Asthma bronchiale bei Baby & Kind

Asthma bronchiale bei Baby & Kind

Grundlagen

Zu einer der häufigsten Krankheiten im Kindesalter gehört das Asthma bronchiale. Jedes vierte Kind leidet an einer asthmatischen Erkrankung, die man bis ins Erwachsenenalter beibehalten kann. Anders als bei Erwachsenen besteht bei Babys und Kindern jedoch eine Chance das Asthma komplett zu heilen. Sollte man als erwachsener Mensch an Asthma leiden, ist eine Heilung nicht mehr möglich.

Zwischen dem vierten und f√ľnften Lebensjahr ist die Entwicklung einer asthmatischen Erkrankung am h√§ufigsten. Trotzdem wird Asthma bei Kindern, einer aktuellen Studie zufolge, viel zu sp√§t erkannt. Dies kann wiederum dazu f√ľhren, dass man auch im Erwachsenenalter weiterhin an Asthma leidet. Noch dazu kann es zu Langzeitsch√§den an der Lunge f√ľhren und sogar zu einer St√∂rung der Entwicklung kommen. Sollten Sie Anzeichen einer asthmatischen Erkrankung bei Ihrem Kind feststellen, sollten Sie so schnell wie m√∂glich einen Experten zu Rate ziehen. Asthma oder eine andere Erkrankung der Atemwege, die zu Asthma f√ľhren kann, l√§sst sich an anfallsartigen Hustenanf√§llen, schleimigen Absonderungen beim Husten und einem Pfeifen beim Atmen feststellen. Sollte Ihr Kind an einem dieser Anzeichen l√§ngerfristig leiden, dann sollten Sie unverz√ľglich einen Arzt aufsuchen, um die Ursachen zu kl√§ren.

Generell neigen Kinder zu Atemwegserkrankungen, da sie in diesem Bereich des K√∂rpers √§u√üerst empfindlich sind. Die Luftr√∂hre, die Lungenfl√ľgel und die Bronchien sind im K√∂rper des Kindes noch besonders zart und fragil. Erh√∂hte Aufmerksamkeit auf Anzeichen einer Atemwegserkrankung sollte man immer dann legen, wenn in der Familie bereits Allergien oder eine asthmatische Erkrankung bekannt sind. Forschungen haben bewiesen, dass sowohl Kinder mit einer genetischen Neigung zu asthmatischen Erkrankungen als auch Kinder mit einer genetischen Neigung zu einer Allergie wesentlich h√§ufiger an Asthma bronchiale leiden als jene Kinder, in deren Familie weder die eine noch die andere Krankheit vorkommt.

Was passiert im Körper des Kindes bei einer asthmatischen Erkrankung?

Die Atmung funktioniert bei Kindern und erwachsenen Personen nat√ľrlich gleich. Das Atmen ist ein Vorgang, den wir selbstverst√§ndlich und vollkommen unbewusst durchf√ľhren. Der Mund und die Nase sind die prim√§ren Atmungsorgane, die beim Atmen mitwirken. √úber den Kehlkopf gelangt die Luft in die Luftr√∂hren und von hier in die Hauptbronchien. Diese f√ľhren in den linken und den rechten Lungenfl√ľgel. Kleinste Ver√§stelungen f√ľhren die eingeatmete Luft schlie√ülich in die Lungenbl√§schen. Hier wird die Luft gefiltert und an das Blut √ľbergeben, von wo aus es zum Herzen transportiert wird und unseren K√∂rper mit Sauerstoff versorgt.

Ringf√∂rmig angeordnete Muskelfasern umgeben die Bronchien, deren Innenseite wiederum von einer Schleimhaut bedeckt wird, die f√ľr die Reinigung der Atemwege wichtige Aufgaben √ľbernimmt.

Anders als bei einem Erwachsenen ist dieser gesamte Apparat bei einem Kind generell äußerst zart und fragil. Auch ohne eine akute Atemwegserkrankung kann es zu Störungen kommen, wenn Kinder zum Beispiel Zigarettenrauch ausgesetzt sind oder wenn sie an der kalten Luft spielen.

Sollten die Kinder an einer Atemwegserkrankung wie dem Asthma leiden, dann wurden die kleinen Bronchien in Mitleidenschaft gezogen. Es kommt zu einer Verkrampfung der Bronchialmuskulatur, zur Schwellung der Schleimhaut und zur Ausbildung von zähem Schleim. Diese drei Mechanismen gemeinsam bewirken die Verengung der Atemwege. So kommt es zur Atemnot, zu den Hustenanfällen und zum pfeifenden Geräusch bei der Ausatmung.

Sollte man nicht sofort einen Arzt kontaktieren, kann es schnell zu anfallsartigen Verschlechterungen kommen.

Ausl√∂ser f√ľr einen asthmatischen Anfall k√∂nnen zahlreiche Parameter sein. Zumeist handelt es sich aber um eine Virusinfektion der Atemwege, die Asthma ausl√∂st, oder um eine allergische Reaktion.

Ursachen

Da Asthma eine sehr komplexe Erkrankung ist, gibt es zahlreiche verschiedene Ursachen sowie Verlaufsformen. Allergische Erkrankungen in der Familie, Heuschnupfen, Neurodermitis und zahlreiche andere Krankheiten stellen beim Kind einen Risikofaktor dar. Das Risiko steigt je mehr Familienmitglieder betroffen sind.

In einer aktuellen Studie wurde auch festgestellt, dass das Rauchen w√§hrend einer Schwangerschaft zu einer asthmatischen Krankheit beim Kind f√ľhren kann.

Neben den genetischen Faktoren haben aber auch Umwelteinfl√ľsse einen gro√üen Einfluss auf die Entstehung von Asthma bei Kindern. Solche Umwelteinfl√ľsse k√∂nnen verschmutzte Luft in einer abgasreichen Gro√üstadt, aber auch das passive Nikotin der rauchenden Eltern sein.

Bei Allergien muss man besonders aufmerksam sein, denn Kinder mit Heuschnupfen sind beispielsweise besonders gefährdet Asthma zu entwickeln. Das Asthmarisiko ist besonders dann erhöht, wenn die Allergene (Allergieauslöser) in direktem Zusammenhang mit der Allergie selber stehen. Bei folgenden Allergenen kann es zu einer asthmatischen Reaktion kommen:

  • Bei einer Pollenallergie
  • Einer Tierhaarallergie
  • Nahrungsmittelallergie
  • Hausstaubmilbenallergie
  • Schimmelpilzallergie

Symptome

Die aufgelisteten Symptome können bei Kindern und Babys auf eine Asthmaerkrankung hinweisen:

  • Episodisches, anfallsartiges Husten und Atemnot
  • Pfeif- und Rasselger√§usche beim Atmen
  • Hautprobleme im Kleinkindalter
  • allergische Erkrankungen
  • spastische Bronchitis
  • akute Atemnot bei k√∂rperlicher Anstrengung

Je fortgeschrittener die Erkrankung ist, desto stärker werden die Symptome. Neben den oben genannten Beschwerden können bei einer Verschlechterung der Krankheit auch folgende Symptome auftreten:

  • √úberm√ľdung und Schlaffheitsgef√ľhl
  • Andauerndes Husten und Erstickungsgef√ľhl
  • Herzrasen
  • Sch√ľttelfrost

Diagnose

Ein kl√§rendes Gespr√§ch mit den Eltern kann Aufschluss dar√ľber geben, an welcher Erkrankung das Kind leidet. Diese Anamnese kann man als Elternteil dadurch erleichtern, in dem man ein Krankheitstagebuch f√ľr das Kind f√ľhrt, in dem man vermerkt, wann, wo und in welchem Umfeld die Beschwerden auftreten. Hier kann eingegrenzt werden, ob es sich um eine allergische Reaktion, um einen asthmatischen Anfall oder ob es sich um eine andere Art der Atemwegswerkrankung handelt.

Nach diesem Gespr√§ch sollte eine k√∂rperliche Untersuchung folgen. Eine darauf folgende Spirometrie (Lungenfunktionstest) kann Aufschluss dar√ľber geben, ob es sich tats√§chlich um Asthma handelt. Neben der Spirometrie kann man sich auch f√ľr ein so genanntes Lungenfunktionsprofil (Peak-Flow Meter) entscheiden.

Therapie

Langzeitsch√§den bei Kindern k√∂nnen dadurch verhindert werden, indem man die Beschwerden sehr fr√ľh behandelt.

In erster Linie muss die Linderung der Symptome im Vordergrund stehen, so dass das Kind beschwerdenfrei leben kann. Bei Asthmaschulungen können Kinder und Eltern den Umgang mit der Krankheit erlernen.

Allgemein unterscheidet man bei der Asthmatherapie zwischen zwei Gruppen von Medikamenten. Den vorbeugenden Medikamente, die regelm√§√üig und √ľber einen l√§ngeren Zeitraum eingenommen werden, und den bronchienerweiternden Medikamente, die bei einem Anfall nach Bedarf verabreicht werden.

An und f√ľr sich besteht die Therapie aus einer Kombination zwischen Sprays oder Tabletten und einer zus√§tzlichen Akuttherapie.

Die Medikamente sollten mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Zus√§tzlich zu den allgemein medizinischen Substanzen entscheiden sich auch immer mehr Eltern f√ľr eine hom√∂opathische Zusatzbehandlung. Diese kann vor allem dann hilfreich sein, wenn man sie zus√§tzlich zu den herk√∂mmlichen Pr√§paraten verwendet. Von einer alleinigen Einnahme von hom√∂opathischen Mitteln sollte man aber absehen.

Vorbeugen

Um Ihren Kindern ein Umfeld zu schaffen, in dem es beschwerdenfrei leben kann, sollten Sie einige grundlegende Dinge beachten.

Sollte es sich um eine Allergie bedingte Erkrankung handeln, dann sollten Sie sicherstellen, dass das Kind nicht mit dem Allergen in Kontakt kommt. Das ist nicht immer so einfach, denn besonders bei einer Pollen Allergie kann man oft nicht aktiv eingreifen. Sehr wohl kann man aber den Ort und die Zeit des gemeinsamen Urlaubsortes auf den Pollenflug abstimmen.

Versuchen Sie Stress zu vermeiden. Stressige Situationen und psychische Anstrengungen k√∂nnen zu einem asthmatischen Anfall f√ľhren. Stellen Sie aus diesem Grund sicher, dass ihr Kind in einer stressfreien Zone aufwachsen kann.

Schlechte Umwelteinfl√ľsse sollten vermieden werden. Das Einatmen von Abgasen kann den Verlauf der Asthma Erkrankung negativ beeinflussen. Absolut sch√§dlich ist es, wenn das Kind in seinem Umfeld mit Nikotin und Passivrauch konfrontiert ist. Um das zu vermeiden, sollten Sie in der Wohnung nicht rauchen und keine Orte aufsuchen, in denen geraucht werden darf.

Eine gesunde Ern√§hrung und viel Sport k√∂nnen den Verlauf der Krankheit positiv beeinflussen. Entgegen der allgemeinen Meinung ist es durchaus gut und wichtig, dass das Kind einer sportlichen Bet√§tigung nachgeht. Dies kann ihm nur gut tun. Achten Sie darauf, dass es seine Grenzen kennt und diese nicht √ľberschreitet. Eine gesunde Ern√§hrung ist ein weiterer wichtiger Faktor, den man auf keinen Fall au√üer Acht lassen sollte. Die Gesundheit des kleinen Patienten wird gest√§rkt und sein Immunsystem wird widerstandsf√§higer.

Redaktionelle Grundsätze

Alle f√ľr den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von gepr√ľften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universit√§ten). Dabei legen wir gro√üen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.
Danilo Glisic

Danilo Glisic
Autor

Als Biologie- und Mathematikstudent verfasst er leidenschaftlich Magazinartikel zu aktuellen medizinischen Themen. Aufgrund seiner Affinität zu Zahlen, Daten und Fakten, liegt sein Fokus dabei auf der Beschreibung von relevanten klinischen Studienergebnissen.

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