Wirkstoff(e) Piritramid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Piramal Critical Care B.V. (BS 1)
Betäubungsmittel Ja
Zulassungsdatum 04.10.2002
ATC Code N02AC03
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus Betäubungsmittel
Pharmakologische Gruppe Opioide

Kurzinformationen

Zulassungsinhaber

Piramal Critical Care B.V. (BS 1)

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Piritramid-hameln 7,5 mg/ml Injektionslösung Piritramid Hameln Pharma GmbH

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Dipidolor ist ein Opioid-Schmerzmittel. Dipidolor wird angewendet bei starken und stärksten Schmerzen. Der enthaltene Wirkstoff ist Piritramid.

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Dipidolor darf nicht angewendet werden, wenn Sie allergisch auf einen der enthaltenen Stoffe reagieren. Wenn beim Patienten eine Atemdepression oder schwere Bewusstseinsstörungen vorliegen, darf das Arzneimittel ebenfalls nicht gegeben werden. 

Bevor Sie Dipidolor zu sich nehmen sprechen Sie bitte mit einem Arzt oder Apotheker. Falls Sie an einer der hier aufgelisteten Beschwerden leiden, darf das Arzneimittel nicht eingenommen werden.

Wie wird es angewendet?

Das Mittel ist zur Injektion in einen Muskel oder unter die Haut vorgesehen. Die √ľbliche Einzeldosis betr√§gt 15-30 mg.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Die häufigsten Nebenwirkungen sind:

  • Erh√∂hte Herzschlagrate
  • erniedrigter Blutdruck bei Untersuchungen

Hier finden Sie alle weiteren Informationen zu den Nebenwirkungen.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf. F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Die Kurzinformation

Alle f√ľr die Kurzinformation herangezogenen Informationen stammen von der Gebrauchsinformation des jeweiligen Medikaments. Kurzinformationen sollen Ihnen dabei helfen einen schnellen √úberblick √ľber ein Medikament zu gewinnen. Diese Informationen sind aus Gr√ľnden der Lesbarkeit bewusst verk√ľrzt und beinhalten nicht alle Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Nebenwirkungen. Bitte lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation - speziell bei Fragen zu Gegenanzeigen, Dosierungen und Nebenwirkungen.
Markus Falkenstätter, BSc

Markus Falkenstätter, BSc
Autor

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Dipidolor ist ein Opioid-Schmerzmittel.
Dipidolor wird angewendet bei starken und stärksten Schmerzen.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Dipidolor darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Piritramid oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • bei schwersten Bewusstseinsst√∂rungen, aus denen Sie auch auf √§u√üere Reize hin nicht erwachen (komat√∂se Zust√§nde)
  • wenn kein Atemantrieb mehr vorhanden ist (Atemdepression).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Dipidolor angewendet wird.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Dipidolor ist erforderlich,

  • wenn Sie eine akute Alkoholvergiftung haben
  • wenn Sie unter Krampfanf√§llen (wie epileptischen Anf√§llen) leiden
  • wenn Sie eine Kopfverletzung haben
  • wenn Sie einen erh√∂hten Hirndruck haben
  • wenn Sie eine Schilddr√ľsenunterfunktion haben
  • wenn bei Ihnen die Nebennierenrindenfunktion eingeschr√§nkt ist
  • wenn Sie unter einer Prostatavergr√∂√üerung leiden
  • wenn Sie sich in einem Schockzustand befinden
  • wenn Sie einen stark verlangsamten Herzschlag (Bradyarrhythmie) haben, da eine Form der Herzrhythmusst√∂rung (Bradykardie) auftreten kann. Es sollte zun√§chst eine niedrige Dosis verabreicht werden. Bei Dosissteigerungen sollten Sie engmaschig √ľberwacht werden.
  • wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die auf die Gehirnfunktion wirken [wie Alkohol, Schlafmittel (Barbiturate, Hypnotika), Beruhigungsmittel (bestimmte Benzodiazepine)]
  • wenn Ihre Leber- oder Nierenfunktion oder Ihre Atemfunktion eingeschr√§nkt ist; wenn Sie stark untergewichtig (kachektisch) oder geschw√§cht sind, oder wenn Sie ein h√∂heres Lebensalter erreicht haben: es sollte zun√§chst eine reduzierte Dosis verabreicht werden. Bei Dosissteigerungen sollten Sie engmaschig √ľberwacht werden.

Wie bei anderen Opioiden auch, ist besondere Vorsicht bei der Anwendung von Dipidolor erforderlich,

  • wenn Sie unter Gallenwegserkrankungen leiden
  • wenn bei Ihnen Darmverengungen und entz√ľndliche Darmerkrankungen vorliegen
  • wenn Sie einen bestimmten Tumor (Ph√§ochromozytom) haben
  • wenn Sie unter einer Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung leiden
  • bei Kindern unter 1 Jahr.

Nach einer Verabreichung von Dipidolor kann der Blutdruck abfallen. Dieser kann das √ľbliche Ausma√ü √ľberschreiten, wenn sich in Ihrem Kreislaufsystem zu wenig Fl√ľssigkeit befindet oder Ihnen gleichzeitig Arzneimittel verabreicht wurden, die eine d√§mpfende Wirkung auf das zentrale Nervensystem haben.

Wie bei anderen Opioiden auch, kann sich bei längerer Anwendung eine körperliche und psychische Abhängigkeit von Dipidolor entwickeln. Das Abhängigkeitsrisiko nimmt gewöhnlich mit der Anwendungsdauer und bei steigender Dosis zu. Bei längerer Anwendungsdauer kann sich Ihr Körper an das Arzneimittel gewöhnen, so dass eine höhere Dosis erforderlich sein kann, um die gleiche schmerzmindernde Wirkung zu erzielen.

Absetzen, Ersatz durch ein weniger starkes Opioid oder Anwendung eines Arzneimittels, das die Wirkung von Dipidolor aufhebt, kann Entzugssymptome wie Gleichgewichtsst√∂rungen, Zittern, √Ąngstlichkeit, Erbrechen, Diarrh√∂ und/oder einen Blutdruckanstieg ausl√∂sen.

Hinweise f√ľr den behandelnden Arzt
Wie unter anderen Opioiden auch, können bei Patienten unter Dipidolor zentral dämpfende Wirkungen und/oder Atemdepression einschließlich Atemstillstand und respiratorische Insuffizienz auftreten.
Bei Anwendung hoher Dosen sollte Intubations- und Beatmungsbereitschaft gewährleistet sein.

Ein őľ-Opioidantagonist sollte jederzeit zur Verf√ľgung stehen. Aufgrund der langen Wirkdauer von Dipidolor kann eine wiederholte Anwendung des Antagonisten erforderlich sein.

Anwendung von Dipidolor zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Dies schlie√üt rezeptfreie oder pflanzliche Arzneimittel ein. Insbesondere informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden, da Dipidolor deren Wirkung beeintr√§chtigen k√∂nnte:

