Jodid "Merck" 100 ”g - Tabletten

Abbildung Jodid "Merck" 100 ”g - Tabletten
Zulassungsland Österreich
Hersteller Merck Gesellschaft mbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 22.06.1995
ATC Code H03CA
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Iodtherapie

Zulassungsinhaber

Merck Gesellschaft mbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Eine ausreichende Iodidzufuhr ist Voraussetzung fĂŒr die normale Funktion der SchilddrĂŒse. Mangelnde Iodidzufuhr kann Ursache einer SchilddrĂŒsenerkrankung sein und zur VergrĂ¶ĂŸerung der SchilddrĂŒse (Kropf) fĂŒhren.

Jodid „Merck“ enthĂ€lt Kaliumiodid. Es kann einen Iodidmangel in der Nahrung ausgleichen und seinen möglichen Folgekrankheiten entgegenwirken. Bei Kindern kann sich damit ein Kropf zurĂŒckbilden.

Jodid „Merck“ wird daher zur Behandlung des Iodmangelkropfes bei Neugeborenen und Kindern verwendet.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Jodid „Merck“ darf nicht eingenommen werden bei

  • - bestehender SchilddrĂŒsenĂŒberfunktion.
  • - ohne Beschwerden bestehender („schlafender“, medizinisch: latenter) SchilddrĂŒsenĂŒberfunktion bei einer Iodiddosierung ĂŒber 150 ”g/Tag.
  • gutartiger, hormonbildender Geschwulst der SchilddrĂŒse (autonomes Adenom) oder unkontrolliert hormonbildenden Bezirken der SchilddrĂŒse.
  • Überempfindlichkeit gegen Kaliumiodid oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile der Tabletten.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Jodid „Merck“ einnehmen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Jodid „Merck“ ist erforderlich, wenn eine SchilddrĂŒsenĂŒberfunktion besteht oder frĂŒher eine SchilddrĂŒsenĂŒberfunktion vorlag. Auch das Vorliegen eines Knotenkropfes muss abgeklĂ€rt werden, da in dieser Situation mit Tagesgaben von 150 ”g Iodid und mehr eine Überfunktion der SchilddrĂŒse ausgelöst werden kann.

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Eine AbsĂ€ttigung der SchilddrĂŒse mit Iod kann die optimale Aufnahme von Radioiod zur Diagnostik oder Therapie verhindern. Es wird empfohlen, eine Iodidgabe vor solchen Maßnahmen zu vermeiden.

Einnahme von Jodid „Merck“ zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Wechselwirkungen sind möglich mit

  • Thyreostatika (Mittel zur Behandlung einer SchilddrĂŒsenĂŒberfunktion).
  • Substanzen, die die Iodidaufnahme in die SchilddrĂŒse hemmen (z.B. Perchlorat, Thiocyanat bei Konzentrationen ĂŒber 5 mg/dl).
  • einem die SchilddrĂŒse stimulierenden Hormon (TSH).
  • hohen Iodiddosen.
  • Lithiumsalzen (Arzneimittel vorwiegend zur Behandlung psychiatrischer Erkrankungen).

Eine AbsĂ€ttigung der SchilddrĂŒse mit Iod kann die optimale Aufnahme von Radioiod zur Diagnostik oder Therapie verhindern. Es wird empfohlen, eine Iodidgabe vor solchen Maßnahmen zu vermeiden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/GebÀrfÀhigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

WĂ€hrend Schwangerschaft und Stillzeit besteht ein erhöhter Iodbedarf, so dass eine ausreichende Iodidzufuhr (100 - 200 ”g tĂ€glich) besonders wichtig ist. Der Iodgehalt von gleichzeitig verabreichten NahrungsergĂ€nzungsmitteln muss dabei berĂŒcksichtigt werden. Eine zusĂ€tzliche Iodidgabe beim gestillten SĂ€ugling ist nicht erforderlich.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Iodid hat keinen oder nur einen vernachlĂ€ssigbaren Einfluss auf die VerkehrstĂŒchtigkeit, das Bedienen von Maschinen oder das Arbeiten ohne sicheren Halt.

Jodid „Merck“ enthĂ€lt Lactose

Dieses Arzneimittel enthĂ€lt 83,8 mg Lactose. Bitte nehmen Sie Jodid „Merck“ daher erst nach RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer ZuckerunvertrĂ€glichkeit leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die nachfolgenden Dosierungsempfehlungen können lediglich als RichtgrĂ¶ĂŸe dienen, da bei der Festlegung der geeigneten Iodiddosis die regionalen und individuellen Unterschiede der Iodversorgung mit der Nahrung berĂŒcksichtigt werden mĂŒssen. Das ist besonders wichtig bei Neugeborenen und Kindern unter 4 Jahren.

Falls nicht anders verordnet werden zur Behandlung des Iodmangelkropfes bei Neugeborenen und Kindern 100 - 200 ”g Iodid/Tag verabreicht, entsprechend 1 – 2 Tabletten Jodid „Merck“.

Die Tabletten sind nach einer Mahlzeit mit ausreichend FlĂŒssigkeit (z.B. einem halben Glas Wasser) einzunehmen. FĂŒr SĂ€uglinge können die Tabletten in etwas Wasser zerfallen gelassen und die

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entstehende feine Verteilung (sie ist fĂŒr jede Einnahme frisch zuzubereiten!) mit etwas weiterer FlĂŒssigkeit verabreicht werden.

Zur Behandlung des Kropfes bei Neugeborenen ist meist eine Behandlungsdauer von 2 - 4 Wochen ausreichend, bei Kindern sind meist 6 - 12 Monate oder mehr erforderlich. Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge Jodid „Merck“ eingenommen haben, als Sie sollten

Überdosierungserscheinungen treten nur bei Einnahme von sehr großen Iodmengen auf. Wenden Sie sich gegebenenfalls bitte umgehend an Ihren Arzt, er wird ĂŒber die erforderlichen Maßnahmen entscheiden.

Wenn Sie die Einnahme von Jodid „Merck“ vergessen haben

Wenn Sie zu wenig Jodid „Merck“ eingenommen oder die Einnahme vergessen haben, nehmen Sie einfach am nĂ€chsten Tag wieder die gewohnte verordnete Menge ein.

Wenn Sie die Einnahme von Jodid „Merck“ abbrechen

Bei Absetzen von Jodid „Merck“ kann es zu einem erneuten Kropfwachstum kommen. Wenn Sie die Einnahme von Jodid „Merck“ unterbrechen oder vorzeitig beenden wollen, wenden Sie sich daher bitte an Ihren Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Jodid “Merck“ ist im Allgemeinen gut vertrĂ€glich. Nur unter bestimmten Voraussetzungen (bei Vorliegen grĂ¶ĂŸerer Bezirke in der SchilddrĂŒse, die nicht der normalen Regelung gehorchen) ist bei tĂ€glichen Gaben von mehr als 150 ”g Iodid nicht völlig auszuschließen, dass es zu einer SchilddrĂŒsenĂŒberfunktion kommt.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt ĂŒber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt fĂŒr Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

AT-1200 Wien

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

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Nicht ĂŒber 25ÂșC lagern.

Blister im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schĂŒtzen.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Blister und dem Umkarton nach „Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Jodid „Merck” enthĂ€lt

Der Wirkstoff ist Kaliumiodid. 1 Tablette enthÀlt 130,8 ”g Kaliumiodid, entsprechend 100 ”g Iod.

Die sonstigen Bestandteile sind Magnesiumstearat, mikrokristalline Cellulose, hochdisperses Siliciumdioxid, MaisstÀrke, Cellulosepulver, Lactose-Monohydrat.

Wie Jodid „Merck“ aussieht und Inhalt der Packung

Weiße, runde Tabletten mit beidseitiger Bruchkerbe und PrĂ€gung EM33. Die Tabletten können in gleiche Dosen geteilt werden. Jodid „Merck“ ist in Packungen mit 50 und 100 Tabletten erhĂ€ltlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Merck GmbH, 1147 Wien

Hersteller

Merck Healthcare KGaA, 64293 Darmstadt, Deutschland

Z.Nr.: 1-20907

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im August 2022.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Jodid "Merck" 100 ”g - Tabletten - Beipackzettel

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden