Rapidol - Tabletten

Abbildung Rapidol - Tabletten
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Pharmonta Dr. Fischer
Betäubungsmittel Nein

Zulassungsinhaber

Pharmonta Dr. Fischer

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Rapidol-Tabletten werden bei leichten bis mittelstarken Schmerzen wie Kopfschmerzen oder Zahnschmerzen angewendet, sowie gegen Fieber und Schmerzen bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Rapidol darf nicht eingenommen werden,
  • wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen einen der Wirkstoffe Propyphenazon, Paracetamol oder Phenacetin, Pyrazolon- oder Phenazon-Derivate,Coffein oder einen der sonstigen Bestandteile von Rapidol sind.
  • bei Glucose-6-phosphat-dehydrogenase-Mangel (eine erbliche Stoffwechselerkrankung)
  • bei schwerer Leber- oder Nierenfunktionsst√∂rung
  • bei bestehender Knochenmarksch√§digung
  • bei hepatischer Porphyrie (eine Stoffwechselst√∂rung)
  • bei Alkoholkrankheit
  • bei Kopfschmerz, der durch Schmerzmittel verursacht wird
  • in der Schwangerschaft und Stillzeit
  • bei Magen- oder Darmgeschw√ľren oder -blutungen
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Rapidol einnehmen,

  • bei Leberfunktionsst√∂rungen
  • bei Nierenfunktionsst√∂rungen
  • bei l√§ngerdauernder Fehl- bzw. Unterern√§hrung
  • bei Gilbert-Syndrom (Meulengracht-Krankheit - erh√∂htem Gehalt von Bilibirubin im Blut).
  • wenn nach der Anwendung von Arzneimitteln gegen Schmerzen oder Rheuma

Überempfindlichkeitsreaktionen wie z.B. juckende Hautausschläge, allergischer Schnupfen oder asthmatische Beschwerden aufgetreten sind oder bei bestehendem Asthmaleiden Anfälle von Atemnot ausgelöst oder verstärkt worden sind. In diesem Fall ist das Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen (Asthma, Ausschläge, Schock) häufiger.

Suchen Sie bei hohem Fieber, Anzeichen einer Infektion bzw. Entz√ľndung oder Anhalten der Beschwerden √ľber mehr als drei Tage Ihren Arzt auf.

Allgemeine Hinweise zu Schmerzmitteln:

Bei l√§ngerem hoch dosiertem, nicht bestimmungsgem√§√üem Gebrauch von Schmerzmitteln k√∂nnen Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erh√∂hte Dosen des Arzneimittels behandelt werden d√ľrfen.

Ganz allgemein kann die gewohnheitsm√§√üige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe zur dauerhaften Nierensch√§digung mit dem Risiko eines Nierenversagens (so genannte Analgetika-Nephropathie) f√ľhren.

Bei pl√∂tzlichem Absetzen nach l√§ngerem hoch dosiertem, nicht bestimmungsgem√§√üem Gebrauch von Schmerzmitteln k√∂nnen Kopfschmerzen sowie M√ľdigkeit, Muskelschmerzen, Nervosit√§t und Beschwerden wie Verdauungsst√∂rungen, unregelm√§√üige Herzt√§tigkeit oder Schlafst√∂rungen auftreten. Diese Beschwerden klingen innerhalb weniger Tage ab. Bis dahin soll die Wiedereinnahme von Schmerzmitteln unterbleiben und die erneute Einnahme nicht ohne √§rztlichen Rat erfolgen.

Vorsicht mit Coffein ist geboten, wenn Sie schon einmal an einem Magen- oder Darmgeschw√ľr oder an einer Magen- Darmblutungen gelitten haben.

Wenden Sie Coffein-haltige Arzneimittel nur niedrig dosiert an bei:

  • unregelm√§√üiger Herzt√§tigkeit mit beschleunigtem Herzschlag
  • √úberfunktion der Schilddr√ľse
  • Angstzust√§nden
Bei Einnahme von Rapidol mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden beziehungsweise vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Rapidol-Tabletten können die Wirkung verschiedener Arzneimittel verstärken oder abschwächen: Sie sollen daher nicht gleichzeitig mit anderen Medikamenten ohne ärztliche Anweisung eingenommen werden.

Beeinflussung der Wirkung und/oder Nebenwirkungen von Rapidol Verstärkung
  • Durch Arzneimittel, die die Lebert√§tigkeit anregen [zum Beispiel Barbiturate (bestimmte Schlafmittel), Mittel gegen Krampfanf√§lle (Antiepileptika) , Rifampicin (Mittel gegen Tuberkulose)] werden sch√§digende Abbauprodukte verst√§rkt gebildet.
  • Die Einnahme von bestimmten Medikamenten zur Senkung der Harns√§ure (Probenecid) erh√∂ht die Wirkung von Paracetamol, deshalb sollte die Dosis von Rapidol verringert werden.
  • Salicylamide (Schmerzmittel) k√∂nnen den Abbau von Paracetamol verlangsamen. Das kann zur Bildung eines sch√§digenden Abbauproduktes f√ľhren.
  • Wenn Sie eine Neigung zur Verringerung wei√üer Blutk√∂rperchen haben, wird diese durch die gleichzeitige Anwendung von Paracetamol und bestimmten Arzneimitteln gegen Virusinfektionen (Zidovudin) verst√§rkt. Das kann zu einer erh√∂hten Infektionsgefahr f√ľhren. Nehmen Sie Rapidol daher nur nach √§rztlichem Anraten gleichzeitig mit Zidovudin ein.
  • Besondere Vorsicht ist bei der gleichzeitigen Einnahme von lebersch√§digenden und leberstoffwechselanregenden Arzneimitteln geboten. Rapidol soll daher nur nach √§rztlichem Anraten gleichzeitig mit diesen Mitteln angewendet werden.
  • Die gleichzeitige Einnahme von Mitteln, die zu einer Beschleunigung der Magenentleerung f√ľhren, wie zum Beispiel Metoclopramid, bewirkt einen rascheren Wirkungseintritt des Wirkstoffes Paracetamol.
  • Bestimmte Verh√ľtungsmittel (die ?Pille?), Mittel zur Senkung der Magens√§ure (Cimetidin) und Disulfiram (Alkohol-Entw√∂hnungsmittel) verst√§rken die Wirkung von Coffein durch verlangsamten Coffein-Abbau in der Leber.
  • Bestimmte Antibiotika (Gyrasehemmer) k√∂nnen die Wirkung von Coffein erh√∂hen, da sie die Ausscheidung von Coffein und seinem Abbauprodukt Paraxanthin verz√∂gern.
Verminderung
  • Colestyramin, das zur Senkung der Blutfettwerte verordnet wird, verringert die Aufnahme und die Wirkung des Wirkstoffes Paracetamol.
  • Bei gleichzeitiger Einnahme von Mitteln, die zu einer Verlangsamung der Magenentleerung f√ľhren, wie zum Beispiel Propanthelin, kann die Aufnahme und der Wirkungseintritt von Paracetamol verz√∂gert werden.
  • Bestimmte Schlafmittel (Barbiturate) und Rauchen vermindern die Wirkung des Wirkstoffes Coffein durch beschleunigten Coffein-Abbau in der Leber.
Beeinflussung der Wirkung und/oder Nebenwirkungen anderer Stoffe Verstärkung
  • der Wirkung von Blutverd√ľnnungstabletten (Antikoagulantien), vor allem bei l√§nger andauernder regelm√§√üiger Einnahme; bei gelegentlicher Einnahmeist der Einfluss nur unwesentlich;
  • der Wirkung bestimmter Antibiotika (Chloramphenicol), da sie langsamer ausgeschieden werden;
  • Coffein beschleunigt den Wirkungseintritt bestimmter Migr√§nemittel (Ergotamin);
  • Coffein verst√§rkt die Herzschlag beschleunigende Wirkung bestimmter Herzmittel (zum Beispiel von Sympathomimetika) und von Vitamin B6;
  • Coffein verst√§rkt die Wirkung von Theophyllin;
  • Coffein erh√∂ht die m√∂gliche Abh√§ngigkeit von Substanzen vom Ephedrin-Typ.
Verminderung
  • Coffein schw√§cht die beruhigende Wirkung zahlreicher Substanzen wie zum Beispiel Barbituraten (bestimmte Schlafmittel) und Antihistaminika (Mittel gegen Allergien) ab.

Bei bestimmten Arzneimitteln mit breitem Wirkungsspektrum können die Wechselwirkungen im Einzelnen unterschiedlich und nicht voraussehbar sein (zum Beispiel beim Beruhigungsmittel Benzodiazepin).

Auswirkungen auf Laborwerte
  • Die Einnahme von Paracetamol kann die Harns√§urebestimmung sowie die Blutzuckerbestimmung beeinflussen.
  • Hohe Dosen von Levodopa (Mittel gegen Parkinson) k√∂nnen die Bestimmung von Paracetamol im Blut beeinflussen und einen falschen Wert ergeben.
Bei Einnahme von Rapidol zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken:

Gleichzeitiger Alkoholgenuss sollte vermieden werden, da die leberschädigende Wirkung von Paracetamol verstärkt wird.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt um Rat.

Rapidol-Tabletten d√ľrfen in der Schwangerschaft und in der Stillperiode nicht eingenommen werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Rapidol hat keinen Einfluss auf die Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen.

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Wie wird es angewendet?

Prinzipiell sollten Schmerzmittel so gering wie f√ľr eine ausreichende Wirkung n√∂tig dosiert und nur so lange wie erforderlich angewendet werden, um das Risiko des Auftretens unerw√ľnschter Wirkungen m√∂glichst klein zu halten.

Eine √úberschreitung der empfohlenen Dosis kann zu sehr schweren Lebersch√§den f√ľhren. Um die Gefahr einer √úberdosierung zu vermeiden, stellen Sie sicher, dass gleichzeitig eingenommene Medikamente kein Paracetamol enthalten.

Nehmen Sie Rapidol immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:

Erwachsene und Jugendliche √ľber 12 Jahre nehmen bei Bedarf 1 bis 3 x t√§glich 1 (bis 2) Tabletten, maximal 5 Tabletten pro Tag.

Kinder und Jugendliche

Rapidol darf nicht von Kindern unter 12 Jahren eingenommen werden.

Patienten mit Nieren-/Leberinsuffizienz

Bei Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörungen (außerdem auch Gilbert-Syndrom) muss die Dosis vermindert beziehungsweise das Dosisintervall verlängert werden.

Bei schwerer Nieren- oder Leberfunktionsstörung darf Rapidol nicht angewendet werden.

Dauer der Einnahme

Über die Dauer der Einnahme von Rapidol wird Ihr Arzt Ihren Beschwerden gemäß entscheiden.

Die Anwendung von Rapidol soll nicht häufiger als 10 Tage im Monat, nicht länger als 3 Tage hintereinander und nicht in erhöhter Dosis erfolgen.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen die Tabletten mit reichlich Fl√ľssigkeit einnehmen oder die Tabletten in Fl√ľssigkeit zerfallen lassen und reichlich Fl√ľssigkeit nachtrinken.

Wenn Sie eine größere Menge von Rapidol eingenommen haben, als Sie sollten

Suchen Sie so rasch wie m√∂glich einen Arzt auf denn eine √úberschreitung der empfohlenen Dosis kann zu sehr schweren Lebersch√§den f√ľhren. Nehmen Sie keine weiteren Medikamente ein, die Paracetamol enthalten.

Ihr Arzt wird Ihnen so rasch wie möglich ein Gegenmittel geben beziehungsweise andere geeignete Maßnahmen ergreifen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Rapidol Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: betrifft mehr als 1 Behandelten von 10

Häufig: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1000

Selten: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000

Nicht bekannt:H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Die folgenden Nebenwirkungen sind selten:

Coffein kann Schlafstörungen und Kopfdruck verursachen, Übelkeit, allergische

Hautreaktionen unter Umständen begleitet von Temperaturanstieg (?drug fever?) und

Schleimhautwunden.

Die folgenden Nebenwirkungen sind sehr selten:

allergische Reaktionen seitens des Knochenmarks (Verminderung bestimmter oder aller Blutzellen), bestimmte Erkrankung des Blutes (Methämoglobinämie), Asthma, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellungen.

Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (mit (Hautschwellungen, Atemnot, Schweißausbruch, Übelkeit, Blutdruckabfall bis hin zum Schock)

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett der Faltschachtel und der daf√ľr vorgesehenen Stelle auf dem Blisterstreifen angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.

Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats. Nicht √ľber 25 ¬įC lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie in Ihrer Apotheke nach, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr ben√∂tigen. Diese Ma√ünahme hilft die Umwelt zu sch√ľtzen.

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Weitere Informationen

Was Rapidol enthält:
  • Die Wirkstoffe sind: Propyphenazon, Paracetamol und Coffein
- 1 Tablette enthält: Propyphenazon 250 mg
  Paracetamol 150 mg
  Coffein 50 mg
- Die sonstigen Bestandteile sind: Siliciumdioxid, Kartoffelstärke, Talkum,
Magnesiumstearat, Gelatine, Vanillin  
Wie Rapidol aussieht und Inhalt der Packung:

Wei√üe, nicht √ľberzogene Tabletten in PVC/Aluminium Blisterpackung

Packungsgrößen: 10 und 20 Tabletten.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmonta Dr. Fischer GmbH, Montanastraße 7,

A-8112 Gratwein

Tel.-Nr.: +43 3124 51368 Fax-Nr.: +43 3124 51368 21 e-mail: office@pharmonta.at

Z.Nr.: 1-18325

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im März 2012.

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden