Tadalafil

Tadalafil

Grundlagen

Tadalafil ist ein gefäßerweiternder und blutdrucksenkender Phosphodiesterase-5-Hemmer und wird zur Behandlung von Erektionsstörungen, gutartigen Vergrößerungen der Prostata und bei Lungenhochdruck eingesetzt.
Im Gegensatz zu anderen √§hnlich wirkenden Medikamenten wie z.B. Sildenafil (Viagra) hat Tadalafil eine bessere und l√§nger anhaltende Wirkung und eignet sich mehr f√ľr die t√§gliche Dosierung.

Medikamente mit Tadalafil

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Cialis¬ģ Tadalafil Eli Lilly (Suisse) SA
Adcirca¬ģ Tadalafil Eli Lilly (Suisse) SA
Tadalafil axapharm Tadalafil Axapharm AG
Tadalafil Sandoz¬ģ Tadalafil Sandoz Pharmaceuticals AG
Tadalafil Lilly Tadalafil A. Menarini GmbH

Wirkung

Pharmakodynamik

Tadalafil hemmt das Enzym Phosphodiesterase-5. Hierdurch verzögert sich der Abbau des Botenstoffes cGMP. Dieser löst eine Entspannung der glatten Muskulatur im Penis aus, wodurch sich die Blutgefäße erweitern und mehr Blut in den Schwellkörper einströmen kann. Infolgedessen kann eine Erektion erzeugt bzw. länger und stärker aufrechterhalten werden.

Der Wirkstoff bewirkt auch eine Entspannung der glatten Muskulatur der Lungengefäße, wodurch der Blutdruck in den Lungenarterien gesenkt wird.

Bei einer gutartigen Vergrößerung der Prostata reduziert Tadalafil das Wachstum der glatten Muskelzellen und trägt so zu einer Verringerung der Prostatagröße und zu einer Linderung der Symptome bei.

Pharmakokinetik

Die maximale Plasmakonzentration von Tadalafil wird nach etwa 2 Stunden erreicht und ist zu 94% an Plasmaproteine gebunden. Die Halbwertszeit betr√§gt 15-17,5 Stunden. In der Leber wird der Wirkstoff √ľber das Enzym CYP3A4 verstoffwechselt und haupts√§chlich mit dem Stuhl und zu 30% mit dem Urin ausgeschieden.

Wechselwirkungen

Da Tadalafil die blutdrucksenkende Wirkung von Nitraten, NO-Donatoren, Amylnitrit und anderer Antihypertonika verstärkt, sollten die Wirkstoffe nicht gleichzeitig angewendet werden.
Mit Arzneimitteln die auch durch das CYP3A4 abgebaut werden, können ebenfalls Wechselwirkungen auftreten.

Toxizität

Nebenwirkungen

M√∂gliche Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Schwindel, Dyspepsie (Oberbauchbeschwerden), R√ľckenschmerzen, Infektionen der Rachenschleimhaut und Gesichtsr√∂te, sowie niedriger Blutdruck und Sehst√∂rungen.

Toxikologische Daten

Symptome einer Überdosierung ähneln den typischen Nebenwirkungen.

Chemische & physikalische Eigenschaften

ATC Code C02KX07, G04BE08
Summenformel C22H19N3O4
Molare Masse (g¬∑mol‚ąí1) 389,404
Aggregatzustand fest
Schmelzpunkt (¬įC) 301-302
PKS Wert 0,85
CAS-Nummer 171596-29-5
PUB-Nummer 110635
Drugbank ID DB00820

Redaktionelle Grundsätze

Alle f√ľr den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von gepr√ľften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universit√§ten). Dabei legen wir gro√üen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.
Markus Falkenstätter, BSc

Markus Falkenstätter, BSc
Autor

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

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