Respicur 200 mg - Ampullen

Abbildung Respicur 200 mg - Ampullen
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Richard Bittner
Betäubungsmittel Nein

Zulassungsinhaber

Richard Bittner

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Theophyllin, der Wirkstoff von Respicur, bewirkt eine Erweiterung der Atemwege und unterst√ľtzt die Atmung. Der Weg der Atemluft in die Lunge wird erleichtert.

Respicur Ampullen werden zur Behandlung von Atemnotzuständen aufgrund einer Verengung der Atemwege (Bronchokonstriktion) bei Asthma bronchiale und anderen obstruktiven (einengenden) Atemwegserkrankungen.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Respicur darf nicht angewendet werden,
  • wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Theophyllin (oder √§hnliche Verbindungen, Xanthinderivate) oder einen der sonstigen Bestandteile von Respicur sind
  • wenn Sie einen frischen Herzinfarkt haben
  • wenn Sie an akuten Herzrhythmusst√∂rungen mit gesteigerter Herzschlagfolge (tachykarde Arrhythmien) leiden
  • bei Schock oder Kreislaufkollaps
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Respicur ist erforderlich,
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Respicur 200mg - Ampullen GI
  • wenn Sie sich einer Elektrokrampftherapie unterziehen m√ľssen
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn eine dieser Angaben bei Ihnen zutrifft oder fr√ľher einmal zutraf.

Die Anweisungen Ihres Arztes bez√ľglich eventueller Laborkontrollen m√ľssen Sie unbedingt einhalten.

Bei Anwendung von Respicur mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Respicur wirkt gegenseitig verstärkend mit ß-Sympathikomimetika (bestimmte Asthmamittel), Digitalis-Glykosiden und Koffein.

Wenn Sie bestimmte Arzneimittel anwenden, kann sich die Wirkung von Theophyllin abschwächen:

  • bestimmte Beruhigungs-/Schlafmittel (Barbiturate)
  • Medikamente gegen epileptische Anf√§lle (Carbamazepin, Phenytoin, Primidon)
  • Medikamente gegen Tuberkulose (Rifampicin, Rifapentin)
  • Medikamente, die auf die Blutpl√§ttchen wirken (Sulfinpyrazon)
  • Medikamente zur HIV-Therapie (Ritonavir)
  • bestimmte Medikamente gegen Depressionen (Johanniskraut)

Rauchen und Alkoholkonsum kann die Wirkung von Theophyllin ebenfalls abschwächen.

Wenn Sie folgende Arzneimittel anwenden, kann sich die Wirkung von Theophyllin verstärken:

  • orale Kontrazeptiva (?Pille?)
  • bestimmte Antibiotika wie Makrolid-Antibiotika (z.B. Erythromycin, Troleandomycin, Clarithromycin, Josamycin, Spiramycin) und Gyrase-Hemmstoffe (z.B. Ciproflaxacin, Enoxacin, Pefloxacin)
  • Bestimmte Wurmmittel (Tiabendazol)
  • Bestimmte Herz-Kreislauf-Medikamente (z.B. Verapamil, Diltiazem, Propranolol, Mexiletin, Propafenon, Pentoxifyllin)
  • bestimmte Mittel, die beim Alkoholentzug eingesetzt werden (Disulfiram)
  • Medikamente, welche das Zusammenklumpen von Blutpl√§ttchen verhindern (Ticlopidin)
  • Magenmedikamente (Cimetidin, Ranitidin)
  • Bestimmte Gichtmittel (Allopurinol, Febuxostat)
  • bestimmte Medikamente gegen Depressionen (Viloxazin, Fluvoxamin)
  • Medikamente zur Behandlung von Hepatitis (Leberentz√ľndung) wie a-Interferon
  • Bestimmte Asthmamittel (Zafirlukast, Zileuton)
  • Grippeschutzimpfung und Tuberkuloseimpfung (BCG-Impfstoffe)
  • Bestimmte Medikamente gegen eine Erkrankung mit Herpesviren (Aciclovir)

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Isoniazid (Medikament gegen Tuberkulose) kann der Theophyllinspiegel steigen oder auch abfallen.

Theophyllin kann die harntreibende Wirkung von Entwässerungsmitteln (Diuretika) verstärken.

Theophyllin kann die Wirkung folgender Medikamente abschwächen:

  • bestimmte Medikamente gegen Depressionen (Lithiumcarbonat),
  • bestimmte Herzkreislaufmittel (b-Rezeptorenblockern, Adenosin),
  • bestimmte Beruhigungs-/Schlafmittel (Benzodiazepine).

Informieren Sie daher Ihren Arzt, wenn Sie eines der oben genannten Medikamente einnehmen oder vor kurzem eingenommen haben.

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Teilen Sie Ihrem Arzt mit, dass Sie Respicur einnehmen, wenn Sie eine Narkose erhalten sollen.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Über die Anwendung von Respicur während Schwangerschaft und Stillzeit entscheidet Ihr Arzt. Informieren Sie daher unbedingt Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind, wenn Sie glauben, dass Sie schwanger sind, wenn Sie beabsichtigen schwanger zu werden oder wenn Sie stillen.

Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Nach der Anwendung von Respicur k√∂nnen Nebenwirkungen wie z.B. Unruhe, Kopfschmerzen, Herzrhythmusst√∂rungen (Tachykardie) und Zittern (Tremor) auftreten. Es ist daher m√∂glich, dass Respicur Ihre Fahrt√ľchtigkeit oder Ihre F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen beeintr√§chtigt.

Wichtige Informationen √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von Respicur

Eine Ampulle zu 10 ml enth√§lt 1,71 mmol (39,42 mg) Natrium. Wenn Sie eine kochsalzarme Di√§t einhalten m√ľssen, sollten Sie dies ber√ľcksichtigen.

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Wie wird es angewendet?

Bei allen theophyllinhaltigen Arzneimitteln ist es erforderlich, die Dosierung durch den Arzt f√ľr jeden Patienten anhand von Wirksamkeit und Vertr√§glichkeit festzulegen. Wenn Sie das Gef√ľhl haben, dass Respicur zu stark oder zu schwach wirkt, reden Sie mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie bereits mit Theophyllin (auch mit Tabletten, insbesondere Pr√§parate mit verz√∂gerter Freisetzung) vorbehandelt wurden ist eine verminderte Anfangsdosis n√∂tig. Ferner sind Dosisanpassungen n√∂tig auf Grund von bestimmten Erkrankungen, bestimmten Wechselwirkungen (auch Impfungen) und Ihrem Rauchverhalten. Sprechen Sie dar√ľber mit Ihrem Arzt.

Um das Risiko unerw√ľnschter Wirkungen bei der intraven√∂sen Gabe von Respicur zu vermindern, sollte eine bestimmte Dosis pro Minute (0,25 mg pro kg K√∂rpergewicht pro Minute, entsprechend 0,0125 ml Respicur pro kg K√∂rpergewicht pro Minute) nicht √ľberschritten werden.

F√ľr die Ermittlung der Dosis wird das Normalgewicht als K√∂rpergewicht eingesetzt, da Theophyllin nicht vom Fettgewebe aufgenommen wird.

Raucher benötigen im Vergleich zu Nichtrauchern eine höhere Theophyllin-Dosis, da sie einen erhöhten Theophyllinabbau haben. Bei Rauchern, die das Rauchen einstellen, kann Respicur stärker wirken, sprechen Sie daher unbedingt mit Ihrem Arzt.

Bei bestimmten Begleiterkrankungen wie Herzschw√§che (Herzinsuffizienz), schwerem Sauerstoffmangel, eingeschr√§nkter Leber- und/oder Nierenfunktion, Lungenentz√ľndung, akutem Lungen√∂dem, Stauungsherz, Fieber, Virusinfektionen (insbesondere Grippe), nach bestimmten Impfungen, im h√∂heren Lebensalter (ab dem 60. Lebensjahr), sowie bei der Behandlung mit bestimmten anderen Medikamenten (siehe auch ? Bei Einnahme von Respicur zusammen mit anderen Arzneimitteln?) ist die Theophyllinausscheidung sehr h√§ufig verz√∂gert. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn etwas davon zutrifft, er wird dies bei der Dosierung ber√ľcksichtigen.

Kinder, S√§uglinge und Fr√ľhgeborene

Zu Sicherheit und Wirksamkeit bei Fr√ľhgeborenen und S√§uglingen unter 6 Monaten liegen keine Daten vor. Kinder ab 6 Monaten ben√∂tigen im Vergleich zu nichtrauchenden Erwachsenen eine h√∂here k√∂rpergewichtsbezogene Theophyllin- Dosis, da sie einen h√∂heren Theophyllinabbau haben.

Dosierungsschema:
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  Anfangsdosis   mgTheophyllin / kg mlInjektionslösung / kg  
      Körpergewicht1 Körpergewicht1    
  ohne Vorbehandlung mit Theophyllin 4 ? 5 innerhalb von 0,2 ? 0,25 innerhalb von 20-30 min  
      20-30 min          
  Bei Patienten, bei denen eine 2 ? 2,5 innerhalb 0,1 ? 0,125 innerhalb von 20-30 min  
  Vorbehandlung mit Theophyllin bekannt von 20-30 min          
  bzw. nicht sicher auszuschließen ist                
  1: Bei fettleibigen Patienten ist hier das Normalgewicht einzusetzen      
¬† ¬† St√ľndliche Dosis ¬† St√ľndliche Dosis Erhaltungsdosis ¬†
  Erhaltungsdosis 1 ? 12 Stunden nach Gabe    
    ab der 13. Stunde pro 24 Stunden  
    der Initialdosis    
    mg       mg   mg  
      ml/   ml/ Theophyllin/  
    Theophyllin/     Theophyllin/  
      kg KG1/h   kg KG1/h kg KG4h  
    kg KG1/h     kg KG1/h  
            (= ml)  
  Kinder 0,8 - 1,0   0,04-0,05   0,8   0,04 19,2 (=0,96)  
  1 ? 9 Jahre                  
  Kinder 9 ? 12 Jahre 0,7 ? 0,77   0,035-   0,65   0,0325 15,6 (=0,78)  
        0,039            
  Erwachsene und 0,55   0,0275   0,4   0,02 9,5 (=0,475)  
  Jugendliche ab 12                  
  Jahren/Nichtraucher                  

1: Bei fettleibigen Patienten ist hier das Normalgewicht einzusetzen

Art und Dauer der Anwendung

Zur intravenösen und oralen Anwendung.

  • Intraven√∂se Injektion: Langsam √ľber mindestens 10 Minuten in eine ausreichend gro√üe Vene injizieren. Ein Mindestabstand von 8 Stunden zwischen 2 Einzeldosen ist einzuhalten.
  • Kurzinfusion: Ampulle in 50 ? 100 ml physiologischer Kochsalzl√∂sung innerhalb von 20 ? 30 Minuten i.v. infundieren.
  • Dauertropfinfusion: in 250 ml physiologischer Kochsalzl√∂sung applizieren.
  • Orale Anwendung: Im Notfallund auf unmittelbare Anweisung des Arztes kann der Inhalt von 1 bis 2 Ampullen (Dosierung wie zur i.v. Applikation) verd√ľnnt in Fl√ľssigkeit oraleingenommen werden. Ein Mindestabstand von 8 Stunden zwischen 2 Einzeldosen ist einzuhalten.

Die Infusionsdauer kann nach o.g. Dosierungsschema ermittelt werden. Sie ist jedoch nach den individuellen Erfordernissen zu modifizieren. Im Falle einer Infusionstherapie bei S√§uglingen und Kleinkindern ist eine Begrenzung der infundierten Fl√ľssigkeitsmenge zu beachten.

Der Patient sollte nach erfolgter Injektion bzw. Infusion kurze Zeit ruhen und √ľberwacht werden. Bei bekannter oder zu vermutender vorheriger Gabe von methylxanthin-haltigen Arzneimitteln muss die Injektion bzw. Infusion besonders √ľberwacht und bei Anzeichen einer Unvertr√§glichkeit abgebrochen werden.

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach Art, Schwere und Verlauf der Erkrankung und wird vom behandelnden Arzt bestimmt.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Respicur Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Mögliche Nebenwirkungen

Sehr häufig(betrifft mehr als 1 Behandelten von 10):

Kopfschmerzen, Erregungszustände, Gliederzittern, Unruhe, Schlaflosigkeit, beschleunigter bzw. unregelmäßiger Herzschlag, Herzklopfen (Palpitationen), Blutdruckabfall, Magen-Darm- Beschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstärkung von nächtlichem Sodbrennen, Veränderungen der Blutsalze (Serumelektrolyte), verminderter Gehalt an Kalium im Blut (Hypokaliämie), erhöhter Gehalt an Calcium im Blut (Hyperkalzämie), Anstieg des Blutzuckers (Hyperglykämie) sowie der Harnsäure (Hyperurikämie), verstärkte Harnausscheidung, Anstieg von Kreatinin im Blut

Gelegentlich(betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000):

√úberempfindlichkeitsreaktionen gegen√ľber Theophyllin (u. a. Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht, Verengungen der Atemwege) einschlie√ülich schwerer allergischer (anaphylaktischer) Reaktionen

Nicht bekannt(H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar): Krampfanf√§lle, Schwindel, Herzrhythmusst√∂rungen (Extrasystolen)

Besondere Hinweise

Bei den ersten Anzeichen einer √úberempfindlichkeitsreaktion darf Respicur nicht nochmals angewendet werden. Ihr Arzt wird √ľber den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche weitere Ma√ünahmen entscheiden.

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Vor allem Theophyllin-Plasmaspiegel √ľber 25 mg/l k√∂nnen toxische Wirkungen wie Krampfanf√§lle, pl√∂tzlicher Blutdruckabfall, ventrikul√§re Arrhythmien und schwere Magen-Darm-Beschwerden (z.B. gastrointestinale Blutungen) ausl√∂sen.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.

Nach √Ėffnen des Beh√§ltnisses sofort verwenden. Restmengen sind zu verwerfen.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach ?Verwendbar bis? bzw. auf der Ampulle nach ?Verw. bis? angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.

Aufbewahrungsbedingungen

F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Haltbarkeit nach Anbruch

Die chemische und physikalische Stabilit√§t von Respicur - Ampullen nach Verd√ľnnung wurde f√ľr 24 Stunden bei 15 ? 25 ¬įC nachgewiesen. Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige L√∂sung sofort angewendet werden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr ben√∂tigen. Diese Ma√ünahme hilft die Umwelt zu sch√ľtzen.

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Weitere Informationen

Was Respicur enthält
  • Der Wirkstoff ist:Theophyllin. 1 Ampulle zu 10 ml enth√§lt 200 mg Theophyllin.
  • Die sonstigen Bestandteile sind:Natriumacetat 3 H2O, Natriumhydroxid, Wasser f√ľr Injektionszwecke
Wie Respicur aussieht und Inhalt der Packung

Klare, farblose Injektionslösung. Der pH-Wert beträgt ca. 8,5 - 9,5. 10 ml Klarglasampullen verpackt in Faltschachteln.

Packungsgrößen:

Einzelpackung: 5 x 10 ml

B√ľndelpackung: 50 Ampullen ( 10 x 5 x 10 ml)

Hersteller

Nycomed GmbH

Byk-Gulden-Straße 2

D-78467 Konstanz

Z.Nr.: 1-22504
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Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im August 2011
Die folgenden Informationen sind nur f√ľr √Ąrzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt. √úberdosierung
Symptome der Intoxikation

Bei Theophyllin-Plasmaspiegeln zwischen 20 und 25 mg/l treten in der Regel die bekannten Nebenwirkungen mit gesteigerter Intensität auf.

Vor allem bei Theophyllin-Plasmaspiegeln von mehr als 25 mg/l k√∂nnen toxische Wirkungen wie Krampfanfalle, schwere Herzrhythmusst√∂rungen, Herz-Kreislaufversagen, Rhabdomyolyse und schwere Magen-Darmerscheinungen (u.a. gastrointestinale Blutungen) auftreten. Solche Reaktionen k√∂nnen auch ohne die Vorboten leichterer Nebenwirkungen auftreten. Insbesondere Kinder reagieren empfindlich auf Theophyllin√ľberdosierungen.

Bei Patienten mit erhöhter individueller Theophyllin-Empfindlichkeit sind schwerere Überdosierungserscheinungen auch schon unterhalb der genannten Plasmakonzentration möglich.

Therapie bei √úberdosierung:
Bei leichten √úberdosierungserscheinungen

Das Arzneimittel sollte abgesetzt und der Theophyllin-Plasmaspiegel bestimmt werden. Bei Wiederaufnahme der Behandlung sollte die Dosis entsprechend vermindert werden.

Therapie aller Theophyllinintoxikationen

Die Elimination von Theophyllin wird durch wiederholte Gaben von Aktivkohle beschleunigt. Weiters können schnell wirksame osmotische Laxantien (z.B. Glaubersalz) verabreicht werden.

Bei zentralnervösen Reaktionen (z. B. Unruhe und Krämpfe)

Diazepam i.v.

Bei vitaler Bedrohung
  • √úberwachung lebenswichtiger Funktionen,
  • Freihalten der Atemwege (Intubation),
  • Zufuhr von Sauerstoff,
  • bei Bedarf i.v. Volumensubstitution mit Plasmaexpandern,
  • Kontrolle und evtl. Korrektur des Wasser- und Elektrolythaushalts,
  • H√§moperfusion (s.u.).
Bei bedrohlichen Herzrhythmusstörungen

i.v. Gabe von Propranolol bei Nicht-Asthmatikern Vorsicht

Propranolol kann bei Asthmatikern schwere Bronchospasmen auslösen. Bei Asthma-Patienten sollte deshalb Verapamil verabreicht werden.

Bei besonders schweren Intoxikationen, die auf die genannten Maßnahmen nicht ausreichend ansprechen, sowie bei sehr hohem Theophyllin-Plasmaspiegel kann durch Hämoperfusion oder Hämodialyse eine schnelle und vollständige Entgiftung erreicht werden. Im Allgemeinen kann hiervon jedoch abgesehen werden, da Theophyllin ausreichend rasch metabolisiert wird.

Die weitere Behandlung einer Vergiftung mit Theophyllin richtet sich nach dem Ausmaß, dem Verlauf sowie den vorliegenden Symptomen.

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden