Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Externe Redaktion
Blutkreislauf und Herz Abbildung

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Das Herz-Kreislauf-System ist das lebenswichtige System des menschlichen K√∂rpers, denn ohne ist das Leben schlichtweg nicht m√∂glich. Doch Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind stark verbreitet und umfassen Erkrankungen des Herzens ebenso wie Sch√§den an den Blutgef√§√üen. Vielfach handelt es sich um chronische Erkrankungen, die gar nicht oder nur mittels Operationen dauerhaft behandelt werden k√∂nnen. Bei akuten Symptomen droht h√§ufig gro√üe Gefahr, denn ein Herzinfarkt kann schnell t√∂dlich enden. Daher sind die Fr√ľherkennung und die Pr√§vention unheimlich wichtig. Dieser Artikel erkl√§rt, welche pr√§ventiven Ma√ünahmen helfen und bei welchen Symptomen ein Arztbesuch dringend angeraten ist.

Abbildung Blutkreislauf und Herz - Unser Herz-Kreislauf-System ist f√ľr unsere Gesundheit unerl√§sslich. Doch wie k√∂nnen wir Krankheiten vorbeugen?

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Das Herz-Kreislauf-System: Ein √úberblick

Der Begriff ‚ÄěHerz-Kreislauf-System‚Äú fasst bestimmte Bereiche des menschlichen Organismus zusammen. Die Hauptaufgabe des Herz-Kreislauf-Systems ist, den K√∂rper, also Organe und alle Gewebeschichten mit Sauerstoff zu versorgen und gleichzeitig Schadstoffe abzutransportieren. W√§hrend sich die Begrifflichkeit festgesetzt hat, dient sie jedoch nur der Zusammenfassung der beiden Blutkreisl√§ufe: dem kleinen und dem gro√üen Kreislauf. Beide greifen ineinander.

Kleiner Blutkreislauf: Der Lungenkreislauf

Die rechte Herzh√§lfte spielt bei diesem Kreislauf eine tragende Rolle. Sie pumpt √ľber den Lungenkreislauf das sauerstoffarme Blut in die Lunge, sodass es mit Sauerstoff angereichert werden kann:

  • Sauerstoffarmes Blut: Es wird √ľber den Lungenkreislauf aus dem K√∂rper in Richtung des rechten Vorhofs des Herzens gepumpt. Dort sammelt es sich, bis es in die rechte Herzkammer gepumpt wird.
  • Lungenarterie: √úber die Lungenarterie gelangt das Blut nun in die Lunge. Dort wird es von Kohlendioxid gereinigt und mit neuem Sauerstoff angereichert. √úber die Lungenvene wird das frische Blut in den linken Herzvorhof gebracht.
  • Wichtige Faktoren: Die beiden Herzklappen spielen bei diesem Kreislauf eine sehr wichtige Rolle. Das ist einmal die Trikuspidalklappe. Sie trennt den rechten Vorhof von der Herzkammer. Str√∂mt das Blut zur Lunge, muss es die Pulmonalklappe passieren.

Großer Blutkreislauf: Der Körperkreislauf

Dieser Bestandteil des Herz-Kreislauf-Systems schließt sich automatisch an den Lungenkreislauf an, ergänzt ihn und endet letztendlich wieder in ihm:

  • Sauerstoffreiches Blut: Das zuvor im linken Vorhof gesammelte und mit Sauerstoff angereicherte Blut wird in die linke Herzkammer geleitet.
  • Hauptschlagader: Durch die Pumpbewegung des Herzens wird das Blut in die Hauptschlagader gedr√ľckt. Die Aorta transportiert das Blut nun durch den gesamten K√∂rper und versorgt Organe und Gewebe mit frischem, sauerstoffreichem Blut. Zugleich geben die Organe Kohlendioxid und weitere Abfallstoffe an das Blut ab, sodass es sp√§ter wieder gereinigt werden kann. Der R√ľcklauf zu dem rechten Vorhof erfolgt √ľber die Venen des K√∂rpers.
  • Wichtige Faktoren: Auch im linken Herzbereich sind die einzelnen Kammern voneinander getrennt. Die Mitralklappe grenzt den Vorhof von der Kammer ab, w√§hrend die Aortenklappe verhindert, dass das Blut ungewollt in die Hauptschlagader gelangt.

Diese Erklärung zeigt bereits die Wichtigkeit des gesamten Systems und all seiner Bestandteile:

  • Herz
  • Venen
  • Arterien
  • Lunge

Erkrankungen oder Schwachstellen im System schwächen automatisch den gesamten Apparat. Das ist verständlich, denn wenn beispielsweise das Herz nicht ausreichend pumpt, kann weder sauerstoffreiches Blut in den Organismus hineingepumpt noch sauerstoffarmes Blut in der Lunge aufbereitet werden.

Kleinere Schwachstellen k√∂nnen beispielsweise Venenleiden und geschwollene F√ľ√üe zur Folge haben. Heikler sind indes verstopfte Arterien, Venen oder direkte Schw√§chen am Herz.

Gl√ľcklicherweise ist das Herz-Kreislauf-System von Natur aus sehr stabil. Im direkten Vergleich ger√§t es seltener aus dem Tritt als beispielsweise das Verdauungssystem. Dennoch k√∂nnen erbliche Vorbelastungen, die Lebensweise oder angeborene Erkrankungen zu einer Schw√§chung beitragen, die schlie√ülich zu ernsthaften Symptomen und Krankheiten f√ľhrt.

Frau l√§uft auf einem Waldweg - Eine gute Kondition tr√§gt in mehrfacher Hinsicht zu einer besseren Gesundheit bei. ¬© Microgen ‚Äď 216797064 / Adobe Stock

Wie lässt sich das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken?

Grunds√§tzlich ist es einfacher als gedacht, durch einen gesunden Lebenswandel Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Die Pr√§vention l√§sst sich mit dem Schutz vor Sonnenbrand vergleichen: Wer sich eincremt und rechtzeitig aus der Sonne geht, sch√ľtzt die Haut. Und wer eine generell gesunde Lebensweise f√ľr sich entdeckt, beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, ohne sich besonders anstrengen zu m√ľssen.¬†

Drei Faktoren spielen hierbei eine besondere Rolle: Ausreichende Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und ein gutes Stress-Management.

Ausreichende Bewegung

Der Mensch ist nicht dazu geschaffen, viel zu sitzen, Nahrung im Überfluss zu haben und die Bewegung zu vermeiden. Ein großer Faktor bei Herz-Kreislauf-Problemen ist tatsächlich die mangelnde Bewegung.

Sich ausreichend zu bewegen, ist aus verschiedenen Gr√ľnden wichtig:

  • Kondition: Eine gute Ausdauer bedeutet, dass der K√∂rper Belastungen standhalten kann. Die Kondition zu verbessern, st√§rkt somit auch Herz und Lunge. Durch die vermehrte Belastung muss das Herz schneller und kr√§ftiger pumpen, um den K√∂rper mit Sauerstoff zu versorgen. Diese zielgerichtete Belastung trainiert das Herz. Denn dieses wird zwar als Organ bezeichnet, ist aber eigentlich ein Muskel. Auch die Lungenkapazit√§t vergr√∂√üert sich durch die Bewegung: Die Lunge kann das Blut dadurch schneller und besser mit Sauerstoff anreichern.
  • Abtransport: Schadstoffe und Kohlendioxid werden in der Bewegung besser aus dem Blut und somit dem K√∂rper abtransportiert. Dies beugt mitunter arteriellen Ablagerungen vor, die durchaus gef√§hrlich werden k√∂nnen. Wer Probleme mit geschwollenen Kn√∂cheln hat, wird noch etwas anderes feststellen: Durch die Bewegung baut der K√∂rper die Lymphfl√ľssigkeit ab, die sich in den unteren Beinen im Gewebe sammelt und zu Schwellungen f√ľhrt. Insbesondere die Arbeit der Wadenmuskeln ist hierf√ľr wichtig.
  • Gewicht: Durch die Bewegung werden mehr Kalorien verbrannt. Zugleich greift der K√∂rper auf eingelagerte Fette zur√ľck, um das Energielevel zu halten. Bewegung hilft daher grunds√§tzlich, eine Verfettung zu verhindern und das Gewicht zu verringern.

Wer muskelaufbauenden Sport treibt, wird sehr wahrscheinlich weniger an Gewicht verlieren, sondern eher an Gewicht zulegen. Das ist in Bezug auf das Herz-Kreislauf-System nicht tragisch. Muskeln fördern die Gesunderhaltung des Körpers und verbrennen selbst im Ruhezustand wesentlich mehr Kalorien als einfaches Gewebe.

Gesundes Essen - Eine gesunde und ausgewogene Ern√§hrung versorgt den K√∂rper optimal mit allen N√§hrstoffen und h√§lt auch das Herz gesund. ¬© leungchopan ‚Äď 233132775 / Adobe Stock

Eine ausgewogene Ernährung

Die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems hängt unweigerlich mit der Ernährung zusammen. Eine gesunde und ausgewogene Ernährungsweise ist daher ungemein wichtig. Doch was bedeutet das?

  • Angemessen: Der erste Schritt im Ern√§hrungsmanagement besteht darin, den eigenen Energiebedarf zu ermitteln und darauf basierend die n√∂tige Kalorienmenge zu berechnen. Letztendlich ist auch die ausgewogene Ern√§hrung sch√§dlich, wenn dauerhaft zu viel oder zu wenig gegessen wird.
  • Ern√§hrung: Eine gesunde und ausgewogene Ern√§hrung basiert nicht direkt auf Ern√§hrungsweisen. Es geht darum, dass der K√∂rper alle ben√∂tigten N√§hrstoffe und Fette erh√§lt. Somit m√ľssen Veganer und Vegetarier ebenfalls auf ihren Bedarf achten, um M√§ngel zu vermeiden.

Zur Vorbeugung von Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und auch während der Therapie einer bestehenden Erkrankung werden folgende Lebensmittel empfohlen:

  • Frisches Gem√ľse und Obst: Pro Tag sollten f√ľnf Handvoll Obst und Gem√ľse zu sich genommen werden. Aufgrund des Fruchtzuckers im Obst sollte allerdings der Gem√ľseanteil √ľberwiegen.
  • Fisch: Anstelle von Fleisch sollte zweimal in der Woche auf Fisch zur√ľckgegriffen werden.
  • Vegetarische Kost: Generell ist es ratsam, weniger und bevorzugt mageres Fleisch zu essen. Mehrmals die Woche sollte vollst√§ndig auf Fleisch verzichtet und stattdessen vegetarisch gekocht werden.
  • √Ėle als gesunde Fette: Anstelle schlechter Fette sind hochwertige √Ėle die ges√ľndere Wahl. Die ungesunden Nahrungsfette wie Transfetts√§uren erh√∂hen das schlechte Cholesterin im Blut, welches sich an den Arterienw√§nden ablagern kann. Besonders in frittierten und gebratenen Lebensmitteln kommen diese schlechten Fette vor. Der Vorteil: Viele schlechte Fette lassen sich gut durch gesunde √Ėle ersetzen. Oliven√∂l, Raps√∂l oder Hanf√∂l enthalten unges√§ttigte Fetts√§uren, die das Herz-Kreislauf-System st√§rken.
  • Vollkorn: Produkte aus Vollkorn sollten einen Gro√üteil der Wei√ümehlprodukte ersetzen.
  • H√ľlsenfr√ľchte und N√ľsse: Sie sind gesund, machen satt und N√ľsse eignen sich hervorragend als gesunder Snack zwischendurch. Zudem sind sie reich an unges√§ttigten Fetts√§uren und bieten einen guten Mix aus Ballaststoffen, Mineralien und Vitaminen.

Auf Salz sollte pr√§ventiv m√∂glichst verzichtet werden. Das ist nat√ľrlich in der Nahrung nicht zu 100 Prozent m√∂glich, doch r√§t es sich, den Salzkonsum zu reduzieren. Salz bindet die im K√∂rper befindliche Fl√ľssigkeit, wodurch das Blut eindickt und der Druck in den Blutgef√§√üen steigt. Die Auswertung des Deutsches Erwachsenen Gesundheitssurveys (DEGS) des Robert-Koch-Instituts ergab jedoch, dass die Menschen hierzulande insgesamt zu viel Salz konsumieren: Statt der empfohlenen H√∂chstmenge von 6 Gramm t√§glich sind es bei Frauen durchschnittlich 8,4 Gramm und bei M√§nnern sogar 10 Gramm Salz.

Und wie sieht es mit Alkohol aus? Fakt ist, dass es zu diesem Thema etliche Mythen gibt, aber auch Studien befassen sich mit der Herzgesundheit in Verbindung mit Alkohol.

Letztendlich gilt Rotwein als das alkoholische Getr√§nk, welches im Gegensatz zu anderen dem Herz-Kreislauf-System unter Umst√§nden sogar n√ľtzen kann. In Rotweinen befindet sich ein Inhaltsstoff namens Resveratrol, dem eine herzsch√ľtzende Wirkung nachgesagt wird. Deshalb stufte die Mayo Clinic in den USA den ma√üvollen Rotweingenuss als ‚Äěherzgesund‚Äú ein. Es handelt sich jedoch lediglich um Hinweise darauf, dass so ein Zusammenhang bestehen k√∂nnte. Endg√ľltig erwiesen ist dies nicht.

Grundsätzlich gilt:

Menge: In Ma√üen getrunken, schadet auch der Rotwein wahrscheinlich nicht. Jedoch herrscht gemeinhin eine falsche Auffassung davon, was dies eigentlich in Einheiten bedeutet. Als Ma√üstab gelten f√ľr Frauen 0,125 Liter Wein pro Tag, f√ľr M√§nner die doppelte Menge. Dabei wird auf mindestens zwei alkoholfreie Tage gesetzt.

Tabu: Weißweine, Biere, Sekt, Fruchtweine (Zucker) und härterer Alkohol haben eine eher negative Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System und sollten allenfalls sehr selten genossen werden.

Die gesunde Ernährungsweise ist auf lange Sicht ausgelegt. Wer sich allgemein gesund und ausgewogen ernährt, darf ruhig zwischendurch Bier trinken oder Grillfleisch genießen.

Mann entspannt - Regelm√§√üige Phasen der Entspannung helfen dem K√∂rper dabei, Stresshormone abzubauen und negative Auswirkungen zu verhindern. ¬© cherryandbees ‚Äď 294577794 / Adobe Stock

Stress-Management

Wie sch√§dlich sich Stress auf die Gesundheit und Psyche auswirkt, wurde lange geahnt, wird aber in den letzten Jahren besonders deutlich untersucht. Doch was ist Stress eigentlich? Biologisch bedeutet Stress, dass der K√∂rper in erh√∂hter Anspannung und Alarmbereitschaft ist, Adrenalin aussch√ľttet und sich zum Kampf oder zur Flucht bereitmacht. Diese Abl√§ufe stammen noch aus den Anf√§ngen der Menschheit. Heute ist Stress jedoch oft ein Anzeichen f√ľr hohe oder falsche Belastungen, Anforderungen und √úberforderungen.

H√§lt der gestresste Zustand √ľber l√§ngere Zeit an, hat das Folgen:

  • Kreislauf: Dauerhafter Stress kann hohen Blutdruck, Herzinfarkte und Schlaganf√§lle verursachen. Sind Arterien bereits vorgesch√§digt, halten sie dem erh√∂hten Blutdruck nicht stand.
  • Nebeneffekte: Zudem hat chronischer Stress Nebeneffekten wie minderwertigem Schlaf und Gereiztheit und endet nicht selten in falschen Entlastungsversuchen: Frustessen, vermehrter Nikotinkonsum sowie der Konsum von Alkohol und Drogen.
  • Psyche: Wer permanent gestresst ist, kann au√üerdem psychische Erkrankungen davontragen. Dazu geh√∂ren das Burnout-Syndrom, Depressionen sowie Angst- und Panikzust√§nde.

Ein gutes Stress-Management ist somit eine wichtige Form der Pr√§vention. Ziel ist es, bewusst Phasen der Entspannung in den Alltag zu integrieren. Viele Menschen nutzen daf√ľr Techniken wie Meditation oder progressive Muskelentspannung. Au√üerdem hilft es, Aufgaben zu delegieren oder abzulehnen, sich zu bewegen, in Ruhe in den Tag zu starten oder einem Hobby nachzugehen. Wichtig ist jedoch immer, den Stressausl√∂ser zu finden und daran zu arbeiten.

Symptome, Ursachen und Risikofaktoren

Viele Menschen f√ľrchten sich vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Sorge ist berechtigt, denn im schlimmsten Fall f√ľhrt eine Erkrankung zum Tod. Daher ist es wichtig, die Risikofaktoren, Ursachen sowie die Symptome zu kennen.

Wichtige veränderbare und vermeidbare Risikofaktoren

Die präventiven Maßnahmen lassen bereits vermuten, welche Risikofaktoren veränderbar und vermeidbar sind. Grundlegend geht es um:

  • √úbergewicht: Deutliches √úbergewicht sch√§digt den gesamten K√∂rper. Es geht oft mit Einlagerungen in den Arterien und hohem Blutdruck einher, sodass das Herz-Kreislauf-System noch st√§rker gesch√§digt wird.
  • Bewegungsmangel: Mangelnde Bewegung f√ľhrt nicht nur zu √úbergewicht, sondern belastet auch das Herz-Kreislauf-System, weil es nicht trainiert wird. Doch Vorsicht: Wer bereits unter hohem Gewicht leidet und untrainiert ist, muss die Bewegung mit Bedacht angehen.
  • Alkohol: Der regelm√§√üige Alkoholkonsum sch√§digt den gesamten K√∂rper. Unter anderem greift er die Herzzellen an und schw√§cht somit eines der wichtigsten Organe.
  • Rauchen: Dass das Laster ungesund ist, ist bekannt. Nikotin ist ein Nervengift und sch√§digt Zellen, die Schadstoffe aus Tabakzigaretten lagern sich nicht nur in der Lunge ab, sie f√ľhren auch zu verengten Blutgef√§√üen. Verdampfter Tabak oder Liquids sind im Vergleich zur Tabakzigarette wohl weniger sch√§dlich, doch ist die beste Pr√§vention, ganz auf das Rauchen zu verzichten.
Arterienverkalkung - Eine Arterienverkalkung hat zur Folge, dass das Blut nicht mehr richtig flie√üen kann. ¬© Christoph Burgstedt ‚Äď 237633120 / Adobe Stock

Ursachen f√ľr Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Es gibt durchaus angeborene oder genetische Schwächen des Herz-Kreislauf-Systems. Traten in der Familie bereits deutliche Erkrankungen auf, so steigt die Gefahr, selbst davon betroffen zu sein. Die Ursachen finden sich meist im folgenden Bereich:

  • Bluthochdruck: Ein erh√∂hter Blutdruck strapaziert das Herz und die Adern. Das Blut wird mit hohem Druck durch die Arterien gepumpt, was diese auf Dauer sch√§digt.
  • Arterienverkalkung: Ablagerungen an den Innenw√§nden von Arterien verhalten sich √§hnlich wie Ablagerungen im Abwasserrohr: Das Blut muss mit h√∂herer Kraft durch die Engp√§sse gepresst werden, w√§hrend sich immer weitere Partikel an den Engstellen ablegen. Im Endeffekt verstopft die Arterie. Bei kleineren Blutgef√§√üen kann der K√∂rper das noch halbwegs kompensieren, doch gerade bei einer Verstopfung der Herzkranzgef√§√üe steigt das Risiko f√ľr einen Herzinfarkt.
Frau fasst sich ans Herz - Herzinfarkte geh√∂ren zu den h√§ufigsten Todesursachen in Deutschland ‚Äď umso wichtiger ist es, die Symptome fr√ľhzeitig zu erkennen.

¬© ÁźĘšĻü ś†ā ‚Äď 553645914 / Adobe Stock

Symptome, die auf eine Erkrankung hindeuten

Ein großes Problem der Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems liegt darin, dass die Symptome oft nicht eindeutig oder direkt zuzuordnen sind. Zudem unterscheiden sich die Symptome teils deutlich nach Geschlecht.

So weist sich ein Herzinfarkt (Myokardinfarkt) bei einem Mann mit ganz anderen Anzeichen aus als bei der Frau: Atemnot, Druckgef√ľhl und Schmerzen im linken Arm sind bei M√§nnern typisch. Frauen haben teils Schmerzen im unteren R√ľcken oder Schmerzen im Oberbauch.

Allgemein gibt es folgende Symptome:

  • Brustschmerzen: Auch das Engegef√ľhl geh√∂rt dazu.
  • Atemnot: Sie tritt oft in Verbindung mit Schwindel auf.
  • Herzbeschwerden: Dazu geh√∂ren Herzstolpern, Herzrasen und Kreislaufprobleme.
  • K√∂rperliche Anzeichen: Das umfasst geschwollene Beine oder F√ľ√üe (wobei besonders einseitige Schwellungen auf einen Herzfehler hindeuten), Ohnmacht, Schwitzen oder Frieren sowie Kopfschmerzen.

Aber auch wenig eindeutige Anzeichen wie das vermehrte n√§chtliche Wasserlassen, andauernde M√ľdigkeit oder kalte H√§nde und F√ľ√üe gelten als Symptome.

Da viele Anzeichen im Alltag schnell √ľbersehen werden, da schlie√ülich jeder schon einmal Schwindelgef√ľhle oder Kreislaufprobleme hatte, sollte mindestens einmal j√§hrlich eine umfassende Vorsorgeuntersuchung stattfinden.

√úber ein Blutbild lassen sich Gefahrenpotenziale gut eruieren. Ist beispielsweise der Wert des schlechten Cholesterins deutlich √ľberh√∂ht oder der Sauerstoffgehalt im Blut zu gering, ist das bereits ein wichtiger Anhaltspunkt. Wer sich f√ľhlt, als stolpere das Herz, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen und das abkl√§ren lassen. Mittels Langzeit-EKG und weiteren Untersuchungen lassen sich die √§rgsten Probleme meist schon fr√ľhzeitig erkennen und Schlimmeres verhindern.

Der Notarzt ist in folgenden Fällen immer zu rufen, wobei es hier wiederum geschlechtsspezifische Unterschiede gibt:

  • Mann:¬†M√§nner klagen oft √ľber einen sehr pl√∂tzlich einsetzenden und starken Brustschmerz, der l√§nger als f√ľnf Minuten andauert und gerne in den linken Arm, teils auch in den oberen R√ľcken ausstrahlt. Der Brustkorb f√ľhlt sich eingeschn√ľrt an.
  • Frau:¬†Kommt es zu einem Druck- oder Engegef√ľhl in der Brust, Atemnot, gepaart mit Schwei√üausbr√ľchen, R√ľcken- und Oberbauchschmerzen oder gar Erbrechen und √úbelkeit, ist immer an einen Herzinfarkt zu denken. Das gilt insbesondere f√ľr Frauen nach der Menopause. Herzinfarkte treten bei Frauen oft erst im sp√§teren Lebensalter auf.

Fazit: Präventiv statt reaktiv

Das Herz-Kreislauf-System ist ein kleines Wunderwerk, dabei sp√ľren wir von ihm wenig, solange es gut funktioniert. Damit das so bleibt, sollten pr√§ventive Ma√ünahmen ergriffen werden. Die gesunde Lebensweise mit gutem, abwechslungsreichem Essen und viel Bewegung ist daf√ľr ein guter Anfang, um die Risikofaktoren abzumildern.

Kommt es jedoch zu Symptomen, vor allem wiederholt, so sollten diese unbedingt abgeklärt werden. Bei Symptomen, die auch nur entfernt an einen Herzinfarkt erinnern, ist schnelles Handeln das oberste Gebot, um einen möglichen tödlichen Ausgang zu verhindern.

Redaktionelle Grundsätze

Alle f√ľr den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von gepr√ľften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universit√§ten). Dabei legen wir gro√üen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren. Gastartikel k√∂nnen auch Links zu Webseiten von Dritten enthalten, die keine Quellen darstellen.

Kurt Weber
Gastautor

Kurt Weber arbeitet als freiberuflicher Medizin-Redakteur und schreibt Fachartikel zu Themen aus dem Gesundheitsbereich.

Letztes Update

10.01.2023

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