  • Starke Schmerzmittel, Arzneimittel, die Ihr zentrales Nervensystem beeinflussen (ZNS d√§mpfende Arzneimittel), Alkohol, einige illegale Substanzen. Wenn Sie starke Schmerzmittel oder ZNS d√§mpfende Arzneimittel (z. B. Schlafmittel, Tranquilizer, Arzneimittel f√ľr mentale St√∂rungen, Alkohol, einige illegale Substanzen) anwenden, informieren Sie Ihren Arzt, da die Dipidolor-Dosis m√∂glicherweise herabgesetzt werden muss. Auch wenn Sie starke Schmerzmittel oder ZNS d√§mpfende Arzneimittel nach Dipidolor-Gabe w√§hrend einer Operation erhalten, k√∂nnte die Dosis der Schmerzmittel oder ZNS d√§mpfenden Arzneimittel verringert werden, um das Risiko von m√∂glicherweise schwerwiegenden Nebenwirkungen wie Atemprobleme mit langsamer und flacher Atmung, starke Benommenheit und verminderte Aufmerksamkeit, Koma und Tod zu reduzieren.
  • Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen, die selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs) und Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRIs) genannt werden ‚Äď diese Arzneimittel d√ľrfen nicht gleichzeitig mit Dipidolor angewendet werden.
  • Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen, die Monoaminooxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) genannt werden - diese Arzneimittel d√ľrfen innerhalb von 14 Tagen vor einer Dipidolor Gabe nicht angewendet werden.
  • Eine gleichzeitige Anwendung von Dipidolor mit Arzneimitteln, die ein Enzym namens CYP3A4 hemmen, kann zu einem Anstieg der Piritramid-Konzentration im Blut f√ľhren. Es kann n√∂tig sein, die Anfangsdosis von Dipidolor zu reduzieren. Dosiserh√∂hungen m√ľssen vorsichtig gehandhabt werden.

Anwendung von Dipidolor zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Sprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt, insbesondere, wenn Sie Alkohol zu sich nehmen.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, der entscheidet, ob Dipidolor bei Ihnen angewendet werden kann.

Schwangerschaft
Es liegen keine Daten vom Menschen zur Anwendung von Piritramid in der Schwangerschaft vor. Eingeschränkt aussagekräftige tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt. Das mögliche Risiko der Anwendung beim Menschen ist nicht bekannt. Daher darf Dipidolor während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn es ist zwingend erforderlich.

Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Piritramid in die Muttermilch √ľbergeht. Bei anderen Opioiden ist jedoch bekannt, dass sie in die Muttermilch √ľbergehen. Dipidolor soll w√§hrend der Stillzeit nicht angewendet werden, es sei denn, es ist zwingend erforderlich. Das Stillen soll w√§hrend einer Behandlung mit Dipidolor unterbrochen und fr√ľhestens 24 Stunden nach der letzten Piritramidgabe wieder aufgenommen werden.
Es ist nicht auszuschlie√üen, dass eine dauerhafte Anwendung w√§hrend der Schwangerschaft zur Gew√∂hnung und nach der Geburt zu Entzugserscheinungen beim Neugeborenen f√ľhrt.

Fortpflanzungsfähigkeit
Es liegen keine Daten zu den Auswirkungen von Piritramid auf die Fortpflanzungsfähigkeit vor.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen
Dipidolor kann Sie benommen und schl√§frig machen. Daher d√ľrfen Sie f√ľr mindestens 24 Stunden kein Fahrzeug f√ľhren und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen.

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Wie wird es angewendet?

Dipidolor ist zur einmaligen oder wiederholten Anwendung in einen Muskel (intramuskulär), unter die Haut (subkutan) oder in eine Vene (intravenös) geeignet.

Anwendung bei Erwachsenen
Bei intramuskulärer oder subkutaner Anwendung wird eine Einzeldosis von 15-30 mg empfohlen.
F√ľr die intraven√∂se Anwendung (nur wenn ein besonders rascher Wirkungseintritt erforderlich ist) sind bei Erwachsenen Einzeldosen von 7,5-22,5 mg langsam (10 mg pro Minute) zu injizieren.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
Bei intramuskulärer oder subkutaner Anwendung wird eine Einzeldosis von 0,05-0,2 mg/kg KG empfohlen.
F√ľr die intraven√∂se Anwendung (nur wenn ein besonders rascher Wirkungseintritt erforderlich ist) sind Einzeldosen von 0,05-0,1 mg/kg KG langsam zu injizieren.

Die Einzeldosen bei intramuskulärer, subkutaner und intravenöser Anwendung können bei nachlassender schmerzstillender Wirkung in der Regel alle 6-8 Stunden wiederholt werden.

Besondere Personengruppen
Bei sehr stark untergewichtigen (kachektischen), geschwächten oder älteren Patienten sowie bei Patienten mit eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion sollte die Anfangsdosis reduziert werden.

Hinweise:
Dosiserhöhungen von Dipidolor sollten vorsichtig gehandhabt werden, um eine Anhäufung (Akkumulation) von Piritramid zu vermeiden, die das Risiko einer Einschränkung der Atemfunktion (Atemdepression) erhöhen kann. Es kann bis zu 24 Stunden dauern, bis ein Patient vom vollen schmerzstillenden Effekt der Dipidolor-Dosis profitiert.
Zur Erhaltungstherapie sollte eine ausreichend hohe Dosis gegeben werden und gleichzeitig die im Einzelfall kleinste analgetisch wirksame Dosis angestrebt werden. Bei der Therapie chronischer Schmerzen ist der Dosierung nach festem Zeitplan der Vorzug zu geben.

Vorsichtsmaßnahmen bei der Handhabung / vor der Anwendung des Arzneimittels
Anweisungen zur Verd√ľnnung des Arzneimittels vor der Anwendung siehe Abschnitt 5. Wie ist Dipidolor aufzubewahren?‚Äú.
Wenn eine größere Menge Dipidolor angewendet wurde, als beabsichtigt war

Hinweise f√ľr den Arzt:
Bei Überdosierung von Dipidolor kann es zu einer Verstärkung der pharmakologischen Wirkung und der Nebenwirkungen kommen. Es kann eine Atemdepression auftreten, deren Schweregrad von verlangsamter Atmung (Bradypnoe) bis zum Atemstillstand (Apnoe) variieren kann.
Behandlung

Die Wirkung von Piritramid kann durch die Verabreichung eines Opioidantagonisten abgemildert werden, der vorsichtig in wiederholten kleinen Dosen zu verabreichen ist, weil die Wirkdauer des Opioidantagonisten k√ľrzer ist als die von Piritramid. Intensivmedizinische Ma√ünahmen (insbesondere Intubation und Beatmung) k√∂nnen erforderlich werden, ebenso Ma√ünahmen zum Schutz vor W√§rmeverlusten und zur Volumentherapie.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Sehr häufig:
Erhöhte Herzschlagrate, erniedrigter Blutdruck bei Untersuchungen.

Häufig:
Starke Benommenheit (Stupor), Schwindel, Schl√§frigkeit, √úbelkeit, Erbrechen, W√ľrgereiz, Bl√§sse.
Gelegentlich: Abhängigkeit von dem Arzneimittel, Kopfschmerzen, Blutdruckabfall, verstärktes Schwitzen, verminderte Atemhäufigkeit.

Nebenwirkungen mit nicht bekannter Häufigkeit waren:
Schwere allergische Reaktionen (Anaphylaxie, anaphylaktischer Schock), Entzugserscheinungen nach Absetzen des Arzneimittels (wie erh√∂hte Herzschlagrate, Erbrechen, Muskelschmerzen und Schwitzen), Bewusstlosigkeit, Pupillenverengung, ver√§nderter Herzschlag [unregelm√§√üig (Bradyarrhythmie) und/oder verlangsamt (Bradykardie)], Blauf√§rbung der Haut durch Sauerstoffmangel (Zyanose), Atemprobleme (Atemnot, Atemschw√§che, Atemstillstand), allergische Hautentz√ľndung, Juckreiz, Reaktionen am Verabreichungsort, schwere Asthmaanf√§lle (Status asthmaticus), Kr√§mpfe der Bronchialmuskulatur.

Wie bei anderen Opioiden auch, kann bei Patienten, die Dipidolor erhalten, eine Hemmung der Magen-Darm-Bewegungen auftreten, die zu Verstopfung f√ľhren kann.

Unter anderen Opioiden wurden dar√ľber hinaus Mundtrockenheit, erh√∂hter Spannungszustand der Schlie√ümuskeln der Gallen- und Bauchspeicheldr√ľseng√§nge sowie der Harnblase und in seltenen F√§llen Probleme beim Wasserlassen berichtet.

Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.
Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Beh√§ltnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Aufbewahrungsbedingungen
F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung
Die Injektionsl√∂sung darf ausschlie√ülich mit 0,9%iger NaCl- oder 5%iger Glucosel√∂sung verd√ľnnt werden. Jedes andere Produkt kann eine Ausf√§llung von Piritramid verursachen (aufgrund einer pH-Wert√§nderung). Daher soll eine Verd√ľnnung der Injektionsl√∂sung mit Vorsicht durchgef√ľhrt werden (nur saubere Materialien und keine angebrochenen physiologischen L√∂sungen verwenden).

Vor Anwendung von Dipidolor ist unmittelbar vor Injektion auf sichtbare Ausf√§llung in der aufgezogenen Spritze bzw. nach Verd√ľnnung z. B. in der Infusionsl√∂sung zu pr√ľfen; bei vorhandener Ausf√§llung ist die L√∂sung zu verwerfen.
Die chemische und physikalische Stabilit√§t bei Raumtemperatur und unter Lichteinfluss einer ge-brauchsfertigen Verd√ľnnung wurde mit 5%iger Glucosel√∂sung zur Injektion und 0,9%iger NaCl-L√∂sung zur Injektion f√ľr 72 Stunden nachgewiesen.
Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwendet werden, es sei denn, die Methode des Verd√ľnnens schlie√üt das Risiko einer mikrobiellen Kontamination aus. Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender f√ľr die Dauer und Bedingung der Aufbewahrung verantwortlich.

√Ėffnen der Ampullen
Tragen Sie Handschuhe, wenn Sie die Ampulle öffnen.
Fassen Sie die Ampulle so zwischen Daumen und Zeigefinger, dass die Spitze der Ampulle frei bleibt.
Fassen Sie mit der anderen Hand die Spitze der Ampulle, indem Sie den Zeigefinger an den Hals der Ampulle und den Daumen auf den farbigen Punkt parallel zu den Farbringen legen.
Während Sie die Ampulle mit der einen Hand festhalten, belassen Sie den Daumen der anderen Hand weiter auf dem farbigen Punkt und brechen die Spitze der Ampulle scharf ab.

Bei versehentlichem Hautkontakt soll die betroffene Stelle mit Wasser gewaschen werden. Es sollen keine Seife, Alkohol oder andere Reinigungsmittel verwendet werden, die chemische oder physikalische Hautschäden verursachen könnten.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Dipidolor enthält
Der Wirkstoff ist: Piritramid.
1 ml Injektionslösung enthält 7,5 mg Piritramid.
Die sonstigen Bestandteile sind: Weins√§ure (Ph. Eur.), Wasser f√ľr Injektionszwecke.
Farbringe farbiger Punkt Bruchstelle

Wie Dipidolor aussieht und Inhalt der Packung
Dipidolor ist eine klare, farblose Lösung.
Dipidolor ist in Originalpackungen mit
5 Ampullen zu je 2 ml Injektionslösung (entsprechend 15 mg Piritramid) erhältlich.
Dipidolor ist in Klinikpackungen mit
50 (10 x 5) Ampullen zu je 2 ml Injektionslösung (entsprechend 15 mg Piritramid) erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Piramal Critical Care B.V.
Rouboslaan 32, 2252 TR,
Voorschoten,
Die Niederlande
Repräsentant des Pharmazeutischen Unternehmens in Deutschland
Piramal Critical Care Deutschland GmbH,
Am Söldnermoos 17
85399 Hallbergmoos
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im 04/2019.

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Zuletzt aktualisiert: 01.03.2023

Quelle: Dipidolor - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Piritramid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Piramal Critical Care B.V. (BS 1)
Betäubungsmittel Ja
Zulassungsdatum 04.10.2002
ATC Code N02AC03
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus Betäubungsmittel
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden