Calcibel Forte 380/60/50 mg/ml Infusionslösung für Pferde, Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine
Zur Behandlung einer akuten Hypocalcämie.
Zulassungsland | AT |
Zulassungsinhaber | Bela-Pharm GmbH & Co. KG |
Zulassungsdatum | 17.09.2021 |
ATC Code | QA12AX |
Abgabestatus | Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke |
Verschreibungsstatus | Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung |
Calcibel Forte 380/60/50 mg/ml Infusionslösung für Pferde, Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine
Zur Behandlung einer akuten Hypocalcämie.
Nicht anwenden bei Hypercalcämie und Hypermagnesiämie. Nicht anwenden bei idiopathischer Hypocalcämie bei Fohlen.
Nicht anwenden bei Kalzinose beim Rind und bei kleinen Wiederkäuern. Nicht anwenden in Folge hochdosierter Verabreichung von Vit D3-Präparaten.
Nicht anwenden bei chronischer Niereninsuffizienz oder Herz-Kreislaufstörungen. Nicht anwenden bei Septikämie im Verlauf der akuten Mastitis des Rindes.
Nicht gleichzeitig oder unmittelbar nach der Anwendung von anorganischem Phosphor anwenden. Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff.
Zur langsamen intravenösen Infusion.
Rind:
Akute hypocalcämische Zustände:
20-30 ml des Tierarzneimittels pro 50 kg Körpergewicht
(entsprechend 0,34 – 0,51 mmol Ca2+ und 0,12 – 0,18 mmol Mg2+ pro kg Körpergewicht).
Pferd, Kalb, Schaf, Ziege, Schwein:
15-20 ml des Tierarzneimittels pro 50 kg Körpergewicht
(entsprechend 0,26 – 0,34 mmol Ca2+ und 0,09 – 0,12 mmol Mg2+ pro kg Körpergewicht).
Bei Pferden sollte die Infusionsrate 4-8 mg/kg/h Calcium (entsprechend 0,12-0,24 ml/kg/h des Tierarzneimittels) nicht überschreiten. Es wird empfohlen die benötigte Dosis des Tierarzneimittels in einem Verhältnis von 1:4 mit isotonischer Kochsalzlösung oder Dextrose zu verdünnen und über einen Zeitraum von mindestens 2 Stunden zu verabreichen.
Die Dosierungsangaben sind Richtwerte und daher immer dem individuellen Defizit und dem jeweiligen Kreislaufzustand anzupassen.
Eine erste Nachbehandlung darf frühestens nach 6 Stunden vorgenommen werden. Zusätzliche Behandlungen im Abstand von 24 Stunden können verabreicht werden, wenn die anhaltenden Symptome eindeutig auf eine Hypocalcämie zurückzuführen sind.
Die intravenöse Infusion muss langsam über einen Zeitraum von 20-30 min erfolgen.
In sehr seltenen Fällen wurde über transiente Hypercalcämie mit den folgenden Symptomen spontan berichtet:
Ein Anstieg der Herzfrequenz nach einer initialen Bradykardie ist als Zeichen für eine beginnende Überdosierung zu werten. In diesem Fall ist die Infusion unverzüglich abzubrechen. Verzögerte Nebenwirkungen können in Form von Störungen des Allgemeinbefindens und mit Symptomen einer Hypercalcämie auch noch 6 -10 Stunden nach der Infusion auftreten und dürfen nicht als Rezidiv der Hypocalcämie fehldiagnostiziert werden.
Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermaßen definiert:
Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage
aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.
Nach Anbruch sofort verbrauchen.
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren. Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.
Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.
Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Keine bekannt.
Das Tierarzneimittel darf nur langsam intravenös verabreicht werden.
Die Lösung sollte vor der Anwendung auf Körpertemperatur erwärmt werden.
Während der Infusion müssen Herzfrequenz, Herzrhythmus und Kreislauf überwacht werden. Beim Auftreten von Symptomen einer Überdosierung (insbesondere Herzrhythmusstörungen, Blutdruckabfall, Unruhe) ist die Infusion sofort abzubrechen.
Das Tierarzneimittel sollte vorsichtig angewendet werden, um eine versehentliche Selbstinjektion zu vermeiden, da diese möglicherweise eine Irritation an der Injektionsstelle hervorrufen kann.
Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Das Tierarzneimittel beinhaltet Borsäure und sollte nicht von schwangeren Frauen oder Frauen, die beabsichtigen schwanger zu werden, verabreicht werden.
Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit ist nicht belegt.
Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.
Calcium steigert die Wirksamkeit von Herzglykosiden.
Durch Calcium werden die kardialen Wirkungen von β-Adrenergika und Methylxanthinen verstärkt. Glukocorticoide erhöhen durch Vit. D-Antagonismus die renale Ausscheidung von Calcium.
Bei Überdosierung oder zu schneller intravenöser Infusion kann es zu einer Hypercalcämie oder Hypermagnesiämie mit initialer Bradykardie und nachfolgender Tachykardie, Herzrhythmusstörungen und in schweren Fällen zu ventrikulärem Herzflimmern kommen.
Weitere Symptome einer Hyperkalzämie sind: motorische Schwäche, Muskelzittern, gesteigerte Erregbarkeit, Unruhe, Schweißausbrüche, Polyurie, Blutdruckabfall, Depression und Koma.
Beim Überschreiten der maximalen Infusionsgeschwindigkeit kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen, bedingt durch Histaminausschüttung kommen.
Sollten die oben beschriebenen Symptome auftreten, ist die Infusion sofort abzubrechen.
Symptome einer Hypercalcämie können auch noch 6-10 Stunden nach der Infusion auftreten und dürfen aufgrund der Ähnlichkeit der Symptome nicht als Rezidiv der Hypocalcämie fehldiagnostiziert werden.
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
Zuletzt aktualisiert am 24.08.2023
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