Cefalexin

Cefalexin

Grundlagen

Cephalexin ist ein Cephalosporin-Antibiotikum der ersten Generation. Strukturell gesehen gehört es zur Gruppe der Betalactame. Cephalexin wird zur Behandlung einer Reihe von anfälligen bakteriellen Infektionen durch Hemmung der Zellwandsynthese eingesetzt.

Zu den Indikationen des Antibiotikums gehören: 

  • Infektionen der Atemwege
  • Mittelohrentz√ľndungen
  • Infektionen der Haut und der Hautstrukturen
  • Knocheninfektionen
  • Infektionen des Urogenitaltrakts

Cefalexin wurde 1967 entwickelt und wurde am 4. Januar 1971 von der FDA zugelassen. Es steht auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation.

Wirkung

Pharmakodynamik

Cefalexin ist ein Beta-Lactam-Antibiotikum aus der Familie der Cephalosporine. Es wirkt bakterizid durch Hemmung der Synthese der Peptidoglykanschicht der bakteriellen Zellwand. Da Cefalexin strukturell der bakteriellen Aminos√§ure D-Alanyl-D-Alanin sehr √§hnlich ist, kann es irreversibel an die aktive Stelle von PBP (engl. "penicilline-binding-protein") binden, welches f√ľr die Neusynthese der Zellwandbestandteile der Erreger verantwortlich ist. Dadurch entstehen "Laufmaschen" in der Wand der Bakterien, wodurch diese instabil werden und die Bakterien zu Grunde gehen. Am besten wirksam ist Cefalexin gegen grampositive Kokken und hat eine m√§√üige Aktivit√§t gegen einige gramnegative Bacillus-Arten.¬†

Pharmakokinetik

Gute Absorption im oberen Magen-Darm-Trakt mit nahezu 100%iger oraler Bioverf√ľgbarkeit. Cephalexin ist zu 10-15 % an Serumproteine im Blut gebunden. Cephalexin wird im K√∂rper nicht verstoffwechselt und wird zu 90 % unver√§ndert √ľber den Urin ausgeschieden. Die Eliminationshalbwertszeit von Cefalexin betr√§gt bei Menschen mit normaler Nierenfunktion etwa 30 bis 60 Minuten.

Wechselwirkungen

  • Wie bei anderen ő≤-Lactam-Antibiotika wird die renale Ausscheidung von Cefalexin durch Probenecid verz√∂gert
  • Es wird nicht empfohlen, Cephalexin zusammen mit Dofetilid, Cholera-Lebendimpfstoff, Warfarin und Cholesyramin einzunehmen.¬†
  • Alkoholkonsum verringert die Resorptionsrate von Cefalexin
  • Cefalexin kann zu erh√∂hten Plasmakonzentrationen von Metformin im K√∂rper f√ľhren
  • Histamin-H2-Rezeptor-Antagonisten wie Cimetidin und Ranitidin k√∂nnen die Wirksamkeit von Cefalexin verringern
  • Zink und Zinkpr√§parate stehen ebenfalls in Wechselwirkung mit Cefalexin und k√∂nnen die Konzentration von Cefalexin im verringern

Toxizität

Nebenwirkungen

Die h√§ufigsten unerw√ľnschten Wirkungen von Cefalexin sind:¬†

  • √úbelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • √úberempfindlichkeitsreaktionen

Zu den Symptomen einer √úberdosierung geh√∂ren Blut im Urin, Durchfall, √úbelkeit, Oberbauchschmerzen und Erbrechen. Eine √úberdosierung wird im Allgemeinen durch eine unterst√ľtzende Behandlung behandelt, da Diurese, Dialyse, H√§modialyse und H√§moperfusion mit Kohle in diesem Fall nicht gut untersucht sind.

Es besteht keine Gefahr bei der Verabreichung an Schwangere. Es gibt keine Hinweise darauf, dass Cefalexin in der Stillzeit zu Sch√§den beim Kind f√ľhren kann.

Chemische & physikalische Eigenschaften

ATC Code J01DB01
Summenformel C16H17N3O4S
Molare Masse (g¬∑mol‚ąí1) 347.39
Aggregatzustand fest
Schmelzpunkt (¬įC) 326.8
PKS Wert 2.53
CAS-Nummer 15686-71-2
PUB-Nummer 27447
Drugbank ID DB00567

Redaktionelle Grundsätze

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Markus Falkenstätter, BSc

Markus Falkenstätter, BSc
Autor

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

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