Zelys 5 mg Kautabletten fĂŒr Hunde

Abbildung Zelys 5 mg Kautabletten fĂŒr Hunde
Zulassungsland Österreich
Hersteller Ceva Sante Animale
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 07.02.2018
ATC Code QC01CE90
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung

Zulassungsinhaber

Ceva Sante Animale

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Zelys 5 mg Kautabletten fĂŒr Hunde

Pimobendan

Anwendungsgebiet(e)

Zur Behandlung der kongestiven Herzinsuffizienz beim Hund, hervorgerufen durch eine Klappeninsuffizienz (Mitralklappen- und/oder Trikuspidalklappen-Regurgitation) oder eine dilatative Kardiomyopathie (siehe auch Abschnitt „Dosierung fĂŒr jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung“).

Zur Behandlung der dilatativen Kardiomyopathie im prĂ€klinischen Stadium (asymptomatisch mit Zunahme des linksventrikulĂ€ren endsystolischen und enddiastolischen Durchmessers) bei Dobermann-Pinschern nach echokardiographischer Diagnose der Herzerkrankung (siehe Abschnitte „Besondere

Warnhinweise fĂŒr jede Zieltierart“ und „Besondere Vorsichtsmaßnahmen fĂŒr die Anwendung [bei Tieren]“).

Zur Behandlung von Hunden mit Mitralklappenendokardiose (MMVD) im prĂ€klinischen Stadium (asymptomatisch mit einem systolischen MitralgerĂ€usch und nachweislich vergrĂ¶ĂŸertem Herzen), um das Auftreten klinischer Symptome einer Herzinsuffizienz

zu verzögern (siehe Abschnitte „Besondere Warnhinweise fĂŒr jede Zieltierart“ und „Besondere Vorsichtsmaßnahmen fĂŒr die Anwendung bei Tieren“).

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Gegenanzeigen

Pimobendan nicht anwenden bei hypertrophen Kardiomyopathien oder bei Erkrankungen, bei denen eine Verbesserung des Herzauswurfvolumens aus funktionellen oder anatomischen GrĂŒnden nicht erzielt werden kann (z. B. Aortenstenose).

Da Pimobendan vorwiegend ĂŒber die Leber verstoffwechselt wird, sollte es nicht bei Hunden mit schwerer BeeintrĂ€chtigung der Leberfunktion angewendet werden (siehe auch Abschnitt „Anwendung wĂ€hrend der TrĂ€chtigkeit, Laktation oder der Legeperiode“).

Besondere Vorsichtsmaßnahmen fĂŒr die Entsorgung von nicht verwendetem Arzneimittel oder von Abfallmaterialien, sofern erforderlich

DE: Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei

Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem HausmĂŒll ist sicherzustellen, dass kein missbrĂ€uchlicher Zugriff auf diese AbfĂ€lle erfolgen kann. Tierarzneimittel dĂŒrfen nicht mit dem Abwasser bzw. ĂŒber die Kanalisation entsorgt werden.

AT: Arzneimittel sollten nicht ĂŒber das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Tierarzt, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

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Wie wird es angewendet?

Dosierung fĂŒr jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Die empfohlene Dosis sollte nicht ĂŒberschritten werden.

Zur GewÀhrleistung einer korrekten Dosierung ist das Körpergewicht vor der Behandlung genau zu ermitteln.

Die Tabletten werden in einer Dosierung zwischen 0,2 mg und 0,6 mg Pimobendan/kg Körpergewicht pro Tag oral eingegeben. Die bevorzugte Tagesdosis betrÀgt 0,5 mg Pimobendan/kg Körpergewicht. Die Dosis sollte unter Verwendung einer geeigneten

Kombination aus ganzen oder halben Tabletten auf zwei tÀgliche Gaben (zu jeweils

0,25 mg/kg Körpergewicht) aufgeteilt werden. Die eine HÀlfte der Tagesdosis sollte morgens, die andere HÀlfte etwa 12 Stunden spÀter eingegeben werden.

Jede Dosis sollte etwa eine Stunde vor dem FĂŒttern eingegeben werden.

