HAES-steril "Fresenius" (HES 200/0,5) 6% - Infusionslösung

Abbildung HAES-steril "Fresenius" (HES 200/0,5) 6% - Infusionslösung
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Ebewe Pharma
BetÀubungsmittel Nein

Kurzinformationen

Zulassungsinhaber

Ebewe Pharma

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

HAES-steril "Fresenius" ist eine 6%-ige HydroxyethylstÀrkelösung (HES 20,5) in isotoner Natriumchlorid-Lösung zur intravenösen Infusion. Es wird zur Therapie und Prophylaxe von Volumenmangel und Schock im Zusammenhang mit Operationen, Verletzungen, Infektionen und Verbrennungen sowie zur Einsparung von Bluttransfusionen und therapeutischen HÀmodilution angewendet.

Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

WĂ€hrend Schwangerschaft und Stillzeit sollte HAES-steril 6 % - Infusionslösung nicht angewendet werden, außer es wurde vom Arzt anders verordnet. Es ist wichtig, dass vor der Anwendung des Arzneimittels Ihr Arzt konsultiert wird, um die möglichen Risiken zu beurteilen.

Bevor Sie HAES-steril "Fresenius" (HES 200/0,5) 6% - Infusionslösung zu sich nehmen sprechen Sie bitte mit einem Arzt oder Apotheker. Falls Sie an einer der hier aufgelisteten Beschwerden leiden, darf das Arzneimittel nicht eingenommen werden.

Wie wird es angewendet?

HAES-steril 6 % wird Ihnen von einem Arzt oder dem Pflegepersonal als Infusion in eine Vene verabreicht. Die Dosierung und Dauer der Behandlung wird sorgfÀltig auf Sie abgestimmt. Bei Kindern und Jugendlichen liegen keine Erfahrungen vor.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

  • Bei hoher Dosierung kann es auf Grund des VerdĂŒnnungseffektes zu einer entsprechenden VerdĂŒnnung von Blutkomponenten wie z.B. Gerinnungsfaktoren, anderen Plasmaproteinen und zu einem Abfall des roten Blutfarbstoffs (HĂ€matokrit) kommen.
  • Die Konzentration der Serumamylase kann hĂ€ufig unter Gabe von HydroxyethylstĂ€rke erhöht sein.
  • LĂ€ngerfristige tĂ€gliche Gabe von HydroxyethylstĂ€rke im mittleren und höheren Dosierungsbereich verursacht hĂ€ufig kaum behandelbaren Juckreiz.
  • DosisabhĂ€ngig kann es sehr selten zu einer ĂŒber die VerdĂŒnnung hinausgehenden Gerinnungsstörung kommen.
  • Selten wurde ĂŒber vorĂŒbergehende Schmerzen in der Nierengegend (Lendenschmerzen) berichtet.
  • Überempfindlichkeitsreaktionen, wie mĂ€ĂŸige grippeartige Symptome, verlangsamter Herzschlag (Bradykardie), beschleunigter Herzschlag (Tachykardie), Verengung der Atemwege (Bronchospasmus), Ansammlung von FlĂŒssigkeit in der Lunge (nicht-kardiales Lungenödem).

Weiter unten finden Sie eine Liste mit allen Nebenwirkungen.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf und lagern Sie es nicht ĂŒber 25°C. Verwenden Sie es nicht nach dem angegebenen Verfalldatum. Stellen Sie sicher, dass die Lösung klar bis schwach opaleszierend und farblos bis höchstens schwach gelblich ist und das BehĂ€ltnis unbeschĂ€digt ist. ZusĂ€tzliche Arzneimittel sollten innerhalb von 24 Stunden infundiert werden.

Die Kurzinformation

Alle fĂŒr die Kurzinformation herangezogenen Informationen stammen von der Gebrauchsinformation des jeweiligen Medikaments. Kurzinformationen sollen Ihnen dabei helfen einen schnellen Überblick ĂŒber ein Medikament zu gewinnen. Diese Informationen sind aus GrĂŒnden der Lesbarkeit bewusst verkĂŒrzt und beinhalten nicht alle Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Nebenwirkungen. Bitte lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation - speziell bei Fragen zu Gegenanzeigen, Dosierungen und Nebenwirkungen.
Markus FalkenstÀtter, BSc

Markus FalkenstÀtter, BSc
Autor

Markus FalkenstÀtter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der UniversitÀt Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der UniversitÀt Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

HAES-steril 6 % - Infusionslösung ist eine 6 %-ige HydroxyethylstÀrkelösung (HES 20,5) in isotoner Natriumchlorid-Lösung zur intravenösen Infusion.

HAES-steril 6 % - Infusionslösung wird angewendet

  • zur Therapie und Prophylaxe von Volumenmangel (HypovolĂ€mie) und Schock (Volumenersatz- therapie) im Zusammenhang mit:

    • Operationen (hĂ€morrhagischer Schock),
    • Verletzungen (traumatischer Schock),
    • Infektionen (septischer Schock),
    • Verbrennungen (Verbrennungsschock).
  • zur Einsparung von Bluttransfusionen (Fremdbluteinsparung) bei chirurgischen Eingriffen (akute normovolĂ€mische HĂ€modilution).
  • zur therapeutischen HĂ€modilution.

Die Lösung dient nicht als Blutersatz.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?


HAES-steril 6 % - Infusionslösung darf nicht angewendet werden, wenn
  • Sie allergisch gegen HydroxyethylstĂ€rke oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile von HAES-steril 6 % - Infusionslösung sind,
  • Sie an einem VolumenĂŒberschuss (HypervolĂ€mie) leiden,
  • Sie an ÜberwĂ€sserungszustĂ€nden leiden (HyperhydratationszustĂ€nde),
  • Sie an schwerer HerzschwĂ€che leiden (stauungsbedingte Herzinsuffizienz oder Herz- dekompensation),
  • Sie Wasser in der Lunge haben (Lungenödem),
  • Sie an Nierenversagen mit verminderter Harnausscheidung (Oligurie, Anurie) oder Serumkreatininwerten ĂŒber 2 mg/dl leiden,
  • Sie an schweren Blutgerinnungsstörungen leiden (z.B. Thrombozytopenie, AfibrinogenĂ€mie, schwere hĂ€morrhagische Diathese) (außer bei lebensbedrohlichen NotfĂ€llen),
  • Sie eine Hirnblutung (intrakranielle Blutung) haben,
  • Sie sich in Dialysebehandlung befinden,
  • Sie sich im ersten Drittel einer Schwangerschaft befinden.

934507_F_GI_11-10-25_HAESsteril6.doc/Version: 11

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal bevor HAES-steril 6 % - Infusionslösung angewendet wird, wenn Sie an einer der folgenden Erkrankungen leiden oder gelitten haben:

  • Neigung zu Allergien,
  • kompensierte HerzschwĂ€che,
  • eingeschrĂ€nkte Nierenfunktion,
  • chronische Lebererkrankungen,
  • zu hoher Natriumgehalt im Blut,
  • zu hoher Chloridgehalt im Blut,
  • Blutgerinnungsstörungen leichteren Grades,
  • FlĂŒssigkeitsmangel im ExtrazellulĂ€rraum (in diesem Fall muss erst ein FlĂŒssigkeitsersatz mit kristalloiden Lösungen erfolgen).

Bei Fibrinogenmangel sollte das PrÀparat nur in lebensbedrohlichen NotfÀllen verabreicht werden, bis Blut zum Ersatz bereit steht.

Kontrollen der Wasserbilanz und des Serumionogramms sind erforderlich.

Bei FlĂŒssigkeitsmangel im ExtrazellulĂ€rraum ist fĂŒr einen FlĂŒssigkeitsersatz mit Elektrolytlösungen zu sorgen. Bei SchockzustĂ€nden, welche hauptsĂ€chlich durch Wasser- und Elektrolytverluste bedingt sind (schweres Erbrechen, Durchfall, Verbrennungen), sollte zunĂ€chst eine Therapie mit Kristalloid- lösungen (vorzugsweise Elektrolytlösungen) erfolgen.

Zu Beginn der Behandlung wird Ihr Arzt Ihre Nierenfunktion kontrollieren.

Sie mĂŒssen ausreichend FlĂŒssigkeit (2 - 3 Liter pro Tag) trinken.

Ihr Arzt wird die Behandlung sorgfĂ€ltig ĂŒberwachen, wenn Sie an schweren chronischen Lebererkran- kungen oder schweren Blutgerinnungsstörungen (z.B. bei schwerem von-Willebrand-Syndrom) leiden.

Bei UnvertrĂ€glichkeitsreaktionen wird Ihr Arzt geeignete Sofortmaßnahmen einleiten.

Kinder und Jugendliche

Klinische Studien an Kindern deuten darauf hin, dass das Nutzen-Risiko-VerhĂ€ltnis von HAES-steril 6 % - Infusionslösung bei bestimmungsgemĂ€ĂŸer Anwendung und Einhaltung der fĂŒr Erwachsene geltenden Vorsichtsmaßnahmen auch bei Kindern positiv ist.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von HAES-steril 6 % - Infusionslösung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen fĂŒhren.

Anwendung von HAES-steril 6 % - Infusionslösung zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel einneh- men/anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Wenn Sie Medikamente zur BlutverdĂŒnnung anwenden bzw. einnehmen (Heparin oder orale Antikoagu- lantien), kann die Blutungszeit verlĂ€ngert sein.

Wenn Sie wĂ€hrend der Therapie noch andere Arzneimittel einnehmen (vor allem Betablocker und Vasodilatatoren), wird Ihr Arzt Blutdruck und Herzfrequenz besonders sorgfĂ€ltig ĂŒberwachen.

Die Beeinflussung klinisch-chemischer Untersuchungen (Glucose, Protein, BSG, Biuret, FettsĂ€ure, Cholesterin, Sorbit-Dehydrogenase, spezifisches Gewicht des Urins) ist nicht auszuschließen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten schwanger zu sein oder beabsichtigen schwanger zu werden, informieren Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt.

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Ihr Arzt wird entscheiden, ob HAES-steril 6 % - Infusionslösung angewendet werden darf.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

HAES-steril 6 % - Infusionslösung hat keinen oder vernachlĂ€ssigbaren Einfluss auf die VerkehrstĂŒch- tigkeit und die FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen.


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Wie wird es angewendet?

HAES-steril 6 % - Infusionslösung wird Ihnen von einem Arzt oder dem Pflegepersonal verabreicht. Die Dosierung und Dauer der Behandlung wird von Ihrem Arzt sorgfÀltig auf Sie abgestimmt.

HAES-steril 6 % ist zur Infusion in eine Vene bestimmt und wird normalerweise ĂŒber einen Kunststoff- schlauch und eine damit verbundene Nadel (KanĂŒle) in die Vene verabreicht. Meist wird fĂŒr die Infusion eine Armvene verwendet.

Die ersten 10 bis 20 ml werden langsam unter aufmerksamer Beobachtung infundiert, da allergische Reaktionen nicht mit Sicherheit auszuschließen sind.

Ist Ihre Nierenfunktion eingeschrÀnkt, wird Ihr Arzt die Dosis entsprechend reduzieren.

Kinder und Jugendliche

Es liegen keine Erfahrungen bei Kindern und Jugendlichen vor.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von HAES-steril 6 % erhalten haben als vorgesehen

Bei Überdosierung kann es zu einer KreislaufĂŒberlastung (z.B. Wasser in den Lungen) kommen. In diesem Fall muss die Infusion sofort gestoppt werden und, wenn notwendig, ein Arzneimittel zur Ausschwemmung von FlĂŒssigkeit aus dem Körper (Diuretikum) verabreicht werden.

Wenn die Anwendung von HAES-steril 6 % abgebrochen wird

Über die Dauer der Anwendung entscheidet Ihr Arzt. Er wird Ihnen sagen, wie oft und wie lange das Arzneimittel bei Ihnen angewendet wird.

Es sind keine Entzugserscheinungen bekannt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

HĂ€ufig (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100):

Bei hoher Dosierung kann es auf Grund des VerdĂŒnnungseffektes zu einer entsprechenden VerdĂŒn- nung von Blutkomponenten wie z.B. Gerinnungsfaktoren, anderen Plasmaproteinen und zu einem Abfall des roten Blutfarbstoffs (HĂ€matokrit) kommen.

Die Konzentration der Serumamylase kann hĂ€ufig unter Gabe von HydroxyethylstĂ€rke erhöht sein. Hier muss auf eine Wechselwirkung mit der Diagnose einer BauchspeicheldrĂŒsenentzĂŒndung geachtet werden.

LĂ€ngerfristige tĂ€gliche Gabe von HydroxyethylstĂ€rke im mittleren und höheren Dosierungsbereich verursacht hĂ€ufig kaum behandelbaren Juckreiz. Dieser kann noch Wochen nach Beendigung der Therapie auftreten, ĂŒber Monate anhalten und sehr belastend sein.

Selten (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000):

DosisabhĂ€ngig kann es sehr selten zu einer ĂŒber die VerdĂŒnnung hinausgehenden Gerinnungsstörung kommen.

Selten wurde ĂŒber vorĂŒbergehende Schmerzen in der Nierengegend (Lendenschmerzen) berichtet. In diesen FĂ€llen ist die Infusion zu stoppen, ausreichend FlĂŒssigkeit zuzufĂŒhren und die Serumkreatinin- werte sind engmaschig zu ĂŒberwachen.

Arzneimittel, die HydroxyethylstĂ€rke enthalten, können in seltenen FĂ€llen zu Überempfindlichkeits- reaktionen, wie mĂ€ĂŸige grippeartige Symptome, verlangsamter Herzschlag (Bradykardie), beschleu- nigter Herzschlag (Tachykardie), Verengung der Atemwege (Bronchospasmus), Ansammlung von FlĂŒssigkeit in der Lunge (nicht-kardiales Lungenödem) fĂŒhren.

In diesen FĂ€llen ist die Infusion sofort zu stoppen und die geeigneten Sofortmaßnahmen einzuleiten.

Informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn eine der aufgefĂŒhrten Neben- wirkungen Sie erheblich beeintrĂ€chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Nicht ĂŒber 25°C lagern.

Sie dĂŒrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem BehĂ€ltnis angegebenen Verfall- datum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

HAES-steril 6 % - Infusionslösung darf nur verwendet werden, wenn die Lösung klar bis schwach opaleszierend und farblos bis höchstens schwach gelblich und das BehÀltnis unbeschÀdigt ist.

Es wird allgemein empfohlenen, zu HAES-steril 6 % - Infusionslösung keine anderen Arzneimittel oder Lösungen hinzuzufĂŒgen. Ist die Zugabe von anderen Arzneimitteln dennoch notwendig, so ist die Mischung innerhalb von 24 Stunden zu infundieren.

Auf gute Durchmischung der zugesetzten Arzneimittel ist zu achten.

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Weitere Informationen


Was HAES-steril 6 % - Infusionslösung enthÀlt
  • Die Wirkstoffe sind: HydroxyethylstĂ€rke, Natriumchlorid.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumhydroxid, SalzsĂ€ure, Wasser fĂŒr Injektionszwecke.

1000 ml Infusionslösung enthalten:

Poly(O-2-hydroxyethyl)stÀrke 20,5 60,00g
(Durchschnittsmolekulargewicht Mw = 200 000 Da,  
Molare Substitution MS = 0,43-0,55)  
Natriumchlorid   9,00 g
Elektrolyte in mmol/1000 ml  
Na+ 154    
Cl- 154    
Theoretische OsmolaritÀt: 308 mosmol/l  
pH-Wert: 3,5 - 6,0  
TitrationsdaziditÀt: < 1,0 mmol NaOH/l  

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Wie HAES-steril 6 % aussieht und Inhalt der Packung

HAES-steril 6 % ist eine klare bis schwach opaleszierende oder farblose bis höchstens schwach gelbliche Lösung erhÀltlich in Glasflaschen und Freeflex-Infusionsbeuteln.

