TRIDIN

Nicht mehr erhÀltlich
Abbildung TRIDIN
Wirkstoff(e) Calciumcitrat Dinatriumfluorophosphat
Zulassungsland Deutschland
Hersteller MEDA Pharma GmbH & Co. KG
BetÀubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 19.02.2003
ATC Code A12CD51
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Andere Mineralstoffe

Zulassungsinhaber

MEDA Pharma GmbH & Co. KG

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Calcitrat Calciumcitrat Biokanol Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

TRIDIN ist ein MineralstoffprÀparat zur Behandlung der Osteoporose.

TRIDIN wird angewendet bei:

PrimÀren Osteoporosen, z. B. Knochenschwund nach den Wechseljahren (postmenopausale Osteoporose), Knochenschwund im fortgeschrittenen Alter (senile Osteoporose), Verminderung des Knochengewebes ohne erkennbare Ursache (idiopathische Osteoporose).

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?


    • wenn Sie allergisch gegen Dinatriumfluorophosphat, Calciumgluconat, Calciumcitrat oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
    • bei Kindern und Jugendlichen im Wachstumsalter
    • bei allen Formen der HypercalcĂ€mie
    • bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen. Eine Osteomalazie (Knochenerweichung, Mineralisationsstörung des Knochens) sollte vor Behandlungsbeginn ausgeschlossen sein.
    • Schwangerschaft und Stillzeit.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie TRIDIN einnehmen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von TRIDIN ist erforderlich

  • bei eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion
  • bei Nierensteinen und Nierenverkalkung (Nephrocalcinose)
  • bei vermehrter Calciumausscheidung im Urin (Hypercalcurie)
  • bei erniedrigter Phosphatkonzentration im Blut (HypophosphatĂ€mie).

Fragen Sie Ihren Arzt auch um Rat, wenn in Ihrer Familie calciumhaltige Nierensteine vorgekommen sind.

Durch die Einnahme von TRIDIN erhöht sich die Ausscheidung von Calcium im Urin.

In den ersten Monaten nach Einnahmebeginn wird dadurch auch die Neigung zur AusfĂ€llung von Calciumsalzen und unter UmstĂ€nden zur Bildung von Steinen in Niere und Harnblase gesteigert. Dies kann durch eine reichliche Zufuhr von FlĂŒssigkeit vermieden werden.

Kinder und Jugendliche

TRIDIN darf nicht von Kindern und Jugendlichen im Wachstumsalter eingenommen werden. Es liegen keine Daten vor.

Einnahme von TRIDIN zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.

Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von TRIDIN?

  • Vitamin D steigert die Aufnahme von Calcium aus TRIDIN (Resorptionssteigerung).
  • Bestimmte harntreibende Mittel (Diuretika vom Thiazid-Typ) können durch Verringerung der Calciumausscheidung zu einer HypercalcĂ€mie fĂŒhren. Aus diesem Grunde sollten wĂ€hrend einer Behandlung mit TRIDIN und Thiaziddiuretika die Calciumspiegel im Plasma ĂŒberwacht werden.

Wie beeinflusst TRIDIN die Wirkung von anderen Arzneimitteln?

Wenn durch die Einnahme von TRIDIN der Calcium-Blutspiegel steigt, wird die Empfindlichkeit gegenĂŒber bestimmten Arzneimitteln, die die Herzkraft steigern (herzwirksame Glykoside), erhöht und das Risiko von Herzrhythmusstörungen gesteigert. Patienten, die zusĂ€tzlich zu einer Glycosidtherapie TRIDIN erhalten, sollten deshalb hinsichtlich EKG und Calciumspiegel ĂŒberwacht werden.

Die Aufnahme (Resorption) und damit auch die Wirksamkeit von einigen Arzneimitteln werden durch TRIDIN vermindert. Dies gilt unter anderem fĂŒr bestimmte Antibiotika (z.B. Tetracyclin, Ciprofloxacin, Norfloxacin, Cefpodoxim-Axetil, Cefuroxim-Axetil), Natriumfluorid und Estramustin.

Ebenso kann durch die gleichzeitige Einnahme von Medikamenten zur Bindung von MagensÀure (Antazida) die Resorption von Calcium und Dinatriumfluorophosphat vermindert werden. Zwischen der Einnahme von TRIDIN und der Einnahme dieser PrÀparate sollte deshalb ein Abstand von mindestens 2 Stunden eingehalten werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, dĂŒrfen Sie TRIDIN nicht einnehmen.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

TRIDIN hat keinen Einfluss auf die VerkehrstĂŒchtigkeit und das Bedienen von Maschinen.

TRIDIN enthÀlt Natrium und Sucrose

Eine Kautablette enthĂ€lt 1,5 mmol (35 mg) Natrium. Wenn Sie eine kochsalzarme DiĂ€t einhalten mĂŒssen, sollten Sie dies berĂŒcksichtigen.

Dieses Arzneimittel enthĂ€lt Sucrose. Bitte nehmen Sie TRIDIN erst nach RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer UnvertrĂ€glichkeit gegenĂŒber bestimmten Zuckern leiden.

TRIDIN kann schĂ€dlich fĂŒr die ZĂ€hne sein (Karies).

Hinweis fĂŒr Diabetiker:

Der Anteil verdaulicher Kohlenhydrate in TRIDIN betrÀgt 0,2 g pro Kautablette. Das entspricht bei einer Tagesdosis von 3 Kautabletten 0,05 Broteinheiten (BE), bei einer Tagesdosis von 4 Kautabletten weniger als 0,07 BE.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis betrÀgt:

Die Standardtherapie ist die kontinuierliche Behandlung mit 3-4mal tĂ€glich je einer TRIDIN Kautablette. Treten stĂ€rkere Schmerzen in den unteren Gliedmaßen auf, empfiehlt es sich, die Behandlung zeitweilig z. B. fĂŒr einen Monat, zu unterbrechen und dann wieder mit der normalen Dosierung (3-4 Kautabletten tĂ€glich) oder intermittierend (z. B. 3 Monate mit TRIDIN Kautabletten, 1 Monat ohne TRIDIN) fortzusetzen. Alternativ kann die tĂ€gliche Dosis auch vorĂŒbergehend herabgesetzt werden (z. B. 2 Kautabletten pro Tag).

Bei eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion (Serum-Kreatinin >1,5 mg/dl entsprechend > 133 ”mol/l) soll die Dosis fĂŒr den jeweiligen Patienten angepasst werden.

Art der Anwendung

Die Kautabletten sollen zerkaut und dann mit Hilfe von etwas FlĂŒssigkeit hinuntergeschluckt werden. Es wird empfohlen, TRIDIN Kautabletten möglichst zu den Mahlzeiten einzunehmen. TRIDIN Kautabletten können gleichzeitig mit calciumhaltigen Medikamenten und Nahrungsmitteln (z. B. Milch, KĂ€se) eingenommen werden.

Dauer der Anwendung

Die Behandlung mit TRIDIN soll im Allgemeinen 3 bis 4 Jahre dauern.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge TRIDIN eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie einmal eine wesentlich grĂ¶ĂŸere Menge Tridin als verordnet eingenommen haben und eine oder mehrere der folgenden fĂŒr Sie ungewöhnlichen Symptome feststellen, kann es sich um die Symptome einer FluoridĂŒberdosierung handeln. Symptome einer FluoridĂŒberdosierung sind z.B. Speichelfluss, Übelkeit, Oberbauchbeschwerden, Durchfall und Erbrechen, Verstopfung. In sehr schweren FĂ€llen kann es zu Herzbeschwerden, Atemnot und KrĂ€mpfen kommen. Sollten diese Beschwerden auftreten, wenden Sie sich umgehend an einen Arzt. Bis Sie in Ă€rztlicher Behandlung sind, vermeiden Sie es, absichtlich Erbrechen auszulösen. Sie können Milch trinken, um Fluorid zu binden.

Wenn Sie die Einnahme von TRIDIN vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie in diesem Fall die Einnahme von TRIDIN Kautabletten in der Ihnen von Ihrem Arzt verordneten Dosierung fort.

Wenn Sie die Einnahme von TRIDIN abbrechen

Wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden wollen, halten Sie bitte zuerst RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Mögliche Nebenwirkungen:

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen) können leichte bis mittelschwere gastrointestinale Nebenwirkungen (Übelkeit, Erbrechen, Sodbrennen oder Durchfall) auftreten. Sie gehen normalerweise im weiteren Verlauf der Behandlung von selbst zurĂŒck.

Nach mehrmonatiger Behandlung können gelegentlich in den unteren Gliedmaßen, insbesondere an den Sprunggelenken, Schmerzen auftreten. Diese Beschwerden sind meistens leicht und gehen im weiteren Verlauf der Behandlung bei den meisten Patienten von selbst zurĂŒck.

Calciumsalze vermindern die Aufnahme von Phosphat durch Bildung von schwerlöslichen Salzen.

Bei Niereninsuffizienz und langfristiger Einnahme von TRIDIN Kautabletten kann es zu einer Erhöhung der Calciumkonzentration im Blut (HypercalcÀmie) und zu einer vermehrten Calciumausscheidung im Urin (Hypercalcurie) kommen.

Besondere Hinweise:

Wenn die gastrointestinalen Beschwerden und/oder die Schmerzen in den unteren Gliedmaßen stĂ€rker werden, sollte die Behandlung mit TRIDIN Kautabletten zeitweilig, z. B. fĂŒr einen Monat, unterbrochen und dann wieder mit der normalen Dosierung (3-4 Kautabletten tĂ€glich) oder intermittierend (z. B. drei Monate TRIDIN, 1 Monat ohne) fortgesetzt werden. Alternativ kann die tĂ€gliche Dosis auch vorĂŒbergehend herabgesetzt werden (z. B. 2 Kautabletten pro Tag).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn Website: http://www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Sie dĂŒrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und Blister angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Im KĂŒhlschrank lagern (2°C - 8°C).

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Weitere Informationen

Was TRIDIN enthÀlt

Die Wirkstoffe sind: Calcium und Fluorid

1 Kautablette enthÀlt 150 mg Calcium [entsprechend 500 mg Calciumgluconat (Ph. Eur.) und

500 mg Calciumcitrat 4 H2O (Ph. Eur.)] und 5 mg Fluorid [entsprechend 38 mg Dinatriumfluorophosphat]

Die sonstigen Bestandteile sind: Carmellose-Natrium, Magnesiumstearat (Ph. Eur.),

Mannitol (Ph. Eur.) (E 421), Sucrose, KartoffelstÀrke, Saccharin-Natrium 2 H2O (E 954), Talkum (E 553b), Orangen-Aroma.

Wie TRIDIN aussieht und Inhalt der Packung:

TRIDIN ist in Packungen mit 100, 120 und 300 Kautabletten erhÀltlich. Klinikpackung mit 600 Kautabletten.

Pharmazeutischer Unternehmer

MEDA Pharma GmbH & Co. KG Benzstraße 1

61352 Bad Homburg Tel.: (06172) 888-01 Fax: (06172) 888-27 40

E-Mail: medinfo@medapharma.de

Hersteller:

MADAUS GmbH 51101 Köln

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im September 2015.

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Zuletzt aktualisiert: 11.01.2023

Quelle: TRIDIN - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Calciumcitrat Dinatriumfluorophosphat
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden