Erythrozytenkonzentrat-MHH Leukozytendepletiert

Abbildung Erythrozytenkonzentrat-MHH Leukozytendepletiert
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Medizinische Hochschule Hannover KöR
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 23.05.2001

Zulassungsinhaber

Medizinische Hochschule Hannover KöR

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

sind akute und chronische An√§mien. F√ľr die Indikation zur Erythrozytentransfusion lassen sich keine universell anwendbaren unteren Grenzwerte f√ľr H√§moglobin oder H√§matokrit festlegen. Die Ursache der An√§mie soll m√∂glichst gekl√§rt werden und, falls m√∂glich, eine kausale Therapie eingeleitet werden. Die Entscheidung f√ľr die Transfusion von Erythrozyten oder f√ľr eine andere, gleichwertige Therapie ist abh√§ngig vom klinischen Gesamtzustand des Patienten.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

a) Dosierung

Bei einem normalgewichtigen Erwachsenen ohne gesteigerten Erythrozytenumsatz ist nach Übertragung eines Erythrozytenkonzentrates mit einem Anstieg des Hämoglobinwertes um etwa 10 g/l (1g/dl) bzw. des Hämatokritwertes um etwa 0,03 (3 %) zu rechnen. Bei Patienten mit Immunhämolyse ist der Hb-Anstieg entsprechend dem Schweregrad der Erkrankung reduziert. Bei akuten Anämien infolge Blutverlustes ist in Abhängigkeit von diesem zu dosieren. Hierbei ist unter Umständen eine zusätzliche, dem Einzelfall sachgerecht angepasste Volumensubstitution notwendig.

  1. Art der Anwendung zur i.v. Infusion
  2. Häufigkeit der Verabreichung nach Indikationsstellung
  3. Dauer der Behandlung

nach Indikationsstellung

e) √úberdosierung

Eine Hypervolämie sowie eine Polyglobulie können bei nicht sachgerechter Dosierung und Infusionsgeschwindigkeit auftreten.

f) Notfallmaßnahmen

Treten Unvertr√§glichkeiten auf, so ist die Transfusion unverz√ľglich abzubrechen, der Venenzugang jedoch offen zuhalten und eine Behandlung, der Schwere der Symptome gem√§√ü, nach den aktuellen Regeln der Notfalltherapie einzuleiten.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

  • H√§molytische Transfusionsreaktionen k√∂nnen als h√§molytische Sofortreaktionen w√§hrend oder kurz nach der Transfusion von Erythrozytenkonzentraten auftreten. H√§ufigste Ursachen sind eine AB0-Inkompatibilit√§t sowie bereits vor der Transfusion vorhandene, h√§molytisch wirksame starke (irregul√§re) Alloantik√∂rper.
  • anaphylaktische Reaktionen bei Empf√§ngern mit angeborenem IgA-Mangel
  • Verz√∂gerte h√§molytische Reaktionen k√∂nnen nach Ablauf mehrerer Tage bis zu zwei Wochen nach zun√§chst unauff√§lliger Erythrozytentransfusion auftreten.
  • Obwohl HLA-bedingte Unvertr√§glichkeiten stark verringert sind, k√∂nnen febrile Transfusionsreaktionen in unmittelbarem zeitlichem Zusammenhang mit der Transfusion auftreten.
  • urtikarielle Hautreaktionen und andere anaphylaktoide Reaktionen
  • Posttransfusionelle Purpura
  • Transfusionsassoziierte akute Lungeninsuffizienz (TRALI)
  • Insbesondere bei hohen Transfusionsgeschwindigkeiten und Transfusionsvolumina kann es zur Volumen√ľberlastung des Kreislaufs (Hypervol√§mie, transfusionsassoziierte zirkulatorische √úberladung) kommen.
  • Eine transfusionsbedingte Hyperkali√§mie kann bei Fr√ľhgeborenen, anurischen Empf√§ngern und nach Notfall- und Massivtransfusionen vorkommen.
  • Eine sekund√§re H√§mosiderose kann bei Langzeitsubstitution auftreten.
  • Bei Massivtransfusionen von nicht erw√§rmten Erythrozytenkonzentraten kann eine transfusionsinduzierte Hypothermie auftreten.
  • Graft-versus-Host-Reaktion bei immunsupprimierten Patienten nach √úbertragung proliferationsf√§higer Lymphozyten
  • Das Risiko einer bakteriellen Kontamination l√§sst sich nicht mit letzter Sicherheit ausschlie√üen.
  • Bei der Anwendung von aus menschlichem Blut hergestellten Arzneimitteln ist die √úbertragung von Infektionskrankheiten durch √úbertragung von Erregern ‚Äď auch bislang unbekannter Natur ‚Äď nicht v√∂llig auszuschlie√üen. Dies gilt z.B. f√ľr Hepatitiden, seltener f√ľr das erworbene Immundefektsyndrom (AIDS).
  • Im Vereinigten K√∂nigreich Gro√übritannien und Nordirland wurde √ľber Einzelf√§lle berichtet, in denen bei Empf√§ngern von Transfusionen, deren Spender sp√§ter an der varianten

Creutzfeldt-Jakob Krankheit (vCJK) erkrankten, ebenfalls der ‚ÄěErreger‚Äú (so genannte Prionen) nachgewiesen wurde. Bei der vCJK handelt es sich um eine in Deutschland bislang nicht beobachtete Erkrankung, die durch den Verzehr von bestimmten Nahrungsmitteln aus BSE- kranken Rindern erworben werden kann.

    • Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
    • Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von gro√üer Wichtigkeit. Sie erm√∂glicht eine kontinuierliche √úberwachung des Nutzen-Risiko- Verh√§ltnisses des Arzneimittels. Angeh√∂rige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut f√ľr Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, Paul-Ehrlich-Institut, Paul-Ehrlich-Stra√üe 51 ‚Äď 59, 63225 Langen, Telefon +49 6 10 37 70, Telefax: +49 61 03 77 12 34, Website: www.pei.de anzuzeigen.
    • Patienten sind dar√ľber zu informieren, dass sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal wenden sollen, wenn sie Nebenwirkungen bemerken. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Gebrauchsinformation und Fachinformation angegeben sind. Patienten k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Paul-Ehrlich-Institut anzeigen. Indem Patienten Nebenwirkungen melden, k√∂nnen sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

Anzeige

Weitere Informationen

Hannover, 28.10.2014

Anzeige

Zulassungsland Deutschland
Hersteller Medizinische Hochschule Hannover KöR
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 23.05.2001

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden