Fenivir - Fieberblasencreme

ATC Code
D06BB06
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Allgemein

Zulassungsland
Hersteller Richard Bittner AG
Kategorie Standardarzneimittel
Verwendung Human
Zulassungsdatum 18.04.1997
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Anatomische Gruppe Dermatika
Therapeutische Gruppe Antibiotika und chemotherapeutika zur dermatologischen anwendung
Pharmakologische Gruppe Chemotherapeutika zur topischen anwendung
Chemische Gruppe Antivirale mittel
Wirkstoff Penciclovir
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Alle Informationen

Autor

Richard Bittner AG

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Fenivir ist zur Behandlung von Fieberblasen (Herpes labialis) vorgesehen. Fieberblasen werden durch eine Virusinfektion verursacht. Das Virus kann für längere Zeit inaktiv bleiben, wenn es aber aktiviert wird, dann vermehrt es sich und es entsteht eine Fieberblase. Das kann etwa geschehen, wenn Sie müde und abgeschlagen sind, wenn Sie eine Erkältung oder Grippe haben oder nach intensiver Sonneneinstrahlung. Das Virus verursacht schmerzhafte Blasen auf den Lippen.

Fenivir enthält als Wirkstoff Penciclovir und ist ein Arzneimittel gegen Virusinfektionen, das das Virus daran hindert, sich zu vermehren. Mit Fenivir heilen Ihre Fieberblasen rascher ab und die Dauer der Schmerzen ist kürzer. Die Zeit, für die ihre Fieberblase infektiös bleibt, wird so ebenfalls verkürzt, allerdings kann eine Anwendung von Fenivir nicht verhindern, dass Sie Ihre Fieberblasen auch auf andere Personen übertragen könnten.

Wenn Sie sich nach 4 Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

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Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Fenivir darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Penciclovir, Famciclovir, Cetylstearylalkohol, Propylenglykol oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker und wenden Sie Fenivir nicht an, sollte einer dieser Punkte auf Sie zutreffen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Fenivir Fieberblasencreme anwenden.

Fenivir sollte nur auf Fieberblasen auf den Lippen und rund um den Mund angewendet werden. Es wird nicht zur Anwendung auf den Schleimhäuten empfohlen (d.h. im Mund oder in der Nase oder im Genitalbereich). Eine Anwendung in den Augen oder rund um die Augen ist auch zu vermeiden.

Bitte sprechen Sie vor der Anwendung von Fenivir mit Ihrem Arzt oder Apotheker,

  • wenn Sie sich nicht sicher sind, dass Ihre Wunde eine Fieberblase ist.
  • wenn Sie eine Krankheit haben oder eine Behandlung erhalten, die das Immunsystem schwächt (d.h. wenn die Infektionsabwehr Ihres Körpers eingeschränkt ist), etwa eine HIV- Infektion, eine Knochenmarktransplantation oder eine Krebsbehandlung.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker und wenden Sie Fenivir nicht an, sollte einer dieser Punkte auf Sie zutreffen.

Anwendung von Fenivir zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Es gibt keine bekannten Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Über die Anwendung von Fenivir – Fieberblasencreme während der Schwangerschaft oder Stillzeit entscheidet im Einzelfall der Arzt.

Fenivir enthält Cetylstearylalkohol

Fenivir – Fieberblasencreme enthält Cetylstearylalkohol, welcher örtlich begrenzte Hautreizungen (z. B. Kontaktdermatitis) hervorrufen kann.

Fenivir enthält Propylenglykol

Dieses Arzneimittel enthält 416 mg Propylenglykol pro Gramm Creme. Propylenglykol kann Hautreizungen hervorrufen.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen bei Lippenherpes

Vergessen Sie nicht, dass Fieberblasen ansteckend sind.

Um zu vermeiden, dass die Virusinfektionen andere Köperteile befällt oder das Virus anderen Personen weitergegeben wird, ist wichtig:

  • Vermeiden Sie Küsse, vor allem bei Kindern.
  • Vermeiden Sie Oralsex.
  • Verwenden Sie nur Ihr eigenes Handtuch und Waschlappen und teilen Sie kein Besteck, Tassen, Gläser, usw.
  • Vermeiden Sie das Aufplatzen oder Aufkratzen der Bläschen, da dies den Heilungsprozess verlängern könnte.
  • Vermeiden Sie das Berühren Ihrer Augen, da das Virus eine ernstzunehmende Erkankung hervorrufen kann, wenn es in die Augen gelangt.

Geben Sie diese Creme nicht an andere Personen weiter, auch wenn diese dieselben Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Wie wird es angewendet?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Erwachsene und Kinder über 12 Jahre

Die Fieberblasencreme sollte möglichst unmittelbar nach dem Auftreten der ersten Krankheitserscheinungen (z.B. Kribbeln, Juckreiz) angewendet werden. Die Creme kann aber auch noch angewendet werden, wenn schon Fieberblasen aufgetreten sind. Bitte waschen Sie die Hände vor und nach dem Auftragen. Drücken Sie eine kleine Menge auf Ihren Finger und tragen Sie die Creme auf die betroffene Stelle auf, so dass diese vollständig bedeckt ist. Wenn dieser Packung ein sauberer Einmal-Applikator beigelegt ist, können Sie diesen statt der Finger verwenden. Tragen Sie 4 Tage lang die Creme tagsüber alle 2 Stunden auf (ungefähr 8-mal pro Tag).

Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn Ihre Beschwerden fortbestehen, sich verschlimmern oder wenn sich Ihre Fieberblasen nach 4 Tagen Behandlung nicht gebessert haben.

Kinder unter 12 Jahren

Fenivir – Fieberblasencreme wird nicht zur Behandlung von Kindern unter 12 Jahren empfohlen.

Wenn Sie eine größere Menge von Fenivir angewendet haben, als Sie sollten

Es sind keine unerwünschten Wirkungen zu erwarten, wenn Sie eine sehr große Menge der Creme auf einmal auf der Haut angewendet haben, eventuell könnte die Haut etwas gereizt werden.

Wenn Sie die Anwendung von Fenivir vergessen haben

Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

Wenn Sie die Anwendung der Creme vergessen haben, tragen Sie sie auf, sobald sie sich daran erinnern. Setzen Sie die Anwendung wie gewohnt fort.

Wenn Sie Fenivir versehentlich verschluckt haben

Auch bei versehentlichem Verschlucken des gesamten Inhaltes einer Tube Fenivir – Fieberblasencreme sind keine unerwünschten Wirkungen zu erwarten. Eventuell kann es zu Reizungen im Mund kommen. Wenden Sie sich an einen Arzt oder Apotheker, wenn dies bei Ihnen auftritt.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei 3 von 100 Behandelten kann es zu Reaktionen an den behandelten Hautabschnitten, wie z.B. vorübergehendes Brennen, Stechen oder Taubheitsgefühl kommen. Diese Beschwerden verschwinden normalerweise schnell. Einige Personen berichteten auch von Überempfindlichkeitsreaktionen, wie allergische Hautentzündung, Ausschlag, Nesselsucht, Juckreiz und Schwellungen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Österreich

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 30 °C lagern. Nicht einfrieren.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Weitere Informationen

Was Fenivir enthält

  • Der Wirkstoff ist Penciclovir. 1 g Creme enthält 10 mg Penciclovir.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: weiße Vaseline, flüssiges Paraffin, Cetylstearylalkohol, Propylenglykol, gereinigtes Wasser, Macrogolcetylstearylether.

Wie Fenivir aussieht und Inhalt der Packung

Fenivir – Fieberblasencreme ist eine glatte weiße Creme. Die Creme ist in Aluminiumtuben zu 2 g oder 5 g bzw. in Pumpdispensern zu 2 g erhältlich.

Die Aluminiumtuben sind auch mit 20 Stück Einmal-Applikatoren erhältlich. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Zulassungsinhaber

Richard Bittner AG, Reisnerstraße 55-57, 1030 Wien

Tel.-Nr.: +43/(0)1-50 30 972

Fax-Nr.: +43/(0)1-50 30 972-40

E-Mail: office.vienna@richard-bittner.com

Vertrieb

Omega Pharma Austria Health Care GmbH, Rennweg 17, 1030 Wien

Tel.-Nr.: +43/(0)1-71 20 136-0

Fax-Nr.: +43/(0)1-71 20 136-40 E-Mail: office@omega-pharma.at

Hersteller

Medgenix Benelux nv, Vliegveld 21, B-8560 Wevelgem

und

Omega Pharma International nv, Venecoweg 26, B-9810 Nazareth Tel.-Nr.: +3293810481

Fax-Nr.: +3293810278

E-Mail: QA_OPI@omega-pharma.com

Z.Nr.: 1-21933

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im September 2020.

Zuletzt aktualisiert: 18.02.2021

Quelle: Fenivir - Fieberblasencreme - Packungsbeilage

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Packungsbeilage des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können für die Korrektheit der Daten keine Haftung übernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. Für Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden

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