Autor: Fresenius Kabi Austria GmbH


Langinformationen

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Was ist Soluvit – Trockensubstanz zur Infusionsbereitung und wofür wird es angewendet?

Die wasserlöslichen Vitamine B1, B2, Nikotinamid, B6, Pantothensäure, Biotin, Folsäure, B12 und C sind in steriler, gefriergetrockneter Form in Soluvit enthalten.

Die wasserlöslichen Vitamine sind organische Substanzen, die für die normale Stoffwechselfunktion und Entwicklung des Körpers in geringsten Mengen lebensnotwendig sind und daher ständig mit der Nahrung zugeführt werden müssen.

Der Mangel auch nur eines Vitamins kann viele Stoffwechselvorgänge verschlechtern und verschiedene Krankheitszeichen hervorrufen.

Gleich ab Beginn einer ausschließlich künstlichen Ernährung sollten sämtliche Vitamine zugeführt werden. Damit lässt sich die Entstehung eines Vitaminmangels verhindern.

Soluvit dient zur Deckung des täglichen Bedarfs an wasserlöslichen Vitaminen im Rahmen der künstlichen Ernährung bei Erwachsenen und Kindern.

Soluvit – Trockensubstanz zur Infusionsbereitung darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Vitamin B1, Vitamin B2, Nikotinamid, Vitamin B6, Pantothensäure, Biotin, Folsäure, Vitamin B12, Vitamin C oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
  • wenn Sie an Blutarmut infolge Vitamin B12 – Mangels (Megaloblasten – Anämie) leiden,
  • wenn Sie einen Überschuss an Vitaminen (Hypervitaminose) haben.
Wenn Sie eine größere Menge von Soluvit – Trockensubstanz zur Infusionsbereitung angewendet haben, als Sie sollten

Über Nebenwirkungen auf Grund einer Überdosierung wasserlöslicher Vitamine wurde nur im Zusammenhang mit hochdosierter Infusion oder Injektion berichtet.

Bisher wurde über Nebenwirkungen auf Grund von Überdosierungen bei Infusion oder Injektion wasserlöslicher Vitamine zur Nahrungsergänzung nichts bekannt.

Inhaltsverzeichnis
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Wie wird es angewendet?
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie soll es aufbewahrt werden?
Weitere Informationen

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Soluvit – Trockensubstanz zur Infusionsbereitung anwenden.

Bei langfristiger Behandlung mit Soluvit – Trockensubstanz zur Infusionsbereitung wird Ihr Arzt Ihre Leberfunktion überprüfen.

Das Arzneimittel enthält Vitamin B1. Nach zu schneller i.v. Verabreichung von Vitamin B1 – Präparaten können in Einzelfällen Schockzustände auftreten. Die gebrauchsfertige Lösung daher langsam und vorsichtig verabreichen.

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Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Ihr Arzt wird entscheiden, ob Soluvit angewendet werden darf.

Mit Soluvit wurden keine präklinischen oder klinischen Untersuchungen durchgeführt. Soluvit wurde schwangeren Frauen verabreicht. Dabei wurden keine Nebenwirkungen beobachtet. Soluvit sollte während der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Abwägung des Nutzens und des Risikos verabreicht werden.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Soluvit – Trockensubstanz zur Infusionsbereitung anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis für

Wenn Sie die Anwendung von Soluvit – Trockensubstanz zur Infusionsbereitung vergessen haben

Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Dosis vergessen haben.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Anwendung von Soluvit – Trockensubstanz zur Infusionsbereitung zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Vitamin B6 kann die Wirkung von L-Dopa (Medikament zur Behandlung der Schüttellähmung) herabsetzen.

Wenn Sie gleichzeitig Hydralazin (Medikament zur Behandlung eines erhöhten Blutdrucks), Isoniazid, Cycloserin (Medikamente zur Behandlung der Tuberkulose) oder D-Penicillamin (Medikament zur Behandlung einer Vergiftung mit Schwermetallen) einnehmen, kann Ihr Bedarf an Vitamin B6 erhöht sein.

Folsäure kann die Wirkung von krampflösenden Medikamenten (z.B. Phenytoin) verringern.

Wenn Sie gleichzeitig krampflösende Medikamente einnehmen, wird möglicherweise der Plasmaspiegel von Biotin (Vitamin H) gesenkt.

Vitamin B1 wird durch Sulfit-haltige Infusionslösungen abgebaut.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Selten auftretende Nebenwirkungen:

Vitamin B1, Vitamin B12 oder Folsäure können eine schwere allergische Reaktion (anaphylaktische Reaktion) verursachen.

Die Häufigkeit des Auftretens der folgenden Nebenwirkungen ist nicht bekannt:

Wenn Sie an einer vermehrten Zerstörbarkeit der roten Blutkörperchen (Glucose-6-Phosphat- Dehydrogenase-Mangel) leiden, ist nach hohen Dosen Vitamin C eine Auflösung von roten Blutkörperchen (Hämolyse) möglich.

Wenn Sie hohe Dosen Vitamin B6 über längere Zeit anwenden, kann dies zu schwerem Nervenleiden (periphere Neuropathien) führen.

Hochdosiertes Vitamin C und auch Folsäure können Störungen des Magen-Darm-Trakts hervorrufen.

Hochdosiertes Vitamin C kann zu einer vermehrten Ausscheidung von Oxalsäure im Urin (Hyperoxalurie) sowie zur Bildung von Nierensteinen (Calcium-Oxalat-Steine) führen.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25 ºC lagern.

Die Ampullen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie Folgendes bemerken: Das Behältnis ist beschädigt.

Die Infusion der gebrauchsfertigen Lösung soll innerhalb von 24 Stunden abgeschlossen sein.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Weitere Informationen

Was Soluvit – Trockensubstanz zur Infusionsbereitung enthält

  • Die Wirkstoffe sind:
    Vitamin B1 (als Thiaminmononitrat)
    Vitamin B2 (als Riboflavin-Natriumphosphat) Nikotinamid
    Vitamin B6 (als Pyridoxinhydrochlorid) Pantothensäure (als Na-Salz)
    Vitamin C (als Ascorbinsäure-Na-Salz) Biotin
    Folsäure
    Vitamin B12 (Cyanocobalamin)
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Glycin
    Natrium EDTA
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Fresenius Kabi Austria GmbH

Hafnerstraße 36

A-8055 Graz

Hersteller:

Fresenius Kabi AB, Uppsala, Schweden,

/Version: 5

Z.Nr.: 1-19573

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