Tresiba 100 Einheiten/ml Injektionslösung in einer Patrone

Abbildung Tresiba 100 Einheiten/ml Injektionslösung in einer Patrone
Wirkstoff(e) Insulin degludec
Zulassungsland Europäische Union (Deutschland)
Hersteller Novo Nordisk A/S
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 20.01.2013
ATC Code A10AE06
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Insuline und Analoga

Zulassungsinhaber

Novo Nordisk A/S

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Tresiba ist ein lang wirkendes Basalinsulin, genannt Insulin degludec. Es wird zur Behandlung von Diabetes mellitus bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern im Alter von 1 Jahr und älter angewendet. Tresiba hilft Ihrem Körper dabei, Ihren Blutzuckerspiegel zu senken. Es wird einmal täglich angewendet. Im Falle, dass Sie Ihren normalen Dosierungszeitplan nicht einhalten können,

k√∂nnen Sie den Injektionszeitpunkt auch √§ndern, da die blutzuckersenkende Wirkung von Tresiba lange anh√§lt (siehe ‚ÄěFlexibilit√§t hinsichtlich des Dosierungszeitpunkts‚Äú in Abschnitt 3). Tresiba kann

mit mahlzeitenbezogenen schnell wirkenden Insulinarzneimitteln angewendet werden. Bei Diabetes mellitus Typ 2 kann Tresiba in Kombination mit Tabletten gegen Diabetes oder mit injizierbaren antidiabetischen Arzneimitteln, die sich von Insulin unterscheiden, angewendet werden.

Bei Diabetes mellitus Typ 1 muss Tresiba immer in Kombination mit mahlzeitenbezogenen schnell wirkenden Insulinarzneimitteln angewendet werden.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Tresiba darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Insulin degludec oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Tresiba anwenden. Achten Sie besonders auf Folgendes:

  • Niedriger Blutzucker (Unterzuckerung/Hypoglyk√§mie) ‚Äď wenn Ihr Blutzucker zu niedrig ist, folgen Sie den Anweisungen zu niedrigem Blutzucker in Abschnitt 4.
  • Hoher Blutzucker (Hyperglyk√§mie) ‚Äď wenn Ihr Blutzucker zu hoch ist, folgen Sie den Anweisungen zu hohem Blutzucker in Abschnitt 4.
  • Umstellung von einem anderen Insulinarzneimittel ‚Äď wenn Sie von einer anderen
    Insulinart, -marke oder Insulin eines anderen Herstellers wechseln, kann es erforderlich sein, dass die Insulindosis verändert wird. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
  • Zur Anwendung von Pioglitazon zusammen mit Insulin, siehe unten (‚ÄěPioglitazon‚Äú).
  • Augenerkrankungen ‚Äď rasche Verbesserungen der Blutzuckereinstellung k√∂nnen zu einer vor√ľbergehenden Verschlechterung einer diabetischen Retinopathie (eine Augenerkrankung) f√ľhren. Wenn Sie Probleme mit Ihren Augen bemerken, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
  • Sicherstellen der Anwendung der richtigen Insulinart ‚Äď √ľberpr√ľfen Sie immer vor jeder Injektion das Insulin-Etikett, um eine versehentliche Verwechslung verschiedener St√§rken von Tresiba oder mit anderen Insulinarzneimitteln zu vermeiden.

Wenn Sie schlecht sehen, siehe Abschnitt 3.

Hautveränderungen an der Injektionsstelle

Die Injektionsstelle ist regelmäßig zu wechseln; dies kann helfen Veränderungen des Unterhautfettgewebes, wie z. B. Verdickungen oder Vertiefungen der Haut oder Knoten unter der Haut, vorzubeugen. Das Insulin wirkt möglicherweise nicht richtig, wenn Sie in einen Bereich mit

Knoten, Vertiefungen oder Verdickungen injizieren (siehe Abschnitt 3 ‚ÄěWie ist Tresiba anzuwenden?‚Äú). Falls Sie irgendwelche Hautver√§nderungen an der Injektionsstelle bemerken,

berichten Sie Ihrem Arzt dar√ľber. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie aktuell in einen dieser betroffenen Bereiche injizieren, bevor Sie mit der Injektion in einen anderen Bereich beginnen. Ihr Arzt weist Sie m√∂glicherweise an, Ihren Blutzucker engmaschiger zu √ľberwachen und die Dosis Ihres Insulins oder Ihrer anderen Antidiabetika anzupassen.

Kinder und Jugendliche

Tresiba kann bei Jugendlichen und Kindern im Alter von 1 Jahr und √§lter angewendet werden. Es liegen keine Erfahrungen √ľber die Anwendung von Tresiba bei Kindern im Alter von unter 1 Jahr vor.

Anwendung von Tresiba zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen oder angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen oder anzuwenden.

Einige Arzneimittel haben Auswirkungen auf Ihren Blutzuckerspiegel; dies kann bedeuten, dass Ihre Insulindosis angepasst werden muss.

Nachstehend sind die wichtigsten Arzneimittel aufgef√ľhrt, die sich auf Ihre Insulinbehandlung auswirken k√∂nnen.

Ihr Blutzuckerspiegel kann sinken (Hypoglykämie), wenn Sie folgende Arzneimittel nehmen:

  • andere Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes mellitus (zum Einnehmen (oral) und zur Injektion)
  • Sulfonamide, zur Behandlung von Infektionen
  • anabole Steroide, wie z. B. Testosteron
  • Betarezeptorenblocker, zur Behandlung hohen Blutdrucks. Diese Arzneimittel k√∂nnen das
    Erkennen der Warnhinweise f√ľr einen zu niedrigen Blutzuckerspiegel erschweren (siehe
    Abschnitt 4 ‚ÄěDie Warnzeichen einer Unterzuckerung‚Äú).
  • Acetylsalicyls√§ure (und andere Salicylate), zur Schmerzbehandlung und bei leichtem Fieber
  • Monoaminoxidasehemmer (MAO-Hemmer), zur Behandlung von Depressionen
  • Angiotensin-Converting-Enzym (ACE)-Hemmer, zur Behandlung bestimmter Herzkrankheiten oder hohen Blutdrucks.

Ihr Blutzuckerspiegel kann steigen (Hyperglykämie), wenn Sie folgende Arzneimittel nehmen:

  • Danazol, zur Behandlung einer Endometriose
  • Orale Kontrazeptiva (zur Schwangerschaftsverh√ľtung)
  • Schilddr√ľsenhormone, zur Behandlung von Schilddr√ľsenerkrankungen
  • Wachstumshormon, zur Behandlung von Wachstumshormonmangel
  • Glucocorticoide, wie z. B. ‚ÄěCortison‚Äú, zur Behandlung von Entz√ľndungen
  • Sympathomimetika, wie z. B. Epinephrin (Adrenalin), Salbutamol oder Terbutalin, zur Behandlung von Asthma

Thiazide, zur Behandlung hohen Blutdrucks oder starker Fl√ľssigkeitsansammlung (Wasser) im K√∂rper.

Octreotid und Lanreotid: zur Behandlung einer seltenen St√∂rung, bei der zu viel Wachstumshormon ausgesch√ľttet wird (Akromegalie). Beide k√∂nnen Ihren Blutzuckerspiegel entweder ansteigen lassen oder senken.

Pioglitazon: orales Antidiabetikum zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2. Einige Patienten mit bereits seit Langem bestehenden Diabetes mellitus Typ 2 und Herzerkrankung oder vorausgegangenem Schlaganfall, die mit Pioglitazon und Insulin behandelt wurden, entwickelten eine Herzinsuffizienz. Informieren Sie Ihren Arzt sofort, wenn bei Ihnen Symptome einer Herzinsuffizienz, wie ungew√∂hnliche Kurzatmigkeit oder eine schnelle Gewichtszunahme oder lokale Schwellungen (√Ėdeme) auftreten.

Wenn einer der obigen Punkte auf Sie zutrifft (oder wenn Sie nicht sicher sind), wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Anwendung von Tresiba zusammen mit Alkohol

Wenn Sie Alkohol trinken, kann sich Ihr Insulinbedarf verändern. Ihr Blutzuckerspiegel kann entweder ansteigen oder sinken. Sie sollten daher Ihren Blutzuckerspiegel öfter als gewöhnlich messen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Es kann sein, dass Ihre Insulindosis w√§hrend der Schwangerschaft und nach der Entbindung angepasst werden muss. Eine engmaschige Kontrolle Ihres Diabetes w√§hrend der Schwangerschaft und die Vorbeugung von zu niedrigem Blutzucker (Hypoglyk√§mien) sind besonders f√ľr die Gesundheit Ihres Babys wichtig.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Ein zu niedriger oder zu hoher Blutzuckerspiegel kann Ihre Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Werkzeugen und Maschinen einschr√§nken. Ist Ihr Blutzuckerspiegel zu niedrig oder zu hoch, kann Ihre Konzentrations- oder Reaktionsf√§higkeit eingeschr√§nkt sein. Damit k√∂nnten Sie sich selbst oder andere in Gefahr bringen. Fragen Sie Ihren Arzt, ob Sie fahren k√∂nnen, wenn:

  • Ihr Blutzuckerspiegel oft zu niedrig ist.
  • Sie es schwierig finden, einen zu niedrigen Blutzuckerspiegel zu erkennen.

Wichtige Information √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von Tresiba

Dieses Arzneimittel enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Dosis, d. h., das

Arzneimittel ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Wenn Sie blind oder sehbehindert sind und die Dosisanzeige des Pens nicht ablesen können, verwenden Sie dieses Insulinarzneimittel nicht ohne Hilfe. Lassen Sie sich von einer Person mit gutem Sehvermögen helfen, die in der Anwendung des Pens geschult ist.

Ihr Arzt wird mit Ihnen entscheiden:

  • wie viel Tresiba Sie t√§glich ben√∂tigen.
  • wann Sie Ihren Blutzuckerspiegel messen sollen und ob Sie eine h√∂here oder niedrigere Dosis ben√∂tigen.

Flexibilität hinsichtlich des Dosierungszeitpunkts

  • Befolgen Sie immer die Dosierungsempfehlungen Ihres Arztes.
  • Wenden Sie Tresiba einmal am Tag an, vorzugsweise jeden Tag zur gleichen Tageszeit.
  • Falls es einmal nicht m√∂glich ist, den gewohnten Zeitpunkt der Anwendung einzuhalten, kann Tresiba zu einem anderen Zeitpunkt des Tages angewendet werden. Es m√ľssen aber mindestens 8 Stunden zwischen den Injektionen liegen. Es liegen keine Erfahrungen √ľber die Flexibilit√§t hinsichtlich des Dosierungszeitpunkts von Tresiba bei Kindern und Jugendlichen vor.
  • Wenn Sie Ihre bisherige Ern√§hrung umstellen m√∂chten, besprechen Sie dies zun√§chst mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, da sich mit einer Ern√§hrungsumstellung auch Ihr Insulinbedarf √§ndern kann.

Basierend auf Ihrem Blutzuckerspiegel kann Ihr Arzt Ihre Dosis anpassen.

Wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, fragen Sie Ihren Arzt, ob Ihre Behandlung angepasst werden muss.

Anwendung bei √§lteren Patienten (‚Č• 65 Jahre alt)

Tresiba kann bei √§lteren Patienten angewendet werden, aber wenn Sie schon √§lter sind, kann es sein, dass Sie Ihren Blutzuckerspiegel √∂fter kontrollieren m√ľssen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt √ľber Anpassungen bei Ihrer Dosis.

Anwendung bei Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen

Wenn Sie Nieren- oder Leberfunktionsst√∂rungen haben, kann es sein, dass Sie Ihren Blutzuckerspiegel √∂fter bestimmen m√ľssen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt √ľber Anpassungen bei Ihrer Dosis.

Injektion Ihres Arzneimittels

Bevor Sie Tresiba zum ersten Mal anwenden, wird Ihnen Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal die korrekte Anwendung zeigen.

  • Bitte lesen Sie auch das Handbuch Ihres Insulininjektionssystems.
  • √úberpr√ľfen Sie die Bezeichnung und die St√§rke auf dem Etikett, um sicherzustellen, dass es sich um Tresiba 100 Einheiten/ml handelt.

Tresiba darf nicht angewendet werden,

  • in Insulininfusionspumpen.
  • wenn die Patrone oder das Injektionssystem, das Sie benutzen, besch√§digt ist. Geben Sie es Ihrem Apotheker zur√ľck. Weitere Anleitungen finden Sie im Handbuch Ihres Injektionssystems.
  • wenn die Patrone besch√§digt ist oder nicht korrekt aufbewahrt wurde (siehe Abschnitt 5 ‚ÄěWie ist Tresiba aufzubewahren?‚Äú).
  • wenn das Insulin nicht klar und farblos aussieht.

Wie wird das Arzneimittel injiziert?

  • Tresiba wird unter die Haut (subkutan) injiziert. Injizieren Sie es nicht in eine Vene oder einen Muskel.
  • F√ľr die Injektion sind Ihre Oberschenkel, Ihre Oberarme oder Ihre Bauchdecke (Abdomen) am besten geeignet.
  • Wechseln Sie jeden Tag die Injektionsstelle, um das Risiko der Bildung von Verdickungen und Vertiefungen in der Haut zu verringern (siehe Abschnitt 4).
  • Benutzen Sie immer f√ľr jede Injektion eine neue Nadel. Die Wiederverwendung von Nadeln kann das Risiko von verstopften Nadeln erh√∂hen, was zu einer ungenauen Dosierung f√ľhrt. Entsorgen Sie die Nadel nach jedem Gebrauch ordnungsgem√§√ü.

Wenn Sie eine größere Menge von Tresiba angewendet haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viel Insulin injizieren, kann Ihr Blutzuckerspiegel zu niedrig werden (Hypoglyk√§mie) ‚Äď siehe Hinweise in Abschnitt 4 ‚ÄěZu niedriger Blutzucker‚Äú.

Wenn Sie die Anwendung von Tresiba vergessen haben

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, injizieren Sie sich diese Dosis, sobald Sie den Fehler bemerken, wobei mindestens 8 Stunden zwischen zwei Dosen liegen m√ľssen. Sollte es bereits Zeit f√ľr Ihre n√§chste regul√§re Dosis sein, wenn Sie feststellen, dass Sie die vorhergehende Dosis vergessen haben, injizieren Sie nicht die doppelte Menge, sondern kehren Sie zu Ihrem einmal t√§glichen Dosierungszeitplan zur√ľck.

Wenn Sie die Anwendung von Tresiba abbrechen

Beenden Sie Ihre Insulintherapie nicht, ohne mit Ihrem Arzt zu sprechen. Wenn Sie die Anwendung

Ihres Insulins beenden, könnte dies zu einem sehr hohen Blutzuckerspiegel und einer Ketoazidose

(einer √úbers√§uerung des Blutes) f√ľhren (siehe Hinweise in Abschnitt 4 ‚ÄěZu hoher Blutzucker‚Äú).

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Hypoglykämie (zu niedriger Blutzucker) kann bei der Insulinbehandlung sehr häufig auftreten (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen). Dies kann sehr schwerwiegend sein. Wenn Ihr Blutzuckerspiegel zu stark abfällt, können Sie bewusstlos werden. Schwere Hypoglykämien können Hirnschäden verursachen und können lebensbedrohlich sein. Wenn Sie Symptome einer

Unterzuckerung haben, unternehmen Sie sofort etwas, um Ihren Blutzuckerspiegel zu erhöhen.

Siehe Hinweis in ‚ÄěZu niedriger Blutzucker‚Äú weiter unten.

Wenn bei Ihnen eine schwere allergische Reaktion auf das Insulin oder einen der sonstigen Bestandteile von Tresiba auftritt (wird selten beobachtet), beenden Sie die Anwendung von Tresiba und suchen Sie sofort einen Arzt auf. Die Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion sind:

  • Die lokalen Reaktionen breiten sich auf andere K√∂rperteile aus.
  • Sie f√ľhlen sich pl√∂tzlich unwohl und schwitzen.
  • Ihnen wird schlecht (Sie erbrechen sich).
  • Sie bekommen Atembeschwerden.
  • Sie bekommen Herzrasen oder Ihnen ist schwindelig.

Hautveränderungen an der Injektionsstelle:

Wenn Sie Insulin in dieselbe Stelle injizieren, kann das Fettgewebe entweder schrumpfen (Lipoatrophie) oder dicker werden (Lipohypertrophie) (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen). Außerdem können Knoten unter der Haut durch die Ansammlung eines Proteins namens Amyloid verursacht werden (kutane Amyloidose; es ist nicht bekannt, wie häufig dies auftritt). Das Insulin wirkt möglicherweise nicht richtig, wenn Sie in einen Bereich mit Knoten, Vertiefungen oder Verdickungen injizieren. Wechseln Sie die Injektionsstelle bei jeder Injektion; dies kann helfen, diesen Hautreaktionen vorzubeugen.

Weitere Nebenwirkungen können sein:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Lokale Reaktionen: Es können lokale Reaktionen an der Injektionsstelle auftreten. Symptome können unter anderem sein: Schmerz, Rötung, Nesselsucht, Schwellung und Juckreiz. Diese Reaktionen verschwinden normalerweise nach einigen Tagen. Suchen Sie Ihren Arzt auf, falls sie nach einigen

Wochen nicht verschwunden sind. Brechen Sie die Behandlung mit Tresiba ab und suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn die Reaktionen schwerwiegend sind. F√ľr weitere Informationen, siehe ‚Äěschwere allergische Reaktion‚Äú weiter oben.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Schwellung an den Gelenken: Wenn Sie Ihr Arzneimittel zum ersten Mal anwenden, lagert Ihr Körper möglicherweise ungewöhnlich viel Wasser ein. Dies verursacht Schwellungen an den Knöcheln und anderen Gelenken. Normalerweise klingen diese bald ab.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Dieses Arzneimittel kann allergische Reaktionen wie Nesselsucht, Schwellungen der Zunge und Lippen, Diarrhoe, √úbelkeit, M√ľdigkeit und Juckreiz ausl√∂sen.

Allgemeine Auswirkungen einer Diabetes-Behandlung

Zu niedriger Blutzucker (Hypoglykämie)

Zu niedriger Blutzucker kann auftreten, falls Sie:

Alkohol trinken, zu viel Insulin injizieren, sich mehr als sonst körperlich anstrengen, zu wenig essen oder eine Mahlzeit auslassen.

Die Warnzeichen einer Unterzuckerung können plötzlich auftreten und können sein:

Kopfschmerzen, undeutliche Sprache, Herzrasen, kalter Schwei√ü, kalte blasse Haut, √úbelkeit, gro√üer Hunger, Nervosit√§t oder Zittern, Angstgef√ľhle, ungew√∂hnliche M√ľdigkeit und Schw√§che, Verwirrung, Konzentrationsschwierigkeiten, vor√ľbergehende Sehst√∂rungen.

Was zu tun ist, wenn Ihr Blutzuckerspiegel zu niedrig wird

  • Nehmen Sie Traubenzucker oder eine andere stark zuckerhaltige Zwischenmahlzeit wie S√ľ√üigkeiten, Kekse oder Fruchtsaft zu sich (Sie sollten daher f√ľr den Notfall immer Traubenzucker oder eine stark zuckerhaltige Zwischenmahlzeit bei sich haben).
  • Messen Sie Ihren Blutzucker falls m√∂glich und ruhen Sie sich aus. Es kann sein, dass Sie Ihren Blutzucker mehrmals messen m√ľssen, da wie bei allen Basalinsulinarzneimitteln die Erholung von der Unterzuckerung verz√∂gert sein kann.
  • Warten Sie, bis die Symptome der Unterzuckerung verschwunden sind oder sich Ihr Blutzuckerspiegel normalisiert hat. Dann f√ľhren Sie Ihre Insulinbehandlung wie gewohnt fort.

Was andere Personen tun m√ľssen, wenn Sie das Bewusstsein verlieren

Sagen Sie allen Menschen in Ihrem Umfeld, dass Sie Diabetes haben. Erklären Sie ihnen, was passieren könnte, wenn Ihr Blutzucker zu niedrig wird, einschließlich des Risikos, bewusstlos zu werden.

Sagen Sie ihnen, dass sie Sie im Falle einer Bewusstlosigkeit:

  • in die stabile Seitenlage bringen m√ľssen
  • sofort einen Arzt verst√§ndigen m√ľssen
  • nichts zu Essen oder Trinken geben d√ľrfen, da Sie daran ersticken k√∂nnten.

Sie k√∂nnen das Bewusstsein schneller wiedererlangen, wenn Ihnen Glucagon injiziert wird. Dies muss eine Person √ľbernehmen, die mit dessen Anwendung vertraut ist.

  • Wenn Ihnen Glucagon gegeben wurde, sollten Sie, sobald Sie wieder bei Bewusstsein sind, Zucker oder ein zuckerhaltiges Produkt zu sich nehmen.
  • Wenn Sie nicht auf eine Glucagoninjektion ansprechen, m√ľssen Sie in einem Krankenhaus weiterbehandelt werden.
  • Wenn eine anhaltende schwere Unterzuckerung nicht behandelt wird, kann das zu vor√ľbergehenden oder dauerhaften Hirnsch√§den oder sogar zum Tod f√ľhren.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn:

  • Ihr Blutzuckerspiegel so sehr gesunken ist, dass Sie das Bewusstsein verloren hatten
  • Ihnen Glucagon injiziert wurde
  • Sie in letzter Zeit √∂fter einen zu niedrigen Blutzuckerspiegel hatten.

Sie m√ľssen mit Ihrem Arzt sprechen, da m√∂glicherweise die Dosierung und der Zeitpunkt Ihrer Insulininjektionen, Ihre Ern√§hrung oder Ihre k√∂rperliche Bewegung angepasst werden m√ľssen.

Zu hoher Blutzucker (Hyperglykämie)

Zu hoher Blutzucker kann auftreten, falls Sie:

mehr essen oder sich weniger k√∂rperlich bet√§tigen als √ľblich, Alkohol trinken, eine Infektion oder Fieber haben, nicht genug Insulin injiziert haben, dauerhaft zu wenig Insulin f√ľr Ihren Bedarf anwenden, die Anwendung Ihres Insulins vergessen oder Ihre Insulinbehandlung abbrechen, ohne dies mit Ihrem Arzt besprochen zu haben.

Die Warnzeichen zu hohen Blutzuckers treten normalerweise allmählich auf:

ger√∂tete trockene Haut, Schl√§frigkeit oder M√ľdigkeit, Mundtrockenheit, fruchtig (nach Aceton) riechender Atem, verst√§rkter Harndrang, Durst, Appetitlosigkeit, √úbelkeit oder Erbrechen.

Diese Symptome k√∂nnen Anzeichen eines sehr ernsten Zustandes sein, den man Ketoazidose nennt. Ketoazidose bezeichnet die Zunahme von S√§ure im Blut, da der K√∂rper Fett anstatt Zucker abbaut. Wenn er nicht behandelt wird, kann dieser Zustand zu diabetischem Koma und schlie√ülich zum Tod f√ľhren.

Was zu tun ist, wenn Ihr Blutzuckerspiegel zu hoch ansteigt

  • Messen Sie Ihren Blutzuckerspiegel.
  • Untersuchen Sie Ihren Urin oder Ihr Blut auf Ketone.
  • Suchen Sie sofort einen Arzt auf.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das in Anhang V aufgef√ľhrte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Penfill Etikett und dem Umkarton nach

‚ÄěVerwendbar bis:‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Vor dem ersten Gebrauch

Im K√ľhlschrank lagern (2 C bis 8 C). Nicht einfrieren. Vom K√ľhlaggregat fernhalten.

Nach dem ersten √Ėffnen oder bei Verwendung als Ersatz

Nicht im K√ľhlschrank lagern. Sie k√∂nnen Ihre Tresiba Patrone (Penfill) mit sich f√ľhren und bei Raumtemperatur (nicht √ľber 30 C) bis zu 8 Wochen lang aufbewahren.

Bewahren Sie Tresiba Penfill immer im Umkarton auf, wenn es nicht in Gebrauch ist, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Tresiba enthält

  • Der Wirkstoff ist Insulin degludec. Jeder ml der L√∂sung enth√§lt 100 Einheiten Insulin degludec. Jede Patrone enth√§lt 300 Einheiten Insulin degludec in 3 ml L√∂sung.
  • Die sonstigen Bestandteile sind Glycerol, Metacresol, Phenol, Zinkacetat, Salzs√§ure und Natriumhydroxid (zur Einstellung des pH-Werts) sowie Wasser f√ľr Injektionszwecke (siehe Abschnitt 2).

Wie Tresiba aussieht und Inhalt der Packung

Tresiba ist eine klare und farblose Injektionslösung in einer Patrone (300 Einheiten pro 3 ml).

Packungsgrößen von 5 und 10 Patronen mit 3 ml. Möglicherweise werden nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Novo Nordisk A/S

Novo Allé

DK-2880 Bagsværd, Dänemark

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im

Ausf√ľhrliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europ√§ischen Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verf√ľgbar.

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Wirkstoff(e) Insulin degludec
Zulassungsland Europäische Union (Deutschland)
Hersteller Novo Nordisk A/S
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 20.01.2013
ATC Code A10AE06
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden