Cloxacillin

Cloxacillin

Grundlagen

Cloxacillin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der ÎČ-Lactame, der heutzutage grĂ¶ĂŸtenteils in der VeterinĂ€rmedizin (v.a. bei KĂŒhen) Verwendung findet. Er wird semisynthetisch Hergestellt und wird vor allem bei Infektionen mit Penicillin-resistenten Staphylokokken, aber auch Infektionen mit beta-hĂ€molysierenden Streptokokken oder Pneumokokken zur Behandlung herangezogen. Die Verabreichung erfolgt entweder oral oder intravenös.  

Medikamente mit Cloxacillin

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Cloxacillin „Norbrook“ 167 mg/g – Augensalbe fĂŒr Tiere Cloxacillin Norbrook Laboratories Ltd

Wirkung

Pharmakodynamik

Anders als Penicillin, ist Cloxacillin resistent gegenĂŒber Beta-Lactamase, ein Enzym, das von einigen Bakterien produziert wird. Cloxacillin bindet an PBPs (kurz fĂŒr Penicillin-bindende Proteine) und deaktiviert diese. PBPs befinden sich an der Innenseite der Bakterienmembran und sind an der Synthese und Verzweigung von Peptidoglykanen, einem wichtigen strukturellen Bestandteil der bakteriellen Zellwand beteiligt. Kommt es nun zu einer Unterbrechung dieses Prozesses, löst sich die Zellwand nach und nach auf, was schlussendlich zur Lyse des Erregers fĂŒhrt. . 

Pharmakokinetik

Wird der Wirkstoff oral eingenommen, so ist die maximale Serumkonzentration nach ca. einer Stunde erreicht. Verbessert wird die Aufnahme im Gastrointestinal-Trakt, welche zwischen 30 und 80 % liegen kann, wenn die Einnahme auf leeren Magen erfolgt. UngefĂ€hr die HĂ€lfte der verabreichten Dosis wird nach  den ersten sechs Stunden wieder ĂŒber den Urin ausgeschieden. 

 Ca. 94% von Cloxacillin liegen proteingebunden im Plasma vor. 

Wechselwirkungen

Werden bei bakterielle Infektionen gleichzeitig andere Antibiotika, wie Gentamicin oder Tetracycline, eingenommen, so kommt es durch Interaktion mit Cloxacillin, zu einer Abnahme der Serumskonzentration jener Antibiotika. 

Weiters kann die therapeutische Wirksamkeit von empfĂ€ngnisverhĂŒtende Pillen, die Ethinylestradiol enthalten, geschwĂ€cht werden. 

ToxizitÀt

Nebenwirkungen

Zu den unerwĂŒnschten Wirkungen gehören: 

  • Übelkeit

  • Durchfall

  • Neutropenie, Leukopenie und Thrombozytopenie

  • Fieber

  • Ausschlag

  • Pruritus

  • Myalgie


Toxikologische Daten

LD50(Ratte, oral) : 5000 mg/kg

Chemische & physikalische Eigenschaften

ATC Code J01CF02
Summenformel C19H18ClN3O5S
Molare Masse (g·mol−1) 435,88
Aggregatzustand fest
Dichte (g·cm−3) 1,6
Schmelzpunkt (°C) 689,7
PKS Wert 2,78
CAS-Nummer 61-72-3
PUB-Nummer 6098
Drugbank ID DB01147

Redaktionelle GrundsÀtze

Alle fĂŒr den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprĂŒften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter UniversitĂ€ten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.
Markus FalkenstÀtter, BSc

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Autor

Markus FalkenstÀtter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der UniversitÀt Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der UniversitÀt Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

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