Menstruation, stark und lang (Menorrhagie)

Menstruation, stark und lang (Menorrhagie)
Internationale Klassifikation (ICD) N92.-

Grundlagen

Beschreibung

Eine Monatsblutung, die ungewöhnlich stark ist und lang andauert, wird als Menorrhagie bezeichnet.

Es handelt sich um eine Menstruationsstörung, bei der eine Blutung 7-14 Tage anhält und mehr als 150 ml Blut verloren bzw. über fünf Binden pro Tag gebraucht werden.

Ursachen

Eine Menorrhagie wird meist durch Veränderungen der Geschlechtsorgane hervorgerufen.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • entzündete Gebärmutterschleimhaut - Endometritis
  • Muskelgeschwülste (gutartig) in der Gebärmutter - Uterusmyom
  • Wucherung der Gebärmutterschleimhaut - Endometriose
  • Polypen
  • bösartige Veränderungen der Gebärmutter

Hormonstörungen sind in ca. 10 Prozent der Fälle Auslöser einer Menorrhagie. Noch seltener sind es Blutgerinnungsstörungen, Bluthochdruck, Nieren- oder Herzerkrankungen.

Symptome

Eine ungewöhnlich starke und zwischen 7 und 14 Tagen anhaltende Monatsblutung.

Diagnose

Für die Feststellung einer Menorrhagie benötigt der behandelnde Arzt eine genaue Beschreibung der Beschwerden und führt möglicherweise eine der folgenden Untersuchungen durch, um die Diagnose zu sichern:

  • Untersuchung von Scheide und Muttermund (evtl. mit einem speziellen Mikroskop, Kolposkopie)
  • Tastuntersuchung
  • Ultraschall
  • Krebsabstrich
  • Schwangerschaftstest (sofern im gebärfähigen Alter)
  • Allgemeine internistische Untersuchung
  • Computertomografie
  • Magnetresonanztomografie

Wenn der Verdacht auf eine Hormonstörung besteht, werden zusätzlich Blut und Harn untersucht.

Therapie

Die Behandlungsstrategie richtet sich nach der Ursache der Menorrhagie.

Liegen keine organischen Veränderungen vor, kommt eine hormonelle Behandlung zum Einsatz, z.b. mit Gestagenen zur Unterstützung der Gelbkörperphase. Sofern kein Kinderwunsch besteht, haben sich auch hormonelle Verhütungsmittel wie z.b. die Pille bewährt. Sollte das Allgemeinbefinden weiterhin leiden und die Behandlung nicht anschlagen, kann man in sehr seltenen Fällen und bei einer abgeschlossenen Familienplanung, eine Entfernung der Gebärmutter in Betracht ziehen.

Im Fall von Myomen oder Polypen (organische Veränderungen) bieten sich operative Eingriffe oder medikamentöse Therapien an. Sollte jedoch der Verdacht auf eine bösartige Veränderung der Gebärmutter bestehen, wird zunächst die Gebärmutterschleimhaut ausgeschabt (Abrasio oder Curettage).

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