Was ist es und wofür wird es verwendet?

Die Behandlung mit aus Naturstoffen hergestellten, harzhältigen Zugsalben wird in der Volksmedizin schon lange eingesetzt und dient dazu, kleinflächige Eiterungen unter möglichster Schonung der umliegenden Hautbereiche zu „ziehen“. Die Zugabe von Kampfer und die Essigsäure bewirken Hauterweichung und stärkere Durchblutung.

Anwendungsgebiete: Harz-Zugsalbe bei lokal begrenzten Eiterungen der Haut wie Furunkeln oder Abszessen.

Inhaltsverzeichnis
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Wie wird es angewendet?
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie soll es aufbewahrt werden?
Weitere Informationen

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

„Kremser“ Zug- und Furunkelsalbe darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen einen der Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile von „Kremser“ Zug- und Furunkelsalbe sind, sowie bei Allergien gegen ätherische Öle, Propolis, Pollen oder Wollwachs.
  • auf geschädigter Haut (offene Wunden wie z.B. bei Verbrennungen)
  • bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren (bei Säuglingen und Kleinkindern unter 2 Jahren Gefahr eines Kehlkopfkrampfes).
  • bei Patienten mit Bronchialasthma oder anderen Atemwegserkrankungen, die mit einer ausgeprägten Überempfindlichkeit der Atemwege einhergehen. Die Inhalation der Salbe kann zu Atemnot führen oder
einen Asthmaanfall auslösen.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von„Kremser“ Zug- und Furunkelsalbe ist erforderlich

Sollte eine Hauteiterung oder ein Abszess zu großflächiger Entzündung der umliegenden Bereiche führen, oder Fieber auftreten, ist umgehend ein Arzt aufzusuchen.

Bei Fortbestand der Beschwerden oder wenn der erwartete Erfolg durch die Anwendung nicht innerhalb von 3 Tagen eintritt (d.h. es zu keinem Aufplatzen oder zu einer Rückbildung der Hauteiterung kommt), ist ehestens eine ärztliche Beratung erforderlich.

„Kremser“ Zug- und Furunkelsalbe darf nicht im Bereich der Augen, auf offenen Wunden, auf krankhaft veränderter Haut (z.B. bei Ekzemen) oder auf Schleimhäuten angewendet werden.

Nach der Anwendung sind die Hände gründlich mit warmem Wasser und Seife zu reinigen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Aus Sicherheitsgründen wird eine Anwendung von „Kremser“ Zug- und Furunkelsalbe in der Schwangerschaft und Stillperiode nicht empfohlen.

Wie wird es angewendet?

WIE IST „Kremser“ Zug- und Furunkelsalbe ANZUWENDEN?

Erwachsene ab 18 Jahren: Wenn möglich, sollte zum Zweck der Hauterweichung die zu behandelnde Stelle vor jedem Auftragen der Salbe z.B. mit Käsepappel- oder Heublumentee, möglichst warm einige Minuten gebadet werden.

Anschließend wird die „Kremser“ Zug- und Furunkelsalbe unter Zuhilfenahme eines Verbandstückes oder Pflasters einige Stunden lang aufgelegt. Dabei wird je nach Größe der Hautstelle und damit je nach Größe des Pflasters die Salbe messerrückendick auf das Pflaster, bzw. den Verband aufgestrichen und danach auf die zu behandelnde Hautstelle aufgelegt.

Diese Behandlung kann bei Bedarf bis zu 4 x täglich wiederholt werden.

„Kremser“ Zug- und Furunkelsalbe ist nicht zur Anwendung an Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren bestimmt.

Eine großflächige oder langfrsitige Anwendung ist zu vermeiden.

Wenn sich Ihre Beschwerden verschlechtern, oder es innerhalb von 3 Tagen zu keiner deutlichen Besserung oder Abheilung kommt, ist ein Arzt aufzusuchen.

Wenn Sie eine größere Menge „Kremser“ Zug- und Furunkelsalbe angewendet haben, als Sie sollten

Bei großflächiger Anwendung oder bei Anwendung auf offenen Wunden kann es durch Aufnahme von Kampfer durch die Haut zu Vergiftungserscheinungen kommen.

In diesen ällen ist die Behandlung sofort abzubrechen und ein Arzt aufzusuchen.

Anzeichen einer Vergiftung sind Schweißausbrüche, Bewusstseinseintrübungen und Herzrhythmusstörungen. Schwere Vergiftungen können in weiterer Folge zu Organschäden führen. Auch bei Langzeitanwendung kann es zu Nerven- oder Nierenschäden kommen.

Falls ein Kind versehentlich „Kremser“ Zug- und Furunkelsalbe verschluckt, ist es wichtig, unverzüglich einen Arzt aufzusuchen, der die notwendige Behandlung durchführen kann. Versuchen Sie nicht, Erbrechen herbeizuführen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann „Kremser“ Zug- und Furunkelsalbe Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

In Einzelfällen können Überempfindlichkeitsreaktionen, eine Kontaktdermatitis oder Ekzeme auftreten. In diesen ällen ist die Verwendung des Präparates einzustellen und der Rat des Arztes einzuholen. Terpentinhältige Zubereitungen können bei manchen Personen zu Hautreizungen führen.

„Kremser“ Zug- und Furunkelsalbe kann bei Säuglingen und Kleinkindern bis zu 2 Jahren einen Kehlkopfkrampf hervorrufen mit der Folge schwerer Atemstörungen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 Wien ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25 °C lagern.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Verpackung angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.

Weitere Informationen

Was „Kremser“ Zug- und Furunkelsalbe enthält

Die Wirkstoffe sind: 100 g enthalten Kampfer 4.24 g, Weihrauchsalz 8.73 g, Terpentinharz 17.4 g, Essigsäure (6%) 8.73 g

Die sonstigen Bestandteile sind: Bienenwachs, Talg, Olivenöl

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Registrierungsinhaber und Hersteller Wienertor-Apotheke

Untere Landstraße 56 3500 Krems/D.

Reg.Nr.: APO-5-00963

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