╝hren (n├Ąhere Einzelheiten hierzu siehe bei dem Mittel Gefl├╝geltuberkulin-PPD).

Besondere Vorsichtsma├čnahmen f├╝r den Anwender:

Die Durchf├╝hrung der Tuberkulinprobe (Intrakutanprobe) und des Simultantests richtet sich nach den gesetzlichen Vorschriften: ÔÇ×Verordnung zum Schutz gegen die Tuberkulose des Rindes

(Tuberkulose-Verordnung) und Richtlinie 64/432 EWG mit ihren Anh├Ąngen in der jeweils geltenden Fassung. Gem├Ą├č der Verordnung ├╝ber anzeigepflichtige Tierseuchen

(TierSeuchAnzV) besteht in Deutschland Anzeigepflicht.

In den F├Ąllen des ┬ž4 der Tuberkulose-Verordnung (Nachuntersuchung und Beurteilung Tuberkulin-zweifelhaft reagierender Rinder) kann mehr als eine Tuberkulinprobe zu gleicher Zeit vorgenommen werden (siehe unter Simultantest bei dem Mittel Gefl├╝geltuberkulin PPD).

Anwendung w├Ąhrend der Tr├Ąchtigkeit, Laktation oder der Legeperiode: Kann w├Ąhrend der Tr├Ąchtigkeit und der Laktation angewendet werden. Kann bei Zuchttieren angewendet werden.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:

Es liegen keine Informationen zur Unsch├Ądlichkeit und Wirksamkeit des immunologischen Tierarzneimittels bei gleichzeitiger Anwendung eines anderen Tierarzneimittels, mit Ausnahme von Gefl├╝geltuberkulin PPD des gleichen Herstellers, vor. Ob das immunologische Tierarzneimittel vor oder nach Verabreichung eines anderen Tierarzneimittels angewendet werden sollte, muss daher von Fall zu Fall entschieden werden.

Zur Vermeidung falsch negativer Resultate sind Tiere, die z.B. mit Kortikosteroiden oder adrenocorticotropem Hormon (ACTH) behandelt werden, von der Tuberkulinisierung auszuschlie├čen. Nach Verabreichung von Virus-Lebendimpfstoffen k├Ânnen falsch negative Ergebnisse nicht ausgeschlossen werden.

Inkompatibilit├Ąten:

Nicht mit anderen Tierarzneimitteln mischen.

13. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN F├ťR DIE ENTSORGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN ERFORDERLICH

Arzneimittel sollten nicht ├╝ber das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Tierarzt, wie nicht mehr ben├Âtigte Arzneimittel zu entsorgen sind. Diese Ma├čnahmen dienen dem Umweltschutz.

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Zuletzt aktualisiert: 06.07.2022

Quelle: Rindertuberkulin - PPD - Beipackzettel

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