Tyljet 200 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine

Abbildung Tyljet 200 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine
Zulassungsland Österreich
Hersteller Ceva Sante Animale
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 22.02.2019
ATC Code QJ01FA90
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung

Zulassungsinhaber

Ceva Sante Animale

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Tyljet 200 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine Tylosin

Anwendungsgebiet(e)

Zur Behandlung von spezifischen Infektionskrankheiten (siehe unten), die durch Tylosin- empfindliche Erreger verursacht werden.

Rinder (adult)

Infektionen der Atemwege, durch grampositive Keime verursachte Metritis, durch Streptococcus spp. und Staphylococcus spp. verursachte Mastitis und interdigitale Nekrobazillose wie Panaritum oder Klauenfäule.

Kälber

Infektionen der Atemwege und Nekrobazillose.

Schweine

Enzootische Pneumonie, hämorrhagische Enteritis, Erysipel und Metritis. Durch Mycoplasma spp. und Staphylococcus spp. verursachte Arthritis.

Informationen zur Schweinedysenterie siehe Abschnitt „Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren“.

Schafe und Ziegen

Infektionen der Atemwege, durch grampositive Keime verursachte Metritis, durch grampositive Keime oder Mycoplasma spp. verursachte Mastitis.

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Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Nicht anwenden bei Pferden oder anderen Equiden.

Bei Hühnern und Puten kann eine intramuskuläre Injektion zum Tod führen.

Nicht anwenden bei Tieren mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Tylosin, anderen Makroliden oder einem der sonstigen Bestandteile.

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Wie wird es angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Zur intramuskulären oder (nur bei Rindern) langsamen intravenösen Injektion.

Rinder:

5-10 mg Tylosin pro kg Körpergewicht pro Tag über 3 Tage (2,5 bis 5 ml Injektionslösung pro 100 kg Körpergewicht). Das maximale Volumen pro Injektionsstelle sollte 15 ml nicht überschreiten.

Schafe und Ziegen:

10 mg Tylosin pro kg Körpergewicht pro Tag über 3 Tage (5 ml Injektionslösung pro 100 kg Körpergewicht).

Bei Schafen über einem Körpergewicht von 50 kg ist das Injektionsvolumen auf zwei Injektionsstellen aufzuteilen (maximal 2,5 ml Injektionsvolumen pro Injektionsstelle).

Schweine:

5-10 mg Tylosin pro kg Körpergewicht pro Tag über 3 Tage (2,5 bis 5 ml Injektionslösung pro 100 kg Körpergewicht).

Bei Schweinen sollten nicht mehr als 5 ml pro Injektionsstelle verabreicht werden.

Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten und eine Unterdosierung zu vermeiden, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich bestimmt werden.

Der Verschlussstopfen sollte nicht mehr als 20-mal durchstochen werden. Anderenfalls wird die Verwendung von Mehrfachentnahmekanülen empfohlen.

Hinweise für die richtige Anwendung

10.

Wartezeit(en)

   
Rinder:    
Essbare Gewebe: Tage
Milch: Stunden
Schafe und Ziegen:  
Essbare Gewebe: Tage
Milch: Stunden
Schweine:    
Essbare Gewebe: Tage

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Es können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten.

An der Injektionsstelle können Reaktionen auftreten, die bis zu 21 Tage nach der Anwendung bestehen bleiben können.

In sehr seltenen Fällen wurden folgende Nebenwirkungen beobachtet: - Schwellung/Entzündung an der Injektionsstelle,

  • Anschwellen der Vulva bei Rindern,
  • Ödeme der Rektumschleimhaut, partieller Analprolaps („Rosenknospen“), Erythem und Juckreiz bei Schweinen,
  • Anaphylaktischer Schock und Tod.

Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermaßen definiert:

  • Sehr häufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigen Nebenwirkung(en))
  • Häufig (mehr als 1 aber weniger als 10 von 100 behandelten Tieren)
  • Gelegentlich (mehr als 1 aber weniger als 10 von 1.000 behandelten Tieren)
  • Selten (mehr als 1 aber weniger als 10 von 10.000 behandelten Tieren)
  • Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 behandelten Tieren, einschließlich Einzelfallberichte).

Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Nicht über 25 °C lagern.

Nicht einfrieren.

Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Karton nach „Verwendbar bis“/„EXP“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch des Behältnisses: 28 Tage.

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Weitere Informationen

Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart

Keine.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren

Aufgrund der wahrscheinlichen (zeitlichen, geografischen) Variabilität der Empfindlichkeit von Bakterien gegenüber Tylosin werden eine bakteriologische Probenahme und eine Empfindlichkeitsprüfung empfohlen.

Bei der Anwendung des Tierarzneimittels sind die amtlichen nationalen und regionalen Richtlinien für den Einsatz von Antibiotika zu berücksichtigen.

Eine von den Anweisungen abweichende Anwendung des Tierarzneimittels kann die Prävalenz von Tylosin-resistenten Bakterien erhöhen und die Wirksamkeit der Behandlung mit anderen Makroliden infolge potenzieller Kreuzresistenzen vermindern.

Die Anwendung von Tylosin bei durch Mycoplasma spp. verursachter boviner Mastitis wird durch die Wirksamkeitsdaten nicht unterstützt.

Europäische Stämme von Brachyspira hyodysenteriae zeigten in vitro hohe Resistenzraten. Das Tierarzneimittel könnte daher gegenüber Schweinedysenterie nicht ausreichend wirksam sein.

Bei mehrmaligen Injektionen ist die Injektionsstelle zu wechseln.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender

Vorsichtig anwenden, um eine versehentliche Selbstinjektion zu vermeiden.

Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Tylosin kann Reizungen verursachen. Bei versehentlichem Hautkontakt gründlich mit Wasser und Seife waschen. Bei versehentlichem Augenkontakt die Augen mit reichlich sauberem fließendem Wasser spülen.

Nach der Anwendung Hände waschen.

Makrolide wie Tylosin können nach Injektion, Inhalation, Einnahme oder Haut-/Augenkontakt eine Überempfindlichkeitsreaktion (Allergie) hervorrufen. Eine Tylosin-Überempfindlichkeit kann zu Kreuzreaktionen mit anderen Makroliden führen und umgekehrt. Allergische Reaktionen auf diese Substanzen können gelegentlich schwerwiegend verlaufen, weshalb ein direkter Kontakt zu vermeiden ist.

Sie dürfen das Tierarzneimittel nicht handhaben, wenn Sie allergisch gegen die Inhaltsstoffe sind.

Falls nach einem Kontakt mit dem Arzneimittel Symptome wie z. B. ein Hautausschlag auftreten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen und diesen Warnhinweis vorzeigen. Schwerwiegendere Symptome, wie ein Anschwellen von Gesicht, Lippen und Augen oder Atembeschwerden, müssen unverzüglich ärztlich behandelt werden.

Trächtigkeit und Laktation

Studien an Labortieren ergaben weder Hinweise auf teratogene oder fetotoxische Wirkungen, noch zeigten sich Auswirkungen auf die Fertilität der Tiere.

Die Verträglichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und Laktation der Zieltierarten ist nicht belegt.

Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.

Wechselwirkungen

Keine bekannt.

Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel)

Bei Schweinen und Kälbern verursachte eine intramuskuläre Injektion von 30 mg/kg pro Tag an 5 aufeinanderfolgenden Tagen keine Nebenwirkungen.

Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.

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Psychotrop Nein
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können für die Korrektheit der Daten keine Haftung übernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. Für Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden