Gelbfieber

Gelbfieber
Internationale Klassifikation (ICD) A95.-

Grundlagen

Beschreibung

Eine der im tropischen-, Mittel- und SĂŒdafrika verbreitetsten Infektionskrankheiten ist Gelbfieber, welches unbehandelt hĂ€ufig zum Tod fĂŒhrt.

StÀndig tritt es als Dschungel- oder Buschfieber auf. In StÀdten sind Epidemien möglich, man spricht vom urbanen Gelbfieber. Weltweit erkranken jÀhrlich 200.000 Menschen, 30.000 davon erliegen der Infektion.

Ursachen

Verursacht wird Gelbfieber von einem Vertreter der Flaviviren. Die natĂŒrlichen Wirte des Virus sind Affen. Von ihnen werden Erreger ĂŒber StechmĂŒcken auf den Menschen ĂŒbertragen. Beim PhĂ€nomen des urbanen Gelbfiebers ist der Mensch gleichzeitiger Wirt. Eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch ist jedoch nicht möglich.

Es gibt eine Inkubationszeit, welche 3 bis 6 Tage betrÀgt. Der ansteckende Zeitraum wird auf die erste Krankheitswoche geschÀtzt.

Symptome

Am Beginn der Erkrankung zeigen sich grippeÀhnliche Symptome. Nimmt Gelbfieber einen leichten Verlauf, bleiben weitere Beschwerden aus, weshalb Gelbfieber oft nicht als solches erkannt wird.

Typisch ist eine hoch-fiebrige Phase von 3-4 Tagen, begleitet von Übelkeit, (Blut-) Erbrechen, Kopf-, RĂŒckenschmerzen und gelblicher VerfĂ€rbung der Haut. Darauf folgt die fieberfreie Phase von 1-2 Tagen.

Anschließend kommt es erneut zu hohem Fieber und die Erkrankung prĂ€gt sich vollstĂ€ndig aus. Üblicherweise treten Blutungen aus Haut und SchleimhĂ€uten auf. Auch neurologische Beschwerden wie HirnhautentzĂŒndung, oder Nieren- bzw. Leberversagen können folgen. Bei einem solch schweren Verlauf, versterben Patienten hĂ€ufig innerhalb einer Woche.

Diagnose

Innerhalb der ersten 5 Tage können die Erreger im Blut nachgewiesen werden, danach durch spezifische Antikörper.

Bei mildem Krankheitsverlauf wird Gelbfieber oft mit einer Grippeart oder anderen fiebrigen Erkrankungen verwechselt. Schwere FÀlle Àhneln stark anderen hÀmorrhagischen Fiebern, wie z.b. Ebola.

Therapie

Gelbfieber kann nur symptomatisch behandelt werden, spezielle Therapien stehen nicht zur VerfĂŒgung. Hauptaugenmerk wird vom behandelnden Arzt auf eine ausreichende FlĂŒssigkeitszufuhr und intakte Blutgerinnung gelegt.

Prognose

Die Heilungsaussichten hÀngen sehr stark von der AusprÀgung des Gelbfiebers ab. In ca. 10% der FÀlle wird die Leber wÀhrend der 2. Fieber-Phase geschÀdigt. Ebenso kann es zu starken Blutungen aus SchleimhÀuten und des Verdauungstraktes kommen.

Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren weisen die geringste Sterblichkeit auf. Die höchste liegt mit 50% bei Erwachsenen zwischen 20 und 30 Jahren.

Vorbeugen

Gelbfieber lÀsst sich nur mit einer Schutzimpfung vorbeugen. Geimpft werden darf nur von staatlich zugelassenen Gelbfieber-Impfstellen. Sie sollte spÀtestens 10 Tage vor der Abreise erfolgen und wird bei jeder Reise in ein Epidemiegebiet empfohlen.

Kleinkinder unter 6 Monaten dĂŒrfen nicht geimpft werden. Schwangeren wird von einer Impfung abgeraten.

Nach erfolgter Impfung besteht der Schutz fĂŒr 10 Jahre.

Wer bereits einmal an Gelbfieber erkrankt war, ist lebenslang Immun gegen eine erneute Ansteckung.

Gelbfieber ist unter keinen UmstÀnden mit Gelbsucht zu verwechseln! Zweitere bezeichnet umgangssprachlich eine Hepatitis (Infektion der Leber), medizinisch eine gelbliche VerfÀrbung der Haut.

Redaktionelle GrundsÀtze

Alle fĂŒr den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprĂŒften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter UniversitĂ€ten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.
Danilo Glisic

Danilo Glisic
Autor

Als Biologie- und Mathematikstudent verfasst er leidenschaftlich Magazinartikel zu aktuellen medizinischen Themen. Aufgrund seiner AffinitÀt zu Zahlen, Daten und Fakten, liegt sein Fokus dabei auf der Beschreibung von relevanten klinischen Studienergebnissen.

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