Human-Erythrozytenkonzentrat PAGGSM, leukozytendepletiert/HGW AB Rh pos.

Abbildung Human-Erythrozytenkonzentrat PAGGSM, leukozytendepletiert/HGW AB Rh pos.
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Universitätsmedizin Greifswald KöR
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 27.02.1998

Zulassungsinhaber

Universitätsmedizin Greifswald KöR

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

sind akute und chronische An√§mien. F√ľr die Indikation zur Erythrozytentransfusion lassen sich keine universell anwendbaren unteren Grenzwerte f√ľr H√§moglobin oder H√§matokrit festlegen. Die Ursache der An√§mie soll m√∂glichst gekl√§rt werden und, falls m√∂glich, eine kausale Therapie eingeleitet werden. Die Entscheidung f√ľr die Transfusion von Erythrozyten oder f√ľr eine andere, gleichwertige Therapie ist abh√§ngig vom klinischen Gesamtzustand des Patienten.

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Wie wird es angewendet?

  1. Dosierung

Die Gabe eines einzelnen Erythrozytenkonzentrates bei Erwachsenen ist nur ausnahmsweise gerechtfertigt. Bei einem normalgewichtigen Erwachsenen ohne gesteigerten Erythrozytenumsatz ist nach Übertragung eines Erythrozyten- konzentrates mit einem Anstieg des Hämoglobinwertes um etwa 10 g/l (1g/dl bzw. 0,62 mmol/l) bzw. des Hämatokritwertes um etwa 0,03 (3 %) zu rechnen. Bei Patienten mit Immunhämolyse ist der Hb-Anstieg entsprechend dem Schweregrad der Erkrankung reduziert. Bei akuten Anämien infolge Blutverlustes ist in Abhängigkeit von diesem zu dosieren. Hierbei ist unter Umständen eine zusätzliche, dem Einzelfall sachgerecht angepasste Volumensubstitution notwendig.

  1. Art der Anwendung zur i.v. Infusion
  2. Häufigkeit der Verabreichung nach Indikationsstellung
  3. Dauer der Behandlung

nach Indikationsstellung

e) √úberdosierung

Eine Hypervolämie sowie eine Polyglobulie können bei nicht sachgerechter Dosierung und Infusionsgeschwindigkeit auftreten.

f) Notfallmaßnahmen

Treten Unvertr√§glichkeiten auf, so ist die Transfusion unverz√ľglich abzubrechen, der Venenzugang jedoch offen zu halten und eine Behandlung, der Schwere der Symptome gem√§√ü, nach den aktuellen Regeln der Notfalltherapie einzuleiten.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

    • H√§molytische Transfusionsreaktionen k√∂nnen als h√§molytische Sofortreaktionen w√§hrend oder kurz nach der Transfusion von Erythrozytenkonzentraten auftreten. H√§ufigste Ursachen sind eine AB0- Inkompatibilit√§t sowie bereits vor der Transfusion vorhandene, h√§molytisch wirksame starke (irregul√§re) Alloantik√∂rper.
    • anaphylaktische Reaktionen bei Empf√§ngern mit angeborenem IgA-Mangel
    • Verz√∂gerte h√§molytische Reaktionen k√∂nnen nach Ablauf mehrerer Tage bis zu zwei Wochen nach zun√§chst unauff√§lliger Erythrozytentransfusion auftreten.
    • Obwohl HLA-bedingte Unvertr√§glichkeiten stark verringert sind, k√∂nnen febrile Transfusionsreaktionen in unmittelbarem zeitlichem Zusammenhang mit der Transfusion auftreten.
    • urtikarielle Hautreaktionen und andere anaphylaktoide Reaktionen
    • posttransfusionelle Purpura
    • Transfusionsassoziierte akute Lungeninsuffizienz (TRALI)
    • Insbesondere bei hohen Transfusionsgeschwindigkeiten und Transfusionsvolumina kann es zur Volumen√ľberlastung des Kreislaufs (Hypervol√§mie, transfusionsassoziierte zirkulatorische √úberladung) kommen
    • Eine transfusionsbedingte Hyperkali√§mie kann bei Fr√ľhgeborenen, anurischen Empf√§ngern und nach Notfall- und Massivtransfusionen vorkommen.
    • Eine sekund√§re H√§mosiderose kann bei Langzeitsubstitution auftreten.
    • Bei Massivtransfusionen von nicht erw√§rmten Erythrozytenkonzentraten kann eine transfusionsinduzierte Hypothermie auftreten.
    • Graft-versus-Host-Reaktion bei immunsupprimierten Patienten nach √úbertragung proliferationsf√§higer Lymphozyten
    • Das Risiko einer bakteriellen Kontamination l√§sst sich nicht mit letzter Sicherheit ausschlie√üen.
    • Bei der Anwendung von aus menschlichem Blut hergestellten Arzneimitteln ist die √úbertragung von Infektionskrankheiten durch √úbertragung von Erregern - auch bislang unbekannter Natur - nicht v√∂llig auszuschlie√üen. Dies gilt z.B. f√ľr Hepatitiden, seltener f√ľr das erworbene Immundefektsyndrom (AIDS).
    • Im Vereinigten K√∂nigreich Gro√übritannien und Nordirland wurde √ľber Einzelf√§lle berichtet, in denen bei Empf√§ngern von Transfusionen, deren Spender sp√§ter an der varianten Creutzfeldt-Jakob Krankheit (vCJK) erkrankten, ebenfalls der ‚ÄěErreger‚Äú (so genannte Prionen) nachgewiesen wurde. Bei der vCJK handelt es sich um eine in Deutschland bislang nicht beobachtete Erkrankung, die durch den Verzehr von bestimmten Nahrungsmitteln aus BSE-kranken Rindern erworben werden kann.

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Weitere Informationen

11.05.2011

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Hersteller Universitätsmedizin Greifswald KöR
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 27.02.1998

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