Mefenaminsäure

Mefenaminsäure
ATC Code M01AG01
Summenformel C15H15NO2
Molare Masse (g¬∑mol‚ąí1) 241,29
Aggregatzustand fest
Schmelzpunkt (¬įC) 230‚Äď231
PKS Wert 4,2
CAS-Nummer 61-68-7
PUB-Nummer 4044
Drugbank ID DB00784
L√∂slichkeit praktisch unl√∂slisch in Wasser, schwer l√∂slich in Ethanol, l√∂slich in verd√ľnnten Alkalihydroxid-L√∂sungen

Grundlagen

Mefenamins√§ure ist ein Wirkstoff der Gruppe der Nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR/NSAID). Es wird zur symptomatischen Behandlung von Gelenks- und Muskelschmerzen, rheumatischen Erkrankungen, Menstruationsschmerzen, Schwellung und Entz√ľndungen nach Operationen und bei Schmerzen der Wirbels√§ule angewandt. In seltenen F√§llen kann es auch zur Fiebersenkung eingesetzt werden. Als Darreichungsformen sind haupts√§chlich Kapseln und Tabletten erh√§ltlich.

Mefenamins√§ure ist in der Schweiz und in √Ėsterreich nur mit einer √§rztlichen Verschreibung erh√§ltlich. In Deutschland ist Mefenamins√§ure nicht zugelassen.

Pharmakologie

Pharmakodynamik

Mefenamins√§ure ist ein Derivat der Anthranils√§ure mit antipyretischen, analgetischen und antiphlogistischen Eigenschaften. Es bindet an die beiden Enzyme Cyclooxygenase 1 und 2 und verhindert so die Synthese von Prostaglandinen und Thromboxanen. Prostaglandine spielen eine wichtige Rolle bei der Schmerzentstehung und bei entz√ľndlichen Prozessen im K√∂rper. Werden nun weniger Prostaglandine produziert, kommt es zu einer Minderung der Schmerzen und Fieber.

Pharmakokinetik

Mefenamins√§ure wird nach oraler Gabe rasch in den Kreislauf aufgenommen und wird zu rund 90% von Plasmaproteinen gebunden. Die Plasmahalbwertszeit betr√§gt 2 Stunden. Der Wirkstoff wird vom Leberenzym CYP2C9 zu 3-Hydroxymethyl-mefenamins√§ure abgebaut und wird dann mit dem Stoff Glucurons√§ure konjugiert. Mefenamins√§ure wird bevorzugt √ľber den Urin ausgeschieden, 20% des Stoffes werden √ľber den Stuhl ausgeschieden.

Toxizität

Mögliche Beschwerden bei Überdosierung sind: starke Bauchschmerzen, Verfärbung des Stuhls, Tinnitus, Muskelschwäche, Veränderungen der Herzrate, flache Atmung, Verwirrung, Kopfschmerzen und Bewusstlosigkeit. 

Die Einnahme zusammen mit Alkohol kann zu schwerwiegenden unerw√ľnschten Nebenwirkungen f√ľhren.

Nebenwirkungen

Zu den h√§ufigsten unerw√ľnschten Nebenwirkungen z√§hlen √úbelkeit und Erbrechen, Magen-Darm-Beschwerden, Appetitlosigkeit und diverse Blutbildver√§nderung.

Toxikologische Daten

Oral, Ratte LD50: 740 mg/kg

Quellenangaben

Redaktionelle Grundsätze

Alle f√ľr den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von gepr√ľften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universit√§ten). Dabei legen wir gro√üen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.
Markus Falkenstätter, BSc

Markus Falkenstätter, BSc
Autor

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

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