Mepinaest purum 1% - Ampullen

Abbildung Mepinaest purum 1% - Ampullen
Wirkstoff(e) Mepivacain
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Gebro Pharma GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 07.11.2000
ATC Code N01BB03
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Lokalanästhetika

Zulassungsinhaber

Gebro Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Mepinaest ist ein mittellang wirksames Lokalanästhetikum (Arzneimittel zur örtlichen Betäubung) vom Amid-Typ. Es wird grundsätzlich nur durch einen Arzt angewendet.

Anwendungsgebiete

Mepinaest purum 0,5 % und 1 %

Zur Lokalanästhesie: Infiltrationsanästhesie, Leitungsanästhesie und

Sympathikusblockade.

  • Mepinaest purum 2 %

Zur Leitungsanästhesie.

F√ľr die Infiltrationsan√§sthesie und Sympathikusblockade ist im Normalfall die 0,5 % oder 1 % L√∂sung ausreichend.

F√ľr die Infiltrationsan√§sthesie und Sympathikusblockade ist im Normalfall die 0,5 % oder 1 % L√∂sung ausreichend.

Anzeige

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Mepinaest purum beachten?

Mepinaest purum darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Mepivacainhydrochlorid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile von Mepinaest purum sind (bei Allergie gegen Alkyl-4-Hydroxybenzoate (Parabene) sind Mepinaest purum-Ampullen zu verwenden, da diese kein Konservierungsmittel enthalten),
  • wenn Sie allergisch gegen andere Lokalan√§sthetika vom S√§ureamid-Typ sind,
  • zur Parazervikalan√§sthesie (Schmerzausschaltung am Geb√§rmutterhals w√§hrend der Geburt),
  • bei hochgradigen Formen von Bradykardie (langsame Herzt√§tigkeit), AV-Block II. und III. Grades und anderen √úberleitungsst√∂rungen,
  • wenn Sie an Herzmuskelinsuffizienz (unzureichende Herzleistung) leiden,
  • wenn Sie an schwerer Hypotonie (stark erniedrigter Blutdruck) leiden,
  • zur Injektion in entz√ľndetes Gewebe,
  • bei Kindern unter 4 Jahren (ca. 20 kg K√∂rpergewicht).

Zus√§tzlich sind die speziellen Gegenanzeigen f√ľr die Periduralan√§sthesie (Injektion in den Wirbelkanal zur Bet√§ubung der Nervenwurzel) zu beachten wie z.B.:

  • nicht korrigierter Mangel an Blutvolumen,
  • erhebliche St√∂rungen der Blutgerinnung,
  • erh√∂hter Hirndruck.

Mepinaest purum ist generell nicht f√ľr die Anwendung retro- und parabulb√§r (hinter und neben den Augapfel) vorgesehen.

Injektionsl√∂sungen aus Durchstechflaschen d√ľrfen wegen des Konservierungsmittels auch nicht intraokul√§r (in das Auge) verabreicht werden bzw. in die Zerebrospinalfl√ľssigkeit gelangen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Mepinaest bei Ihnen angewendet wird,

  • wenn Sie an eingeschr√§nkter Nieren- oder Leberfunktion leiden,
  • bei gleichzeitiger Verwendung von Antiarrhythmika (Mittel gegen Herzrhythmusst√∂rungen),
  • bei St√∂rungen der Blutgerinnung,
  • wenn Sie an Gef√§√üverschl√ľssen leiden,
  • bei Arteriosklerose (Gef√§√üverkalkung),
  • bei Nervensch√§digung (insbesondere durch Zuckerkrankheit),
  • wenn Sie Porphyrie haben oder ein Familienmitglied Porphyrie hat, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, weil es sein kann, dass bei Ihnen ein anderes Lokalan√§sthetikum eingesetzt werden muss,
  • wenn Sie an anderen Krankheiten oder an Allergien leiden.

Hinweise f√ľr den Arzt:

Zur Vermeidung von Nebenwirkungen sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Dosierung so niedrig wie m√∂glich w√§hlen.
  • Bei Risikopatienten und bei Verwendung h√∂herer Dosierungen (mehr als 25 % der maximalen Einzeldosis bei einzeitiger Gabe) intraven√∂sen Zugang f√ľr Infusion anlegen (Volumensubstitution).
  • In der Regel keinen Vasokonstriktorzusatz verwenden.
  • Korrekte Lagerung des Patienten beachten. Vor Injektion sorgf√§ltig in zwei Ebenen aspirieren (Drehung der Kan√ľle).
  • Vermeidung einer Injektion in entz√ľndete (infizierte) Bereiche.
  • Injektion langsam vornehmen.
  • Blutdruck, Puls und Pupillenweite kontrollieren.
  • Allgemeine und spezielle Kontraindikationen sowie Wechselwirkungen mit anderen Mitteln beachten.

Mepivacain ist nicht f√ľr intraartikul√§re Dauerinfusionen zugelassen: Nach Markteinf√ľhrung wurde bei Patienten, die postoperativ intraartikul√§re Dauerinfusionen von Lokalan√§sthetika erhalten haben, √ľber Chondrolyse berichtet. Bei der Mehrheit der berichteten F√§lle war das Schultergelenk betroffen.

Vor der Anwendung des Lokalan√§sthetikums ist darauf zu achten, dass das Instrumentarium zur Wiederbelebung (z.B. zur Freihaltung der Atemwege und zur Sauerstoffzufuhr) und die Notfallmedikation zur Therapie toxischer Reaktionen sofort verf√ľgbar sind.

Es ist zu beachten, dass unter Behandlung mit Antikoagulantien, nichtsteroidalen Antirheumatika oder Plasmaersatzmitteln nicht nur eine versehentliche Gef√§√üverletzung im Rahmen der Schmerzbehandlung zu ernsthaften Blutungen f√ľhren kann, sondern dass allgemein mit einer erh√∂hten Blutungsneigung gerechnet werden muss. Ggf. sollten die Blutungszeit und die aktivierte partielle Thromboplastinzeit (aPTT) bestimmt, der Quick-Test durchgef√ľhrt und die Thrombozytenzahl √ľberpr√ľft werden. Diese Untersuchungen sollten bei Risikopatienten auch im Falle einer Low-dose- Heparinprophylaxe vor der Anwendung von Mepinaest durchgef√ľhrt werden.

Bei bestehender Behandlung mit nichtsteroidalen Antirheumatika, insbesondere aber mit Acetylsalicyls√§ure, wird in den letzten f√ľnf Tagen vor einer geplanten r√ľckenmarksnahen Injektion eine Bestimmung der Blutungszeit als notwendig angesehen.

Eine An√§sthesie bei gleichzeitiger Vorsorgetherapie zur Vermeidung von Thrombosen (Thromboseprophylaxe) mit niedermolekularem Heparin sollte nur unter besonderer Vorsicht durchgef√ľhrt werden.

Patienten mit fortgeschrittener Lebererkrankung oder schwerer Nierenfunktionsstörung:

Daten von Lidocain lassen vermuten, dass bei Patienten mit fortgeschrittener Lebererkrankung (Child Pugh Stadium C) die Clearance um ca. 50 % verringert ist.

Eine klinisch relevante Verringerung der Clearance von Mepivacain ist nur bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (CrCL < 30 ml/min) ohne Hämodialyse zu erwarten.

Es ist nicht zu erwarten, dass nach der Anwendung von einzelnen Dosen zur chirurgischen Anästhesie die verringerte Clearance das Auftreten einer Toxizität aufgrund hoher Plasmaspiegel beeinflusst. Bei chronischer Nierenfunktionsstörung ist jedoch die Clearance des renal ausgeschiedenen Metaboliten Pipecolylxylidin (PPX) eingeschränkt, sodass eine Akkumulation nach wiederholter Anwendung auftreten kann.

Manche Patienten bed√ľrfen besonderer Aufmerksamkeit, auch wenn bei diesen Patienten eine r√ľckenmarksnahe Bet√§ubung h√§ufig indiziert ist:

  • √§ltere Patienten (u.a. pl√∂tzlicher niedriger Blutdruck als Komplikation bei Periduralan√§sthesie m√∂glich),
  • Patienten mit fortgeschrittener Leber- oder schwerer Nierenfunktionsst√∂rung,
  • Patienten in einem geschw√§chten Allgemeinzustand,
  • Patienten mit einem partiellen oder totalen Herzblock, weil Lokalan√§sthetika die

Erregungsleitung im Herzen unterdr√ľcken k√∂nnen.

Bei Anwendung im Hals-Kopf-Bereich besteht ein h√∂herer Gef√§hrdungsgrad, weil das Risiko f√ľr zentralnerv√∂se Intoxikationssymptome erh√∂ht ist.

Anwendung von Mepinaest purum zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben, oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Es kann sein, dass sich Medikamente gegenseitig in ihrer Wirkung beeinflussen. Arzneimittelwirkungen k√∂nnen verst√§rkt oder abgeschw√§cht werden und es ist m√∂glich, dass Nebenwirkungen auftreten.

Bei Patienten, die gleichzeitig andere Lokalan√§sthetika oder √§hnliche Substanzen (z.B. Antiarrhythmika wie Mexiletin oder Aprindin) erhalten, muss Mepivacain besonders vorsichtig angewendet werden, da sich in diesen F√§llen die unerw√ľnschten Wirkungen am kardiovaskul√§ren Herz-Kreislauf-System und am Nervensystem addieren.

Es wurden keine Untersuchungen zu Wechselwirkungen zwischen Mepivacain und Antiarrhythmika der Klasse III (bestimmte Arzneimittel gegen Herzrythmusst√∂rungen, z.B. Amiodaron) durchgef√ľhrt, jedoch ist auch hier Vorsicht geboten. Patienten, die mit Antiarrhythmika der Klasse III behandelt werden, sollten unter strenger Beobachtung und EKG-√úberwachung stehen, weil sich die Effekte am Herzen addieren k√∂nnen.

Ein toxisches Zusammenwirken wird f√ľr zentrale Analgetika (Schmerzmittel) und Ether beschrieben. Die Wirkung nicht depolarisierender Muskelrelaxantien (Arzneimittel zur Muskelerschlaffung) wird durch Mepivacain verl√§ngert.

Die gleichzeitige Gabe von gef√§√üverengenden Arzneimitteln f√ľhrt zu einer l√§ngeren Wirkdauer von Mepivacain.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Schwangerschaft:

Wegen einer m√∂glichen Sch√§digung des Neugeborenen darf Mepivacain nicht f√ľr die Parazervikalblockade in der Geburtshilfe eingesetzt werden.

F√ľr die geburtshilfliche Periduralan√§sthesie stellt Mepivacain wegen der Gefahr von zu hohen Blutspiegeln (systemische Kumulation) nicht das Mittel der Wahl dar.

Generell darf Mepivacain wegen unzureichender gezielter Untersuchungen im ersten Drittel der Schwangerschaft nur verabreicht werden, wenn keine anderen Lokalan√§sthetika zur Verf√ľgung stehen.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, in welchen Mengen Mepivacain in die Muttermilch √ľbergeht.

Sollte eine Anwendung während der Stillzeit erforderlich sein, kann das Stillen ca. 24 Stunden nach Ende der Behandlung wieder aufgenommen werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen:

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Nach Injektion von Lokalan√§sthetika kann eine vor√ľbergehende Beeintr√§chtigung des Reaktionsverm√∂gens, z.B. im Stra√üenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen, auftreten. Daher muss vom Arzt im Einzelfall entschieden werden, ob der Patient aktiv am Stra√üenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen darf.

Mepinaest purum enthält Natrium

Falls Sie eine natriumreduzierte Di√§t einhalten m√ľssen, sollten Sie dies beachten:

Natriumgehalt
mg/mlmmol/ml
AmpullenDurchstech- flaschenAmpullenDurchstech- flaschen
0,5%2,842,720,120,12
1%2,472,330,100,11
2 %1,691,630,070,07

Mepinaest enth√§lt bei der empfohlenen Maximaldosis (300 mg Mepivacainhydrochlorid) bis zu 7,4 mmol (= 170 mg) Natrium (verabreicht als 0,5 % Ampulle). Dies ist bei Patienten mit kontrollierter Natriumdi√§t zu ber√ľcksichtigen.

Mepinaest purum Durchstechflaschen enthalten Methyl-4-Hydroxybenzoat (E 218) und Propyl-4- Hydroxybenzoat (E 216)

Die in den Durchstechflaschen enthaltenen Konservierungsstoffe Methyl-4-Hydroxybenzoat und Propyl-4- Hydroxybenzoat können allergische Reaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufen sowie in seltenen Fällen eine Verkrampfung der Atemwege (Bronchospasmus).

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Mepinaest purum wird grunds√§tzlich nur durch einen Arzt angewendet. Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich √ľber die Anwendung nicht im Klaren sind.

Art der Anwendung

  • 0,5 %, 1%:
    Zur intradermalen und intramuskulären Anwendung in der Infiltrationsanästhesie.
  • 0,5 %, 1 %, 2 %:
    Zur perineuralen und epiduralen Anwendung in der Leitungsanästhesie.

Hinweise f√ľr den Arzt:

Mepinaest purum soll langsam in das zu anästhesierende Gewebe injiziert werden, eine wiederholte Aspiration zur Vermeidung einer nicht indizierten intravasalen Applikation ist notwendig.

Dosierung:

Empfohlene Höchstdosen: 300 mg Mepivacainhydrochlorid (= 60 ml 0,5 % oder 30 ml 1 % oder 15 ml 2 %).

Im Rahmen der HNO-Heilkunde: 200 mg Mepivacainhydrochlorid (= 40 ml 0,5 % oder 20 ml 1 % oder 10 ml 2 %).

Bei der Verwendung von Durchstechflaschen betr√§gt die H√∂chstdosis auf Grund der Konservierungsmittel 15 ml. Weitere Gegenanzeigen bez√ľglich Anwendung der konservierten Durchstechflaschen siehe Abschnitt 2.

Es soll unbedingt die niedrigste Dosis, mit der sich eine ausreichende An√§sthesie erreichen l√§sst, verwendet werden, um hohe Plasmaspiegel und damit ernste Nebenwirkungen zu vermeiden. Die Dosis soll 300 mg (ca. 4,5 mg/kg) Mepivacainhydrochlorid auf keinen Fall √ľberschreiten.

Bei älteren und geschwächten Patienten sowie bei akut Erkrankten sind entsprechend niedrigere Dosen zu verwenden (Anwendung bei Kindern siehe unten)!

Bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion können besonders bei wiederholter Anwendung erhöhte Plasmaspiegel auftreten. In diesen Fällen wird ebenfalls ein niedriger Dosisbereich empfohlen (siehe unten).

Eine intravasale Anwendung soll nicht erfolgen.

L√∂sungen mit 0,5 % und 1 % sind aufgrund der niedrigen Wirkstoffkonzentration nicht zur Anwendung f√ľr Spinalan√§sthesien und zahnmedizinische Eingriffe geeignet.

Infiltrationsanästhesie:

Bei der Infiltrationsanästhesie sollte in der Regel nur die 0,5 % Lösung angewandt werden.

Bei kleinfl√§chigen Infiltrationsbezirken oder bei bestimmten Indikationen ist auch die 1 % L√∂sung zur Infiltration indiziert. Diese Konzentrationen sind f√ľr alle Formen der Infiltrationsan√§sthesie in jeder Hinsicht ausreichend, daher sollte die 2 % L√∂sung nicht zur Infiltrationsan√§sthesie ben√ľtzt werden.

Die Quaddeltherapie, zu der insgesamt nur sehr geringe Mengen Anästhesielösung injiziert werden, ist in diesem Sinne nicht als Infiltrationsanästhesie zu verstehen.

Sind in besonders gelagerten F√§llen gr√∂√üere Fl√ľssigkeitsmengen zur Infiltration erforderlich, kann 0,5 % Mepivacainhydrochlorid durch Zusatz von steriler physiologischer Kochsalz- oder Ringer- L√∂sung ‚Äď unter Wahrung der empfohlenen H√∂chstdosen ‚Äď auf 0,25 % verd√ľnnt werden.

Natriumgehalt
mg/mlmmol/ml
AmpullenDurchstech- flaschenAmpullenDurchstech- flaschen
0,5%2,842,720,120,12
1%2,472,330,100,11
2 %1,691,630,070,07

___________________________________________________________________________

Leitungsanästhesie:

Naturgemäß muss sich die Dosis nach der Größe des auszuschaltenden Nervs, gegebenenfalls auch nach dem Injektionsort richten.

Natriumgehalt
mg/mlmmol/ml
AmpullenDurchstech- flaschenAmpullenDurchstech- flaschen
0,5%2,842,720,120,12
1%2,472,330,100,11
2 %1,691,630,070,07

___________________________________________________________________________

Natriumgehalt
mg/mlmmol/ml
AmpullenDurchstech- flaschenAmpullenDurchstech- flaschen
0,5%2,842,720,120,12
1%2,472,330,100,11
2 %1,691,630,070,07

___________________________________________________________________________

Intrakutane Quaddel 0,2 - 0,4 ml 0,5; 1 oder 2 %

Besondere Patientengruppen

Leberfunktionsstörungen

Bei Patienten mit Leberfunktionsst√∂rungen ist bei der chirurgischen An√§sthesie eine Dosisreduktion nicht erforderlich. Bei verl√§ngerten Blockaden mit wiederholten Bolusinjektionen sollte die wiederholte Dosis von Mepivacain bei Patienten mit Lebererkrankungen im Stadium C nach Child- Pugh um 50 % reduziert werden. Innerhalb von 24 Stunden sollte eine Gesamtdosis von 750 mg Mepivacainhydrochlorid nicht √ľberschritten werden.

Nierenfunktionsstörung

Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen ist bei der chirurgischen Anästhesie bis zu 24 Stunden eine Dosisreduktion nicht erforderlich.

Anwendung bei Kindern:

Kinder ab 4 Jahren (ca. 20 kg Körpergewicht) und älter (siehe Abschnitt 4.3.)

Empfohlene therapeutische Dosis: Die injizierte Menge richtet sich nach dem Alter und dem Gewicht des Kindes und dem Ausmaß des Eingriffs. Die durchschnittliche Dosis beträgt 0,75 mg/kg, das entspricht:

Natriumgehalt
mg/mlmmol/ml
AmpullenDurchstech- flaschenAmpullenDurchstech- flaschen
0,5%2,842,720,120,12
1%2,472,330,100,11
2 %1,691,630,070,07

Empfohlene Maximaldosis: 3 mg Mepivacainhydrochlorid/kg Körpergewicht:

Natriumgehalt
mg/mlmmol/ml
AmpullenDurchstech- flaschenAmpullenDurchstech- flaschen
0,5%2,842,720,120,12
1%2,472,330,100,11
2 %1,691,630,070,07

Wenn Sie eine größere Menge von Mepinaest purum angewendet haben, als Sie sollten

√úberdosierungen im Laufe der Anwendung von Mepinaest purum sind m√∂glich. Es kann dadurch verst√§rkt zu Nebenwirkungen kommen (vergleiche Abschnitt 4 ‚ÄěNebenwirkungen‚Äú).

Hinweise f√ľr den Arzt:

Wenn Mepinaest versehentlich in zu gro√üen Mengen oder in ungeeigneter Art und Weise angewendet wird, k√∂nnen kardiovaskul√§re oder neurologische Symptome bis hin zu generalisierten zerebralen Krampfanf√§llen auftreten. Als kritische Schwellendosis wird dabei eine Konzentration von 5-6 ¬Ķg Mepivacain pro ml Blutplasma angesehen.

Folgende Gegenmaßnahmen sind erforderlich:

  1. die sofortige Unterbrechung der Zufuhr von Mepinaest purum,
  2. die sorgfältige Kontrolle von Atmung, Puls, Blutdruck und Pupillenweite,
  3. die Anlage eines intraven√∂sen Zuganges (i.v.-Verweilkan√ľle) mit Infusionsl√∂sung,
  4. die Bereitstellung von spezifischen Notfallmedikamenten: Sauerstoff;
    bei Krämpfen Diazepam bzw. Midazolam i.v.;
    bei Bradykardie und AV-Block Atropin bzw. ő≤-adrenerg wirkende Stoffe i.v.;
    bei anaphylaktischem Schock kolloidale Infusionslösung, Antihistaminika (H1-Blocker), Theophyllin, Adrenalin;
    Glukokortikoid (entspr. 1000 mg Prednisolon),
  5. die Bereitstellung einer Ausr√ľstung zur kardiopulmonalen Reanimation.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Die möglichen Nebenwirkungen nach Anwendung von Mepinaest purum entsprechen weitgehend denen anderer Lokalanästhetika vom Säureamid-Typ.

F√ľr unerw√ľnschte Wirkungen k√∂nnen einerseits abnormale Resorptionsverh√§ltnisse (verminderte Stoffaufnahme) und St√∂rungen beim Abbau in der Leber oder beim Ausscheiden durch die Niere verantwortlich sein.

Andererseits können Nebenwirkungen auch methodisch bedingt sein, und zwar durch die Injektion zu großer Lösungsmengen, durch unbeabsichtigte Injektion in ein Blutgefäß oder durch unbeabsichtigte Injektion in den Spinalkanal (intrathekal).

Ernste Nebenwirkungen betreffen das zentrale Nervensystem (ZNS) und/oder das Herz. Sie sind meist Folge von Verwechslung (falsche Konzentration), Überschreitung der Maximaldosis, unbeabsichtigter intravasaler Injektion, abnormalen Resorptionsverhältnissen (z.B. im stark durchbluteten Gewebe) oder von Eliminationsstörungen infolge einer Leber- bzw. Niereninsuffizienz.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt: Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100 Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000 Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Missempfindungen (Parästhesie), Schwindel, Benommenheit. Gelegentlich: Anzeichen und Symptome einer ZNS-Toxizität wie Unruhe, Zittern, Angst,

Verwirrtheit, Sehstörungen, Schläfrigkeit, Ohrensausen, Sprachstörungen, Muskelzuckungen, Krämpfe.

Herzerkrankungen

Häufig verlangsamter Herzschlag (Bradykardie).

Selten: Herzstillstand, unregelmäßige Herztätigkeit (kardiale Arrhythmien).

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes

Häufig: Übelkeit, Erbrechen.

Erkrankungen des Immunsystems

Selten: Allergische Reaktionen wie Nesselfieber (Urtikaria), Fl√ľssigkeitsansammlungen im Kehlkopfgewebe (Larynx√∂dem), Zusammenkrampfen der Bronchien (Bronchospasmus) oder im Extremfall anaphylaktischer Schock.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums (Mittelfell) Selten: verminderte Atmung (Atemdepression).

Bei Lumbalan√§sthesien (Schmerzausschaltung in der unteren K√∂rperh√§lfte durch Einspritzung eines Bet√§ubungsmittels in den R√ľckenmarkskanal der Lendenwirbels√§ule) k√∂nnen Kopf-, R√ľckenschmerzen und Dyspnoe (Atembeschwerden) auftreten.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht √ľber 25 ¬įC lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen. Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach "Verwendbar bis" angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Ampullen:

Die Injektionsl√∂sung aus Ampullen ist nur zur einmaligen Entnahme vorgesehen. Die Anwendung muss unmittelbar nach √Ėffnung des Beh√§ltnisses erfolgen. Nicht verbrauchte Reste sind zu verwerfen.

Durchstechflaschen:

Nach der ersten Entnahme im K√ľhlschrank (2 ‚Äď 8 ¬įC) aufbewahren. Der Inhalt darf nur innerhalb von drei Tagen nach der ersten Entnahme verwendet werden. Mehr als 10 Entnahmen sind nicht zul√§ssig.

Eine Mischung von Mepinaest purum mit 0,9 % Kochsalzlösung und Ringerlösung kann bis zu 6 Stunden bei Raumtemperatur gelagert werden.

Anzeige

Weitere Informationen

Was Mepinaest purum enthält

  • Der Wirkstoff ist Mepivacainhydrochlorid.
  • 1 ml L√∂sung enth√§lt 5 (10, 20) mg Mepivacainhydrochlorid.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Calciumchlorid-Dihydrat, Natriumchlorid, Natriumhydroxid und Wasser f√ľr Injektionszwecke. Durchstechflaschen enthalten zus√§tzlich die Konservierungsmittel Methyl-4-Hydroxybenzoat (E 218) und Propyl-4-Hydroxybenzoat (E 216), Salzs√§ure.

Wie Mepinaest purum aussieht und Inhalt der Packung

Mepinaest purum ist eine farblose und klare Injektionslösung. Der pH-Wert von Mepinaest purum 2 % - Durchstechflaschen liegt zwischen 5,0 und 6,0. Der pH-Wert der anderen Lösungen liegt zwischen 6,0 und 7,0.

Packungsgrößen:

5 Ampullen zu 5 ml

1 bzw. 5 Durchstechflaschen zu 50 ml

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Gebro Pharma GmbH

6391 Fieberbrunn

Natriumgehalt
mg/mlmmol/ml
AmpullenDurchstech- flaschenAmpullenDurchstech- flaschen
0,5%2,842,720,120,12
1%2,472,330,100,11
2 %1,691,630,070,07

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt genehmigt im Oktober 2020.

Anzeige

Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Mepinaest purum 1% - Ampullen - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Mepivacain
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Gebro Pharma GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 07.11.2000
ATC Code N01BB03
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Lokalanästhetika

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden