Autor: Bode Chemie GmbH


Langinformationen

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Manusept viruzid wird angewendet zur hygienischen und chirurgischen Händedesinfektion.
Zur Anwendung auf Schleimhäuten und offenen Wunden nicht geeignet.
Wirkspektrum: bakterizid (inkl. Mykobakterien), fungizid, viruzid.

Inhaltsverzeichnis
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Wie wird es angewendet?
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie soll es aufbewahrt werden?
Weitere Informationen

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Manusept viruzid darf nicht angewendet werden,
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber einen der Inhaltsstoffe von Manusept viruzid sind.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Manusept viruzid
Propylenglycol kann Hautreizungen hervorrufen.
Manusept viruzid ist alkoholhaltig und brennbar. Vor Anwendung elektrischer Geräte die mit Manusept viruzid eingeriebene Haut gut trocknen lassen.
Nicht verschlucken oder in den Blutkreislauf gelangen lassen.
Anwendung während Schwangerschaft und Stillzeit
Bei sachgemäßem Gebrauch kann Manusept viruzid während Schwangerschaft und Stillzeit angewendet werden.
Dosierungsanleitung
Zur hygienischen Händedesinfektion unverdünnt in die Hände einreiben, diese während 30 Sekunden feucht halten. Zur chirurgischen Händedesinfektion unverdünnt in die Hände einreiben, diese während 3 Minuten feucht halten. Zur Virusinaktivierung unverdünnt in die Hände einreiben, diese während 1 Minute feucht halten.

Wie wird es angewendet?

Zur Anwendung auf der Haut.
Manusept viruzid ist zur äußerlichen Anwendung an der Haut, jedoch nicht auf Schleimhäuten und Wunden bestimmt. Die Lösung ist nicht zur Einnahme oder intravenösen Applikation geeignet.
Anwendungsfehler und Überdosierung
Nach bestimmungswidriger oraler Aufnahme größerer Mengen von Manusept viruzid (ab ca. 0,5 ml/kg KG) ist mit Intoxikationserscheinungen durch die enthaltenden Alkohole zu rechnen. Bei qualitativ ähnlichen Wirkungen ist Propanol ca. 1,5 bis 2mal toxischer als Ethanol. Das klinische Bild einer kombinierten Intoxikation dürfte dem in Fachkreisen bekannten der reinen Ethanolintoxikation entsprechen. Die Notfallbehandlung hat zunächst den allgemeinen Prinzipien der Vergiftungsbehandlung (z. B. möglichst vollständige primäre Giftelimination und Verhinderung weiterer Resorption) zu folgen. Neben symptomatischen Maßnahmen ist (im Unterschied zur kombinierten Methanol / Ethanol-Intoxikation) vordringlich eine rasche Senkung des Ethanol-Blutspiegels (z. B. mittels Glucose- oder Lävulose-Infusionen, ggf. Dialyse) anzustreben, da hohe Ethanolspiegel den enzymatischen Abbau des Propanol verzögern.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Nicht bekannt.
Nebenwirkungen
Insbesondere bei mehrfacher Anwendung kann es zu Irritationserscheinungen der Haut (z.B. Austrocknung, Schuppung, Rötung, Spannung, Juckreiz) kommen. Lanolin poly(oxyethylen)-75 kann örtlich begrenzte Hautreaktionen (z. B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Dauer der Haltbarkeit nach Anbruch: 6 Monate.

Weitere Informationen

Wirkstoffe:
100 g enthalten: 10 g 1-Propanol (Ph. Eur.) und 57,6 g Ethanol 96 %.
Sonstige Bestandteile:
Gereinigtes Wasser, Propylenglycol, Butan-1,3-diol, 2-Butanon, Phosphorsäure
85 %, Lanolin poly(oxyethylen)-75, Parfum Fresh PH 799 982 (Symrise)
Manusept viruzid ist in Packungen mit 150 ml, 500 ml, 1000 ml und 5000 ml Lösung erhältlich.
[Hinweis zusätzlich auf Packungen mit einem Volumen von ? 1000 ml: ?Ein Umfüllen von Manusept viruzid darf nur unter aseptischen Bedingungen (Sterilbank) erfolgen.?]
Inhalt:
100 ml [500 ml, 1000 ml, 5000 ml] Lösung
Pharmazeutischer Unternehmer: BODE Chemie GmbH & Co. KG, Melanchthonstraße 27, 22525 Hamburg, Teleon: (+49-40) 54006-0, Telefax: (+49-40) 54006-200.
Hersteller: A.F.P. – Antiseptica Forschungs- und Produktionsgesellschaft mbH, Otto-Brenner-Str. 16, 21337 Lüneburg,
Alkoholhaltig, brennbar.
Eindringen größerer Mengen der Flüssigkeit in Kanalisation verhindern. Mit flüssigkeitsbindendem Material aufnehmen. Bei höheren Temperaturen Explosionsgefahr. Vor Anwendung elektrischer Geräte gut trocknen lassen. Nicht mit dem Hausmüll entsorgen. Reste nicht in den Ausguss oder in das WC leeren, sondern Problemstoffsammelstelle oder Sonderabfallsammler übergeben. Sonderabfall Schlüsselnr. 070104, AVV.
Zul.-Nr.: 57803.00.00
Stand der Information: September 2008
Ch-B.:
Verwendbar bis: [Monat/Jahr]
Manusept viruzid wirkt gemäß in-vivo Prüfungen bakterizid (inkl. Mykobakterien), fungizid und viruzid. Zeitangaben: BVDV 30 s, (dies lässt nach aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand auf eine Wirksamkeit gegen HCV, HBV, und HIV schließen) Rota 15 s, Infuenza A und B 30 s, HSV1 und HSV2 30 s, SARS 30 s, HAV 30 s, FCV (als Surrogatvirus für Noroviren) 30 s, Adeno 60 s, Polio 60 s, SV40 60 s, Vaccinia 30 s. Die Kriterien gemäß EN1500 und prEN12791 werden erfüllt.
Anwendung ausschließlich durch Angehörige der Heilberufe.
Denken Sie bitte daran – insbesondere bei häufiger Anwendung – Ihre Hände zu pflegen.

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