Xenon pro Anaesthesia 100 % (V/V)

Abbildung Xenon pro Anaesthesia 100 % (V/V)
Wirkstoff(e) Xenon
Zulassungsland Deutschland
Hersteller AIR LIQUIDE Medical GmbH
BetÀubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 12.10.2005
ATC Code V03
Pharmakologische Gruppe Alle ĂŒbrigen therapeutischen Mittel

Zulassungsinhaber

AIR LIQUIDE Medical GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
LENOXe 100% (V/V) Xenon Air Liquide Sante France (BS 6)

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Xenon pro Anaesthesia 100% (V/V) ist ein Narkosegas.

Xenon pro Anaesthesia 100% (V/V) wird in Kombination mit anderen Schmerz- oder Narkosemitteln zur Aufrechterhaltung einer Narkose bei Erwachsenen angewendet. Über den Einsatz von Xenon pro Anaesthesia 100% (V/V) bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung oder anderen schweren Vorerkrankungen liegen bisher keine ausreichenden Erkenntnisse vor.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Xenon pro Anaesthesia 100 % (V/V) darf nicht angewendet werden, wenn Sie allergisch gegen Xenon sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Xenon darf nur im Gemisch mit Sauerstoff angewendet werden, da sonst Erstickungsgefahr besteht.

Kinder

Dieses Arzneimittel ist nicht fĂŒr die Anwendung bei Kindern unter 18 Jahren geeignet, da bisher keine klinischen Erfahrungen vorliegen.

Bei Anwendung von Xenon pro Anaesthesia 100% (V/V) mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

In den meisten FĂ€llen besteht kein Grund, vor einer AllgemeinanĂ€sthesie mit Xenon die Behandlung mit anderen notwendigen Arzneimitteln abzusetzen. Es genĂŒgt, wenn der AnĂ€sthesist darĂŒber informiert ist.

Die gleichzeitige Verabreichung von Xenon und den folgenden Arzneimitteln erfordert eine strenge klinische Überwachung des Patienten:

Muskelrelaxantien

Xenon besitzt keine muskelrelaxierende Wirkung. Die Wirkung von Muskelrelaxantien wird durch Xenon nicht beeinflusst.

Opioide und andere zentral dÀmpfende Medikamente

Die narkotische Wirkung von Xenon wird durch die gleichzeitige Gabe von Opioid-Analgetika und anderen zentral dÀmpfenden Medikamenten sowie unter Hypothermie verstÀrkt, so dass niedrige Dosierungen ausreichend sein können.

Alpha- und Betasympathomimetika (z.B. Adrenalin [das zum Zwecke der lokalen hÀmostatischen Wirkung durch subkutane oder gingivale Injektionen verabreicht wird] und Noradrenalin), Betasympathomimetika (Orciprenalin)

Im Rahmen klinischer Studien mit Xenon ergaben sich nach subkutaner Verabreichung von 0,25 mg Adrenalin (50 ml einer VerdĂŒnnung 1:200 000) keine Hinweise auf eine Zunahme der HĂ€ufigkeit ventrikulĂ€rer Rhythmusstörungen.

Betarezeptorenblocker und andere Antihypertensiva

KardiovaskulÀre Kompensationsreaktionen können durch Betarezeptorenblocker beeintrÀchtigt werden (dies kann jedoch durch die Gabe von Betasympathomimetika wÀhrend des chirurgischen Eingriffs gemildert werden).

Generell sollte die Behandlung mit Betarezeptorenblockern sowie anderen Antihypertensiva nicht abgebrochen und eine abrupte Dosisreduktion vermieden werden.

Bei Patienten, die gleichzeitig mit Calcium-Antagonisten, insbesondere aus der Klasse der Dihydropyridine behandelt werde, kann Xenon eine deutliche Hypotension verursachen.

Indirekt wirkende Sympathomimetika (Amphetamine und deren Derivate, Psychostimulantien, AppetitzĂŒgler, Ephedrin und dessen Derivate)

Es besteht das Risiko einer perioperativen Bluckdrucksteigerung. Bei einem geplanten operativen Eingriff sollte die Behandlung vorzugsweise einige Tage vor der Operation abgesetzt werden.

Nichtselektive MAO-Hemmer

Der Einfluss von MAO-Hemmern auf eine Xenon basierte AnĂ€sthesie ist derzeit nicht bekannt. Daten ĂŒber die gleichzeitige Anwendung von MAO-Hemmern und Xenon pro Anaesthesia 100 % (V/V) liegen derzeit nicht vor.

Zur Sicherheit sollte die Behandlung mit MAO-Hemmern, wie bei anderen Inhalations-anĂ€sthetika ĂŒblich, 15 Tage vor dem operativen Eingriff abgesetzt werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Es liegen keine Erfahrungen ĂŒber die Sicherheit der Anwendung von Xenon in der Schwangerschaft und wĂ€hrend der Geburtshilfe vor. Wenn Sie schwanger sind, sollte Xenon pro Anaesthesia 100% (V/V) bei Ihnen nur angewendet werden, wenn Ihr behandelnder Arzt dies fĂŒr unbedingt notwendig erachtet.

Es ist nicht bekannt, ob sich Xenon, der in Xenon pro Anaesthesia 100 % (V/V) enthaltene Wirkstoff, in der Muttermilch anreichert. Wenn Sie stillen, sollte Xenon pro Anaesthesia 100% (V/V) bei Ihnen nur angewendet werden, wenn Ihr behandelnder Arzt dies fĂŒr unbedingt notwendig erachtet.

VerkehrstĂŒchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Nach einer Narkose mit Xenon dĂŒrfen Sie nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen; ĂŒber den Zeitfaktor hat der Arzt individuell zu entscheiden. Sie sollten sich nur in Begleitung nach Hause begeben.

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Wie wird es angewendet?

Xenon pro Anaesthesia 100 % (V/V) wird nur durch einen Arzt angewendet. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie Fragen diesbezĂŒglich haben.

Xenon ist ein teilverflĂŒssigtes Gas, das grundsĂ€tzlich erst nach Verdampfen (ÜberfĂŒhrung in den gasförmigen Zustand) und unter Hilfe von geeigneten InhalationsgerĂ€ten bzw. Narkoseapparaten verabreicht werden darf. Xenon darf nur unter Zumischung von mindestens 30 % Sauerstoff inhaliert oder kĂŒnstlich der Lunge zugefĂŒhrt werden. Die Anwendungszeit richtet sich nach der Dauer der Narkose, sollte aber 4-6 Stunden nicht ĂŒberschreiten.

In der AllgemeinanÀsthesie werden in AbhÀngigkeit des individuellen Bedarfs des Patienten, des jeweiligen Eingriffs und der Dosierung der Begleitmedikation Konzentrationen zwischen 55 Vol.% und 65 Vol % Xenon in der Beatmungsluft empfohlen.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch Xenon pro Anaesthesia100% (V/V) Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende HĂ€ufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr hÀufig: mehr als 1 von 10 BehandeltenHÀufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 BehandeltenSelten: Weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
Sehr selten: 1 oder weniger von 10.000 Behandelten,einschließlich EinzelfĂ€lle
Sehr hÀufig: mehr als 1 von 10 BehandeltenHÀufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 BehandeltenSelten: Weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
Sehr selten: 1 oder weniger von 10.000 Behandelten,einschließlich EinzelfĂ€lle

Sehr selten:

1 oder weniger von 10.000 Behandelten, einschließlich EinzelfĂ€lle

Xenon fĂŒhrt wie andere InhalationsanĂ€sthetika annĂ€hernd konzentrationsabhĂ€ngig zur Atemdepression.

Sehr hÀufig:

Blutdruckanstieg ĂŒber die Norm

Übelkeit und Erbrechen nach der Operation

HĂ€ufig:

Blutdruckabfall unter die Norm

Verlangsamung der Herzfrequenz

Anstieg der Körpertemperatur bzw. Schwitzen wÀhrend oder nach der Operation

KĂ€ltezittern

Weiterhin wurde in klinischen Studien beobachtet, ohne in einen direkten Zusammenhang zur Xenon – AnĂ€sthesie gebracht worden zu sein:

Herzrhytmusstörung

Bronchospasmus

Nierenfunktionsstörung

Anstieg von Leberwerten oder weißen Blutkörperchen im Blut

Abfall von Calcium- oder des pH Wertes im Blut

VerstÀrkte Schleimsekretion

Eine gesteigerte Blutungsneigung aus der GebÀrmutter bei geburtshilflichen Eingriffen kann nicht ausgeschlossen werden, da derzeit keine Untersuchungen vorliegen.

Gegenmaßnahmen

Da die Anwendung von Xenon nur unter der Verantwortung eines Narkosearztes erfolgen darf, entscheidet dieser, wann auftretende Nebenwirkungen symptomatisch behandelt werden bzw. die Zufuhr von Xenon beendet wird.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie beitragen, dass mehr Information ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt wird.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bitte bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Sie dĂŒrfen das Arzneimittel darf nach dem auf dem BehĂ€ltnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Hinweise zum Umgang mit DruckgasebehÀltern

  • Im OriginalbehĂ€ltnis aufbewahren.
  • Das BehĂ€ltnis fest verschlossen halten.
  • Druckgasflasche vor direkter Sonneneinstrahlung und WĂ€rmeeinwirkung schĂŒtzen; gegen Umfallen sichern.
  • Nicht in TreppenhĂ€usern, Fluren, DurchgĂ€ngen und VerbrauchsrĂ€umen lagern. Bei Lagerung, Verwendung und Betreiben der DruckbehĂ€ltnisse sind die Technischen Regeln sowie die Verordnung zur Betriebs- und Anlagensicherheit zu beachten. Alle Leitungen und Armaturen sind öl- und fettfrei zu halten.
  • Nur OriginalabfĂŒllungen der Hersteller dĂŒrfen fĂŒr medizinische Zwecke verwendet werden.
  • Die höchstzulĂ€ssige FĂŒllmasse ist auf der Flaschenschulter eingeprĂ€gt.
  • DruckbehĂ€lter fĂŒr Xenon dĂŒrfen zur Reinigung nicht mit toxischen, schlafinduzierenden, zur Narkose fĂŒhrenden oder den Respirationstrakt bei der Anwendung reizender Substanzen behandelt werden.
  • Das PrimĂ€rbehĂ€ltnis, die Druckgasflasche, ist Eigentum des pharmazeutischen Unternehmers.
  • Die Druckgasflaschen werden vom pharmazeutischen Unternehmer zurĂŒckgenommen.
  • Nur bis zu einem Restdruck von 3 bar entleeren, um eine Kontamination zu vermeiden und die sichere Funktion auch nach WiederbefĂŒllen zu gewĂ€hrleisten. Eine RĂŒckströmung ist zu verhindern (Gefahr des Eindringens von Wasser bzw. Feuchtigkeit oder Fremdstoffen). Die Einhaltung des Restdrucks ist sicherzustellen.

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Weitere Informationen

Was Xenon pro Anaesthesia 100% (V/V) enthÀlt

Der Wirkstoff ist: Xenon

1 Liter Gas enthÀlt unter Standardbedingungen (1,013 bar, 15°C) 1 Liter Xenon.

Sonstige Bestandteile: keine

Wie Xenon pro Anaesthesia 100% (V/V) aussieht und Inhalt der Packung

Xenon pro Anaesthesia ist ein geruch - und farbloses medizinisches Gas, druckverdichtet, zur Inhalation, erhÀltlich in 2 Liter-, 5 Liter- und 10 Liter-BehÀltern mit jeweils 233 Litern, 555 Litern und 1000 Litern Xenon.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

AIR LIQUIDE Medical GmbH Luise-Rainer-Str. 5

40235 DĂŒsseldorf Deutschland

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt im Dezember 2017 ĂŒberarbeitet.

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Zuletzt aktualisiert: 21.08.2022

Quelle: Xenon pro Anaesthesia 100 % (V/V) - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Xenon
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Hersteller AIR LIQUIDE Medical GmbH
BetÀubungsmittel Nein
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden