Wirkstoff(e) Kupfer Natriumselenat
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Boehringer Ingelheim Vetmedica Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 09.06.2005
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig

Zulassungsinhaber

Boehringer Ingelheim Vetmedica Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Addaven Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung Kaliumiodid Natriumfluorid Natriumselenit Fresenius Kabi Deutschland GmbH
Arnica comp. / Cuprum Kupfer Weleda A.G. Schw√§bisch Gm√ľnd
Cuprymina 925 MBq/ml Markerzubereitung, Lösung Kupfer(II)-chlorid A.C.O.M. - Advanced Center Oncology

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Rumifert

Intraruminales System mit kontinuierlicher Freigabe (Bolus) f√ľr Rinder

Anwendungsgebiet(e)

Zur Vorbeugung und Behandlung von Kupfer- und Selen-Mangel und zur Verbesserung der Kobaltversorgung.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei nicht-wiederkäuenden Kälbern oder Tieren mit einem Körpergewicht von weniger als 100 kg.

Nicht an Schafe verabreichen.

Siehe auch Abschnitt ‚ÄěVorsichtsma√ünahmen f√ľr die Anwendung bei Tieren‚Äú.

Besondere Vorsichtsma√ünahmen f√ľr die Entsorgung von nicht verwendetem Arzneimittel oder von Abfallmaterialien, sofern erforderlich

Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausm√ľll ist sicherzustellen, dass kein missbr√§uchlicher Zugriff auf diese Abf√§lle erfolgen kann. Tierarzneimittel d√ľrfen nicht mit dem Abwasser bzw. √ľber die Kanalisation entsorgt werden.

16. Genehmigungsdatum der Kennzeichnung

17. Weitere Angaben

18. Vermerk "F√ľr Tiere" sowie Bedingungen oder Beschr√§nkungen f√ľr eine sichere und wirksame Anwendung des Tierarzneimittels, sofern zutreffend

F√ľr Tiere. Verschreibungspflichtig.

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Wie wird es angewendet?

Dosierung f√ľr jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Zum Eingeben.

Wiederk√§uende Rinder ab einem Alter von zwei Monaten und einem K√∂rpergewicht √ľber 100 kg: 2 Boli.

Die Verabreichung erfolgt mit Hilfe eines Boluseingebers, der den Bolus direkt in die Speiser√∂hre bef√∂rdert. Um Verletzungen des Tieres zu vermeiden, darf keine Gewalt angewendet und der Boluseingeber nicht zu weit in den Schlund eingef√ľhrt werden. Um sicher zu stellen, dass jedes Tier den Bolus geschluckt hat, sollte dessen Maul geschlossen gehalten und das Tier nach der Eingabe kurz beobachtet werden. Eine leichte Massage des Halses kann das Schlucken des Bolus erleichtern. Um das Risiko des Regurgitierens zu minimieren, ist eine grobe Behandlung der Tiere nach der Verabreichung zu vermeiden.

Normalerweise wird Rumifert direkt vor dem Weidegang verabreicht. Die Gabe kann jedoch auch zu jedem anderen Zeitpunkt erfolgen, wie z.B. bei Milchk√ľhen zum Zeitpunkt des Trockenstellens, des Abkalbens, 30 Tage nach dem Kalben oder bei der k√ľnstlichen Besamung.

Die Boli sind empfindlich gegen√ľber pl√∂tzlichen Temperaturschwankungen, wie es vorkommen kann, wenn den Tieren sehr kalte Boli eingegeben werden. Deshalb ist es wichtig, dass die Boli vor Verabreichung auf Raumtemperatur (15 ‚Äď 20¬įC) gebracht werden, um die Entstehung von feinen Rissen, die die Wirksamkeit √§ndern k√∂nnen, zu vermeiden.

Die empfohlene Dosis darf den Tieren nicht h√§ufiger als alle 4,5 Monate bei Zuf√ľtterung von Mineralstoffkonzentraten und nicht h√§ufiger als alle 6 Monate bei Weidehaltung verabreicht werden.

Hinweise f√ľr die richtige Anwendung

Siehe oben: Dosierung f√ľr jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Keine bekannt.

Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht auf dem Etikett aufgef√ľhrt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel unzug√§nglich f√ľr Kinder aufbewahren.

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Weitere Informationen

Besondere Warnhinweise f√ľr jede Zieltierart:
Das Tierarzneimittel ist nicht zur Behandlung akuter klinischer Zustände wie z.B. einer ernährungsbedingten Muskeldystrophie vorgesehen.

Besondere Vorsichtsma√ünahmen f√ľr die Anwendung bei Tieren:
Vor einer zusätzlichen Versorgung mit jedweder Form von Kupfer oder Selen muss sichergestellt sein, dass die Tiere diese zusätzlichen Mengen an Spurenelementen auch benötigen.

Weidende Rinder sollten innerhalb von sechs Monaten und Rinder, deren Ration mit Mineralstoffkonzentraten erg√§nzt wird, innerhalb von 4,5 Monaten nach der Verabreichung von Rumifert keine zus√§tzliche Kupfergabe, weder oral noch per Injektion, oder Selen per Injektion erhalten, es sei denn, dies wird auf der Grundlage einer Nutzen-Risiko-Analyse im Einzelfall durch den verantwortlichen Tierarzt durchgef√ľhrt.

Keine Hilfsmittel zur √Ąnderung der L√∂slichkeit des Bolus eingeben.

Die Boli sind empfindlich gegen√ľber pl√∂tzlichen Temperaturschwankungen, wie es vorkommen kann, wenn den Tieren sehr kalte Boli eingegeben werden. Deshalb ist es wichtig, dass die Boli vor Verabreichung auf Raumtemperatur (15 ‚Äď 20¬įC) gebracht werden, um die Entstehung von feinen Rissen, die die Wirksamkeit √§ndern k√∂nnen, zu vermeiden.

Besondere Vorsichtsma√ünahmen f√ľr den Anwender:
Um das Risiko von Kontaktallergien zu minimieren, sind während des Umgangs mit dem Tierarzneimittel Handschuhe zu tragen.

Trächtigkeit und Laktation:
Rumifert kann während der Trächtigkeit und Laktation angewendet werden.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen: Keine bekannt.

Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel):
Bei Rindern, die die dreifache Dosis √ľber zwei Tage erhalten hatten, wurden keine Nebenwirkungen beobachtet.

Klinische Anzeichen einer Kupfervergiftung, die normalerweise nur bei starken Kupfer√ľberdosierungen auftreten, schlie√üen Ikterus, Unwohlsein, pl√∂tzlichen Abfall der Milchleistung und sp√§ter auch H√§moglobinurie ein.

Anzeichen einer Selenvergiftung sind u.a. zentralnervöse Störungen, Muskelschwäche, Erbrechen, Inappetenz, Depression, Inkoordination und später auch Atemprobleme. Unter diesen Umständen wird die intravenöse Verabreichung von kupfer- und/oder selenkomplexierenden Mitteln, wie z. B. Ammoniumtetrathiomolybdat oder EDTA (Ethylendiamintetraessigsäure), empfohlen.

Ammoniumtetrathiomolybdat (ATTP) wird in der veterin√§rmedizinischen Literatur h√§ufig als Antidot bei Kupfervergiftungen zitiert. ATTP ist nicht als Tierarzneimittel zugelassen. Jede pharmakologisch aktive Substanz in Tierarzneimitteln f√ľr lebensmittelliefernde Tiere, die im Rahmen der Umwidmung angewendet wird, muss in Anhang I, II oder III der Verordnung (EWG) Nr. 2377/90 aufgef√ľhrt sein.

Da ATTP in keinem dieser Anhänge auflistet ist, sollte es nicht bei lebensmittelliefernden Tieren angewendet werden.

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Zuletzt aktualisiert: 06.07.2022

Quelle: Rumifert - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Kupfer Natriumselenat
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Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden