Lodronat 520 mg - Filmtabletten

Abbildung Lodronat 520 mg - Filmtabletten
Wirkstoff(e) Clodronsäure
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Esteve Pharmaceuticals GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 18.11.1993
ATC Code M05BA02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Mittel mit Einfluss auf die Knochenstruktur und die Mineralisation

Zulassungsinhaber

Esteve Pharmaceuticals GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Bonefos 800 mg - Filmtabletten Clodronsäure Bayer
Bonefos 300 mg - Konzentrat zur Infusionsbereitung Clodronsäure Bayer

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Dinatriumclodronat, der Wirkstoff von Lodronat, ist ein Non-Amino-Bisphosphonat.

Lodronat wird bei krankhaft gesteigertem Knochenabbau, der durch Tumore verursacht wird und meist mit erhöhter Kalziumfreisetzung aus dem Knochen und Anstieg des Kalziums im Blut verbunden ist, angewendet.

Lodronat reichert sich im Knochengewebe an und hemmt dort die knochenabbauenden Zellen (Osteoklasten). Dadurch wird der Abbau des Knochengewebes verringert und der Knochenschmerz gelindert.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Lodronat darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Dinatriumclodronat oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind;
  • bei starker Einschr√§nkung der Nierenfunktion mit Ausnahme der kurzfristigen Anwendung bei rein funktioneller Einschr√§nkung der Nierenfunktion durch erh√∂hte Kalziumwerte im Blut;
  • bei gleichzeitiger Behandlung mit anderen Bisphosphonaten;
  • wenn Sie an akuten Entz√ľndungen oder Blutungen im Magen-Darm-Bereich leiden;
  • w√§hrend der Schwangerschaft und Stillzeit;
  • wenn Sie bestimmte Probleme mit Ihrer Speiser√∂hre haben, wie eine Einengung oder Schwierigkeiten beim Schlucken.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Lodronat einnehmen. Bevor Sie mit der Behandlung beginnen, informieren Sie Ihren Arzt, ob Sie an anderen Krankheiten leiden.

Vor und während der Behandlung mit Lodronat wird Ihr Arzt durch regelmäßige Untersuchungen Ihre Nierenfunktion besonders beobachten.

Zur Unterst√ľtzung der Nierenfunktion sollten Sie vor und w√§hrend der Behandlung auf ausreichende Fl√ľssigkeitszufuhr achten, um die unter der Behandlung vermehrte Kalziumausscheidung zu f√∂rdern.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist bei der Einnahme von Lodronat Vorsicht geboten (siehe Abschnitt 3).

Wenn Sie an einer schweren Erkrankung des Knochenmarks (Plasmozytom) leiden, wird Ihr Arzt regelmäßige Kontrollen Ihrer Nierenfunktion anordnen und Lodronat gegebenenfalls bei Verschlechterung Ihres Zustandes absetzen.

Vor und w√§hrend der Behandlung wird Ihr Arzt das Serumkalzium, das Serumphosphat sowie Leberfunktionsparameter und das Blutbild √ľberpr√ľfen.

Lassen Sie die vom Arzt angeordneten Laborkontrollen verl√§sslich durchf√ľhren.

Ihr Arzt wird Ihnen Anweisungen bez√ľglich einer ausreichenden Zufuhr von Kalzium und Vitamin D geben.

Bei Krebspatienten, die im Rahmen eines Behandlungsschemas sowohl intravenös als auch oral Bisphosphonate (Gruppe von Arzneimittel zu der auch Lodronat gehört) erhielten, wurde eine Osteonekrose (Absterben von Knochen) des Kiefers, in der Regel im Zusammenhang mit Zahnextraktion und/oder lokaler Infektion berichtet.

Wenden Sie sich an Ihren Arzt/Zahnarzt, wenn Sie Schmerzen, Schwellung und Taubheit des Kiefers oder Lockerung der Zähne bemerken, dies könnten Anzeichen einer Osteonekrose des Kiefers sein.

Eine vorbeugende Zahnbehandlung vor der Behandlung mit Bisphosphonaten sollte in Betracht gezogen werden, wenn bei Ihnen gleichzeitig andere Risikofaktoren (z.B. Krebs, Chemotherapie, Strahlentherapie, Kortikosteroide, schlechte Zahnhygiene) vorliegen; invasive zahnmedizinische Eingriffe während der Behandlung mit Bisphosphonaten sind zu vermeiden.

Wenn sich unter der Bisphosphonattherapie eine Osteonekrose des Kiefers entwickelt, kann sich Ihr Zustand durch einen zahnmedizinischen Eingriff verschlechtern. F√ľr Patienten, die eine Zahnbehandlung ben√∂tigen, liegen keinerlei Daten vor, die Aufschluss dar√ľber geben, ob ein Abbruch der Bisphosphonatbehandlung das Risiko einer Osteonekrose des Kiefers verringert.

Wenn Sie Probleme beim Schlucken oder mit der Verdauung haben, ist Vorsicht geboten, da Reizung, Entz√ľndung oder Geschw√ľrbildung in der Speiser√∂hre oder der oberen Magen- Darm-Schleimhaut durch diese Arzneimittelklasse hervorgerufen werden k√∂nnen.

Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie Schmerzen, Schw√§che oder Beschwerden in Oberschenkel, H√ľfte oder Leiste versp√ľren, da es sich dabei um ein fr√ľhes Anzeichen eines m√∂glichen Oberschenkelknochenbruchs handeln k√∂nnte.

Halten Sie die Dosierungsanweisung ein. Sollten nach der Einnahme des Arzneimittels Probleme beim Schlucken oder mit der Verdauung oder Symptome wie Sodbrennen, starke Schmerzen im Brustkorb, starke Schmerzen beim Schlucken von Speisen und/oder Getränken, starke Übelkeit oder Erbrechen auftreten, brechen Sie die Einnahme ab und nehmen Sie sofort Kontakt mit Ihrem Arzt auf.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern wurde bisher nicht nachgewiesen.

Einnahme von Lodronat zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Die Wirkung bestimmter Arzneimittel kann durch Lodronat verst√§rkt oder abgeschw√§cht werden.

Eine gleichzeitige Einnahme von Nahrungsmitteln mit hohem Kalziumgehalt, z.B. Milch und Milchprodukte, kann die Aufnahme des Wirkstoffes im Magen-Darm-Trakt und damit die Wirkung von Lodronat vermindern. Das gleiche bewirken auch kalzium-, eisen- oder magnesiumhaltige Arzneimittel (z.B. Arzneimittel zur Bindung der Magensäure).

Bei gleichzeitiger Einnahme von Lodronat und bestimmten Antibiotika (Aminoglykoside) kann es zu einem verstärkten Abfall des Kalziumspiegels kommen. Dies kann auch der Fall sein, wenn Sie diese beiden Arzneistoffe in einem Abstand von einer oder mehreren Wochen eingenommen haben. Besondere Vorsicht ist bei gleichzeitig bestehendem, vermindertem Blut-Magnesiumspiegel geboten.

Es gibt Berichte, dass die gleichzeitige Anwendung bestimmter schmerz- und entz√ľndungshemmender Arzneimittel (vor allem Diclofenac) zu St√∂rungen der Nierenfunktion f√ľhren kann.

√úber einen Anstieg der Serumkonzentration von Estramustinphosphat um bis zu 80 % wurde bei gleichzeitiger Anwendung von Estramustinphosphat und Dinatriumclodronat berichtet.

Lodronat darf nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln, die zur Gruppe der Bisphosphonate gehören, angewendet werden.

Einnahme von Lodronat zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Eine gleichzeitige Einnahme von Nahrungsmitteln mit hohem Kalziumgehalt, z.B. Milch und Milchprodukte, kann die Aufnahme des Wirkstoffs im Magen-Darm-Trakt und damit die Wirkung von Lodronat vermindern.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

In der Schwangerschaft und Stillzeit darf Lodronat nicht eingenommen werden.

Frauen im geb√§rf√§higen Alter m√ľssen w√§hrend der Behandlung eine zuverl√§ssige Verh√ľtungsmethode anwenden.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Lodronat hat keinen oder einen zu vernachl√§ssigenden Einfluss auf die Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen.

Lodronat enthält Lactose und Natrium

Bitte nehmen Sie Lodronat erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden.

Dieses Arzneimittel enth√§lt 83,4 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Filmtablette. Dies entspricht 4 % der f√ľr einen Erwachsenen empfohlenen maximalen t√§glichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Sie sollten sich nach der Einnahme von Lodronat nicht hinlegen, sondern in aufrechter Position verbleiben, um Oberbauchbeschwerden zu vermeiden.

Dosierung

Die Tagesdosis beträgt im Allgemeinen 2 Filmtabletten. Im Einzelfall kann auch eine höhere Tagesdosis bis maximal 4 Filmtabletten notwendig sein.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion:

Unter bestimmten Voraussetzungen kann Lodronat auch verordnet werden, wenn Sie unter einer eingeschränkten Nierenfunktion leiden. In diesem Fall wird Ihr Arzt die Dosierung entsprechend anpassen.

Patienten mit leichter Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance 50-80 ml/min) brauchen die tägliche Dosis nicht zu reduzieren und nehmen 2 Filmtabletten (1040 mg) ein.

Bei einem Kreatinin-Clearance-Wert zwischen 30 und 50 ml/min sollte die Tagesdosis auf eineinhalb Filmtabletten (780 mg) reduziert werden.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion mit einem Kreatinin-Clearance-Wert zwischen 10 und 30 ml/min sollte die Tagesdosis auf die Hälfte reduziert werden, das heißt 1 Filmtablette (520 mg).

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion:

Eine spezielle Dosisanpassung ist nicht erforderlich, aber Ihr Arzt wird während der Behandlung bestimmte Leberwerte verstärkt kontrollieren.

√Ąltere Patienten (>= 65 Jahre):

Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich, außer wenn Sie unter einer eingeschränkten Nierenfunktion leiden.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Die Tagesdosis von 1040 mg sollte auf einmal eingenommen werden. Wenn h√∂here Tagesdosen verwendet werden, sollte der Teil der Dosis √ľber 1040 mg separat (als zweite Dosis) eingenommen werden (siehe unten). Bei magenempfindlichen Patienten kann die Tagesdosis auch auf 2 Einzelgaben verteilt werden.

Die einzelne Tagesdosis und die erste Dosis von zweien sollten am besten morgens auf n√ľchternen Magen unzerkaut mit einem Glas Wasser eingenommen werden. Sie sollten danach f√ľr eine Stunde auf Essen, Trinken (au√üer Leitungswasser) und jegliche andere √ľber den Mund eingenommene Arzneimittel verzichten.

Bei zwei Dosen sollte die erste Dosis wie oben empfohlen eingenommen werden. Die zweite Dosis sollte zwischen den Mahlzeiten eingenommen werden, mehr als zwei Stunden nach und eine Stunde vor dem Essen, Trinken (au√üer Leitungswasser) oder der Einnahme anderer √ľber den Mund eingenommener Arzneimittel.

Die Filmtabletten sollten auf keinen Fall mit Milch, Nahrungsmitteln oder Arzneimitteln, die Kalzium oder andere zweiwertige Kationen (z.B. Magnesium, Eisen oder Zink) enthalten, eingenommen werden, weil sie die Aufnahme von Dinatriumclodronat beeinträchtigen.

Dauer der Anwendung

Die Behandlungsdauer beträgt im Allgemeinen 6 Monate und kann in Abhängigkeit von der Entwicklung des Krankheitsbildes verlängert werden.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Die Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern wurde bisher nicht nachgewiesen.

Wenn Sie eine größere Menge von Lodronat eingenommen haben, als Sie sollten

Bei Überdosierung muss mit Übelkeit, Erbrechen und Durchfall gerechnet werden. Bei Aufnahme größerer Substanzmengen kann es zu einem Abfall des Blut-Kalziumspiegels (Hypokalzämie) kommen.

Bitte benachrichtigen Sie einen Arzt, wenn Sie eine größere Anzahl an Lodronat 520 mg - Filmtabletten eingenommen haben, als Sie sollten.

Ein Anstieg des Serumkreatinins und Nierenfunktionsstörungen wurden mit hohen intravenösen Dosen von Dinatriumclodronat gemeldet. Ein Fall von Nierenversagen und Leberschaden wurde nach versehentlicher Einnahme von 20.000 mg (50x400 mg) Dinatriumclodronat berichtet.

Die Therapie einer √úberdosierung sollte symptomatisch erfolgen. Auf eine ausreichende Fl√ľssigkeitszufuhr ist zu achten. Die Nieren- und Leberfunktion sowie das Serumkalzium sollten √ľberwacht werden.

Hinweis f√ľr das medizinische Fachpersonal:

Informationen zur Behandlung einer √úberdosierung finden Sie am Ende dieser Gebrauchsinformation.

Hinweis f√ľr das medizinische Fachpersonal:

Informationen zur Behandlung einer √úberdosierung finden Sie am Ende dieser Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Lodronat vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie die Behandlung wie verordnet fort.

Wenn Sie die Einnahme von Lodronat abbrechen

Auch wenn Sie Lodronat aus irgendeinem Grund nicht mehr einnehmen, sollen Sie das Ihrem Arzt melden, um mögliche gesundheitliche Nachteile zu vermeiden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Die am häufigsten berichtete Nebenwirkung ist Durchfall, die in der Regel mild verläuft und häufiger bei höherer Dosierung auftritt.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • √úbelkeit, Erbrechen und Durchfall
  • erniedrigte Blutkalziumwerte (ohne Symptome bzw. Beschwerden)
  • Erh√∂hung bestimmter Leberenzyme (Transaminasen) im Blut (ohne den Normalbereich zu √ľberschreiten)

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

  • √úberempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Hautreaktionen)
  • Erniedrigte Blutkalziumwerte (mit Symptomen bzw. Beschwerden einhergehend)
  • Zunahme des Serum-Parathormons mit vermindertem Kalzium-Spiegel
  • Erh√∂hung der alkalischen Phosphatase im Serum
  • Ungew√∂hnliche (atypische) Br√ľche des Oberschenkelknochens
  • Verschlechterung der Nierenfunktion (Anstieg des Serum-Kreatinins und vermehrte Eiwei√üausscheidung mit dem Urin)

Erhöhung bestimmter Leberenzyme (Transaminasen) im Blut (um mehr als das Zweifache des normalen Bereichs)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

  • Verminderung des Serum-Phosphat-Spiegels
  • Erh√∂hung der Laktatdehydrogenase (LDH) im Serum
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn bei Ihnen Ohrenschmerzen, Ausfluss aus dem Ohr und/oder eine Ohreninfektion auftreten. Diese k√∂nnten Anzeichen f√ľr eine Sch√§digung der Knochen im Ohr sein.

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar):

  • √úber Schmerzen, Schwellung und Taubheit des Kiefers oder Lockerung der Z√§hne wurde bei Patienten berichtet, welche Bisphosphonate (Gruppe von Arzneimittel zu der auch Lodronat geh√∂rt) erhielten. Dies k√∂nnten Anzeichen einer Knochensch√§digung im Kiefer (Osteonekrose) sein. Verst√§ndigen Sie unverz√ľglich Ihren Arzt und Zahnarzt, wenn Sie eines dieser Symptome bemerken.
  • Reizung der Schleimh√§ute des oberen Verdauungstraktes (Speiser√∂hre, Magen), Entz√ľndungen, Geschw√ľre oder Schmerzen in Speiser√∂hre, Magen oder Zw√∂lffingerdarm (manche schwerwiegend und mit Komplikationen)
  • Augenerkrankungen einschlie√ülich Uveitis (Entz√ľndung der Gef√§√ühaut des Auges), Konjunktivitis (Bindehautentz√ľndung), Episkleritis (Entz√ľndung einer d√ľnnen Gewebeschicht des wei√üen Teils des Auges) und Skleritis (Entz√ľndung des Wei√üen des Auges)
  • Verschlechterung der Lungenfunktion bei Patienten mit Acetylsalicyls√§ure-sensitivem Asthma
  • √úberempfindlichkeitsreaktionen in Form von St√∂rungen der Lungenfunktion
  • Beeintr√§chtigung der Nierenfunktion (Erh√∂hung des Serum-Kreatinins und Proteinurie), schwere Nierensch√§den vor allem nach schneller Verabreichung von hohen Dosen √ľber die Vene (intraven√∂se Infusion)
  • Einzelf√§lle von Nierenversagen, in seltenen F√§llen mit t√∂dlichem Ausgang, wurden besonders bei gleichzeitiger Einnahme von bestimmten schmerz- und entz√ľndungshemmenden Arzneimitteln (vor allem Diclofenac) berichtet.
  • Patienten, die mit dem Wirkstoff behandelt wurden, berichteten √ľber starke Knochen-, Gelenk- und/oder Muskelschmerzen. Das Auftreten dieser Symptome variierte von Tagen bis einigen Monaten nach Beginn der Behandlung.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton/der Blisterpackung nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú/‚ÄěVerw. bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Lodronat enthält

Der Wirkstoff ist: Dinatriumclodronat.

1 Filmtablette enthält 649,73 mg Dinatriumclodronat 4H2O entsprechend 520 mg Dinatriumclodronat.

  • Die sonstigen Bestandteile sind: Talkum, Maisst√§rke, mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat, Carboxymethylst√§rke-Natrium (Typ A), Hypromellose, Polyacrylat- Dispersion 30 %, Macrogol 10.000, Lactose-Monohydrat, Titandioxid (E 171), Polysorbat 80, Natriumcitrat.

Wie Lodronat aussieht und Inhalt der Packung

Die Filmtabletten sind l√§nglich, wei√ü, haben eine beidseitige Bruchrille und die einseitige Pr√§gung ‚ÄěE 9‚Äú.

Sie erhalten die Filmtabletten in Blisterpackungen mit 30 oder 60 St√ľck.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Esteve Pharmaceuticals GmbH Hohenzollerndamm 150-151 14199 Berlin

Deutschland

phone +49 30 338427-0

e-mail info.germany@esteve.com

Hersteller

CENEXI

52 Rue Marcel et Jacques Gaucher

94120 Fontenay sous Bois Frankreich

Z.Nr.: 1-20266

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Mai 2022.

Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Hinweis f√ľr den Arzt bei √úberdosierung

Die Therapie sollte symptomatisch erfolgen. Eine ad√§quate Fl√ľssigkeitszufuhr sollte gew√§hrleistet sein, und die Nieren- und Leberfunktion sowie das Serumkalzium sollten √ľberwacht werden.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Lodronat 520 mg - Filmtabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Clodronsäure
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Esteve Pharmaceuticals GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 18.11.1993
ATC Code M05BA02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Mittel mit Einfluss auf die Knochenstruktur und die Mineralisation

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden