RenaMag darf nicht eingenommen werden,
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wenn Sie allergisch gegen Calciumacetat, Magnesiumcarbonat oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
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wenn Ihre Phosphatwerte im Blut zu niedrig sind,
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wenn Sie erhöhte Calciumwerte im Blut haben. Dies kann auf eine Vitamin-D-Überdosierung, Tumore in Lunge, Brust, Niere oder im Blut, Knochenmetastasen, bestimmten Lungenerkrankungen (Sarkoidose) oder Knochenschwund als Folge von Bewegungsmangel zurückzuführen sein,
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wenn Sie erhöhte Magnesiumwerte im Blut und/oder entsprechende Anzeichen dafür aufweisen,
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wenn bei Ihnen eine Herzrhythmusstörung namens AV-Block III (totaler AV-Block) vorliegt,
wenn Sie unter Muskelermüdbarkeit leiden, einschließlich die der Augen und Muskelschwäche beim Kauen, Schlucken und Atmen (Myasthenia gravis - schwere Muskelschwäche).
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie RenaMag einnehmen.
Ihr Arzt wird Ihre Phosphat-, Magnesium- und Calciumwerte sowie das Calcium-Phosphat-Produkt in Ihrem Blut regelmäßig kontrollieren. Sollten Ihre Calcium- und Magnesiumwerte im Blut zu hoch sein, wird Ihr Arzt die RenaMag-Dosierung entsprechend verringern, oder die Behandlung abbrechen. Möglicherweise ist eine Anpassung des Calcium- und Magnesiumgehaltes im Dialysat erforderlich.
Eine besonders engmaschige Kontrolle der Blutkonzentrationen von Calcium-, Magnesium- und Phosphat ist notwendig, wenn Sie
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sehr hohe, nicht behandelbare Phosphatwerte haben,
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sehr hohe Kaliumwerte haben, die schwierig zu behandeln sind,
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an einer niedrigen Herzfrequenz oder Leitungsdefekten des Herzens, die mit einem langsamen Herzschlag (AV-Block II. Grades) in Zusammenhang stehen, leiden.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von RenaMag ist erforderlich
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wenn Sie RenaMag in hohen Dosen über einen langen Zeitraum einnehmen, da der Magnesiumgehalt im Blut ansteigen kann. Mögliche Anzeichen von hohen Magnesiumwerten sind Magenprobleme wie Übelkeit, Appetitlosigkeit, weicher Stuhl aber auch Darmträgheit. Sehr hohe Magnesiumwerte können zu Muskelschwäche, niedrigem Blutdruck sowie Ohnmacht und Koma führen,
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wenn Sie an chronischen Nierenerkrankungen leiden, da eine Einnahme von RenaMag in Abhängigkeit von Ihrer Erkrankung zu hohen Calciumwerten im Blut führen kann. Mögliche Anzeichen von hohen Calciumwerten sind Muskelschwäche und Magenprobleme wie Magenschmerzen, Darmträgheit, Übelkeit und Erbrechen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn solche Symptome auftreten sollten.
Bitte achten Sie auf die möglichen Symptome erhöhter Calciumwerte im Blut wie unter Abschnitt 4. dargelegt
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wenn Sie RenaMag über einen langen Zeitraum einnehmen, da dies zu Calciumablagerungen im Gewebe und somit Gewebeverhärtungen führen kann,
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wenn Sie magensäurebeeinflussende Mittel (z.B. zur Linderung von Sodbrennen) einnehmen (z. B.
Protonenpumpenhemmer, Antazida, H2-Antihistaminika), besonders, wenn diese Calcium oder Magnesium enthalten. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bevor Sie säureneutralisierende Mittel einnehmen, da sich die Auflösung von RenaMag verändern kann und möglicherweise zusätzlich Magnesium oder Calcium zugeführt wird,
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wenn Sie unter Durchfall leiden. Setzen Sie sich in diesem Fall mit Ihrem Arzt in Verbindung und nehmen Sie eine niedrigere Dosis von RenaMag ein.
Vor der Behandlung mit RenaMag wird Ihr Arzt mit Ihnen über eine Umstellung Ihrer Ernährung sprechen, da auch Ihre Ernährungsgewohnheiten und die Art der Dialyse die Phosphatkonzentration in Ihrem Körper beeinflussen.
Einnahme von RenaMag zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen (auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt).
Nehmen Sie 2 Stunden vor und bis 3 Stunden nach der Einnahme von RenaMag keine anderen Medikamente ein.
Die Einnahme von RenaMag verschlechtert die Aufnahme und damit die Wirksamkeit einiger Arzneimittel.
Dies gilt unter anderem für
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bestimmte Mittel gegen Infektionskrankheiten (Antibiotika), Tetracycline (auch Doxycyclin), Chinolone (z. B. Ciprofloxacin), Cephalosporine (z. B. Cefpodoxim, Cefuroxim), Nitrofurantoin,
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bestimmte Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen (Ketoconazol),
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bestimmte Arzneimittel gegen Osteoporose (Bisphosphonate),
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bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck, koronarer Herzkrankheit und Herzrhythmusstörungen (wie Verapamil),
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bestimmte Arzneimittel gegen Krebs (Estramustin-Präparate),
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bestimmte Arzneimittel gegen Parkinson oder Blasenschwäche (Anticholinergika),
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bestimmte Arzneimittel gegen Gallensteine (Ursodesoxycholsäure, Chenodesoxycholsäure) und gegen zu hohe Cholesterinkonzentrationen im Blut (Gallensäurenaustauscherharz, z. B. Cholestyramin),
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ein Arzneimittel, welches gegen Rheuma und andere Erkrankungen eingesetzt wird (Penicillamin),
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Arzneimittel, die Fluoride, Zink, Strontium oder Eisen enthalten.
Eine Verstärkung der Nebenwirkung von RenaMag (Erhöhung der Calciumkonzentration im Blut) tritt auf bei gleichzeitiger Einnahme von
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Vitamin D,
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bestimmten harntreibenden (diuretischen) Arzneimitteln (Wassertabletten),
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Arzneimitteln, die weibliche Geschlechtshormone (Östrogene wie Estradiol) oder Vitamin A enthalten.
RenaMag kann die Wirkung eines Medikamentes zur Behandlung der Schilddrüsenfunktion (Levothyroxin) erhöhen.
RenaMag kann die Wirkung bestimmter Herzmedikamente (herzwirksame Glykoside wie Digoxin) und von Adrenalin (Mittel zur Bekämpfung eines Schocks) verstärken, da deren Wirkung von Ihrem Calciumspiegel beeinflusst werden können. Es besteht eine erhöhte Gefahr des Auftretens von Herzrhythmusstörungen, so dass regelmäßige EKG-Kontrollen erforderlich sind.
Antazida, Protonenpumpeninhibitoren und H2-Antihistaminika verschieben den pH-Wert des Magens und können den Zerfall der Arzneiform verändern und die Phosphatbindung beeinträchtigen. Calcium- und magnesiumhaltige Antazida können zudem zu einer zusätzlichen unerwünschten Zufuhr dieser Elektrolyte führen.
Einnahme von RenaMag zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
RenaMag sollte mit einer Mahlzeit eingenommen werden. Bitte besprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie zusätzlich Vitamin- und Mineralstoffpräparate zur Nahrungsergänzung einnehmen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft:
Sie sollten RenaMag während der Schwangerschaft nur dann einnehmen, wenn Ihr behandelnder Arzt der Meinung ist, dass der potentielle Nutzen das Risiko übersteigt. Ihre Calcium- und Magnesiumwerte werden regelmäßig kontrolliert werden.
Stillzeit:
Wenn Sie RenaMag einnehmen, wird das Stillen nicht empfohlen.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen notwendig.
RenaMag enthält Lactose
Bitte nehmen Sie daher RenaMag erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.