WIE IST NICERIUM 15 EINZUNEHMEN?
Nehmen Sie Nicerium 15 immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Nicerium 15 nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Nicerium 15 sonst nicht richtig wirken kann!
Die übliche Tagesdosis beträgt 20 bis 30 mg Nicergolin (bis zu 2 Hartkapseln Nicerium 15), einzunehmen in einer oder mehreren Einzeldosen.
Wenn bei dieser Dosierung die gewünschten Wirkungen nicht erzielt werden können, kann die Tagesdosis vom Arzt auf bis zu 60 mg Nicergolin (4 Hartkapseln Nicerium 15), gesteigert werden.
Nach deutlicher Besserung der Symptomatik ist vielfach eine Verringerung der Dosierung möglich.
Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Serumkreatinin 175 mol/l)(2 mg/dl) ist die Dosis zu reduzieren.
Art und Dauer der Anwendung
Es werden einmal täglich 1-2 Hartkapseln Nicerium 15 eingenommen.
Die Hartkapseln sind vor den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit unzerkaut einzunehmen.
Da der Behandlungserfolg allmählich eintritt, ist die Anwendung über einen längeren Zeitraum angezeigt. In geeigneten Abständen, mindestens jedoch alle 6 Monate sollte überprüft werden, ob die Therapie mit Nicerium 15 weiterhin angezeigt ist.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Nicerium 15 zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Nicerium 15 eingenommen haben, als Sie sollten
Im Falle einer Überdosierung oder Vergiftung mit Nicerium 15 ist in jedem Fall unverzüglich ein Arzt (z. B. Vergiftungsnotruf) um Rat zu fragen.
Vergiftungen sind bisher nicht bekannt geworden.
Bei einer Überdosierung muß mit stärkerem Blutdruckabfall gerechnet werden. Von Patient zu Patient unterschiedlich können die unter "4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?" aufgeführten Erscheinungen verstärkt auftreten.
Im Tierversuch an Ratten, Mäusen bzw. Hunden war das Vergiftungsbild durch Müdigkeit, Störungen der Bewegungsabläufe (Ataxie), Atemstörungen und Zittern gekennzeichnet.
Die Beurteilung des Schweregrades der Vergiftung und die Festlegung der erforderlichen Maßnahmen erfolgt durch den Arzt.
Bei der Therapie stehen symptomatische Maßnahmen im Vordergrund:
Bei erhaltenem Bewußtsein sollte möglichst frühzeitig Erbrechen ausgelöst werden. Weitere Maßnahmen zur Verringerung der Resorption: Gegebenenfalls Magenspülung, Gabe von Aktivkohle und Beschleunigung der Magen-Darm-Passage (Natriumsulfat).
Bei Blutdruckabfall sind eine intravenöse Flüssigkeitszufuhr, indirekte, ggf. auch direkte -Sympathomimetika, bei Gefäßkrämpfen gefäßerweiternde Mittel (je nach Situation und Befund Betablocker, Calcium-Antagonisten, Papaverin, Theophyllin) angezeigt. In jedem Falle sind regelmäßige Kreislaufkontrollen erforderlich.
Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt.
Wenn Sie die Einnahme von Nicerium 15 vergessen haben
Bitte holen Sie die versäumte Dosis nicht nach, sondern setzen Sie die Einnahme von Nicerium 15, wie von Ihrem Arzt verordnet, fort.
Wenn Sie die Einnahme von Nicerium 15 abbrechen
Bitte unterbrechen oder beenden Sie die Einnahme von Nicerium 15 nicht, ohne mit Ihrem Arzt zuvor darüber zu sprechen.