Burnout

Burnout
Internationale Klassifikation (ICD) B24
Symptome von Patient zu Patient unterschiedlich, Hyperaktivität, Erschöpfung, fehlende Empathie, Depression, Aggression, Motivationslosigkeit, Entfremdung, Suizidgedanken, Psychomatische Symptome
Mögliche Ursachen persönliche Faktoren, Umweltfaktoren
Mögliche Risikofaktoren Änderung der Lebenssituation, Überlastung am Arbeitsplatz, Ungerechtigkeit, ungelöste Konflikte, Ausbleiben von Erfolg

Grundlagen

„Burnout“ ist ein englischer Begriff (engl. burn out) und bedeutet übersetzt ausgebrannt, völlig erschöpft. Eine eindeutige Definition von Burnout gibt es bislang nicht, weswegen die exakte Zahl der Betroffenen noch unklar ist.

Der Begriff wurde in den 1970ern vom amerikanischen Psychologen Herbert Freudenberger geprägt. Erstmalig wurde Burnout in Sozialberufen (Heil- und Pflegeberufe, ehrenamtliche Arbeiter) beschrieben. Der Idealismus der meisten Personen in dieser Berufsgruppe und das ständige Arbeiten an der emotionalen und körperlichen Belastungsgrenze mit einem geringen Maß an Anerkennung, kann sie ausbrennen lassen.

Aktuell wird das Burnout-Syndrom als völlige körperliche, geistige und emotionale Erschöpfung beschrieben. Hinzu kommen Unruhe, Anspannung, fehlen von Motivation, Leistungsabfall und psychosomatische Beschwerden.

Meist folgt diese Symptomatik auf eine starke Frustration, deren Ursache häufig im Beruf liegt. Gründe dafür sind Überforderung, mangelnde Anerkennung (Lob, Aufstiegschancen, Gehaltserhöhung) oder bürokratische Hürden, die das Erreichen persönlicher Ziele erschweren.

Ebenfalls frustrierend kann es sein, ein Lebensziel nicht zu erreichen oder es doch zu schaffen, ohne die erwartete Zufriedenheit zu verspüren.

Heute ist man sich einig, dass Burnout alle Berufsgruppen und auch Senioren oder Arbeitslose betreffen kann. Dem Burnout muss dabei nicht zwingend das „Burn“ also Brennen im Sinne einem übertriebenen Engagements vorausgehen, es kann auch durch Mobbing ausgelöst werden.

Phasen

Forscher unterteilen Burnout in verschiedene (meist nacheinander auftretende) Phasen. Das nachfolgende Modell bezieht sich auf den Experten Prof. Martin Burisch (Universität Hamburg).

Phase 1: Überforderung, Überengagement

Durch idealistisches, überzogenes Engagement stürzen sich „brennende“ Personen auf ein Vorhaben. Zu diesem Zeitpunkt lässt sich Burnout nur sehr selten prognostizieren. Sobald die erhoffte Anerkennung (Belohnung, beruflicher Aufstieg) über einen längeren Zeitpunkt der Erwartung hinterherhinkt, beginnt das eigentliche Burnout-Syndrom.

Der Druck, unter dem Betroffene leiden, kann auch extern motiviert sein. Es folgen Erschöpfung, Frustration und Irritation. Der Körper reagiert ebenfalls auf die Überbeanspruchung. Kopf- und Magenschmerzen sowie Schlafstörungen sind die Folge.

Phase 2: Reduziertes Engagement

Typisches Merkmal des Burnout-Syndroms ist eine starke Frustration. Erkrankte müssen akzeptieren, dass das gesteckte Ziel nicht erreicht wird. Der vorangegangene Idealismus verblasst und das Engagement sinkt.

Da viel Zeit und Fleiß in die Zielsetzung investiert wurde, werden Ansprüche stark angehoben. Betroffene fühlen sich ausgebeutet und mit zu wenig Wertschätzung behandelt.

Gleichzeitig findet eine innere Kündigung statt. Von diesem Punkt an, wird nur noch das Notwendigste getan und selbst dabei großzügige Pausen eingehalten, Fehler häufen sich. Bei manchen greift diese Haltung auch auf die Freizeit über, andere blühen dagegen auf, sobald sie ihren Arbeitsplatz verlassen.

Burnout-Betroffene distanzieren sich von ihrem sozialen Umfeld. Mitgefühl und Anteilnahme (Empathie) weichen emotionaler Kälte, auch Zynismus ist nicht selten. Das normalerweise positive Empfinden gegenüber Mitmenschen (Arbeitskollegen, Freunde, Familie) nimmt ab.

 

Phase 3: Depression, Aggression und Schuldzuweisung

Für das persönliche Scheitern muss nun ein Schuldiger gefunden werden. Es kann die Erkrankten selbst, aber auch Personen aus dem Umfeld treffen.

Wenn die Schuld bei sich selbst gesucht und gefunden wird, droht eine Depression. Gefühle von Versagen, Unfähigkeit, Ohnmacht und Hilflosigkeit nehmen Überhand und lassen jegliches Selbstwertgefühl schwinden.

Charakteristische Symptome einer Depression (Nervosität, Leere, Pessimismus, Angst, sogar Suizidgedanken) werden bemerkbar.

Ein anderes Bild zeigt sich, wenn die Schuld bei Kollegen oder „dem System“ gefunden wird. Der eigene Anteil am Scheitern wird geleugnet, Aggressionen machen sich breit. Es kommt zu zahlreichen Konflikten mit Mitmenschen, gegen die sich der ganze Zorn richtet. Betroffene sind launisch, ständig gereizt und fühlen sich sehr schnell angegriffen.

Phase 4: Abbau und schwindende Leistungsfähigkeit

Flüchtigkeitsfehler nehmen zu, Termine werden vergessen. Entscheidungsschwierigkeiten, fehlende Kreativität und ein Unvermögen, komplexe Problemstellungen zu bewältigen, sind die Folge der dauernden Anspannung.

Beruflich wird nach dem Leitsatz „Dienst nach Vorschrift“ gearbeitet. Initiative, Motivation und Produktivität nehmen stetig ab.

Auch die geistige Haltung verändert sich allmählich. „Schubladen-„ und „Schwarz-Weiß-Denken“ setzen ein, Veränderungen und Bruch mit Routine werden abgelehnt, da es einen Mehraufwand an Energie benötigen würde.

Phase 5: Desinteresse, Verflachung

Betroffene ziehen sich wegen der sinkenden Leistungsfähigkeit auch emotional zurück. Gleichgültigkeit und Langeweile nehmen zu. Hobbies, Familie und Freunde werden auf ein Mindestmaß reduziert, Einsamkeit macht sich breit.

Phase 6: Verzweiflung

In der letzten Phase herrscht eine komplette Verzweiflung vor. Der Sinn und Wert des Lebens wird in Frage gestellt, Suizidgedanken häufen sich und werden teilweise auch in die Tat umgesetzt.

Ursachen

Burnout wird von inneren (persönlichen) und äußeren (Umwelt) Faktoren beeinflusst.

Abhängig von der Persönlichkeit und der Fähigkeiten im Umgang mit Hindernissen und Druck ist das Risiko für dieses Syndrom von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Es können aber auch einzelne Situationen derart belastend und ausweglos sein, dass sie nur von sehr wenigen durchgestanden werden können, ohne Spuren zu hinterlassen. Experten bezeichnen das als „Wearout“ (englisch für Verschleiß) oder passives Burnout.

Die Ursachen sind genauso variabel wie die Betroffenen. Da jede Lebenssituation unterschiedlich ist, lassen sich Entstehungsfaktoren nur grob in innere und äußere unterteilen.

Innere Faktoren

Es wird in zwei Typen von Menschen unterteilt. Beide verbindet das ausgeprägte Streben nach Anerkennung.

Typ 1: Personen mit geringem Selbstbewusstsein. Sie sind überempfindlich, angepasst, passiv und sehr liebesbedürftig.

Typ 2: Sehr dynamische, zielstrebige und ehrgeizige Menschen mit einem hohen Maß an Idealismus und Engagement.

Hinzu kommen weitere Risikofaktoren:

  • Selbstbild baut auf die erfolgreiche Ausübung einer einzigen Rolle (z.B erfolgreiche Manager) auf
  • Sinnhaftigkeit des eigenen Handelns wird in Frage gestellt
  • unrealistisch hohe Ziele, ungleiche Relation zwischen benötigtem Aufwand und Outcome
  • Ziele werden entsprechend der Erwartungen anderer gesetzt
  • hohe Erwartungen an die Anerkennung nach Zielerreichung
  • fehlendes Gespür und Akzeptanz von eigenen Schwächen, Hilflosigkeit
  • Unvermögen, Nein zu sagen (zu anderen oder dem eigenen Streben nach Perfektion)
  • Zielerreichung um jeden Preis, da man selbst oder das Vorhaben außergewöhnlich ist und alle Mittel rechtfertigt

Äußere Faktoren

Burnout beginnt häufig mit einer einschneidenden Änderung der Lebenssituation (Studienbeginn, Berufseinstieg, Jobwechsel). Durch solche Veränderungen wird das Selbstbild erschüttert und in Frage gestellt. Erwartungen können enttäuscht und Lebensziele zerstört werden.

Im Gegensatz dazu, kann auch die Enttäuschung einer Erwartung Burnout auslösen (ausbleibende Beförderung).  

  • Überlastung am Arbeitsplatz
  • zu geringe Kontrolle
  • zu geringe Autonomie
  • Ausbleiben von Erfolg und Anerkennung
  • Ungerechtigkeit
  • bürokratische Hürden
  • nicht zufriedenstellende Belohnungen  
  • eigene Werte und Überzeugungen widersprechen Anforderungen
  • mangelnde soziale Unterstützung
  • ungelöste Konflikte am Arbeitsplatz

Innere Haltung und Empfinden der Situation haben einen größeren Einfluss auf die Entstehung von Burnout als die tatsächliche Belastung. Werden Input und Outcome bzw. Positives und Negatives als zumindest annähernd gleichwertig empfunden, können hohe Anforderungen auch über längere Zeit durchgehalten werden.

Symptome

Burnout hat Auswirkungen auf Emotionen, Psyche, kognitive Fähigkeiten und den Körper. In welcher Symptomkonstellation das Syndrom präsentiert, ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Beschwerden können grob nach den Phasen und Psychosomatik eingeteilt werden.

Ad Phase 1: Warnsymptome

Überdurchschnittlicher Einsatz von Energie für ein Vorhaben zeigt sich durch:

  • Hyperaktivität
  • freiwillige unentgeltliche Mehrarbeit
  • Gefühl von eigener Unentbehrlichkeit
  • Empfinden von permanentem Zeitmangel
  • Verdrängen von persönlichen Bedürfnissen
  • Leugnen von Misserfolg und Enttäuschung
  • Einschränken sozialer Kontakte auf Zielsetzung (Kunden, Patienten etc.)

Bald macht sich Erschöpfung bemerkbar:

  • Rastlosigkeit, Unvermögen zu Entspannen
  • Energielosigkeit
  • Schlaflosigkeit
  • überdurchschnittliche Infektanfälligkeit
  • steigende Unfallgefahr

Ad Phase 2:

  • Idealismus nimmt ab
  • Engagement wird eingeschränkt
  • unverhältnismäßig steigende Ansprüche
  • innere Kündigung
  • Überzeugung ausgebeutet und nicht genug wertgeschätzt zu werden
  • innere Auflehnung gegen die Arbeit
  • sinkende Arbeitszeit (mehr Pausen, späteres kommen, früheres gehen)
  • zunehmende Distanz und negative Gefühle für Arbeits-Kontakten (Patienten, Kollegen)
  • Aufblühen während der Freizeit
  • fehlende Empathie
  • emotionale Kälte, Zynismus

Ad Phase 3:

Depression:

  • Hilflosigkeit, Machtlosigkeit
  • innere Leere
  • sinkendes Selbstwertgefühl
  • Pessimismus
  • Angst
  • Niedergeschlagenheit
  • Motivationslosigkeit

Aggression:

  • Schuld wird außen gesucht (Kollegen, „das System“)
  • Reizbarkeit
  • Ungeduld
  • häufige soziale Konflikte
  • Intoleranz
  • Aggression

Ad Phase 4:

  • Flüchtigkeitsfehler
  • abnehmende Kreativität
  • Schwierigkeiten, komplexe Problemstellungen zu lösen
  • Entscheidungsschwierigkeiten
  • Motivationslosigkeit
  • sinkende Produktivität
  • Unwille zur Initiative
  • „Dienst laut Vorschrift“
  • Schubladen- und Schwarz-Weiß-Denken
  • Ablehnen von Veränderung

Ad Phase 5:

  • emotionaler Rückzug
  • Langeweile
  • Gleichgültigkeit
  • Vereinsamen
  • Aufgeben von Hobbies
  • Entfremdung

Ad Phase 6:

  • komplette Verzweiflung
  • Hoffnungslosigkeit
  • alles erscheint sinnlos
  • Zweifel am Sinn des Lebens
  • Suizidgedanken

Psychomatische Symptome

  • Albträume, Schlafstörungen
  • Kopf- und Rückenschmerzen, Verspannungen
  • Bluthochdruck, Herzklopfen, Engegefühl in der Brust
  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
  • sexuelle Probleme
  • auffällige Gewichtsabnahme oder –zunahme (veränderte Essgewohnheiten)
  • erhöhter Nikotin-, Alkohol- oder Koffeinkonsum
  • hohe Anfälligkeit für Infekte

Diagnose

Der ICD10- Katalog beinhaltet Burnout lediglich als Unterziffer mit der Beschreibung „Zustand der totalen Erschöpfung“. Da es keine offizielle eigenständige Diagnose gibt, ist es in der Praxis schwierig das Syndrom eindeutig festzustellen.

Die Beschwerden Antriebslosigkeit etc. ähneln nicht nur stark einer Depression, Burnout endet unbehandelt auch meist in einer solchen.

Symptome wie Erschöpfung treffen ebenfalls auf das chronische Fatigue-Syndrom kurz CFS zu.

Aus diesen Gründen ist es unerlässlich, zuerst ähnliche Erkrankungen auszuschließen. Dazu dient eine ausführliche Anamnese (Krankengeschichte, Beschwerden).

MBI

Viele Fragebögen versuchen, Burnout messbar zu machen. Am häufigsten wird der MBI – Maslach Burnout Inventory angewandt. Er wurde 1976 von der Psychologin Christina Maslach entwickelt und enthält 22 Fragen und 3 Dimensionen:

  1. emotionale und anhaltende, körperliche Erschöpfung
  2. Depersonalisation (negative, distanzierte bis zynische Haltung gegenüber Klienten, Kollegen, Vorgesetzten)
  3. reduzierte Leistungsfähigkeit

Weiters müssen Statements nach ihrem Zutreffen beurteilt werden.

In anderen Tests liegt der Fokus auf weitere Kriterien. Der Fragebogen Arbeitsbezogene Verhaltens- und Erlebensmuster (AVEM) bewertet Arbeitsengagement, Belastungsfähigkeit, emotionale Lage und beschreibt „Bewältigungstypen“.

Das wichtigste Tool zur Diagnosestellung bleibt unbestritten das Arzt-Patientengespräch. Dadurch werden auslösende Faktoren und Mechanismen identifiziert.

Therapie

Je später Burnout behandelt wird, desto schlechter stehen die Heilungsaussichten. Deshalb ist es wichtig, die Behandlung schnell und professionell zu beginnen.

In der Entstehungsphase

Ist das Syndrom gerade erst im Entstehen, können Krisenintervention oder Kurzzeittherapie (wenige Stunden) ausreichen. Es werden verbesserte Strategien zu Problem- und Konfliktlösung erarbeitet und das Gefühl für Belastungsgrenzen geschärft. Autogenes Training und progressive Muskelentspannung können die Behandlung unterstützen.

Fortgeschrittener Burnout

Ist die Krankheit bereits weiter fortgeschritten, wird eine intensivere Therapie (ambulant oder stationär) notwendig. Aufgrund der unterschiedlichen Ursachen gibt es keine universelle Behandlungsstrategie.

Durch kognitive Verhaltenstherapie können fälschliche Vorstellungen und Verhaltensmuster identifiziert und schrittweise korrigiert werden. Paradigmen (Weltanschauungen) wie z.B. Zwang zu Perfektionismus, um wertvoll zu sein, werden umgestoßen und der Patient so von seinen krankmachenden, inneren Motivatoren befreit.

Bei den meisten Betroffenen steht der Aufbau eines gesunden Selbstwertgefühls an oberster Stelle. Dadurch wird die Abhängigkeit von äußerer Anerkennung verringert. Oft ist dafür jedoch eine tiefgehende psychische Umstrukturierung notwendig. Diese kann durch zeit- und kraftintensive Verfahren wie tiefenpsychologische Verfahren oder eine Psychoanalyse erfolgen.

Manche Betroffene haben das Gespür für ihre eigenen Bedürfnisse verloren. Um dieses wieder herzustellen, können Körpertherapien ergänzend helfen. Dabei wird gelernt, auf den Körper zu hören, körperliche Verspannungen gezielt aufzulösen und so auch die psychischen zu mildern.

Wenn eine Depression zu den Symptomen hinzukommt, können Medikamente (Antidepressiva, hochdosiertes Johanniskraut) als Therapieergänzung genutzt werden.

Prognose

Je früher Burnout erkannt und behandelt wird, desto besser sieht die Prognose aus. Die Voraussetzung zur Heilung ist trotzdem die Einsicht eines Problems. Betroffene sollten mit therapeutischer Unterstützung diese 4 Fragen erörtern:  

  1. Wie trage ich selbst zu meinem Burnout bei?
  2. Wo überschreite ich meine Grenzen?
  3. Welche Umweltfaktoren spielen eine Rolle?
  4. Welche lassen sich ändern und welche nicht?

Wer sich sein Problem nicht eingesteht, kann auch die Ursache nicht behandeln.

Bei beginnendem Burnout können ein Arbeitsplatzwechsel, eine Krisenintervention oder ein Kuraufenthalt ausreichen. Mit therapeutischer Unterstützung ist es wichtig, einen besseren Umgang mit Belastungen zu erlernen. Ein stabiles soziales Netz, finanzielle Sicherheit und Hobbies können sich positiv auf die Prognose auswirken.

Wird Burnout über einen längeren Zeitraum nicht erkannt, sind dauerhafte Schäden nicht ausgeschlossen. Bereits normaler Stress (beruflich oder sozial) stellt auch nach jahrelanger Therapie eine Hürde dar.

Weil teilweise oder vollständige Invalidität nicht selten sind, muss Burnout ernstgenommen und behandelt werden.

Was Sie selbst tun können

Burnout wird von äußeren (Umwelt) und inneren (persönlichen) Faktoren beeinflusst. Innere Einstellungen langsam zu ändern gestaltet sich meistens einfacher, als das Umfeld (z.B. Job) von Grund auf zu verändern. Unternehmen können ihre Mitarbeiter durch vielfältige Maßnahmen unterstützen und dazu beitragen, dass Arbeitnehmer nicht am Burnout-Syndrom erkranken.

Tipps

Tipps für Einzelpersonen

Grundbedürfnisse identifizieren

Burnout entwickelt sich aus einer Frustration. Identifizieren Sie Aufgaben, die Ihre Grundbedürfnisse befriedigen. Dazu ist es wichtig, den Alltag der abgestrebten sozialen Rolle oder des Berufes genau zu kennen.

Lernen Sie Ihre Bedürfnisse und Wünsche kennen. Was ist Ihnen wirklich wichtig? Soziale Anerkennung, Aufstiegschancen, Freiheiten bzw. Einfluss bei der Arbeitsgestaltung?

Management von Stress und Entspannung

Stress hat einen großen Anteil an der Entstehung von Burnout. Nutzen Sie Stressmanagement und Entspannungstechniken, um dagegen anzusteuern.

Selbstaufmerksamkeit

Burnout entsteht meist im Verborgenen. Nehmen Sie sich regelmäßig Zeit dafür, sich zu fragen, wie gestresst oder zufrieden Sie sind. Dazu kann ein Stresstagebuch helfen. Sie können damit Auslöser identifizieren und auch schleichendes Ansteigen von Stress erkennen. Eine weitere Möglichkeit ist, Freunde und Familie um Hilfe zu bitten. Sie können sie direkt ansprechen, falls Sie gereizter oder weniger motiviert sind als sonst.

Inneren Antreibern die Macht nehmen

Gefährdete werden von inneren Antreibern zur Überforderung getrieben. Solche Antreiber können Maxime wie Perfektion sein. Wer seine Antreiber enttarnt, kann ihnen ihre Macht nehmen. Versuchen Sie zu verstehen, dass Perfektion etwas Utopisches ist und ihre eigenen Bedürfnisse auf derselben Stufe stehen wie die anderer.

Lebensziel definieren

Sie können sich folgende Frage stellen: Was will ich eigentlich vom Leben? Verfolgen Sie Ihre Ziele bewusst, nur so kommen Sie einer anhaltenden Zufriedenheit näher. Verabschieden Sie sich von Zielen, die eigentlich nicht Ihre eigenen sind.

Akzeptieren Sie sich selbst

Wer sein Selbstwertgefühl zu großem Teil auf beruflichen Erfolg baut, kann besonders Burnout gefährdet sein. Wenn Sie sich selbst akzeptieren, entwickeln Sie ein von Erfolg unabhängiges Selbstbewusstsein. Das schränkt die Gefahr von Überengagement und Ausbeutung ein.

Gesunder Lebensstil

Eine ausgewogene Mischkost und regelmäßiger Sport und Bewegung können beim Abbau von Stress helfen. Beschränken Sie Nikotin, Koffein und Genussmittel (Zucker, Alkohol) auf ein Mindestmaß.

Tipps für Einzelpersonen als Teil einer Organisation

Zeitmanagement

In einem anspruchsvollen Beruf ist gut strukturiertes Zeitmanagement besonders wichtig.

Nein sagen

Um sich nicht zu übernehmen, sollte gelernt werden, zu einer angebotenen oder selbst aufgetragenen Aufgabe bzw. Herausforderung „nein“ sagen zu können.

Unrealistische Erwartungen

Wer zu viel von der Bewältigung einer Aufgabe erwartet, kann auch häufiger enttäuscht zu werden.

Leben und Arbeit im Gleichgewicht

Die Work-Life-Balance bezeichnet ein wichtiges Grundbedürfnis der Menschen. Wer zu wenig Zeit für Freiräume und Auszeiten einplant, kann sich auf ein Burnout zubewegen.

Karriereplanung

Karriereziele bewahren davor, in einer monotonen Langeweile zu verfallen. Auch Weiterbildungen schaffen eine neue Perspektive den beruflichen Alltag zu sehen und inspirieren.

Strategien im Betrieb

Burnout lässt sich durch Mitarbeiterzufriedenheit verhindern. Dazu trägt eine Unternehmenskultur bei, welche Mitarbeiter in ihrer Autonomie stärkt, Weiterentwicklung fördert und verfügbare Ressourcen positiv nutzt.

Mitarbeiterbefragung

Im Zuge streng anonymer, schriftlicher Befragungen können Anzeichen für Burnout und eventuelle Unzufriedenheit identifiziert werden. Nur wenn Probleme bewusst sind, können sie auch behoben werden.

Flexible Arbeitsgestaltung

Arbeitnehmer, die ihren Arbeitsinhalt aktiv beeinflussen können oder Art und Weise der Aufgabenbewältigung mitbestimmen können, haben mehr Raum für Eigeninitiative und Selbstbestimmung.

Flexible Arbeitszeiten

Führungspersonen sollten die Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter im Auge behalten. Ein Anhäufen von Überstunden und Missverhältnis zwischen Arbeit und Freizeit sollten vermieden werden. Dazu kann auch das Angebot von Teilzeitarbeit beitragen.

Schulungen für einen Burnout-präventiven Führungsstil

Management-Schulungen sind ein gutes Tool um Burnout bei Mitarbeitern vorzubeugen. Personen mit Führungsverantwortung lernen, wodurch Burnout beeinflusst wird und wie sie durch Wertschätzung, Unterstützung und Offenheit zur Prävention beitragen können.

Weiterbildung

Burnout kann auch durch einen monotonen Arbeitsalltag entstehen. Weiterbildungen können neue Perspektiven verschaffen und neuen Schwung in den Arbeitsalltag bringen.

Fitness und Wellness

Mitarbeiter können Stress abbauen und Energie tanken. Außerdem wird das Gefühl von Wertschätzung durch das Unternehmen gefördert, was Unzufriedenheit entgegenwirkt.

Konfliktmanagement, Entscheidungsbeteiligung, Informationsfluss

Die Autonomie des Einzelnen wird durch flache Hierarchien und offene Unternehmensphilosophie, die Entscheidungsspielräume zugesteht, gestärkt.

Enttabuisierung

Das offene Ansprechen von Burnout, kreiert ein Arbeitsklima, das die Grenzen und Ressourcen des Einzelnen schützt.

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