Dies entspricht bei einem Körpergewicht von 20 kg einer 5 mg-Kautablette morgens und einer 5 mg-Kautablette abends.

Die Tabletten der WirkstÀrken 1,25, 5 und 10 mg können halbiert werden.

Das Tierarzneimittel kann auch in Kombination mit einem Diuretikum, z. B. Furosemid, angewendet werden.

Hinweise fĂŒr die richtige Anwendung

Die Aufnahme kann spontan durch das Tier oder durch das Platzieren der Tablette hinter den Torus linguae (Zungenwulst) erfolgen.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

In seltenen FÀllen können eine leichte positiv chronotrope Wirkung (Anstieg der

Herzfrequenz) sowie Erbrechen auftreten. Diese Effekte sind jedoch dosisabhÀngig und können durch eine Reduktion der Dosis vermieden werden.

In seltenen FĂ€llen wurden vorĂŒbergehend Durchfall, Anorexie oder Lethargie beobachtet.

Obwohl ein Zusammenhang mit Pimobendan nicht eindeutig nachgewiesen wurde, können wĂ€hrend der Behandlung in sehr seltenen FĂ€llen Anzeichen von Auswirkungen auf die primĂ€re HĂ€mostase (Petechien auf SchleimhĂ€uten, subkutane Blutungen) beobachtet werden. Diese Anzeichen bilden sich nach Absetzen der Behandlung wieder zurĂŒck. In seltenen FĂ€llen wurde unter Dauerbehandlung mit Pimobendan bei Hunden mit Mitralklappeninsuffizienz eine Zunahme der Mitralklappen-Regurgitation beobachtet.

Die Angaben zur HĂ€ufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermaßen definiert:

  • Sehr hĂ€ufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigen Nebenwirkungen)
  • HĂ€ufig (mehr als 1, aber weniger als 10 von 100 behandelten Tieren)
  • Gelegentlich (mehr als 1, aber weniger als 10 von 1000 behandelten Tieren)
  • Selten (mehr als 1, aber weniger als 10 von 10.000 behandelten Tieren)
  • Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 behandelten Tieren, einschließlich
    Einzelfallberichte).

Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgefĂŒhrt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das

Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel unzugĂ€nglich fĂŒr Kinder aufbewahren.

FĂŒr den Blister: Nicht verwendete Tablettenteile sollte in die Blistermulde zurĂŒckgelegt und bei der nĂ€chsten Verabreichung verwendet werden.

Nicht ĂŒber 30 °C lagern.

FĂŒr die Schraubflasche: Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch des

BehÀltnisses: 4 Monate.

Die Flasche fest verschlossen lassen, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schĂŒtzen.

Nicht verwendete Tablettenteile sollten in die Flasche zurĂŒckgelegt und bei der nĂ€chsten Verabreichung verwendet werden.

Nicht ĂŒber 25 °C lagern.

Sie dĂŒrfen das Tierarzneimittel nach dem auf der Flasche oder dem Blister oder auf der Schraubflasche und dem Umkarton nach „EXP:“/„Verwendbar bis“ angegebenen

Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

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Weitere Informationen

Besondere Warnhinweise fĂŒr jede Zieltierart

Nur fĂŒr TierĂ€rzte

Das Tierarzneimittel wurde nicht bei asymptomatischer dilatativer Kardiomyopathie beim Dobermann mit Vorhofflimmern oder anhaltender ventrikulĂ€rer Tachykardie geprĂŒft.

Das Tierarzneimittel wurde nicht bei asymptomatischer Mitralklappenendokardiose bei

Hunden mit ausgeprĂ€gter supraventrikulĂ€rer und/oder ventrikulĂ€rer Tachyarrhythmie geprĂŒft.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen fĂŒr die Anwendung bei Tieren

Die Kautabletten sind aromatisiert. Die Tabletten sind fĂŒr Tiere unzugĂ€nglich aufzubewahren, um eine versehentliche Aufnahme zu vermeiden.

Nur fĂŒr TierĂ€rzte

Bei Hunden mit bestehendem Diabetes mellitus sollte wĂ€hrend der Behandlung eine regelmĂ€ĂŸige Kontrolle des Blutzuckerspiegels erfolgen.

FĂŒr die Anwendung im „prĂ€klinischen Stadium“ der dilatativen Kardiomyopathie

(asymptomatisch mit Zunahme des linksventrikulÀren endsystolischen und enddiastolischen Durchmessers) sollte die Diagnosestellung anhand einer umfassenden Herzuntersuchung (inkl. echokardiographischer Untersuchung und ggf. Langzeit-EKG) erfolgen.

FĂŒr die Anwendung im prĂ€klinischen Stadium der Mitralklappenendokardiose (Stadium

B2, gemĂ€ĂŸ ACVIM-Konsensus: asymptomatisch mit MitralgerĂ€usch ≄ 3/6 und Kardiomegalie durch Mitralklappenendokardiose) sollte die Diagnosestellung anhand einer umfassenden körperlichen und kardialen Untersuchung erfolgen, die ggf. eine Echokardiographie oder eine Röntgenuntersuchung einschließt.

Unter der Behandlung mit Pimobendan werden Kontrollen der Herzfunktion und der

Herzmorphologie empfohlen (siehe auch Abschnitt „Nebenwirkungen“).

Besondere Vorsichtsmaßnahmen fĂŒr den Anwender

Insbesondere bei einem Kind kann die versehentliche Einnahme zum Auftreten von

Tachykardie, orthostatischer Hypotonie, anfallsartiger Gesichtsrötung (Flush) und Kopfschmerzen fĂŒhren.

Nicht verwendete Tablettenteile sollten in die offene Blistermulde oder in die

Schraubfasche und anschließend in die Faltschachtel zurĂŒckgelegt werden.

Sie sollten an einem sicheren Ort außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.

Die Flasche sofort nach Entnahme der erforderlichen Anzahl Tabletten wieder fest mit der Verschlusskappe verschließen.

Bei versehentlicher Einnahme ist unverzĂŒglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

HĂ€nde nach der Anwendung waschen.

TrÀchtigkeit und Laktation

Laboruntersuchungen an Ratten und Kaninchen ergaben keine Hinweise auf teratogene oder fetotoxische Wirkungen. Allerdings ergaben diese Untersuchungen bei hohen Dosen Hinweise auf maternotoxische und embryotoxische Wirkungen. Außerdem zeigten diese Untersuchungen, dass Pimobendan in die Milch ĂŒbergeht. Die Sicherheit des Tierarzneimittels wurde bei trĂ€chtigen oder sĂ€ugenden HĂŒndinnen nicht untersucht. Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:

Nur fĂŒr TierĂ€rzte

In pharmakologischen Studien wurde zwischen dem Herzglykosid Strophanthin und Pimobendan keine Wechselwirkung festgestellt. Der durch Pimobendan induzierte

Anstieg der kardialen Kontraktionskraft wird durch die Calciumantagonisten Verapamil und Diltiazem sowie durch den ÎČ-Blocker Propranolol abgeschwĂ€cht.

Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel): Im Falle einer Überdosierung kontaktieren Sie bitte Ihren Tierarzt.

Nur fĂŒr TierĂ€rzte

Bei einer Überdosierung kann es zu einer positiv chronotropen Wirkung, Erbrechen, Apathie, Ataxie, HerzgerĂ€uschen oder Blutdruckabfall kommen. In diesem Fall sollte die Dosis reduziert und eine geeignete symptomatische Behandlung eingeleitet werden.

Bei lĂ€ngerer Exposition (6 Monate) gesunder Beagle gegenĂŒber dem 3- bzw. 5-Fachen der empfohlenen Dosis wurden bei manchen Hunden eine Mitralklappenverdickung und eine linksventrikulĂ€re Hypertrophie beobachtet. Diese VerĂ€nderungen sind pharmakodynamischen Ursprungs.

InkompatibilitÀten:

Nicht zutreffend.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Zelys 5 mg Kautabletten fĂŒr Hunde - Beipackzettel

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Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden