Gefrorenes Frischplasma in CPD (UKD) A

Abbildung Gefrorenes Frischplasma in CPD (UKD) A
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Universit√§tsklinikum D√ľsseldorf A√∂R
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 09.03.1999

Zulassungsinhaber

Universit√§tsklinikum D√ľsseldorf A√∂R

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Notfallsubstitution einer klinisch relevanten Blutungsneigung oder einer manifesten Blutung bei komplexen Störungen des Hämostasesystems, besonders bei schwerem Leberparenchymschaden oder im Rahmen einer disseminierten intravasalen Gerinnung (DIC). In jedem Fall hat die Behandlung der ursächlichen Krankheit Priorität. Da eine DIC immer eine Komplikation einer schweren Grunderkrankung (z.B. Sepsis, Schock, Polytrauma) darstellt, sollte GFP nicht ohne Behandlung der zugrunde liegenden Pathomechanismen verabreicht werden.

Verd√ľnnungs- und/oder Verlustkoagulopathien

Substitution bei Faktor V - und Faktor XI - MangelThrombotisch-thrombozytopenische Purpura

Austauschtransfusion

Eine Gabe von GFP ist nicht angezeigt als Volumen-, Eiweiß- und Albuminersatz, zur Immunglobulinsubstitution und zur parenteralen Ernährung

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Wie wird es angewendet?

  1. Dosierung

Die Dosierung richtet sich nach dem klinischen Bild und dem Ergebnis von Blutgerinnungsuntersuchungen. Zur Orientierung hinsichtlich der initialen Dosis gilt die Faustregel: 1 ml Plasma/kg Körpergewicht erhöht den Faktorengehalt um etwa 1 bis 2%. Um eine hämostyptische Wirkung zu erreichen, sind beim Erwachsenen initial mindestens 3 bis 4 Einheiten Plasma erforderlich.

b) Art der Anwendung

zur i. v. Infusion nach Auftauen

  1. Häufigkeit der Verabreichung nach Indikationsstellung
  2. Dauer der Behandlung

nach Indikationsstellung

e) √úberdosierung

Bei hoher Dosis besteht die Gefahr einer Kreislauf√ľberbelastung.

f) Notfallmaßnahmen

Treten Unvertr√§glichkeiten auf, so ist die Transfusion unverz√ľglich abzubrechen, der Venenzugang jedoch offen zuhalten und eine Behandlung, der Schwere der Symptome gem√§√ü, nach den aktuellen Regeln der Notfalltherapie einzuleiten. Bei Hypervol√§mie kann eine Volumenreduktion angezeigt sein.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

    • Volumenbelastung kann insbesondere bei Herzkreislauferkrankungen zu akutem Herzversagen mit Lungen√∂dem f√ľhren.
    • Zitratintoxikationen sind bei schneller Transfusion und bei gr√∂√üeren Volumina insbesondere bei Leberfunktionsst√∂rung, Schock, Azidose, Hypothermie sowie bei Neugeborenen m√∂glich.
    • Transfusionsassoziierte akute Lungeninsuffizienz (TRALI)
    • In seltenen F√§llen werden anaphylaktoide Reaktionen beobachtet.
    • Eine Bildung von Hemmk√∂rpern gegen Gerinnungsfaktoren ist m√∂glich.
    • Das Risiko einer bakteriellen Kontamination l√§sst sich nicht mit letzter Sicherheit ausschlie√üen.
    • Bei der Anwendung von aus menschlichem Blut hergestellten Arzneimitteln ist die √úbertragung von Infektionskrankheiten durch √úbertragung von Erregern - auch bislang unbekannter Natur - nicht v√∂llig auszuschlie√üen. Dies gilt z.B. f√ľr Hepatitiden, seltener f√ľr das erworbene Immundefektsyndrom (AIDS).
    • Im Vereinigten K√∂nigreich Gro√übritannien und Nordirland wurde √ľber Einzelf√§lle berichtet, in denen bei Empf√§ngern von Transfusionen, deren Spender sp√§ter an der varianten Creutzfeldt-Jakob Krankheit (vCJK) erkrankten, ebenfalls der ‚ÄěErreger‚Äú (so genannte Prionen) nachgewiesen wurde. Bei der vCJK handelt es sich um eine in Deutschland bislang nicht beobachtete Erkrankung, die durch den Verzehr von bestimmten Nahrungsmitteln aus BSE-kranken Rindern erworben werden kann.

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Zuletzt aktualisiert: 06.07.2022

Quelle: Gefrorenes Frischplasma in CPD (UKD) A - Beipackzettel

Zulassungsland Deutschland
Hersteller Universit√§tsklinikum D√ľsseldorf A√∂R
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 09.03.1999

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