HAES-steril 6 % gibt es in folgenden PackungsgrĂ¶ĂŸen:

Glasflasche: 10 x 250 ml, 10 x 500 ml

Freeflex - Infusionsbeutel: 10 x 250 ml, 20 x 250 ml, 30 x 250 ml, 35 x 250 ml, 40 x 250 ml 15 x 500 ml, 20 x 500 ml

8 x 1000 ml, 10 x 1000 ml

Polypropylenflasche: 10 x 250 ml, 20 x 250 ml, 10 x 500 ml, 20 x 500 ml

Es werden möglicherweise nicht alle PackungsgrĂ¶ĂŸen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer: Fresenius Kabi Austria GmbH Hafnerstraße 36

8055 Graz, Austria

Tel. Nr.: + 43 316 249 0 Fax Nr.: + 43 316 249 1470

e-mail: info-atgr@fresenius-kabi.com

Hersteller:

Fresenius Kabi Deutschland GmbH

Freseniusstraße 1

D - 61169 Friedberg

Fresenius Kabi France 6, Rue du Rempart

F - 27400 Louviers

Z.Nr.: 1-22029

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im Oktober 2011.
Die folgenden Informationen sind nur fĂŒr Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:


Dosierung und Art der Anwendung

Die ersten 10 bis 20 ml sollen langsam unter aufmerksamer Beobachtung des Patienten infundiert werden, da anaphylaktoide Reaktionen nicht mit Sicherheit auszuschließen sind.

Tagesdosis und Infusionsgeschwindigkeit richten sich nach dem klinischen Zustand des Patienten, der Höhe des Blutverlustes bzw. der HĂ€mokonzentration. Es muss sorgfĂ€ltig darauf geachtet werden, die Dosis und Infusionsgeschwindigkeit im niedrigsten wirksamen Bereich zu halten. Die therapeuti- sche Grenze wird durch VerdĂŒnnungseffekte gesetzt.

Bei Patienten ohne kardiovaskulÀre oder pulmonale Risiken sollte ein HÀmatokrit von 30 % im Rahmen der Volumentherapie nicht unterschritten werden.

Das Risiko der KreislaufĂŒberlastung durch zu schnelle Infusion und zu hohe Dosierung ist zu beachten.

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Eine mehrtĂ€gige Verabreichung ist nur in AusnahmefĂ€llen angezeigt. Es ist zu berĂŒcksichtigen, dass das Risiko unerwĂŒnschter Wirkungen mit der Gesamtdosis zunimmt. Bei wiederholter Anwendung von HydroxyethylstĂ€rke-Infusionslösungen mĂŒssen die Gerinnungsparameter ĂŒberwacht werden.

Therapie und Prophylaxe von HypovolÀmie und Schock (Volumenersatztherapie)
Tagesdosis:

Die durchschnittliche Tagesdosis betrÀgt im Allgemeinen 500 ? 1000 ml.


Maximale Tagesdosis:

2 g HES pro kg KG (= 33 ml pro kg Körpergewicht (KG) oder 2500 ml/75 kg KG).


Infusionsgeschwindigkeit:

Liegt keine akute Notsituation vor, sollte eine Infusionsdauer von 30 Minuten fĂŒr 500 ml HAES-steril 6 % nicht unterschritten werden.


Maximale Infusionsgeschwindigkeit:

1,2 g HES pro kg KG und Stunde (= 20 ml pro kg KG und Stunde oder 1500 ml/75 kg und Stunde).


Gegen eine wiederholte Anwendung bestehen aus der Sicht der pharmakologischen und klinischen Erfahrungen keine Bedenken.

Fremdbluteinsparung bei chirurgischen Eingriffen (akute normovolÀmische HÀmodilution)

PrÀoperativer Entzug von Eigenblut bei gleichzeitiger Gabe von HAES-steril 6 % im VerhÀltnis 1:1 bei ZielhÀmatokritwerten nicht unter 30 %.

Blutentzug: 2 - 3 x 500 ml (Eigenblut)
Tagesdosis: 2 - 3 x 500 ml (HAES-steril 6 %)
Infusionsgeschwindigkeit: 1000 ml/15 - 30 min
Blutentnahmegeschwindigkeit: 1000 ml/15 - 30 min

Falls erforderlich, intraoperativer Ersatz von Blutverlusten mit HAES-steril 6 % bis zu einem Ziel- hÀmatokrit von 20 - 25 % und Retransfusion des Eigenblutes.

Therapeutische HĂ€modilution

Ziel ist die Senkung des HĂ€matokrits auf 35 ? 40 %.

Die HÀmodilution kann isovolÀmisch oder hypervolÀmisch erfolgen.

Tagesdosis:

250 ml, 500 ml oder 2 x 500 ml je nach individuellem Bedarf.


Infusionsgeschwindigkeit:

250 ml in 0,5 - 2 Stunden, 500 ml in 4 - 6 Stunden, 2 x 500 ml in 8 - 24 Stunden.


Bei otoneurologischen Erkrankungen wie z.B. Hörsturz, Tinnitus, Knalltrauma sollte eine Tagesdosis von maximal 500 ml und eine Infusionsgeschwindigkeit von 500 ml in 4 - 6 Stunden angewendet werden.

Kinder und Jugendliche

Es liegen keine Studien zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von HAES-steril 6 % bei Kindern und Jugendlichen vor.

Ältere Patienten

Bei der Anwendung bei Àlteren Patienten muss eine Anpassung an den momentanen klinischen Zustand des Patienten erfolgen.

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Bei eingeschrÀnkter Nierenfunktion ist die Dosis entsprechend zu reduzieren.

Art der Anwendung

Zur intravenösen Anwendung.

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Dauer der Anwendung
Therapie und Prophylaxe von HypovolÀmie und Schock (Volumenersatztherapie)

Dauer und Ausmaß der Behandlung richten sich nach Dauer und Ausmaß der HypovolĂ€mie, den hĂ€modynamischen Parametern und der HĂ€modilution.


Fremdbluteinsparung bei chirurgischen Eingriffen (akute normovolÀmische HÀmodilution)Gewöhnlich erfolgt die akute normovolÀmische HÀmodilution einmalig vor chirurgischen Eingriffen. Ist der AusgangshÀmatokrit im Normbereich, so ist auch eine wiederholte Anwendung möglich.

Therapeutische HĂ€modilution

Die HĂ€modilutionstherapie mit HAES-steril 6 % wird ĂŒber einen Zeitraum von bis zu 10 Tagen empfohlen.


Überdosierung

Die Gabe von supratherapeutischen Dosen oder eine zu hohe Infusionsgeschwindigkeit kann das zirkulierende Plasmavolumen erhöhen und damit zu Herzdekompensation, Lungenödem und Gerinnungsstörungen - darunter verlĂ€ngerte Gerinnungszeit - fĂŒhren.

Höhere Dosen HAES-steril 6 % fĂŒhren zudem ĂŒber einen VerdĂŒnnungseffekt zur Herabsetzung des HĂ€matokrits und der HĂ€moglobin- und Plasmaproteinkonzentration. Werte unter 10 g/dl HĂ€moglobin bzw. ein HĂ€matokrit unter 27 % gelten als kritisch. Ab einem Gesamteiweiß von ÂŁ 5,0 g/dl ist die Zufuhr von Albumin angezeigt.

Exzessive HÀmodilution kann den Sauerstofftransport beeintrÀchtigen.

Maßnahmen bei versehentlicher Überdosierung: Absetzen der Infusion.

Der Patient sollte auf Zeichen und Symptome einer kardiorespiratorischen Dekompensation hin beobachtet und die Leber- und Nierenfunktion ĂŒberwacht werden. Es muss eine sorgfĂ€ltige Überwa- chung der FlĂŒssigkeits- und Elektrolytbilanz erfolgen und auf jegliche Zeichen einer hĂ€morrhagischen Diathese geachtet werden. Je nach Bedarf sollten auch andere unterstĂŒtzende oder symptomatische Maßnahmen ergriffen werden.

Eine HypervolÀmie kann durch Verabreichen eines Diuretikums behandelt werden.

Ist der klinische Zustand stabilisiert, kann die HAES-steril-Therapie unter Verwendung einer niedrige- ren Infusionsgeschwindigkeit und einer noch sorgfÀltigeren Beobachtung des Patienten wieder aufgenommen werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen fĂŒr die Beseitigung und sonstige Hinweise fĂŒr die Handhabung

Es dĂŒrfen nur klare bis schwach opaleszierende und farblose bis höchstens schwach gelbliche Lösungen aus unversehrten BehĂ€ltnissen verwendet werden.

Nur zur einmaligen Entnahme.


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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden